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Tifferette
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Grasdaggl
...wobei AKK in der Truppe wohl durchaus anerkannt war, nach dem Motto "die kümmert sich". Und hat den Militärs auch zugehört. Ist rein anekdotisch, was ich halt so an Reserve- und normalen Offizieren im persönlichen Umfeld habe. Sie hat auch Reformvorschläge auf den Tisch gelegt - die von Lamprecht gleich mal wieder in die Schublade verfrachte wurden.

Lamprecht als Justizministerin fand ich sehr gut. Aber nicht jeder ist für jeden Posten geeignet, wie es scheint. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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Tifferette
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Grasdaggl
Vorgestern im Radio, anlässlich des schönen Wetters: "Da bleibt nur eins - Helm auf und ab nach draußen auf die Straße!". Es ging wohl um Motorradfahren, ich hatte im ersten Moment eine andere Assoziation.
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higgi
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Grasdaggl
Jetzt mal langsam
Seit 45 hieß es immer Deutschland wird Nichts mehr in dieser Richtung tun.
Bisschen Aufklärung hier, bisschen humanitäre Hilfe da. Dafür muss man keine Fantastrilliarden ausgeben
Und das war ok so.

Dass der Russ einen Krieg anzettelt und die Welt nuklear bedroht konnte auch Merkel nicht ahnen, befürchten vielleicht, aber nicht wirklich ahnen
von daher

flux
Tifferette hat geschrieben:...wobei AKK in der Truppe wohl durchaus anerkannt war, ...

Als Nachfolgerin von "Röschen" Anerkennung in der Truppe zu finden, ist auch nicht allzu schwer. Die Latte lag da sehr tief.... :mrgreen:

Tifferette
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Grasdaggl
Neeeneee, higgi.

Erstmal hat man die Bundeswehr seit 20 Jahren in einen Auslandseinsatz nach dem nächsten gejagt. Nix "bisserl humanitäre Hilfe". Durch die notwendige Rotation der eingesetzten Soldaten und die Verkleinerung der BW ist diese seit einem Jahrzehnt am Anschlag. Das weiß jeder, das wurde gebetsmühlenartig wiederholt - und nichts ist passiert. Das geht (edit: auch) auf die Regierung Merkel.

Gleichzeitig hat man die Mittel im Grunde eingefroren, bzw. faktisch sogar gekürzt. Das ist auch schon unter Kohl und Schröder passiert. Die Bundeswehr wurde kaputtgespart, trotz aller Warnungen. Und das hat wenig mit Putin zu tun. Wobei es seit 2014/2015 hochgradig fahrlässig war.
Zuletzt geändert von Tifferette am 28. Februar 2022 13:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Tifferette
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Grasdaggl
Nachtrag: auch da war die deutsche Politik entsetzlich feige. Afghanistan war ein Kampfeinsatz, fertig, aus. Die ersten Jahre war die BW dort für "Peacekeeping" und überwachten Wiederaufbau ausgerüstet. Erst der von mir abgrundtief verabscheute Herr Von und Zu hat klargestellt, dass dort Krieg herrscht und daher schwere Artillerie bereitgestellt. Wofür ihn die Veteranen immer noch auf Händen tragen. Das muss man sich mal vorstellen.

Die Bundeswehr hat einen gesetzlichen Auftrag, und der ist die Landesverteidigung. Den konnte sie nach 30 Jahren unehrlicher Politik (aus allen Lagern) nicht mehr erfüllen.
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higgi
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Grasdaggl
Nein nein, eine hochgerüstete Bundewehr die in der Lage wäre einem anderen Land militärisch die Stirn zu bieten war in der gesamten Nachkriegszeit, zu keinem Zeitpunkt auf irgend einer Agenda von irgend einer Regierung.
Der ganze Afghanistan Einsatz war doch im Grunde nur ein Vorwand um den Laden nicht komplett auflösen zu müssen.
von daher

Tifferette
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Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Nein nein, eine hochgerüstete Bundewehr die in der Lage wäre einem anderen Land militärisch die Stirn zu bieten war in der gesamten Nachkriegszeit, zu keinem Zeitpunkt auf irgend einer Agenda von irgend einer Regierung.

Nachkriegszeit? Also bitte.

Edit: Oder Nachwendezeit? Falls ja - genau, sag ich doch.
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higgi hat geschrieben:Dass der Russ einen Krieg anzettelt und die Welt nuklear bedroht konnte auch Merkel nicht ahnen, befürchten vielleicht, aber nicht wirklich ahnen


Der überfällt ein Land nach dem anderen, aber man kann’s nicht ahnen. Überraschung!

