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exmatthes
Granadaseggl
wohl nicht nur mein Problem mit denen:
einerseits natürlich Applaus für den support - und Anerkennung für all das Herzblut; auch für die teils tollen, arbeitsaufwendigen choreos.
und diese Positionspapiere lesen sich ja teils wirklich vernünftig - die anliegen teils nachvollziehbar. speziell rund um die Chose "gegen noch mehr Kommerzialisierung".

und ja, na klar: auch die fankurve ist sehr heterogen.

misslich halt, daß sie zu habhaft strafbarem, absolut danebenem, wie z.b. jüngst der randale von berliner fans in Dortmund, weit weniger eloquent daherkommen.

wenn überhaupt, dann eher halbgare Distanzierungen - oft genug relativiert durch Verständnis bis hin zu Solidarität.

ganz arg schräger vergleich zur afd:
das sind natürlich längst nicht alles randalierer und Störenfriede - grad so wenig wie nicht jeder afd-ler holocaustleugner und von vornherein als hirnamputiert anzusehen ist.
aber wer derlei am liebsten verschweigt, es auf nachfrage verzeihlich und/oder gar nicht so sehr schlimm findet, der sollte sich zumindest nicht wundern, wenn er als seriöser Ansprechpartner bis auf weiteres gehandicapt ist.

Auswurf
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Halbdaggl
grad so wenig wie nicht jeder afd-ler holocaustleugner und von vornherein als hirnamputiert anzusehen ist.


nö, nicht zwangsläufig hirnamputiert - dann aber arschloch oder ähnliches
...sage ich im falschen fred

Den Knackpunkt sehe ich beim Umgang des Vereins mit den Ultras. Für die Ultras ist grundsätzlich alles Verhandlungssache, während der Verein Grenzen setzen muss. Das heißt bei manchen Dingen kann man sich quid pro quo entgegenkommen, bei anderen Dingen halt nicht.

Ob den Ultras gegebenenfalls ein Kompromiss ausreicht, bei dem man sich in der Mitte trifft, ist wieder eine andere Frage.






darkred
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Halbdaggl
Waren trotzdem genug lautstark unterstützende Fans in Gladbach. Und das auf einen Sonntagabend.
Finde es immer wieder erstaunlich, was da über die Außenmikros an VfB-Stimmungsmache auf fremden Plätzen übertragen wird. Deshalb sollte man sich mal überlegen, ob diese medial exponierten Malusbeispiele dazu taugen, "unsere" Ultras über den Kamm hinweg abzukanzeln. So liest sich dieser Fred nämlich bisweilen. Nur mal so ein Einwurf am Rande. Und nein, ich finde auch nicht alles gut was die da treiben.

exmatthes
Granadaseggl
zweifellos.
aber so war's schon immer: wenn ein paar dutzend randalieren während zehntausende einfach nur Fußball gucken, dann macht ersteres die schlagzeile.

einfach nur geil.
lang mitgehalten, dann nulldrei verloren.
dreckswetter.
der Weltmeister verletzt sich längerfristig beim Eigentor.
gelb-rote.
bahnprobleme für die mitgereisten bei der Rückfahrt.
fehlt da noch was? waren wir soooo bös??

letzt hat ne grüne den knecht ruprecht abschaffen wollen - ich bin jetzt auch dafür.


Southern Comfort
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Granadaseggl
Drei Ecken, ein Elfer...

Also dreimal mithüpfen beim "1893!" = eine vergebene und vergessene Körperverletzung.


@darkred:

Ich schreibe Dir 100x an die Tafel, dass 90% der Ultras meinen Applaus verdientermaßen bekommen für den Support und die Kreativität. Vergessen wir überdies aber nicht, dass dieselben Jungs und Mädels aber auch stets bereit sind, einen Straftäter zu decken, weil er ja einer von Ihnen ist.

Es ist eben beides und nichts von dem Einen wiegt das Andere auf. Und es gehört wohl zum Fußball mittlerweile dazu. Sowohl erfreulich wie bedauerlich.


de mappes
Spamferkel
Die Auseinandersetzungen gingen allein von den Stuttgartern aus, wie ein Polizeisprecher gestützt auf Zeugenaussagen sagte.


aber natürlich...einfach so...die wussten sicher, wie scheiße das spiel wird und wollten wenigstens früher heim, aber vorher noch ein bisschen prügeln :mrgreen:
Don't criticize what you can't understand

Des is ja grad des: zum Beispiel hast du Berliner Hools, die auf die Polizei losgehen, weil die ein Transparent herunterreißt, weil sich Leute dahinter verstecken. Die Typen, die mit Eisenstangen um sich gehauen haben, waren wahrscheinlich komplett druff. Am nächsten Spieltag werden in Stuttgart Banner gezeigt, auf denen steht, dass Fahnen unantastbar sind.

So – das sind dann die Leute, mit denen sich der Verein und alle anderen arrangieren sollen, weil sie tolle Stimmung machen. Passt nicht. Die Ultras taugen kaum als Gesprächspartner, wenn sie so ein Zeug gutheißen und Gewalt als Mittel zum Zweck befürworten – auch wenn das natürlich nicht immer alle sind, sondern nur ein Teil. Sie treten mit einer Stimme auf, und Ehre und Loyalität werden viel zu hoch gehalten, um Gewalttäter auszugrenzen. Die Polizei wirft die Leute oft in einen Topf, aber die Wortführer machen auch nix anderes.

darkred
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Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Vielleicht erzählt uns ja der Junge,
ob die Gang neiganga isch oder
vor dem Spiel hoimganga.

