Kronenclub hat geschrieben:Manolo hat geschrieben:Auswurf hat geschrieben:weil manche gerne bemängeln, die cdu sei zuweit von ihren früheren standpunkten abgerückt und hätte deshalb ihre integrative rolle für rechtsausleger eingebüßt
- würdet ihr wirklich gerne auf die liberalisierung in gesellschafts und familienfragen der letzten 20 jahre verzichten?
das wäre wohl der preis
Im ersten Schritt stellt man es ja nur fest. Im zweiten schritt wird es dann unterschiedlich bewertet. Was ich nicht unterschreiben würde, wäre ein freibrief für alljene, die konservativ sind und sich bis heute weil sie "verlassen" wurden einer rechtsnationalen partei an den hals werfen. Wobei man die afd unter lucke vielleicht noch als kobservative alternative ansehen konnte. Für einige, die am anfang zur afd wechselten, kann ich daher durchaus verständnis aufbringen. Nur allerspätestens jetzt müssten sie eben wieder raus.
Zu den Nichtwählern dann ?
Das ist genau die Frage.
Wohin sollen die Leute denn mit ihrem Protest gegen den aktuellen Politikstil und den darin "arrangiert" agierenden Volksparteien? Denn so ja die hauptsächliche Sicht der Unzufriedenen, nehm ich mal stark an. Sollen sie sich in einer neuen APO organisieren? Was ist denn die verfügbare Alternative (zur AfD) um ihre Anliegen wirksam zu gewichten und Gehör zu erfahren?
Und ich bitte diese Frage jetzt mal ohne Schaum vor dem Mund zu überdenken. Ohne konfrontative Haltung a la "es darf nicht sein, was nicht sein darf"...
Wie sollen die Menschen, die von reellen Zukunftsängste geplagt sind und sich weder verstanden noch mitgenommen fühlen, Druck auf die politischen Eliten ausüben?
Da spielt die Hoffnung eine große Rolle, dass die AfD als Türöffner wirkt, als Korrektiv, dass die 'Politik für Besserverdienende' (o.s.ä.) aufbrechen und zur Veränderung zwingen kann. Und die Motivation der Wähler dahinter ist nicht nur die hier stets vorn angestellte Triebfeder aus Rassismus und Nationalismus. Die spielt sicher auch eine Rolle, aber mir deucht, dass die Menschen mit den unterschiedlichsten Potpourris an Zukunftsängsten hier dtl. in der Überzahl sind.
Und wenn Politik nicht mehr das Ziel hat diese Menschen zurückzugewinnen, dann erodiert die politische Kultur nun mal dahin, wohin sie schon die letzten Jahren hin steuert. #isso