Es ist ja okay, wenn man als Normalbürger da nicht drinsteckt und sich jetzt wundert, aber Mutti konnte das ahnen und damit rechnen.

factotum
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Granadaseggl
higgi hat geschrieben:

Nein nein, eine hochgerüstete Bundewehr die in der Lage wäre einem anderen Land militärisch die Stirn zu bieten war in der gesamten Nachkriegszeit, zu keinem Zeitpunkt auf irgend einer Agenda von irgend einer Regierung.


Das ist spätestens seit 9/11 nicht mehr zutreffend.
The shit that used to work, won`t work now.

Rufus_II
Granadaseggl
Nice Weather hat geschrieben:
Rufus_II hat geschrieben:Ich finde auch nicht, dass die Baerbock sich bisher blamiert hat.
Trotz ihrer Unerfahrenheit macht sie es bisher net schlecht, ein Lob auf ihre Berater.


Männliche, erfahrene Berater, nehme ich an. Denn es ist ja nicht vorstellbar, dass eine relativ junge Frau solche Zusammenhänge selbst versteht.

Hab keinen Bock zu gendern.

Vielleicht hat sie tatsächlich mehr männliche als weibliche Berater, vielleicht aber auch nicht

Vielleicht hat sie auch gar nicht auf ihre Berater gehört und hat sich deswegen nicht blamiert.

Vielleicht wäre es aber noch besser gelaufen wenn sie mehr (weniger?) auf ihre Berater gehört hätte.

Vielleicht...
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higgi
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Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Dass der Russ einen Krieg anzettelt und die Welt nuklear bedroht konnte auch Merkel nicht ahnen, befürchten vielleicht, aber nicht wirklich ahnen


Der überfällt ein Land nach dem anderen, aber man kann’s nicht ahnen. Überraschung!

Es ist ja okay, wenn man als Normalbürger da nicht drinsteckt und sich jetzt wundert, aber Mutti konnte das ahnen und damit rechnen.

Wenn das alles so klar ist, müssten die Stan-Länder als nächstes auf der Liste stehen
von daher

Tamasi
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Allmachtsbachel
Baerbock & Berater:

Ich glaube, es ist eh andersrum. Der Pferdefuß an Nordstream2 war so offensichtlich, dass man eher fragen muss: Welche Berater haben CDU und SPD so beeinflusst, dass sie NS2 beschlossen und teils bis zum Schluss verteidigt haben?

Tifferette
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Grasdaggl
Dafür brauchte man keine Berater. Man hatte ja den Entscheider.

Wobei: die Welt war 2005 noch eine andere, so fair muss man selbst Gas-Gerd gegenüber sein.
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Tifferette
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Grasdaggl
Und an dieser Stelle darf ich die Schweiz im Kreis der Sanktionsfamilie begrüßen. Schön, dass Ihr es einrichten konntet!

Auch Propagandamäßig gar nicht mal so unwichtig. Dann sind es halt nicht nur die pösen Nato- und EU-Eumel, sondern auch das neutralste Land der Welt.
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fkAS
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Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
flux hat geschrieben:Andererseits wird ja immer wieder Wahlkampfhilfe aus Russland für Trump kolportiert. Das wäre dann entweder Nonsens oder aber ein Gegenargument zu deiner These.


Ich würde dieser Überlegung nicht den Rang einer These zubilligen. Für meine Ohren hörbar hat das jedenfalls auch dieser Robin Alexander von der Welt das erste mal ausgesprochen.

Ist ja auch eigentlich total egal, war ja nur ein Einwurf zum Gegenspieler von fkAS. 8)

Ich würde sagen, dass Putin in der Zeit der Trumpregierung erst auf den Geschmack gekommen ist, seine Einflusszonen auszuweiten oder zu festigen. Trump war doch außenpolitisch einigermaßen konsistent auf Desinteresse eingestellt und hat Putin machen lassen. Ich glaube nicht, dass das Trumprestrisiko Putin abgeschreckt hätte.


Spielgerät
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Halbdaggl
fkAS hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:
flux hat geschrieben:Andererseits wird ja immer wieder Wahlkampfhilfe aus Russland für Trump kolportiert. Das wäre dann entweder Nonsens oder aber ein Gegenargument zu deiner These.


Ich würde dieser Überlegung nicht den Rang einer These zubilligen. Für meine Ohren hörbar hat das jedenfalls auch dieser Robin Alexander von der Welt das erste mal ausgesprochen.

