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Kronenclub
Granadaseggl
Die Spannungen mit der CSU kommen unter anderem daher, dass die Bayern das eben nicht mitvollzogen haben.


Nur früher war die CSU eben die CSU, heute sind es Nazis. Sieht man ja wieder ausgezeichnet an dem überaus qualifizierten Kommentar von Dackel Rudi.
#verpisst euch alle#

darkred
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Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Auch meine "offene Haltung" hat nie verheimlicht, welchem Lager ich mich zuordne.
Wer mich kennt, weiß, dass ich durchaus differenziert argumentiere.
Wenn aber im Gefolge der Ereignisse von Chemnitz hier der Schlagabtausch härter wird, habe ich kein Problem, mich an der Auseinandersetzung zu beteiligen.


Eben. Darum habe ich das auch geschrieben. Bislang hast du durchaus differenziert argumentiert. Das meine ich mit "offen". Und ich weiß nicht wo der Schalgabtabtausch bzgl. Chemmitz hier über das normale Maß des wechselseitigen "Nichtverstehenwollens" hinaus gegangen wäre. Wenn doch, dann bitte ich um höflichst um geeignete Exempel...

Unter Westfalen hat geschrieben:Und, darki,
wenn es ins Persönliche geht,
ganz ehrlich.
Ich weiß, dass Du viel differenzierter und sachkundiger argumentieren kannst.
Deshalb nehme ich Deinen Ruf zur Ordnung jetzt auch nicht so ernst.
Bleib einfach geduldig, bis es hier wieder ruhiger wird.

Edit: Kein einziger Buchstabe dieses Posts war ironisch gemeint.


Wo bin ich ins Persönliche gegangen? :shock:
Indem ich konstatiere, dass du deine "offene" Haltung, die beide Perspektiven würdigt und betrachtet, sukzessive zugunsten einer Lagerzugehörigkeit aufgibst? Ist mein -rein subjektiver- Eindruck.
Wollte dies lediglich zum Ausdruck bringen, wenn es dir zu persönlich ist dann bitte ich um Entschuldigung.
Und ich bin ruhig. Weitestgehend. ;)

Verstehe nur nicht ganz, wieso man Airwin in die Nähe von rechtem Gedankengut rücken kann?
Zumal er sich selbst schon mehrfach und unmissverständlich davon distanziert hat. Ebenso von einer Zugehörigkeit zur oder auch nur Sympathie für die AfD. Weil er hier ne eigenwillige Presseschau führt? Reicht das wirklich aus?

Tangiert ja auch die Diskussion die wir hier führen. Und die in der Gesellschaft dringend und ohne Schaum vor dem Mund von Nöten wäre. Wie weit man darf man die Eingriffe durch Migration aus islamischen Kkulturkreisen in unsere, gewachsene westliche Kultur und den damit verbundenen Wertekanon zur Diskussion stellen, ohne in die Schmuddelecke gestellt zu werden. Für mich eine zentrale Frage, die einen offenen Diskurs zunehmend verhindert.

Airwin
Kronenclub hat geschrieben:
Die Spannungen mit der CSU kommen unter anderem daher, dass die Bayern das eben nicht mitvollzogen haben.


Nur früher war die CSU eben die CSU, heute sind es Nazis. Sieht man ja wieder ausgezeichnet an dem überaus qualifizierten Kommentar von Dackel Rudi.



....vermutlich hat er seine tabletten wieder nicht genommen.


Bzgl. CSU: nach dem einknicken wird nun die unvermeidliche niederlage in bayern folgen - da kann mutti erst mal durchatmen.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Zum Thema "Linksrutsch" der CDU:
Wenn dem so gewesen wäre, warum sind ihr nicht in Scharen ehemalige SPD- und Grüne Wähler gefolgt?
Zum Thema "Rechtsrutsch" der SPD:
Schröder hat mit der Agenda ein arbeitsmarktpolitisches Instrumentarium geschaffen. Dabei hat er die Auswirkungen auf seine Wählerschaft (inhaltlich: vorwiegend der Gewerkschaftsflügel und die linke Elite, regional: vorwiegend die Hochburgen im Ruhrgebiet) entweder völlig unterschätzt oder bewusst in Kauf genommen.
Durch die Agenda hat die SPD ihren Charakter als Partei der sozial Schlechtergestellten, der Arbeiter und unteren Angestellten und der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer verloren.
Sowohl in der Groko 2005-2009, als auch 2013-jetzt hat die SPD soziale Reformpolitik betrieben, die aber in der Gesellschaft nicht mehr als "SPD-Politik" wahrgenommen wird und die somit die Bundeskanzlerin (nicht die CDU!) sich zuschreiben konnte.
Dies der CDU zuzurechnen, die häufig genug die Vorschläge der SPD verwässert hat, und daraus einen "Linksrutsch" der CDU zu konstuieren, halte ich für historisch nicht belegbar.
Unstrittig ist, dass die CSU, die immer rechts von der CDU stand, seit der Flüchtlingsbewegung versucht, durch Annäherung an AFD-Politik die Erosion auf der rechten Seite aufzuhalten.
Nach den Landtagswahlen in Bayern wissen wir mehr.
Zuletzt geändert von Unter Westfalen am 7. September 2018 14:49, insgesamt 1-mal geändert.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


