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Unter Westfalen
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Halbdaggl
Gerade Rhabarberkompott fertig gemacht.
Erdbeerrhabarber aus dem Garten, wenig Zucker, etwas Zitrone, mit etwas Mondamin kurz aufkochen lassen.
Dazu Griespudding nach altem Rezept.

Gleich pflücke ich Blutsauerampfer für eine leckere Suppe.
Die macht meine Frau.

In dieser Woche wird der erste eigene Salat aus dem Gewächshaus geerntet.

Die ersten Buchsbäume scheinen vom Zünsler befallen zu sein.
Abstand halten, Nähe schaffen!

Haber
Halbdaggl
wir grüßen aus dem Heusteigviertel herzlich nach Münschder. Live vom BALKONIA mit diversen Kräutern und echt jetzt: WEINREBEN (Blauer Portugieser wegen der Blattgröße) wuchern und tragen Blüten.

Ich koste immer von dem später in kräftigem Orange blühenden Brunnenkresse. Nein Kapuzinerkresse
Butterbrot mit Schnittlauch mampf!
Koriander lass ich meiner Frau.


Balbriggan
Granadaseggl
Gegen den Zünsler hast einen harten Kampf vor dir. Was hilft, ist die Buchs mit einem schwarzen Müllsack einpacken. Musst machen wenn es sehr warm ist. Einen Tag lang, dann die toten Viecher weg machen.
Immer wiederholen, weil die Eier ablegen. Irgendwann hast deine Ruhe.



Unter Westfalen
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Halbdaggl
Mein Buchsbaumproblem ist etwas diffiziler.
Ich habe vor Jahren alle meine Gemüsebeete mit Buchs umsäumt.
Ein echter Hingucker. So wie im Bauerngarten. Es gibt hier im Münsterland wunderbare Beispiele dafür.
Vor etwa 10 Jahren hat der Pilz kräftig gewütet. Man konnte zusehen, wie die Lücken in den Reihen größer wurden. Einige Jahre gab es hier überhaupt keinen Buchs mehr zu kaufen. Danach kamen widerstandsfähigere Sorten auf den Markt.

Die Zünselei fing bei uns im Viertel vor 3 Jahren an. Da wurden Schottervorgärten richtig kahlgefressen.
Unseren Garten traf es ein Jahr später. Da hat der Zünsler echt zugeschlagen. Ich habe außer einem starken Rückschnitt nichts dagegen unternommen und es blieben etwa 2 Drittel des Bestandes unbefallen. Im letzten Jahr hat sich der Zünsler überall ausgebreitet, aber jetzt kommt's, die Pflanzen haben sich alle wieder erholt und sehen supergesund aus. Also werde ich jetzt wieder zur Heckenschere greifen. Vielleicht spielt es sich wieder ein.

Ich halte Euch auf dem Laufenden. :nod:
Abstand halten, Nähe schaffen!

Tifferette
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Halbdaggl
Airwin hat geschrieben:naja, besser als butterbrot mit zünsler nehm ich an.

AHHHHH!!!! ZÜNSLER!!!!! STERBT!!!!!!!

Der neue Staatsfeind Nr.1 im Hause Tiffi, seit die unseren Buxbaum kahlgefressen haben.
"Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete. Er kennt weder Gründe noch Gegengründe und glaubt sich immer im Recht."

(Ludwig Feuerbach)

factotum
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Granadaseggl
AHHHHH!!!! ZÜNSLER!!!!! STERBT!!!!!!!


Ich verteidige unseren Bux bis aufs Messer, wird mit 2 Sorten Raupengift begossen in kurzen Intervallen.
Noch bin ich bei ökofähigen Substanzen, aber ich bin bereit, massiv zu eskalieren und die komplette Produktpalette der IG Farben einzusetzen, wenns sein muss.
Die können sich warm anziehen, die Zünsler.
I know fuck about shit.

de mappes
Spamferkel
Schon auch krass wie die sich verbreiten...denke der nächste Buxi ist mindestens 500 Meter entfernt und dennoch hat man irgendwann den Erstbefall

Im letzten Jahr hat sich der Zünsler überall ausgebreitet, aber jetzt kommt's, die Pflanzen haben sich alle wieder erholt und sehen supergesund aus. Also werde ich jetzt wieder zur Heckenschere greifen. Vielleicht spielt es sich wieder ein


hab ich auch beobachtet...nicht unter zu kriegen...hab manche komplett geköpft und aus der Wurzel sprießen sie unglaublich schnell wieder nach; ohne jegliche Zuwendung
Don't criticize what you can't understand

megges
Seggl
Wir haben den Zünsler wie der ganze Südwesten schon seit einigen Jahren.

