darkred hat geschrieben:Unter Westfalen hat geschrieben:Auch meine "offene Haltung" hat nie verheimlicht, welchem Lager ich mich zuordne.
Wer mich kennt, weiß, dass ich durchaus differenziert argumentiere.
Wenn aber im Gefolge der Ereignisse von Chemnitz hier der Schlagabtausch härter wird, habe ich kein Problem, mich an der Auseinandersetzung zu beteiligen.
Eben. Darum habe ich das auch geschrieben. Bislang hast du durchaus differenziert argumentiert. Das meine ich mit "offen". Und ich weiß nicht wo der Schalgabtabtausch bzgl. Chemmitz hier über das normale Maß des wechselseitigen "Nichtverstehenwollens" hinaus gegangen wäre. Wenn doch, dann bitte ich um höflichst um geeignete Exempel...
Unter Westfalen hat geschrieben:Und, darki,
wenn es ins Persönliche geht,
ganz ehrlich.
Ich weiß, dass Du viel differenzierter und sachkundiger argumentieren kannst.
Deshalb nehme ich Deinen Ruf zur Ordnung jetzt auch nicht so ernst.
Bleib einfach geduldig, bis es hier wieder ruhiger wird.
Edit: Kein einziger Buchstabe dieses Posts war ironisch gemeint.
Wo bin ich ins Persönliche gegangen?
Indem ich konstatiere, dass du deine "offene" Haltung, die beide Perspektiven würdigt und betrachtet, sukzessive zugunsten einer Lagerzugehörigkeit aufgibst? Ist mein -rein subjektiver- Eindruck.
Wollte dies lediglich zum Ausdruck bringen, wenn es dir zu persönlich ist dann bitte ich um Entschuldigung.
Und ich bin ruhig. Weitestgehend.
Verstehe nur nicht ganz, wieso man Airwin in die Nähe von rechtem Gedankengut rücken kann?
Zumal er sich selbst schon mehrfach und unmissverständlich davon distanziert hat. Ebenso von einer Zugehörigkeit zur oder auch nur Sympathie für die AfD. Weil er hier ne eigenwillige Presseschau führt? Reicht das wirklich aus?
Tangiert ja auch die Diskussion die wir hier führen. Und die in der Gesellschaft dringend und ohne Schaum vor dem Mund von Nöten wäre. Wie weit man darf man die Eingriffe durch Migration aus islamischen Kkulturkreisen in unsere, gewachsene westliche Kultur und den damit verbundenen Wertekanon zur Diskussion stellen, ohne in die Schmuddelecke gestellt zu werden. Für mich eine zentrale Frage, die einen offenen Diskurs zunehmend verhindert.
Zu Absatz 2:
Ich hoffe, dass das jetzt geklärt ist. Ich habe "persönlich" gemeint im Gegensatz zu "inhaltlich". Also auch keine Unterstellung meinerseits.
Zu Absatz 3:
Das ist ein Punkt, bei dem wir nicht auf einen Nenner kommen werden.
Ich habe meine Meinung dazu ja nicht nur mit "inhaltlichen", sondern in diesem Fall auch mit "persönlichen" Argumenten begründet.
Zu Absatz 4:
Meine Meinung dazu:
1. Religionen dienen in erster Linie dem Machterhalt der Herrschenden. Dies gilt für den Nahen und Mittleren Osten nebst Türkei, Iran und Saudi-Arabien, den gesamten arabischen Raum, einige Staaten in Afrika und im Fernen Osten sowie für die USA, wenn die Republikaner an der Macht sind. In Europa ist dies seit der Aufklärung und spätestens seit zu Beginn von zwei Weltkriegen auf beiden Seiten vom selben Gott die Kanonen geweiht wurden, zum Glück nicht mehr möglich. Unsere Auffassung von der Demokratie als beste der möglichen Gesellschaftsformen steht in der Tradition der griechischen und frührömischen Kultur. Der Kampf für Demokratie war auch immer ein Kampf gegen die Kirchen.
2. Der Islam in der heutigen Prägung der oben aufgeführten islamischen Staaten ist eine rückwärtsgerichtete, frauenfeindliche, demokratiefeindliche (gibt es irgendwo in der Welt eine islamisch geprägte Demokratie?) Gesellschaftsform. Durch die Islamisten wird das unendliche große Vermächtnis der arabisch geprägten Kultur zerstört und nicht nur durch die Schändung von Kulturdenkmälern.
3. Dieser rückwärtsgerichtete Islam hat mit kräftiger Unterstützung durch von der Türkei und Saudi-Arabien - um jetzt nur die wichtigsten Staaten zu nennen - finanzierten Predigern Einzug in die islamischen Parallelgesellschaften in Europa Einzug gefunden. Die eher einen moderaten Islam vertretenden Religionsvereinigungen haben an Einfluss verloren bzw. nicht den Einfluss gewonnen, den sie bräuchten, um in der Islamdebatte voranzugehen.
4. Dass dies so geschehen konnte, ist ein schweres Versäumnis der jeweiligen in den europäischen Ländern regierenden Parteien. Dies hat den in ganz Europa wachsenden Widerstand gegen alles, was islamisch ist, beschleunigt.
5. Die Hoffnung, in Europa könne sich eine Multi-Kulti-Gesellschaft etablieren, ist schon vor Jahren zerstoben. Daraus aber, in einer völlig verkehrten Bewertung der tatsächliche Verhältnisse, eine "Islamisierung" des Landes heraufzubeschwören und den Untergang unserer "westlichen Werte" (kann mir die mal jemand definieren) heraufzubeschwören und durch Hetzpropaganda, hier meine ich die AFD und rechtspopulistische Gruppierungen, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, ist moralisch verwerflich, wird aber zum Glück in unserer Gesellschaft, die ich nach wie vor als gefestigt ansehe, nie mehrheitsfähig werden.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai