Um den Hitzbrief auch inhaltlich nochmals aus der Schublade zu holen:
Ein tiefer Riss geht durch unseren Club.
Anders als es einigen erscheint, verläuft dieser Riss nicht zwischen e.V. und AG –
und nein, dieser Riss ist auch nicht „typisch VfB“. Der Riss verläuft zwischen
unserem Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden Claus Vogt auf der einen Seite
und dem gesamten Vorstand der AG und zahlreichen Gremienmitgliedern aus
Präsidium, Aufsichtsrat und Vereinsbeirat sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
auf der anderen Seite. Dieser Zustand ist nun endgültig unzumutbar geworden.
Im Verlauf der vergangenen Monate hat sich ein Kreis um den Präsidenten
gebildet, der seine Ziele in einer Art und Weise verfolgt, die unserem Club massiv
schadet.
Der Profilierungswunsch eines Einzelnen bedroht so die Existenz des ganzen
Vereins.
Seine Ämter sind mit
der Verantwortung verbunden, sie ausschließlich im Sinne des VfB Stuttgart
auszuüben, nicht im eigenen Interesse, sondern ehrlich und verlässlich. Wenn dazu
die Fähigkeit oder der Wille fehlt, dann verkommt die Charakterisierung des „Fan-
Präsidenten“ zur Pose.
Es war zu keiner Zeit eine Strategie oder Vorgehensweise erkennbar, wie wir
gemeinsam den VfB voranbringen wollen, vor allem: Was der Beitrag des
Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden sein soll. In der Gremienarbeit verliert
er sich in Details, er führt nicht, er informiert zu wenig, er fällt selten
Entscheidungen, er pflegt keinen offenen Austausch und keinerlei Streitkultur.
Dass ich in
meiner Position als Vorstandsvorsitzender das Risiko einer Kandidatur gegen Claus
Vogt in Kauf nehme und dass dieses Risiko in den Gremien Zustimmung findet,
zeigt deutlich genug, wie dramatisch die Situation ist.
Ein
Fußballverein hat keinen Erfolg, wenn seine Funktionäre unterschiedliche
Vorstellungen über die Zusammenarbeit und Probleme einfach weglächeln.
Das ist nun schon 3 Jahre her...