RedBlues hat geschrieben:Typisches Beispiel für eine Milchmädchenrechnung, als ob die dann zu erweiternde Betreuung von Kleinkinder bis Schüler nichts kosten würde.
Hm, frage mich gerade, wie Familien dieses Problem lösen, die es sich finanziell nicht leisten können, einen Elternteil gar nicht oder nur in geringem Umfang arbeiten lassen zu müssen.
Es wurde Zeit, dass das Splitting abgeschafft wird, genau so wie die beitragsfreie Mitversicherung in der GKV. Hier wurde mittels Klientelpolitik jahrzehntelang ein finanzielles Privilieg für Besserverdiendende gesichert.
Sorry, aber diese aus dem christlich-patriarchalen Familien"ideal" herrührende Benachteligung andersartiger Lebensgemeinschaften ist bevormundend, weltfremd und gesellschaftspolitisch übergriffig.
Eheähnliche Lebensgemeinschaften konnte man jahrzehntelang an vielerlei Stellen benachteiligen (und tut es noch), hat sie aber steuerrechtlich schon immer individul besteuert. Gings um Stütze beantragen, wurde auf einmal der eheähnliche Charakter betont (und gekürzt), nachdem man vorher bei der Lohnsteuer schon immer individual besteuerte. Aber man hat das ja 2006
galant gelöst, in dem man auf den Terminus der "eheähnlichen Gemeinschaft" verzichtete im Verwaltungshandeln (
und ihn einfach durch "Befarfsgemeinschaft" ersetzte

)
RedBlues hat geschrieben:Und wenn man selbst wenn man verheiratet ist, kein Haushaltseinkommen mehr hat, dann ist auch nichts mehr mit, ach sie sind arbeitslos und möchten jetzt Bürgergeld beantragen, aber ihr Mann/Frau/Lebensgefährte der/die mit ihnen wohnt, kann sie ja durchfüttern, sie bekommen nichts.
Siehe Absatz drüber, längst gelebte Praxis bei Nichtverheirateten. Es würde also nur ein ungerechtfertigter Bevorzugungstatbestand abgeschafft.
RedBlues hat geschrieben:Aber natürlich würde man die Frauen aus der Unterdrückung befreien indem man sie zwingt zu arbeiten bzw mehr zu arbeiten
Frauen, die es bevorzugen, lieber finanziell abhängig von ihrem Mann sein zu wollen statt diesbezüglich auf eigenen Füßen zu stehen, haben jedes Recht der Welt dazu. Aber ich kann nicht erkennen, warum die Allgemeinheit ihnen das durch einen Steuerrabatt subventionieren sollte.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."