Nachdem ich auch alles mehr oder weniger erfolglos probiert habe, inklusive dem harten Zeugs, haben wir beschlossen, den Bux abzuschaffen. Schweren Herzen einerseits, andererseits hab ich den Scheiss einfach auch nicht mehr ertragen.

Ich will in meinem Garten auch kein Gift spritzen. Ein no-go.

Ein wunderbarer Ersatz dafür, lieber UWe, ist die Heckenmyrthe. Lonicera nitida. Die haben wir als Beetbegrenzung gepflanzt, sieht fast so aus wie Bux und wächst viel schneller. Da kannst Du die kleinen, billigen vom Baumarkt für 1 bis 2 € pro Stück holen, nah aneinander reihen und in ein bis zwei Jahren hast Du da eine tolle Beetbegrenzung.

Ich schwör voll auf die. Und da wir oft Beete umändern, inklusive der Umrandung, sind die teilweise schon zigmal raus und wieder woanders rein gesetzt worden und die beeindruckt das Null.
Wir sind hier nicht bei "Wünsch Dir was" sondern bei "So isses".

Unter Westfalen
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Halbdaggl
Super Tipp, megges, danke.

Ich werde mich schlau machen.
Ich meine, wir hätten die Myrthe als Umrandung für das Grab meiner Schwiegereltern in Bremen genommen, als damals der Pilz zugeschlagen hat.

Ich bleibe am Ball. :prost:

Und hier noch was für Viertel/Halb und Vollveganer.

Ich habe mir am Wochenende auf dem Markt wieder mal eine Artischockenpflanze gekauft. So eine hatte ich vor drei Jahren schon mal.
Im ersten Jahr wächst sie zu einem kleinen Strauch heran. Sie muss gut gedüngt werden, idealerweise mit Kompost. Im Herbst lässt man die Blätter einziehen und häufelt die Pflanze an, ähnlich, wie Ihr es mit Eurem Rosmarinstrauch macht. Vor drei Jahren hatten wir einen strengeren Winter, als sonst und die Pflanze hat ihn gut überstanden. In atlantischen Wintern, wie wir sie haben, ist kein Winterschutz erforderlich, aber natürlich geht man auf Nummer Sicher.
Im zweiten Jahr kann geerntet werden. Wann die beste Erntezeit ist, könnt Ihr den einschlägigen Ratgebern entnehmen. Dort findet Ihr auch viele Zubereitungsarten. Wir mögen sie in Salzwasser gekocht und mit Olivenöl überträufelt.
Abstand halten, Nähe schaffen!

Haber
Halbdaggl
Im Hof unten bei uns wachsen zwei wilde Walnussbäumchen und in Griechenland wuchs mal auf einen Schlag erst Anis und dann Artischocke, so wie halt der Wind oder die Vögel die Samen streuen. Mal so mal so.

Eine kleine Geschichte:

Bei uns fährt in Griechenland immer Sotiris aufm Traktor vorbei und manchmal hält er an und bringt was aus seinem Garten, mal Wein, mal Zuchini, Tomaten, Kürbisse, mal Dünger, auch mal ein Huhn, ein Fisch, alles halt, was grad so reift oder gefangen wurde, auch Eier und zuckersüße Tomaten groß wie Bratpfannen, Käse, Honig, alles. Dann halten wir ein Schwätzle und beim Gehen inspiziert er unsren Garten, ein Alleswisser (xeri ola) und auch ein Besserwisser aber halt in erster Linie absoluter Fachmann. Und in GR wächst halt auch alles anders als hier, echt. Aber seine Besserwisserei ist manchmal auch mühselig, sich das alles anhören zu müssen, manchmal sinds halt auch Nichtigkeiten, manchmal aber Überlebensnotwendigkeiten.

Oke.

Also als im November der letzte rote Paprika geerntet war hab ich aus einer Zeitschrift rote Kreise ausgeschnitten und an die Stöcke geklebt.

Sotiris hielt mit seinem Traktor an und traute seinen Augen nicht:

"Der Deutsche hat ja immer noch rote Paprika!"

Unter Westfalen
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Halbdaggl
Nochmal zum Buchs

Also,
ich lasse den Zünsler jetzt einfach mal zünseln.
Mit der Chemiekeule, auch mit Bioziden, würde ich mein Gemüse, das schon zum Teil in der Erde ist, kontaminieren. Ich bin bis jetzt gut ohne Gift im Garten ausgekommen.
Wie ich schon schrieb,
hat der Buchs den letztjährigen Angriff gut überstanden.
Vielleicht klappt es auch in diesem Jahr.

