fkAS hat geschrieben:Ich würde sagen, dass Putin in der Zeit der Trumpregierung erst auf den Geschmack gekommen ist, seine Einflusszonen auszuweiten oder zu festigen. Trump war doch außenpolitisch einigermaßen konsistent auf Desinteresse eingestellt und hat Putin machen lassen. Ich glaube nicht, dass das Trumprestrisiko Putin abgeschreckt hätte.
Das geht ja nicht auf, AS, siehe auch Antwort @Spiegerät. Ist doch aber eh müßig, oder?
(Interessanter fände ich noch den Gedanken, ob Putin bei Trump gelernt hat, wie man selbst mit den durchschaubarsten fake-news viele Leute hinter sich bringen kann und deshalb neuerdings auch begonnen hat so dermaßen unverfroren zu lügen...?)
Was ansonsten die USA und Putin betrifft, weiß ich soweiso gar nicht mehr, was ich irrer finden soll: Putin, der einen imperialen Angriffskrieg durchführt und deshalb der Welt mit Atomwaffen droht oder die Republikaner in den USA, die Putin deshalb "sehr intelligent" finden und ihrem eigenen Präsidenten in dieser Situation, da der Westen angegriffen wird, die Unterstützung verweigern? Das wäre vor 20 Jahren noch vollkommen undenkbar gewesen! Die größte "Zeitenwende" haben nicht wir durchgemacht, sondern die USA. Auf Putin stellen wir uns jetzt hoffentlich mit großer Verspätung ein. Auf diese neue USA auch?
Konkret: Schafft es Europa jetzt endlich ein eigenständiges und vollständig handlungsfähiges Militär zu entwickeln, das mindestens in der Lage ist,
auf jede Bedrohung Europas reagieren zu können?
Erst wenn diese europäische Armee einsatzfähig ist, wäre ich bereit von einer Zeitenwende in Deutschland/Europa zu reden. Unsere Politiker haben sich seit der letzten "Zeitenwende" nämlich als Ankündgungsweltmeister erwiesen, die aber in der Praxis nichts mehr umgesetzt bekommen.
Will sagen: Was nützt es eigentlich, wenn unsere europäischen "Führer" weniger irre wirken als Trump oder Putin, wenn sie am Ende leider gar nichts hinbekommen? Eigentlich müsste Deine Ausgangsthese umformuliert werden: wäre Europa politisch handlungsfähig, wäre es a) egal wer in den USA Präsident ist, weil b) Putin ein solches Europa nicht angreifen könnte.
Schon alleine der Blick in die USA ist also verkehrt. Dort können wir eh nichts bewirken. Jetzt gehen 100.000ende in Europa auf die Strasse und demonstrieren "für die Ukraine". Wir bräuchten aber Millionen in allen 27 europäischen Staaten die die EU zwingen sich endlich zu reformieren.