Kronenclub
Granadaseggl
Airwin hat geschrieben:
Kronenclub hat geschrieben:
Die Spannungen mit der CSU kommen unter anderem daher, dass die Bayern das eben nicht mitvollzogen haben.


Nur früher war die CSU eben die CSU, heute sind es Nazis. Sieht man ja wieder ausgezeichnet an dem überaus qualifizierten Kommentar von Dackel Rudi.



....vermutlich hat er seine tabletten wieder nicht genommen.


Bzgl. CSU: nach dem einknicken wird nun die unvermeidliche niederlage in bayern folgen - da kann mutti erst mal durchatmen.


Leider.... und die AfD wird dadurch weiter Zuwachs bekommen. Da gibts noch genügend Luft nach oben.
#verpisst euch alle#

Tifferette
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Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Zum Thema "Linksrutsch" der CDU:
Wenn dem so gewesen wäre, warum sind ihr nicht in Scharen ehemalige SPD- und Grüne Wähler gefolgt?

Überraschenderweise habe ich jetzt nicht die kompletten Wählerbewegungen seit 2010 in der Schreibtischschublade. Aber es ist in der politischen Analyse doch seit Jahren weitgehend unwidersprochen, dass die SPD bei den Wahlen seit JAhren von der in die Mitte gerückten CDU erdrückt wird - und das lässt sich sehr gut an den Ergebnissen der letzten drei Bundestagswahlen ablesen.

Ich bin gerade ziemlich mit meinem Latein am Ende. Die CDU ist in den letzten zehn Jahren massiv in die Mitte gerückt. Mir ist völlig neu, dass das irgendwo streitig sein soll. Und ebenso weiß ich nicht, was es daran zu deuteln geben soll. Muffi und Darkred sagen sehr richtig, dass das natürlich auch an einer sich ändernden Gesellschaft liegt. Aber der Rutsch, Ruck, schleichende Bewegung oder wie auch immer man es nennen soll, der ist halt da. Vielleicht hat sich auch der Großteil des Koordinatensystems in der Politik nach links verschoben, das kann gut sein.

Vielleicht mögen die Leute auch einfach den Begriff "Linksrutsch" nicht. Meinetwegen kann man anstelle formulieren, dass die CDU inzwischen wesentlich mehr Positionen vertritt, die in der Mitte und auch leicht links der Mitte zu finden sind. Siehe die Liste oben. Und klassische rechtskonservative Positionen werden nicht oder kaum mehr vertreten.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

muffinho
Tifferette hat geschrieben:Aber es ist in der politischen Analyse doch seit Jahren weitgehend unwidersprochen, dass die SPD bei den Wahlen seit JAhren von der in die Mitte gerückten CDU erdrückt wird - und das lässt sich sehr gut an den Ergebnissen der letzten drei Bundestagswahlen ablesen.


Dabei hat die CDU dies imho nicht ungeschickt angestellt... den konservativen Rand hält man mit der CSU bei Laune, dazu hat man ein paar Zugpferde wie Steinbach, die sich um die Vertriebenen kümmern, während der Kern der Partei unter Merkel Richtung "Mitte" steuert, um die SPD in die Zange zu nehmen, die von "Links" durch die Linke und irgendwie von beiden Seiten durch die Grünen unter Bedrängnis kommen und ihrerseits nach "Rechts" ausweichen müssen, was sich dann gewaltig mit der CDU überlagert... wobei Schröder mit seiner Agenda 2010 ja schon die Vorarbeit geleistet hat. Aber das ist halt wie im Fußball, die schönste Taktik kann fürn Arsch sein wenn erst mal der Gegner ins Spiel kommt, und dieser war eben die feindliche Übernahme der AfD durch nationalistische und fremdenfeindliche Kräfte, was den rechten Rand ins Rollen brachte, sowie das ungestüme Auftreten vom Erfahrungsjuristen, der im Kampf um sein Vermächtnis bzw. der Abwendung einer drohenden Wahlniederlage und der verbundenen Schuldabwälzung auf ihn die Koalition und auch das Land an den Rande des Wahnsinns treibt.

