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Gibts des
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Granadaseggl
Uwe hat geschrieben ;) :
Mein ganzes Leben lang habe ich Gewalt gegen Personen und Sachen verurteilt. Ich verabscheue auch pogromähnliche Stimmungen und verbale Schmähungen, vor allem, wenn sie aus der Deckung der Masse heraus gebrüllt werden. Ich würde aber auch nie „Drecksack“ zu einem Kontrahenten sagen. Was die anwesenden Mitglieder betrifft, haben inzwischen genug Augenzeugen - auch hier im Forum - berichtet, dass die Gegner Dietrichs sehr sachlich und überzeugend ihre Argumente vorgetragen haben. Dies alleine ist in einer von beiden Seiten angeheizten Stimmung schon außergewöhnlich.

Ich wollte eigentlich zur Person Dietrich nichts mehr sagen. Dennoch jetzt noch einige Gedanken dazu.

Die Verantwortlichen im Verein haben einen Mann zum Präsidenten vorgeschlagen, von dem man wissen musste, dass er nicht zusammenführen kann, sondern spaltet. Einer, der nicht kollegial handelt, sondern nach Gutsherrenmanier führt. Das kann man bei dem eigenen kleinen Unternehmen machen, aber nicht bei einem Verein mit großer Historie. So kam, was kommen musste. Dennoch wäre seine Position wahrscheinlich unantastbar gewesen, hätte er Erfolg gehabt. Das Gegenteil ist eingetreten. Der schlechteste Präsident aller Zeiten hat das schlechteste Ergebnis aller Zeiten zu verantworten. Und er hatte nicht die soziale Intelligenz, um zu erkennen, dass es mit ihm danach kein “weiter so“ geben konnte. Und es haben ihn offensichtlich auch keine seiner Freunde und Gönner im Verein entsprechend beraten.

„Meine Welt“, was den VfB betrifft, ist ein Gemeinwesen, bei dem viele Menschen zusammen für das gemeinsame Ziel arbeiten, den Verein wieder dorthin zu führen, wo er war und wo er wieder hingehört. Dass wir jetzt eine riesige Chance haben, dies auf den Weg zu bringen, ist dem Scheitern der Ära Dietrich geschuldet. Wenn es nicht zynisch wäre, könnte man Dietrich dankbar dafür sein.

Wir, auch die, die jetzt Vergleiche ziehen, die man nicht ziehen kann und daher nicht sollte, müssten dankbar sein, dass einige beherzte und engagierte Vereinsmitglieder die Wende eingeleitet und auch geschafft haben.
"Einstellung ist Fakt" Torsten Legat, Cheftrainer TuS Bövinghausen

Gibts des
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Granadaseggl
J. W. v. Goethe hat geschrieben:

Ich bin ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. ...
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.


...und unsere Gitarre macht daraus:

Ich bin ein Teil von jenem Club,
der stets nach vorne schwimmen will und stets dann "Blubb"...
Ich bin der Fan, den Ihr stets enttäuscht!
Und das mit Recht; denn alles, was entstand,
ist nichts mehr wert, weil's stets den Weg zum Abgrund fand.
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was Euch Pfründe,
Gewinn, ja, kurz: Moneten bringt,
das, was Euch eigentlich verschlingt.

Ich bitte, das holprige Reimschema zu entschuldigen, aber was das Original kann, kann ich auch. :)


Chapeau :prost:
Edith
gibts des
bekannt:

Ich hatte selbst schon grillenhafte Stunden,
doch solchen Trieb hab ich noch nie empfunden...
"Einstellung ist Fakt" Torsten Legat, Cheftrainer TuS Bövinghausen

muffinho
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Halbdaggl
Schönes Ding:

Southern Comfort hat geschrieben:Und gleich kommen die Helikoptereltern um die Ecke...

"Mein Jonathan-Muffi soll den Maximilian-Mappus gefoltert haben? Na, da muss der Mappi den Muffi aber ganz schön wütend gemacht haben..."
"Mein Mappi hat eine Laktose-Fruktose-Histamin-Intoleranz! Da kann man doch erwarten, dass der Muffi etwas rücksichtsvoller reagiert. Aber der hat mit drei ja auch schon ein Handy gehabt Kein Wunder ist der ein emotionaler Krüppel!"
"Entschuldigung, wenn wir unserem Muffi für seine hervorragenden Leistungen im Querflöteunterricht eine Belohnung gönnen. Man muss die Kleinen einfach auf die Leistungsgesellschaft vorbereiten! Aber damit können Sie und Ihre Sozialistendenke ja nichts anfangen. Ihr Mappi kommt ja noch nicht mal im Mandarin-Anfänger-Kurs richtig mit. Den macht er wohl auch nur, weil es für Sie so schön "links" ist... Ich sag Ihnen mal was: MAO IST TOT!"
"Erstens: Das liegt nur an der reaktionären Einstellung der Lehrerin! Und zweitens: Sie werden schon noch sehen, wohin Sie ihr Egoismus bringt. Deswegen klaut der Muffi also immer die Schäufelchen, dieser kleine, miese Sandkastenimperialist!"
Wir können alles. Außer WLAN.

