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Auswurf
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Grasdaggl
yesterday
wieder wunderschön sonniger tag
und ich entsprechend gut gelaunt mit meinem lastendreirad auf nem radweg unterwegs.
Schenke eine selbst radelnden Dame mit einladender handbewegung
und breit lächelnd die vorfahrt.
Sie, um die 50 eher gut situiert, wenn ich nach dem aussehen urteile,
fährt darauf hin die 50 meter bis zur nächsten kreuzung vorm mir her,
sich mehrfach halb nach hinten drehend mit dem Gestus,
als wäre der teufel hinter ihr her.

So kommen wir beide nebeneinander zum stand.
Ich sage "hallo"
und Sie erwidert
"was ist denn das, für ein merkwürdiges vehikel" mit abscheu im blick."
"ein fahrrad" antworte ich "welches ich gewerblich nutze".
"dann geht's grad noch" meint sie.
Ich sage "ist eben ökologisch sehr sinnvoll"

"ÖKOLOGISCH, wir haben gaaanz andere probleme"
es wird grün und ich fasel noch was von wegen,
dass diese probleme, auf einer zerstörten welt,
dann auch nicht mehr von interesse wären
und wünsche noch einen schönen tag.
Ob Sie mir den dann auch noch wünschte, verschluckt der verkehrslärm.

AFD wähler live,
immer ein entspanntes und wohltuendes erlebnis :bounce:

ps
ansonsten ist es so,
dass man mit dem vehikel... lächeln, erhobene daumen, lustige komentare, johlende kinder etc " als reaktion erfährt

Welchen rationalen grund gibt es gegen lastenräder in der stadt ?
Ich vergaß... ich beschleunige den untergang der automobilindustrie
und verbildliche den ökowahn
breng se, breng se - i hau se nai




Gibts des
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Granadaseggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Eine Welt ohne AfD?
Denkbar.

Aber total langweilig.

Irgendwie interessant, unsere Zeit.
Dreissiger Jahre light.
:mrgreen:


Echt jetzt :?: :roll:

Vorweg: niemand sollte aufgegeben werden. AfD-ler sind Menschen. Im Vergleich zu Massenvergewaltigern sogar relativ gute Menschen (meiner bescheidenen Meinung nach).
Aber was mich betrifft: ich komme ganz gut ohne Fascho- und Nazigesocks klar. Fände das auch kein bisschen langweilig.
Und dreissiger Jahre (egal welchen Jahrhunderts ausser dem vorliegenden) gehen mir total am Hintern vorbei. Sowas wie "dreissiger Jahre light" kommt mir auf fahrlässige Weise verniedlichend vor. So nach dem Motto: damals wars schlimm, aber heute nur ein Muckenschiss...
Und ja, Uwe, ich weiss, dass du's nicht so GEMEINT hast. Ich würde auch gerne hoffen dürfen, dass es unzutreffend ist als Zustandsbeschreibung.
Heute schon gelebt?


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Nierentisch und Cocktailsessel.
Kalte Ente, Russische Eier und Lachs als Seelachsersatz.
Ach so,
Jungfrauenmilch, Himmlisches Moseltröpfchen, Kröver Nacktarsch und Lagreiner Kretzer.
Danziger Goldwasser und Kakao mit Nuss.
;)
Abstand halten, Nähe schaffen!




Unter Westfalen
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Grasdaggl
Übrigens,
Stuttgart hatte mal seine eigene Zigarettenmarke: "Stery".
In den Oberlichtern der Straßenbahn wurde dafür geworben.
Sie gehörte einem Griechen, der hieß Steriopolis oder so ähnlich.
Nach wenigen Jahren war die Fabrik Pleite.
Abstand halten, Nähe schaffen!

Gibts des
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Granadaseggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Für Gibts des



PS: Antwort auf Deinen Post kommt noch, wenn sich heute ein Zeitfensterlein öffnet.

Ich bin Nichtraucher (von Geburt an)...
Wir wollen doch nicht hoffen, dass manche in den 50ern stehen geblieben sind. Obwohl: immerhin wird der ÖPNV propagiert in dem Clip...
:prost:
Heute schon gelebt?



Unter Westfalen
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Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Eine Welt ohne AfD?
Denkbar.

Aber total langweilig.

Irgendwie interessant, unsere Zeit.
Dreissiger Jahre light.


Gibts Des hat geschrieben:
Echt jetzt

Vorweg: niemand sollte aufgegeben werden. AfD-ler sind Menschen. Im Vergleich zu Massenvergewaltigern sogar relativ gute Menschen (meiner bescheidenen Meinung nach).
Aber was mich betrifft: ich komme ganz gut ohne Fascho- und Nazigesocks klar. Fände das auch kein bisschen langweilig.