Wer weiß wohin die CDU unter Geißler getrieben wäre... oder die SPD unter Lafontaine... oder die AfD unter Lucke... oder das Forum unter mir :D


Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Vllt fängt einfach mal an zu konstatieren, dass diese traditionelle links-rechts-Skala langsam aber sicher aufbricht und immer mehr Themen querbeet für wichtig gehalten werden.

Ich habe oft genug das Gefühl, dass Koalitionen nicht zustande kommen oder gar nicht erst diskutiert werden, weil es auf der Horizontalachse zu weit auseinanderliegt.

Dann packt man schnell "unüberbrückbare Differenzen" aus und das wars. Derartige Verweigerungen kann es nur bei der Spackenpartei geben weil DIE ausser Ausländer und Euro raus gar nix können und selbst DAS können sie nicht.

Jede andere Verweigerung wird vom Wähler zunehmend als Fahnenflucht der etablierten Parteien wahrgenommen.

muffinho
darkred hat geschrieben:Ergo, kann man den Slogan "Merkel muss weg" aus der rechten wie linken Perspektive bringen?
:arr:


Ich sehe das wie mit den immer wieder aufkommenden Diskussionen in Diktaturen: bevor man sich entscheidet, ob eine Person aus dem Amt entfernt werden soll, sollte man darüber nachdenken, wer dieser Person folgen könnte/wird und ob dies dann die bessere Lösung darstellt.

fkAS
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Halbdaggl
Tifferette hat geschrieben:...Vielleicht mögen die Leute auch einfach den Begriff "Linksrutsch" nicht. Meinetwegen kann man anstelle formulieren, dass die CDU inzwischen wesentlich mehr Positionen vertritt, die in der Mitte und auch leicht links der Mitte zu finden sind. Siehe die Liste oben. Und klassische rechtskonservative Positionen werden nicht oder kaum mehr vertreten.

Linksrutsch ist halt nicht immer passend. Bspw hat die CDU die Wehrpflicht zugunsten einer Berufsarmee aufgegeben. Die linke Position wäre ja eher die Abschaffung der Bundeswehr. Dahin geht es aber nicht. Im Gegenteil ist die Berufsarmee ja nun weiterhin in zahlreichen Auslandseinsätzen dabei.
Gesellschaftliche und familienpolitische Fragen zu Dingen wie Homoehe, Rollenverteilung in der Familie, ... sind auch nicht so ganz klar im Rechts/Links-Schema, das ja am Konflikt Arbeit/Kapital angelegt ist. Daher gibt's in diesen Fragen ja auch öfter eine Koalition aus SPD/Grüne/FDP, während so mancher konservative Linke da auch nicht so recht dahintersteht.
In der Migrationspolitik wird's nochmal komplizierter, weil da wirtschaftsliberale (=rechts) Interessen pro Einwanderung gegen Gewerkschaftsinteressen stehen. Daher verliert ja nicht nur die CDU an die AfD, sondern auch die SPD. Ähnlich verzwickt in der Europapolitik.
Dennoch ist richtig, dass die CDU-Führung rechtskonservative Positionen aufgegeben hat, teilweise gemeinsam mit der Mehrheit der Bevölkerung, die diese Positionen auch nicht mehr hält. Teilweise wie bei Wehrpflicht und Atomkraft etwas mutwillig oder von den aktuellen Gegebenheiten getrieben.

Tifferette
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Grasdaggl
Es stimmt, dass das Rechts-/Linksschema hier nur teilweise passt - so wirklich passgenau war es im Grunde nie. Es gibt zwar bestimmte Positionen, die man mit rechts oder links assoziiert, bei anderen geht das aber nicht. Und auch die klassische kapitalgeprägte Ausrichtung greift ja schon sehr lange nicht mehr, siehe Drittes Reich.

