Öcher hat geschrieben:Also zuallererst muss ich klarstellen, dass ich Gewalt und Hass verabscheue, ich mach gern Scherze über andere Vereine würde aber niemals handgreiflich werden wegen einem Fußballspiel.
Aber man muss sich schon bewusst sein als Auswärtsfan, mit einem Redbulltrikot, in Dortmund, würde ich das eher als sehr mutig einschätzen und ich würde mich das nicht trauen.
In Köln (zugegeben, auf der Gegengerade) ziehe ich auch nur meinen Schal an, aber wenn man weiß, dass dieses Spiel eine gewisse Brisanz hat, würde ich mir selbst das überlegen oder nur in den Auswärtsblock gehen.
Desweiteren kann ich mir nicht vorstellen, dass es keine strikte Trennung des Auswärtsblocks gibt, vorallem bei 8.000 Fans. Dass es gemischte Zonen (Gegengerade, Oberrang) gibt, ist meist allen bewusst.
Wer dort sich Ärger einhandelt, muss bei einem Auswärtsspiel sich zurückhalten, jeder normaldenkende Mensch weiß, bei Fussball setzt es bei manchen im KOpf aus.
Im Winter kann man sich da schon gut zurückhalten durch eine dicke Winterjacke und ich kann mir nicht vorstellen, dass man nicht ohne Ärger nach Hause kommen kann oder ein Bier holen kann.
@Öcher
Zur Erklärung: Es gab sicher am Samstag vereinzelt Zuschauer aus Leipzig, die außerhalb des Gästeblocks saßen und damit womöglich auch ganz bewusst ein Risiko eingegangen sind. Da hast du völlig recht mit deiner Auffassung.
Schwiegersohn und Enkel saßen / standen aber definitiv im Gästeblock, etwas anderes würden die sich gar nicht trauen. Und es waren eben diese 8000 im Gästeblock, die mehr oder weniger unbegleitet zum Stadion und zurück zum Bus laufen mussten. Im Facebook kursiert ein Video, das genau die Situation zeigt. Diese 8000 wurden auf der einen Straßenseite fast im Gänsemarsch über einen schmalen Weg geschickt, auf der anderen Seite der Straße standen die 200 Gewaltbereiten und bewarfen die Leipziger.
Von Stuttgart her kenne ich das anders. Da wurden die Gästefans vom S-Bahnhof bis zum Eingang des Gästeblocks von der Polizei (teils zu Pferd) begleitet, es konnte gar keine Begegnung der Fangruppen stattfinden.
Vielleicht muss man auch bei RB Leipzig noch dazulernen. Solche Auswärtsfahrten werden größtenteils von den Fanklubs organisiert. Da muss man halt auch auf Leipziger Seite zukünftig mehr Sicherheitsmaßnahmen anfordern, aushandeln, oder wie auch immer.
Fakt ist und bleibt trotzdem, dass die Dortmunder Verantwortlichen die Risikostufe für dieses Spiel bei dem vorhandenen und bekannten extremen Hass der BVB-Fans auf RB mindestens 1-2 Nuancen zu niedrig angesetzt hatten und dementsprechend auf die Eskalation völlig unvorbereitet waren.
Und du wirst mir schon zustimmen, wenn ich behaupte, dass ein voll gefüllter Gästeblock mit lauter "neutralen Niemands" und ohne jede Fan-Utensilien irgendwie blöd rüberkommt, findest du nicht?