Sobald ich wieder im Gartenmarkt bin, werde ich den Tipp von megges befolgen und nach der Heckenmyrthe Ausschau halten. Damit kann ich die wenigen Lücken ausfüllen und gleichzeitig sehen, ob es im Fall eines GAUs eine Ersatzlösung wäre.

Wegen der Eisheiligen, die hier nachts richtig zuschlagen,
habe ich das Auspflanzen der Physalis auf nächste Woche verschoben.

Der Boden ist furztrocken.
Ich glaube, bei Euch hat es in den letzten 14 Tagen mehr geregnet, als hier.
Sonst ist es doch immer umgekehrt.

Aber die Glocken läuten noch in Münster.

Heute habe ich ein Video von den vielen verschiedenen Akeleiblüten gemacht, die unseren Garten in allen Farben leuchten lassen, vor allem am frühen Morgen und späten Abend, wenn die Sonne tiefer steht. Schade, dass ich das Euch nicht zeigen kann.
Wir lassen die Samen ausreifen und verteilen sie überall im Garten. Sie sähen sich aber auch selbst aus. Ich lasse sie wachsen, auch im Gemüsebeet. Im Herbst werden sie dann verpflanzt.
Abstand halten, Nähe schaffen!

Haber
Halbdaggl
uwe du glaubst nicht wie ich unsren Garten in GR vermisse, die Menschen ja sowieso und das jetzt, wenn der Wein austreibt und die Olivenbäume blühen und die Orangen und Zitronen tragen ja schon.

Leider ist unser Winterbeet futsch. Aber ansonsten kann ich nicht klagen. Verluste werden herb sein aber andere Menschen leiden richtig, auch finanziell, bei uns gehn vlt. 1-2000 Euro druff, des isch nix.

Jetzt würden der Romanasalat (Maruli) und die Frühlingszwiebel geerntet aber in der Steinwüste hier am Marienplatz haben wir auch ein Spektakel: Die Kastanienblüte.

Ich liebe Gärten, Wuchs, Ernte und die Arbeit, Wein und Olivenöl und ich hoffe, dass wir dieses Jahr noch reisen dürfen.

Hier in Stuttgart sind die Weinreben auch schon voll und die Wälder dicht und grün. Die Schrebergärten, da ist mords was los, am Rotenberg, Waldebene Ost, sensationell ist Rohracker, der Blaue Weg quillt über an Joggern.

Das Leben blüht auf, alles neu macht der Mai.
Regnets im Mai, isch dr Abril vobei.

Unter Westfalen
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Halbdaggl
Das kann ich Dir nachfühlen. Ohne Garten wäre ich nur ein halber Mensch.

Zu acht in einer Zweieinhalbzimmerwohnung in der Rotenwaldstr. aufgewachsen,
hatte ich 2 Wünsche,
ein eigenes Zimmer und irgendwann einen Garten.

Weil Du vom Blauen Weg schreibst.
Gibt es die Schrebergärten da oben eigentlich noch?
Ich muss beim nächsten Besuch in Stuttgart unbedingt hin.

Als ich klein war, gingen wir mit unserem Vater immer am Sonntagmorgen über den Blauen Weg.
Mein Vater hielt Wache, ob jemand kommt und wir kletterten schnell zu den Brombeerhecken hoch, die über die Mäuerla hingen. Sobald sein Pfiff ertönte, waren wir runter wie die Eichhörnchen.
War die Ausbeute ergiebig, machte meine Mutter Brombeergsälz davon.
Abstand halten, Nähe schaffen!

Unter Westfalen
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Halbdaggl
Jetzt würden der Romanasalat (Maruli) und die Frühlingszwiebel geerntet


Üblicherweise
bringen die Leute vom Urlaub Andenken mit, meistens Kitsch.
Bei mir sind es Pflanzen und Samen.
Von unserem ersten Polenurlaub Aronja (zu deutsch Apfelbeere). Davon kann man herrliche Marmelade oder einen Aufgesetzten machen.

Am Hafen von Heraklion hatte ich mal jede Menge Samen gekauft, Salat, Paprika, Zucchini, Bohnen etc.
Das meiste gedieh und schmeckte hervorragend.
Abstand halten, Nähe schaffen!

Haber
Halbdaggl
ja, zu Beginn des Blauen Wegs an der Hasenbergsteige oben hat zB mein Kumpel nen Garten, warte, ich achte das nächste mal genauer. google maps sagt sowieso JA! proppevoll! Freunde haben nen Garten über Hedelfingen, oben am Hang überm KODAK, das ist alles so schön! Grillen, gucken, schwätzen, trinken, rumlatschen ... arbeiten, schneiden .... jetzt haben sich ja gestern die Regentonnen gefüllt.