Meine Grundaussage, aus der Diskussion mit KC stammend, war der Verlust der politischen Heimat durch Aufgabe bestimmter Positionen. Ich bin weiterhin der Meinung, dass Linksrutsch einigermaßen passt - aber das ist wohl Geschmackssache.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
KC muss sich dran gewöhnen, das seine Heimat (ausser dem VfB) viele Zimmer hat :arr: ....das ist wie ein Haus, da scheisst man auch nicht im Wohnzimmer und kocht Suppe auf'm Klo...gut, die Vollspacken vllt schon :twisted: ...alles in einem Zimmer gibts nicht und gabs auch nie.

Erklär ich ihm beim nächsten gemeinsamen Auswärtsspiel..erst üben wir Unterschied Tomate-kohlrabi, dann Heimat :mrgreen:

Airwin
@factotum hat geschrieben:
Ansonsten sieht man mittlerweile in sehr überzeugender praktischer Anschauung, welche Risiken und Nebenwirkungen die neuen kommunikativen Möglichkeiten haben. Auf Feuilletonebene schon lange Thema gewesen, jetzt alltagswirksame Realität. Die Bekämpfung der resultierenden Probleme ist echt schwierig, grade im Rechtsstaat. Umso wichtiger wäre gute politische Führung. Aber woher nehmen.



Ja das war wirklich oft in den feuilletons - die postmoderne dekonstruktion bzw. der historische relativismus gepaart mit den möglichkeiten der digitalen medien. Man sieht ja aktuell bei der "hetzjagden"-diskussion wieder, dass es hier nicht um fakten geht , sondern dass jede "wahrheit" auf dem eigenen horizont und einem subjektiven standpunkt beruht der wiederum gesellschaftlich beeinflußt wird. Und all das war in deutschland bislang extrem durch die jüngere deutsche geschichte geprägt (das erklärt übrigens auch warum (erdogan-)türken oder russlanddeiutsche oft völlig verständnislos auf typisch deutsche ansichten blicken).
Gepaart mit den möglichkeiten des internets zerfallen jetzt diese althergebrachten und ehemals von fast allen akzeptierten wahrheiten im tagestakt, die eliten sind nicht mehr in der lage ihre sicht der dinge immer und überall durchzusetzen. Diesen zerfall der deutungshoheit kann man jeden tag beobachten und dummköpfe wie der seibert beschleunigen das noch.

Aber in der NZZ wurde das letztlich als fortschritt auf dem weg zur freien gesellschaft gefeiert, auch das ist also nur eine frage des standpunktes :arr: .
Zuletzt geändert von Airwin am 7. September 2018 18:30, insgesamt 1-mal geändert.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
darkred hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Auch meine "offene Haltung" hat nie verheimlicht, welchem Lager ich mich zuordne.
Wer mich kennt, weiß, dass ich durchaus differenziert argumentiere.
Wenn aber im Gefolge der Ereignisse von Chemnitz hier der Schlagabtausch härter wird, habe ich kein Problem, mich an der Auseinandersetzung zu beteiligen.


Eben. Darum habe ich das auch geschrieben. Bislang hast du durchaus differenziert argumentiert. Das meine ich mit "offen". Und ich weiß nicht wo der Schalgabtabtausch bzgl. Chemmitz hier über das normale Maß des wechselseitigen "Nichtverstehenwollens" hinaus gegangen wäre. Wenn doch, dann bitte ich um höflichst um geeignete Exempel...

Unter Westfalen hat geschrieben:Und, darki,
wenn es ins Persönliche geht,
ganz ehrlich.
Ich weiß, dass Du viel differenzierter und sachkundiger argumentieren kannst.
Deshalb nehme ich Deinen Ruf zur Ordnung jetzt auch nicht so ernst.
Bleib einfach geduldig, bis es hier wieder ruhiger wird.

Edit: Kein einziger Buchstabe dieses Posts war ironisch gemeint.


Wo bin ich ins Persönliche gegangen? :shock:
Indem ich konstatiere, dass du deine "offene" Haltung, die beide Perspektiven würdigt und betrachtet, sukzessive zugunsten einer Lagerzugehörigkeit aufgibst? Ist mein -rein subjektiver- Eindruck.
Wollte dies lediglich zum Ausdruck bringen, wenn es dir zu persönlich ist dann bitte ich um Entschuldigung.
Und ich bin ruhig. Weitestgehend. ;)

Verstehe nur nicht ganz, wieso man Airwin in die Nähe von rechtem Gedankengut rücken kann?
Zumal er sich selbst schon mehrfach und unmissverständlich davon distanziert hat. Ebenso von einer Zugehörigkeit zur oder auch nur Sympathie für die AfD. Weil er hier ne eigenwillige Presseschau führt? Reicht das wirklich aus?

