Nice Weather hat geschrieben:Tifferette hat geschrieben:Aber generell würde ich mir wünschen, dass man Leuten mit Spezialwissen ein wenig genauer zuhört. Ich bin da sehr old-school.
Ja, aber sie dürfen das dann nicht drei Stunden tief in einem Podcast verstecken und dann nie wieder erwähnen, sondern sollten das irgendwie gescheit publiziert kriegen, damit man auch Zugang dazu hat.
Eines meiner Lieblingszitate ist von Bart Ehrman, einem ausgezeichneten und höggschd respektierten Theologen, der von einem Studenten oder Zuhörer in einer Vorlesung gefragt wird, warum man denn jetzt ihm glauben sollte und nicht anderen Leuten, die was anderes sagen: er lehnt sich ganz nah ans Mikro ran und sagt: “AUTHORITY”
Aber nachhin rattert er ein halbes Dutzend Bücher runter, die er geschrieben hat, verweist auf mehrstündige Debatten, in denen er die besagten Leute auseinanderpflückt, und skizziert die wissenschaftliche Methode, der solche Dinge standhalten müssen usw. Also Experten ja, aber bitte mit Fleisch dran.
Beliebter Denkfehler: Expertengläubigkeit.
Es gibt viel zu viele vermeintliche Experten, die eigentlich keine sind, nur weil sie mal drei Aussagen hintereinander getroffen haben, denen sich Mehrheiten anschließen oder halt Zufallstreffer waren. Aber schon bekommt man diesen Stempel. Sieht man gut bei der Pandemie. Wer da alles befragt wurde und als "Experte" vorgestellt wurde. Schlimm.
Ja, es gibt zweifellos Experten. Die haben einen sehr engen Kompetenzkreis, in dem sie sich aber brillant auskennen. Nur in dem Feld wagen Sie Aussagen/Bewertungen/Prognosen, weil sie sie auch vertreten können. Weiter geht es aber nicht und der "echte" Experte scheut Aussagen über Dinge, die er nicht beurteilen kann. Gute Leute erkennt man daran, dass Sie halt auch mal "Weiß nicht." sagen.
Collinas Erben fallen imho unter letztere Kategorie. Aber ja, die Kommunikationsebenen sind schwierig.
Podcast: Kaum einer hat die Zeit.
TV: Zuviel Unterhaltungszwang
Twitter: Beschissenes Publikum. Kann man verstehen, dass sie da mal pausiert haben.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.