Haber
Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:
Jetzt würden der Romanasalat (Maruli) und die Frühlingszwiebel geerntet


Üblicherweise
bringen die Leute vom Urlaub Andenken mit, meistens Kitsch.
Bei mir sind es Pflanzen und Samen.
Von unserem ersten Polenurlaub Aronja (zu deutsch Apfelbeere). Davon kann man herrliche Marmelade oder einen Aufgesetzten machen.

Am Hafen von Heraklion hatte ich mal jede Menge Samen gekauft, Salat, Paprika, Zucchini, Bohnen etc.
Das meiste gedieh und schmeckte hervorragend.


Das mit den Samen gell, scho schee, was so gedeiht, letzten Sommer Bio-Radieschen aus Stuttgarter Samen in Griechenland, dazu trinkt man Tsipouro (Tresterschnaps)

Hortensie
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Schoofseggl
@ Uwe

wenn ich mir die Berichte aus Deinem Garten durchlese, stelle ich mir Deine Latifundien vor wie eine Kreuzung aus Sissinghurst Castle und Babylonstoren :D




Sollte es Dir jemals langweilig werden, kannsch jedenfalls 'nen Hofladen eröffnen ;)

Ich freu mich grad arg über die vielen Stengel, die aus meinem Agapanthus und der Jakobsleiter hochschiessen....
"Toren bereisen in fremden Ländern die Museen, Weise gehen in die Tavernen."
(Erich Kästner)

CoachingZone
Halbdaggl
Weil man es hier neulich vom BB-Zünsler hatte - die SZ hat vorgestern einen ausführlichen Artikel dazu veröffentlicht. Vogelhäuschen könnten helfen, allerdings nur in der Stadt, denn die ländliche Verwandtschaft des Stadtspatzen und der Stadtmeise ist wohl nicht so experimentierfreudig, was die tägliche Mahlzeit angeht...

https://www.sueddeutsche.de/bayern/buch ... -1.4909201
Wenn du schnell sein willst, geh langsam.

- Chinesisches Sprichwort -

Unter Westfalen
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Halbdaggl
Hortensie hat geschrieben:
wenn ich mir die Berichte aus Deinem Garten durchlese, stelle ich mir Deine Latifundien vor wie eine Kreuzung aus Sissinghurst Castle und Babylonstoren :D


Ja, so ungefähr stelle ich mir meinen idealen Garten vor. ;)
Und ich stehe auf der Terrasse eines großen Landhauses, könnte auch ein kleines Schloss sein, und schaue mir die Pracht an.
:D

CZ

Danke für den Hinweis auf die natürlichen Feinde des Buchsbaumzünslers.

Ich habe recherchiert und weitere Bestätigungen gefunden:

https://www.mein-schoener-garten.de/gar ... ueck-21936

https://www.plantopedia.de/buchsbaumzuensler-feinde/

Und dann machte es bei mir plötzlich klick!

Der Fraßschaden ist seit letztem Jahr anders, als in den Jahren davor. Die Hecke (zur Zeit weniger als ein Zehntel) ist nicht mehr kahl abgefressen, so dass die Pflanze eingeht, sondern nur oberflächlich und man kann bereits wieder neue hellgrüne Triebe erkennen. Es sieht so aus, als ob der Zünsler den Appetit verloren hat und zur nächsten Pflanze gewandert ist.

Und nun, wenn ich zum Fenster in den Garten hinausschaue, sehe ich eine fröhliche Spatzenschar von ca 10 Vögeln sich am Meisenfutterhäuschen bedienen. Dort, wo sich sonst immer nur Meisen und Rotkehlchen tummeln, sind jetzt ganze Spatzenfamilien, die den bereits flügge gewordenen Nachwuchs füttern.
Jahrelang waren keine Spatzen zu sehen und jetzt plötzlich so viele.

Im Internet kursieren bereits Videos, die zeigen, dass nicht nur die Spatzen, sondern auch Meisen und andere Singvögel sich des Zünslers wohl inzwischen annehmen.



Es sind offensichtlich die Spatzen, die den Zünsler als Delikatesse erkannt haben. Und daher werden die Pflanzen nicht mehr kahl abgefressen, sondern nur so lange angeknabbert, bis sich die Spatzen über den Zünsler her machen.

Auch Wespen werden als Fressfeinde des Zünslers genannt. In meinem Garten gibt es kein Gift, also haben auch Insekten eine Chance.

Die Natur hilft sich wirklich selbst.

Ich werde weiter beobachten und berichten.
Abstand halten, Nähe schaffen!