Tangiert ja auch die Diskussion die wir hier führen. Und die in der Gesellschaft dringend und ohne Schaum vor dem Mund von Nöten wäre. Wie weit man darf man die Eingriffe durch Migration aus islamischen Kkulturkreisen in unsere, gewachsene westliche Kultur und den damit verbundenen Wertekanon zur Diskussion stellen, ohne in die Schmuddelecke gestellt zu werden. Für mich eine zentrale Frage, die einen offenen Diskurs zunehmend verhindert.


Zu Absatz 2:
Ich hoffe, dass das jetzt geklärt ist. Ich habe "persönlich" gemeint im Gegensatz zu "inhaltlich". Also auch keine Unterstellung meinerseits.

Zu Absatz 3:
Das ist ein Punkt, bei dem wir nicht auf einen Nenner kommen werden.
Ich habe meine Meinung dazu ja nicht nur mit "inhaltlichen", sondern in diesem Fall auch mit "persönlichen" Argumenten begründet.

Zu Absatz 4:
Meine Meinung dazu:
1. Religionen dienen in erster Linie dem Machterhalt der Herrschenden. Dies gilt für den Nahen und Mittleren Osten nebst Türkei, Iran und Saudi-Arabien, den gesamten arabischen Raum, einige Staaten in Afrika und im Fernen Osten sowie für die USA, wenn die Republikaner an der Macht sind. In Europa ist dies seit der Aufklärung und spätestens seit zu Beginn von zwei Weltkriegen auf beiden Seiten vom selben Gott die Kanonen geweiht wurden, zum Glück nicht mehr möglich. Unsere Auffassung von der Demokratie als beste der möglichen Gesellschaftsformen steht in der Tradition der griechischen und frührömischen Kultur. Der Kampf für Demokratie war auch immer ein Kampf gegen die Kirchen.
2. Der Islam in der heutigen Prägung der oben aufgeführten islamischen Staaten ist eine rückwärtsgerichtete, frauenfeindliche, demokratiefeindliche (gibt es irgendwo in der Welt eine islamisch geprägte Demokratie?) Gesellschaftsform. Durch die Islamisten wird das unendliche große Vermächtnis der arabisch geprägten Kultur zerstört und nicht nur durch die Schändung von Kulturdenkmälern.
3. Dieser rückwärtsgerichtete Islam hat mit kräftiger Unterstützung durch von der Türkei und Saudi-Arabien - um jetzt nur die wichtigsten Staaten zu nennen - finanzierten Predigern Einzug in die islamischen Parallelgesellschaften in Europa Einzug gefunden. Die eher einen moderaten Islam vertretenden Religionsvereinigungen haben an Einfluss verloren bzw. nicht den Einfluss gewonnen, den sie bräuchten, um in der Islamdebatte voranzugehen.
4. Dass dies so geschehen konnte, ist ein schweres Versäumnis der jeweiligen in den europäischen Ländern regierenden Parteien. Dies hat den in ganz Europa wachsenden Widerstand gegen alles, was islamisch ist, beschleunigt.
5. Die Hoffnung, in Europa könne sich eine Multi-Kulti-Gesellschaft etablieren, ist schon vor Jahren zerstoben. Daraus aber, in einer völlig verkehrten Bewertung der tatsächliche Verhältnisse, eine "Islamisierung" des Landes heraufzubeschwören und den Untergang unserer "westlichen Werte" (kann mir die mal jemand definieren) heraufzubeschwören und durch Hetzpropaganda, hier meine ich die AFD und rechtspopulistische Gruppierungen, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, ist moralisch verwerflich, wird aber zum Glück in unserer Gesellschaft, die ich nach wie vor als gefestigt ansehe, nie mehrheitsfähig werden.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


Airwin
UWe hat gefragt:
5. Die Hoffnung, in Europa könne sich eine Multi-Kulti-Gesellschaft etablieren, ist schon vor Jahren zerstoben. Daraus aber, in einer völlig verkehrten Bewertung der tatsächliche Verhältnisse, eine "Islamisierung" des Landes heraufzubeschwören und den Untergang unserer "westlichen Werte" (kann mir die mal jemand definieren) .............



mööönsch UWe jetzt schreibst du einen ganzen absatz lang zutreffendes über den islam und dann SO eine frage :oops: ... . Wie kann man 100 jahre alt werden und die westlichen werte nicht kennen :?:
konstitutionalismus, individualismus, liberalismus, menschenrechte, freiheit, gleichheit, demokratie ,rechtstaatlichkeit, trennung von kirche und staat etc. ...... . Fast alles werte, die in den regionen aus denen die meisten flüchtlinge stammen negiert werden, was dann hier zu den bekannten problemen führt.
Zuletzt geändert von Airwin am 7. September 2018 18:31, insgesamt 1-mal geändert.

