Gibts des hat geschrieben:Was hat jetzt die WM 2002 mit Fehlentscheidungen und/oder -Entwicklungen in der Platanenalle zu tun?

- 2002 war die WM der sogenannten Rumpelkicker, bzw. gabs da die Diskussion.
- Die Jungen Wilden 2003 des VfB wären ohne diesen Hintergrund nicht möglich gewesen. Die jungen Spieler von damals waren nämlich bereits viel besser ausgebildet als die Rumpelkicker. Hleb, Hinkel und Co waren also nicht nur jung, sondern vorallem bereits besser ausgebildet.
- Der VfB hat aus den Jungen Wilden lange Zeit einen Vereinsmythos gemacht.
- Heute ist die Situation aber eine ganz andere. Die älteren Spieler (also die jüngeren von damals) sind genauso gut ausgebildet wie die jüngeren, als GY aber noch etwas leistungsorientierter als GZ, jedenfalls im Schnitt, aber wesentlich günstiger und sofort voll einsetzbar, also ohne Ausbildungshypothek und Ausfallrisiko (Ausfallrisiko ist bei einem 20jährigen noch eine Black-Box). Gleichzeitig haben wir inzwischen eine kleinere medizinische Revolution im Profifussball erlebt, und professionell arbeitende Spieler können 3-4 Jahre länger auf höchsten Niveau spielen. Ein heute 30jähriger ist also der neue 26jährige, wenn man so will.
- Heute wäre es also viel innovativer die Alten Wilden an den Start zu bringen. Bei ihnen ist das Preis-Leistungs-Niveau deutlich besser.
- Der VfB brauchte und braucht, bis er begriffen hat, dass man mit älteren, erfahreneren Spielern sehr konkurrenzfähige Mannschaften bilden kann, die man zudem besser zusammen halten kann und die deutlich günstiger und zuverlässiger sind.
Der Mythos Junge Wilde beruhte also auf einer historischen Situation in Deutschland, die heute nicht mehr gegeben ist, der der VfB (und seine Fans) viel zu lange nostalgisch angehängt sind, obwohl uns andere Vereine/Mannschaften schon eines besseren belehrten.
Also jetzt mal in kürzester Fassung, etwas holzschnittartig (muss jetzt weg).