Man könnte es auch mit "Stil" und "Transparenz" beschreiben, wenn der Schiri die Kapitäne vorab über seine Entscheidung informiert. Die Kapitäne sind die Ansprechpartner für den Schiri, stellvertretend für die Mannschaft. Wie ein Klassensprecher in der Schule.
Das passiert auch oft in der Bundesliga und soll auch dazu führen, dass nicht alle Spieler der negativ betroffenen Mannschaft anschließend den Schiri bestürmen und zujammern.
Aber gut, letzteres machen die Bauern so oder so. Auch gestern wieder:
SZ hat geschrieben:Man hat Harry Kane in vielen Positionen gesehen in seiner Zeit beim FC Bayern (...) – aber als wütenden Gentleman lernte man Kane erst an diesem Dienstagabend in Paris kennen. Die rote Karte für Díaz nämlich wollte er nicht akzeptieren, diskutierte mit dem Schiedsrichter, erklärte immer und immer wieder, warum die Entscheidung aus seiner Sicht falsch war. Wie ein Anwalt vor Gericht wirkte er in diesen Minuten, auch wenn sein Plädoyer ohne Wirkung blieb.
Und man lässt es ihnen durchgehen.
Wenn man wegen der "Konsultation" jemanden kritisieren will, dann ganz sicher nicht den Schiri. Eher Manuel Neuer, der als Kapitän nicht seinen Job gemacht hat.