Airwin
Bundes-Jogi hat geschrieben:http://www.spiegel.de/politik/deutschland/chemnitz-und-die-folgen-der-demokratische-konsens-broeckelt-kommentar-a-1227082.html



die dame hat ihre tabletten wahrscheinlich auch nicht genommen.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Airwin hat geschrieben:
Bundes-Jogi hat geschrieben:http://www.spiegel.de/politik/deutschland/chemnitz-und-die-folgen-der-demokratische-konsens-broeckelt-kommentar-a-1227082.html



die dame hat ihre tabletten wahrscheinlich auch nicht genommen.


@darkred

Das als Beispiel zu Absatz 3
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

thoreau
Granadaseggl
darkred hat geschrieben:Ah. Schwachsinn.
Sollte eigentlich nur den Irrsinn im gegenwärtig geführten Diskurs (besser der Form des Diskurses) illustrieren. Aber gut. Judge thoreau hat gesprochen. Wir neigen unser Haupt in Demut.

Und bitte überlass' es doch mir, wann und auf welche Beiträge antworte. Und schon gar nicht in dem Ton.
Gefällst Du dir eigentlich in deinerRolle hier, so zwischen moralinsaurem Werteverteidiger und unsachlichem Provokateur ?


Was für ein Ton? Ich hatte dir vor einer Woche etwas geschrieben und würde mich freuen wenn du es noch lesen würdest. Was ist das für ein Ton? Meine "Rolle" zu bewerten wiederum steht jemandem, der sich über die Form des Diskurses und Schubladendenken echauffiert sehr schlecht zu Gesicht. Aber genug davon.

thoreau
Granadaseggl
Hmmm. Vom politischen "Ruck" einer Partei - insbesondere einer konservativen Partei über mehrere Jahrzehnte zu sprechen ist parteientheoretisch schwierig. Schon allein weil die klassischen cleavages sich in dieser Phase sehr stark verschoben/abgeflacht haben. Bei konservativen Parteien deshalb, weil gesellschaftliche Entwicklungen (zumeist) liberale Entwicklungen sind. (Dazu sehr spannend die langfristige Entwicklung der amerikanischen Republikaner). Das bedeutet eine konservative Volkspartei hat bei diesen Themen (Homosexualität, Nachhaltigkeit etc.) auf Dauer keine andere Wahl als Zugeständnisse zu machen und damit einen Wandel mitzugehen. Ob man dies als Linksruck bezeichnen kann würde ich zumindest in dieser Hinsicht bezweifeln.

In anderer Hinsicht - und da würde ich dieser Bezeichnung Recht geben - gab es natürlich eine Bewegung der CDU nach links. Das Problem ist aber, dass die cleavage der Einwanderung dieser Form sehr neu ist und sich insbesondere extrem rasant entwickelt hat. Ich bin mir auch daher nicht sicher ob die CDU hier einen Ruck oder Wandel hinter sich hat oder eben einfach durch die Flüchtlingssituation und ihre Regierungsverantwortung zu einer Haltung/Politik gezwungen wurde, die als "links" interpretiert wird (vermutlich zu Recht). Ob man da von einer Bewegung/einem Trend/einem Ruck sprechen kann? Ich würde es teilweise als Anpassung an gesellschaftliche Entwicklungen bezeichnen, teilweise an die spontane Positionierung in der Flüchtlingsfrage (bei der ja langsam aber sicher auch wieder zurückgerudert wird - aus welchen Motiven auch immer) und teilweise an die enormen Lücken, die die SPD seit der Agenda im Wählerpotential aufgemacht hat.

witzfeld
Lombaseggl
Isch hab mal ne Frasche, was mich schon lange interessiert,wer hat in so einem Pforum eigentlich den Größten?

Ax so nebenbei: Wer AfDler antwortet ist ein noch ein größerer Trottel als selbige Trottel.