Die Faschisten und Antisemiten waren immer da. Die interessiert es auch nicht, ob du ohne sie gut klar kommst oder nicht. Das ist wie Fußpilz. Man meint, man hätte ihn weg. Aber die Sporen sind resistent. Sie schlagen wieder aus, wenn das Klima ihre Verbreitung beschleunigt. Seit Bestehen der Bundesrepublik war Rechtsradikalismus und Antisemitismus immer wieder ein Thema. Das ist in den Köpfen drin und wird weitervererbt, denn „echte Nazis“ gibt es nicht mehr viele. Ist wie bei den KZ-Opfern, die Zeitzeugen sterben langsam aus.

Und dreissiger Jahre (egal welchen Jahrhunderts ausser dem vorliegenden) gehen mir total am Hintern vorbei.


Das sehe ich anders. Wie oben beschrieben, gibt es nicht mehr so viele Zeitzeugen aus dieser Welt. Aber, was damals, in den „Dreissiger Jahren“ passiert ist, muss immer in unseren Köpfen sein. Und wir Älteren müssen es an die Jugend weitergeben. Die Untersuchungen über den Wissenstand unserer Jugend über diese Zeit stimmen allerdings nicht allzu hoffnungsfroh. Aber, wer z.B. in Dachau, Buchenwald, Auschwitz war, fällt nicht mehr auf die Parolen von Höcke & Konsorten herein.

Sowas wie "dreissiger Jahre light" kommt mir auf fahrlässige Weise verniedlichend vor. So nach dem Motto: damals wars schlimm, aber heute nur ein Muckenschiss...


Ja, es war ein Vergleich, der missverstanden werden kann.

Wie ich schon mal geschrieben habe, habe ich die Tagebücher von Victor Klemperer gelesen, in denen der alltägliche Terror beschrieben wird. Und ich habe die Tagebücher von Klaus Mann gelesen, ein politisch hellwacher Kopf, der das Erstarken der NSDAP in den Jahren nach der Weltwirtschaftskrise beschrieben hat. Und wie Du weißt, ist das Verrohen der Sprache ein Thema, das mich sehr bewegt. Da sehe ich die Parallelen.

Und die AfD?

Ich habe sie alle kommen und gehen sehen, die SRP, die NPD, die DVU, die Republikaner, ganz zu schweigen von den Splitterparteien, die es auch nicht annähernd geschafft haben, an die 5%-Grenze heranzukommen. Gemessen an ihrem Einfluss waren es wirklich Fliegendreckparteien. Bei der Flügelpartei ist der Dreck etwas größer, aber den kriegen wir auch noch gemeinsam weg.
Abstand halten, Nähe schaffen!

Auswurf
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Grasdaggl
weitestgehende zustimmung-
bis auf den letzten satz
Der ausgang ist völlig offen.
Das zeigt schon der blick in die nachbarländer.
Witschaftliche stabiltät war die grundlage in D um radikale parteien kleinzuhalten - die zukunft betreffend gibt es da keinerlei gewissheit.

ein zwangsbesuch in dachau quittieren rechts vorgeprägte mit sarkasmus
und radikaler antihaltung

Du pflegst da zweckoptimismus und beruhigst Dich mit erfahrungswerten,
die meiner meinung nach ohne wert sind diesbezüglich
breng se, breng se - i hau se nai

Auswurf
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Grasdaggl
@ nilk
bin ja bekanntlich ein absoluter gegener davon rechts und linksradikalität in einen topf zu werfen,
wie bedenkenlos vormals linke wähler hopplahopp die seiten wechseln ist aber auch nicht gerade beruhigend.
Haltung ? lol
breng se, breng se - i hau se nai


Bundes-Jogi
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Halbdaggl
"manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern. werch ein illtum!"
Ernst Jandl
„Ich bin ein alter Cowboy, dem kann man nicht so schnell in die Satteltasche pinkeln.“
(Friedel Rausch)


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Ich habe das schon so gemeint, wie ich es geschrieben habe.

Linke Wähler wählen SPD, Die Linke oder die Grünen. Habe diese Wanderung selbst schon hinter mir. Sie wählen niemals Rechtsparteien, eher bleiben sie bei der Wahl zu Hause.

Rechte Wähler wählen CDU, CSU, AFD.

Hoteliers, Ärzte, Rechtsanwälte und Hochschulprofessoren (nicht alle ;) ) wählen FDP.

Natürlich sind mir die Wählerströme nicht fremd. Stammwähler gibt es nicht mehr so viele wie zu Zeiten der Volksparteien. Alles fließt. Aber Wähler, die früher SPD gewählt haben und jetzt AFD, sind keine linken Wähler und waren es auch nie. Es sind Wähler, die links gewählt haben, maßlos enttäuscht sind und daher falsche Wahlentscheidungen treffen. Leider werden die immer mehr.
Abstand halten, Nähe schaffen!

factotum
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Granadaseggl
Aber Wähler, die früher SPD gewählt haben und jetzt AFD, sind keine linken Wähler und waren es auch nie.


Frech behauptet ist halb bewiesen, gell? So wie ich den Tiffert kenne, will der aber die andere Hälfte auch noch.
I know fuck about shit.