Southern Comfort
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Granadaseggl
Strafraumgitarre hat geschrieben:Das zusammengefasst hat Coutinho eigentlich nur noch eine Chance:

Er nimmt sich den Tiffi als Berater, wechselt im Winter an den Wasen, lernt schwäbisch und wird hier zur Legende und zum CL-Sieger. Tiffi seinerseits stellt mit allerlei juristischen Winkelzügen seinen überdurchschnittlich starken inneren Kompass unter Beweis, indem er für vollständige Gehaltsübernahme der bajuwarischen Seite sorgt, inklusive Prämie beim CL-Gewinn in drei, spätestens vier Jahren.

Wenn nicht mal mehr das klappt, können die beiden eigentlich nur noch einen Maultaschenimbiss in Schwabing eröffnen, in dem Tiffi die Steuer macht und Coutinho als Bedienung jobbt.
Vielleicht stellen sie dann ja auch noch den Brazzo ein, der von Tisch zu Tisch gehen und mit Fragen wie "Geschmälzt oder in der Brühe?" weiterhin seine kommunikativen Fähigkeiten unter Beweis stellen darf.

Nachdem mir diese Variante die realistischste Version zu sein scheint, stelle ich gern schon mal ein paar kostenlose Anregungen für die Speisekarte zur Verfügung: :D

- à la Olli (mit Ei)
- à la Froonck (mit Blattgold)
- à la Breno (flambiert)
- à la Arjen (im "Schwalbennest" aus Glasnudeln)
- à la Mehmet (wundgebraten und gewendet)
- à la Lell (mit Schnaps und "Puderzucker" an einer Garnitur aus dekorativen Veilchen)
- à la Jerome (im stylischen Schlafrock)
- à la Kalle (zeitgemäß handgestoppt à la minute)
- à la Uli (mit Appenzeller und Röstiecken im Blechnapf, als Besteck ein Schweizer Taschenmesser mit Feile)
- à la Franz (mit Kaiserschmarrn und weihnachtlicher Kunstlichtdeko)
- à la Loddar (Greenkeeper-Style mit Bladdschbinaad, frischen Gräuddern und grünem Nuddldaich)
- à la Mario (geräuchert und mit einem Stiefel Weißbier serviert)
- à la Fipsi (Suppenmaultaschen mit Kinderpommes und Ketchup plus ein Überraschungsei)
- à la Effe (als Fingerfood mit Tigerbohnen)
- à la Gerd (Bestellung vergessen)

Knallgöwer
Lombaseggl
fkAS hat nach dem Sieg des VfB in Bielefeld (8. Spieltag, Saison 19/20) geschrieben:
Ich finde ja die xG-Werte - also wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn man die durchschnittlichen Chancen auf ein Tor je nach Zahl der Schüsse und Schusspositionen sowie anderer Aktionen, die statistisch mit der Torerzielung zusammenhängen, misst. Da war der VfB besher gegen jeden Gegner vorne. Einzig Fürth konnte bei den Faktoren, die nicht auf Torschüssen basieren (bspw. abgefangene Bälle in Tornähe) gleichziehen. Daher würde ich Glück nicht als wesentlichen Faktor sehen. Bei Korkut waren die Werte anders. Es gab da auch Spiele wie bspw. gegen Leverkusen, bei denen der Gegner deutlich mehr hochklassige Chancen hatte. Ist ja auch nicht verwunderlich, da man gegen hochklassigere Gegner spielte.
Ich find den Vergleich mit Korkut aber auch aus einem anderen Grund nicht hilfreich. Er hat ja seine Spielidee verändert, wollte mehr Spielkontrolle, hat andere Spielertypen bekommen. Vorne ging Wucht und Tempo verloren, im Mittelfeld hat's mit der Spielkontrolle nicht geklappt.
Das ist jetzt bei Walter anders, der ja seinen Spielstil erst implementiert. Da ist sicher auch noch viel zu tun. Gegen das Pressing von Fürth darf man nicht so die Kontrolle verlieren und gegen tief verteidigene Gegner muss man sich auch bessere und häufiger Chancen erspielen. Irgendwie passt es da bspw. in der Besetzung es Strafraums oder bei den Flanken nicht. Bspw. kamen Sosa und Förster links gegen Arminia in ne gute Position für Vorlagen. Konnten den Ball aber nicht auflegen. Einmal war es so, dass 3 VfBler gleichzeitig zum kurzen Pfosten starteten, statt dass sich einer fallen lässt und auch einen Pass hinter die Abwehrreihe verwerten könnte.
Auch dass man sich in der Schlussphase einiger Partien trotz Führung noch in einen offenen Schlagabtausch reinziehen lässt, ist ein Punkt. Das geht souveräner bzw. man muss dann da die Konter besser ausspielen und den Sack wirklich zumachen.
Wie stark du tatsächlich bist, erfährst du erst dann, wenn "stark sein" deine einzige Option ist!