Karl Kasper hat geschrieben:Das CV jetzt nicht zur eigentlich schon beschlossenen MV lädt, ist nachvollziehbar. Als der 18.03 als Termin bestimmt wurde, ging man von einer Präsenzversammlung aus und es herrschte vordergründig eitel Sonnenschein.
Ehrlich? Soll das nun der neue Standard werden? Es passt irgendwas nicht und deswegen verschieben wir einfach mal die MV? Schon alleine das Argument, dass man sich darauf nicht vorbereiten kann, was soll denn das aussagen? Das betrifft doch dann alle Parteien, und wenn es so ist, dass der Abschlussbericht Anfang Februar erwartet wird, dann ist das noch über einen Monat, rechtliche Bewertung hin oder her.
Nein, Vogt hat die MV nur aus einem Grund verschoben: er wusste dass er nach jetzigem Stand nicht nominiert werden würde und versucht so etwas Zeit zu gewinnen, um über die Mitglieder Druck auf den Vereinsbeirat aufzubauen.
Aus menschlicher Sicht verständlich, aber aus Sicht eines Vorgesetzten, der eine Verantwortung gegenüber dem Verein hat, absolut übel, denn nun dauert dieses Chaos noch weitere 8 Monate.
Es sind die alten Strukturen und deren Seilschaften die sich in den letzten 40 Jahren gebildet haben
Ach, Seilschaften, ein Schlagwort um die Massen für die Sache zu mobilisieren. Seilschaften, damit kann ich nichts mit anfangen. Fakt ist dass JEDER Verantwortliche in solch Positionen ein Netzwerk braucht, ohne diese hält sich niemand lange, das merkt auch Vogt gerade, und da er im Verein derart isoliert ist, spricht gegen ihn als Netzwerker. Das zeigt sich aber auch im Kleinen, denn als erfolgreicher Netzwerker versucht man nicht nur das Netzwerk nach oben aufzuspannen, sondern auch nach unten, da sind oft die Leute die Dir helfen können wenn es brennt. Und hier macht Vogt schon mal wie Dietrich Fehler Nummer 1, mit dem Umgang. Wenn man Vogt in seinen offenen Briefen so liest, dann könnte man meinen der halbe Verein hat Dreck am Stecken, da würde ich als neutraler Mitarbeiter des Vereins nicht das Gefühl haben, dass er im Fall der Fälle hinter mir steht, sondern mich zur Not als Bauernopfer knallhart abrasiert. Hitzlsperger macht das besser, er gesteht den Leuten rechtlichen Beistand zu im Rahmen der Befragung durch Esecon, er stellt sich vor die Mitarbeiter, so schafft man im Netzwerk Vertrauen. Hitzlsperger macht zwar andere Fehler, aber das wäre wieder ein anderes Thema. Hier hat Dr. Toni recht, beide Protagonisten scheinen mit ihrem Amt überfordert und haben die Situation nicht unter Kontrolle.
Aber zurück zu den "Seilschaften"... glaubst Du etwa im Ernst, dass Vogt bei einer entsprechenden Amtszeit nicht seine Vertrauten installieren würde? Ihm genehme Personen in entsprechende Positionen parkt, um seine Politik besser durchsetzen zu können? Wo wäre also der Unterschied?
Und ganz ehrlich, wenn ich sehe wie Vogt gerade agiert, dann bezweifle ich dass es ihm primär um den Verein geht, denn würde es ihm um den Verein gehen, würde er sofort zurücktreten, für Hitzlsperger gilt das Selbe.
Natürlich argumentieren jetzt die jeweiligen Seiten, dass es den Betreffenden nur darum geht, für ihre Ansichten zu kämpfen und ein Rückzug wäre der Sieg der anderen Gruppe, aber dieses vorgeschobene Argument ging mir schon von den Trumplern mächtig auf die Nerven.
Sowohl Vogt als auch Hitzlsperger haben dem Verein massiv geschadet und sollten daher zurücktreten. Mir ist klar dass es normalerweise nicht bei diesen beiden Rücktritten bleiben kann und speziell Hitzlsperger nur der Mann im Vordergrund ist, der mächtige Unterstützer im Hintergrund hat, ohne die nichts geht, aber man kann nicht einfach mal den kompletten Verein entlassen (auch wenn ich das im Späßle immer mal wieder schreibe), ohne den Verein ins absolute Chaos zu stürzen.
Daher Vogt und Hitzlsperger raus, danach den Datenvorfall aufklären lassen, am besten durch ein unabhängiges Organ wie den Landesdatenschutzbeauftragten (Esecon hat imho schon zu viel Dreck am Stecken, siehe DFB) und danach baut mal langsam aber zielgerichtet die Strukturen wieder auf. Nun aber alles zu zerschlagen, wie es ein paar Commando Kinder am liebsten hätten, um den romanischen Traum eines kommerzfreien aber erfolgreichen Vereins zu leben, nein danke!