Ist ja auch eigentlich total egal, war ja nur ein Einwurf zum Gegenspieler von fkAS. 8)

Ich würde sagen, dass Putin in der Zeit der Trumpregierung erst auf den Geschmack gekommen ist, seine Einflusszonen auszuweiten oder zu festigen. Trump war doch außenpolitisch einigermaßen konsistent auf Desinteresse eingestellt und hat Putin machen lassen. Ich glaube nicht, dass das Trumprestrisiko Putin abgeschreckt hätte.


Auf den Geschmack würde ich nicht sagen, Krim und Ostukraine waren ja unter Obama. Aber durch die unter Trump vorangetrieben Spaltung und damit Schwächung der USA hat ihn sicher darin bestätigt, dass seine Großmachtphantasien auf wenig Widerstand stoßen werden. Was ja bis vor wenigen Tagen auch gestimmt hat.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."


Rufus_II
Granadaseggl
Tamasi hat geschrieben:Welche Berater haben CDU und SPD so beeinflusst, dass sie NS2 beschlossen und teils bis zum Schluss verteidigt haben?

Erinnert ein bischen an die DB und S21.

Aber es gibt eh wenige Politiker, die ihre Fehler eingestehen.
Ramelow z.B. der sein falsches Corona-Mgmt mal zugegeben hatte.
Und Söder...

Ach nein, der nicht...hab da was verwechselt :mrgreen:
*Signaturen werden eindeutig überbewertet*

Frank N Furter
fkAS hat geschrieben:Ich würde sagen, dass Putin in der Zeit der Trumpregierung erst auf den Geschmack gekommen ist, seine Einflusszonen auszuweiten oder zu festigen. Trump war doch außenpolitisch einigermaßen konsistent auf Desinteresse eingestellt und hat Putin machen lassen. Ich glaube nicht, dass das Trumprestrisiko Putin abgeschreckt hätte.


Das geht ja nicht auf, AS, siehe auch Antwort @Spiegerät. Ist doch aber eh müßig, oder?
(Interessanter fände ich noch den Gedanken, ob Putin bei Trump gelernt hat, wie man selbst mit den durchschaubarsten fake-news viele Leute hinter sich bringen kann und deshalb neuerdings auch begonnen hat so dermaßen unverfroren zu lügen...?)

Was ansonsten die USA und Putin betrifft, weiß ich soweiso gar nicht mehr, was ich irrer finden soll: Putin, der einen imperialen Angriffskrieg durchführt und deshalb der Welt mit Atomwaffen droht oder die Republikaner in den USA, die Putin deshalb "sehr intelligent" finden und ihrem eigenen Präsidenten in dieser Situation, da der Westen angegriffen wird, die Unterstützung verweigern? Das wäre vor 20 Jahren noch vollkommen undenkbar gewesen! Die größte "Zeitenwende" haben nicht wir durchgemacht, sondern die USA. Auf Putin stellen wir uns jetzt hoffentlich mit großer Verspätung ein. Auf diese neue USA auch?

Konkret: Schafft es Europa jetzt endlich ein eigenständiges und vollständig handlungsfähiges Militär zu entwickeln, das mindestens in der Lage ist, auf jede Bedrohung Europas reagieren zu können?

Erst wenn diese europäische Armee einsatzfähig ist, wäre ich bereit von einer Zeitenwende in Deutschland/Europa zu reden. Unsere Politiker haben sich seit der letzten "Zeitenwende" nämlich als Ankündgungsweltmeister erwiesen, die aber in der Praxis nichts mehr umgesetzt bekommen.

Will sagen: Was nützt es eigentlich, wenn unsere europäischen "Führer" weniger irre wirken als Trump oder Putin, wenn sie am Ende leider gar nichts hinbekommen? Eigentlich müsste Deine Ausgangsthese umformuliert werden: wäre Europa politisch handlungsfähig, wäre es a) egal wer in den USA Präsident ist, weil b) Putin ein solches Europa nicht angreifen könnte.

Schon alleine der Blick in die USA ist also verkehrt. Dort können wir eh nichts bewirken. Jetzt gehen 100.000ende in Europa auf die Strasse und demonstrieren "für die Ukraine". Wir bräuchten aber Millionen in allen 27 europäischen Staaten die die EU zwingen sich endlich zu reformieren.

Tifferette
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Grasdaggl
Wir brauchen Millionen in allen 27 Staaten, die die EU-Mitgliedstaaten bzw. deren Regierungen zwingen, die EU zu reformieren. Das können nämlich nur die.
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Tifferette
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Grasdaggl
Sorry, wollte auch nicht streiten. Ist aber wirklich wichtig, weil viel Kritik an der EU im Grunde Kritik an den Mitgliedstaaten ist bzw. sein müsste.
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