Ernsthaft:
Ich sehe es wie SC & NW.
Es ist hier schon ziemlich ausgewogen diskutiert worden.


Und eben diese Ausgewogenheit konnte ich entlang des Studiums der letzten Seiten hier nicht erkennen.... ;)

George Best
Schoofseggl
Geht mir auch so. Es gibt nicht "die Ultras". Einfach mal bewusst machen, dass sich eben nicht alle Gruppen mit allem gemein machen. Nur, weil man davon hier nichts davon gehört oder gesehen hat, heißt das nicht, dass die eine Ultra-Gruppe nichts gegen die andere sagt.

RedBlues
Granadaseggl
Für mich gibt es nur die Ultras, warum? Weil sie in ihrem lagerdenken immer auf Linie mit ihrem Codex bleiben und sich nicht distanzieren wollen von Dingen die innerhalb der ultras passieren.

Sie decken sich gegenseitig, also gehören Sie zusammen

Unter Westfalen
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Halbdaggl
@darkred

Für Insider mag es wohl unterschiedliche Strömungen innerhalb der Ultras geben.
Für Außenstehende ist das schwer oder überhaupt nicht zu unterscheiden.
Hängt wohl mit dem Codex zusammen, den sie sich selbst auferlegt haben.
Ich wiederhole mich jetzt, aber ich finde sehr wohl, dass das hier differenziert dargestellt worden ist.

Es ist eine eigene Welt, mit der sich eben manche nicht identifizieren können.
Ich z.B., verbinde "Choreographie" mit Ballett und bin da mit Sicherheit auch nicht mehr lernfähig.
Was in den Arenen von den Ultras dargestellt wird, ist manchmal sicher sehenswert und höchst kreativ. Dazu sollte man aber vor Ort sein. Im Fernsehen kommt davon nicht viel rüber.
Wahrscheinlich gibt es Absprachen, es bewusst nicht zu zeigen, was ich, wenn ich so manche Banner lese, durchaus nachvollziehen kann.
Jezzd gang I ahans Brennale, drengg abor ned

darkred
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Halbdaggl
Red Blues und UWe

Ich verstehe Jeden, der da eine kritische Sicht auf die Dinge hat.
Aber auch als Außenstehender könnte man erkennen, dass es in JEDER heterogenen Gruppierung unterschiedliche Strömungen, Motive, Intellekte, etc. gibt und es sich aus diesem Grunde eigentlich verbietet hier ein pauschales Urteil zu fällen.
Ich finde es halt argumentativ wenig schlüssig, wenn man sich bei anderen Themen der Differenzierung befleißigt und diese im Diskurs einfordert (bspw. DIE Ultras --> DIE Flüchtlinge), dies aber bei mit weniger Sympathie/Interesse besetzten Themen eben hinten runter fallen lässt. Oder anders gesagt, sich ein medial doch rechts einseitiges, schlagzeilenlüsternes Lagebild zur grundlegenden Beurteilung zu eigen macht.

Und Red Blues, zum Thema Kodex und sich gegenseitig decken.
Ist das jetzt ein spezifisches Verhaltensmuster der Ultras? Findet man das nicht in jeder Gruppierung bis in die Familienbande hinein...?

Es geht mir im Übrigen nicht darum Fehlverhalten in den Reihen der Ultras zu verharmlosen, das gibt es da in der Tat. Und bestimmt auch nicht zu knapp. Aber auf der anderen Seite gibt es halt auch positive Aspekte, die mir persönlich wichtig sind. Neben der Stimmung im Stadion (und hier sollte sich jeder mal überlegen, ob man diese essentielle, zum Stadionbesuch unmittelbar dazugehörende Leistung wirklich mit paar hämischen Bemerkungen oder einem "brauch ich nicht" abtun kann...) greifen die Ultras auch brisante, fußball- und auch gesellschaftsrelevante Themen auf und stehen dafür ein. Dass die Montagsspiele wieder abgeschafft wurden dürfen sie sich nicht unmaßgeblich auf die Fahne schreiben, dass es irgendwo noch einen lautstarken Gegenpol zum grenzenlos renditegetriebenen Profilfußballbiz gibt ebenso. Dazu noch eine Vielzahl an unmittelbar initiierten oder wie auch mmer begleiteten Sozialprojekte ... es gibt "auf der anderen Seite" genügend Ansatzpunkte, den Ultras auch was Positives abzugewinnen.
Mir ging es beim meiner Einlassung daher in erster Linie darum, dass bei der Beurteilung des Themas doch bitte dieselbe Vielzahl an Perspektiven angelegt werden soll, wie es bspw. bei Themen im Politikfred gefordert wird. Negative Pauschalisierung aufgrund von persönlicher Antipathie oder Ablehnung empfinde ich halt etwas inadäquat. Und auch in der Haltung nicht konsequent. Ist aber nur meine Meinung.