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Paco
Lombaseggl
Das russische Gas findet seinen Weg in die EU.
Zudem will die EU Gas aus Aserbaidschan beziehen. Die leiten nur russisches Gas aus Baku über die Türkei, nach Griechenland weiter. usw.
Alles nur bla bla bla.
Locker bleiben und alle Mahlzeiten einhalten.

flux
Seren Dipity hat geschrieben:Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich deine Frage wirklich verstanden habe. :oops: Aber ich versuche es trotzdem mal, du kannst mich dann ja immer noch korrigieren.

Du hast meine Frage richtig verstanden: Ich wollte u.a. verstehen, wie du einen Zusammenhang zwischen "EU-Maßnahmen" und den explodierten Weltmarktpreisen für Energierohstoffe konstruierst. Und in der Tat: Ich finde deine Erklärung arg konstruiert.
Meine ist simpler: Die Preise sind deshalb gestiegen, weil ein nennenswerter Anteil dieser Ressourcen von einem Massenmörder und Kriegsverbrecher kontrolliert wird, der sehr deutlich bereit ist, diese Kontrolle via Liefereinschränkung bzw. -stop als Druckmittel zur Durchsetzung seiner Ziele einzusetzen. Damit fällt dieser Anteil für eine sichere Energieversorgung weg und diese Verknappung ist ursächlich für die Verteuerung.
Das einzige, was "der Westen" also hätte tun können, ist Putin weitgehend ungestraft gewähren zu lassen. Also jede wirksame Sanktion (die echten, nicht die "Maßnahmen") als auch jede (von dir geforderte) Waffenlieferung zu unterlassen. Ganz so, wie es 2014 gewesen ist - leider.

Seren Dipity
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Schoofseggl
flux hat geschrieben:Das einzige, was "der Westen" also hätte tun können, ist Putin weitgehend ungestraft gewähren zu lassen. Also jede wirksame Sanktion (die echten, nicht die "Maßnahmen") als auch jede (von dir geforderte) Waffenlieferung zu unterlassen. Ganz so, wie es 2014 gewesen ist - leider.


Warum schließt du exklusiv die Variante aus, in der der Westen der Ukraine von Anfang an militärisch robuster zur Seite steht, jetzt mal ganz unabhängig davon, ob und welche Sanktionen zusätzlich noch sinnvoll wären?

Diese Variante hätte z.B. mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bereits verhindern können, dass Putin überhaupt die Gebiete hätte einnehmen können, in denen er jetzt seine Referenden durchführte. Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass dieser Krieg dann sogar schon vorbei wäre, weil Putins Spezialoperation von Anfang an stecken geblieben wäre.

Im Koreakrieg hat z.B. Russland noch unter Stalin selbst so gehandelt. Sie haben zuerst die Nordkoreaner und später die Chinesen massiv mit Waffen ausgestattet, selbst aber nicht gekämpft (jedenfalls nicht offen). Die Russen hätten jetzt also einfach nur die eigene Medizin ihres verehrten großen Führers von einst selbst zu kosten bekommen. Oder anders ausgedrückt: wir hätten uns spätestens seit dem 24.02. bereits dort befunden, wo wir uns jetzt auch so befinden, im Kalten Krieg 2.0.

Dass man jedoch mit Sanktionen keine Kriege gewinnen kann, war durch entsprechende Forschungsarbeiten bereits zum 24.02.2022 mehr als belegt.

flux
Seren Dipity hat geschrieben:
Warum schließt du exklusiv die Variante aus, in der der Westen der Ukraine von Anfang an militärisch robuster zur Seite steht, jetzt mal ganz unabhängig davon, ob und welche Sanktionen zusätzlich noch sinnvoll wären?

Diese Variante hätte z.B. mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bereits verhindern können, dass Putin überhaupt die Gebiete hätte einnehmen können, in denen er jetzt seine Referenden durchführte. Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass dieser Krieg dann sogar schon vorbei wäre, weil Putins Spezialoperation von Anfang an stecken geblieben wäre
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Volle Zustimmung. Denn - mal abgesehen davon, dass es um mehr geht - sinken die Energiepreise erst wieder, wenn Putin das Handwerk gelegt ist. Und nicht, wenn der Westen auf "Maßnahmen" oder Sanktionen verzichtet.

Local Zero
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Grasdaggl
Seren Dipity hat geschrieben:
flux hat geschrieben:@Serendipity: Kannst du mir den Zusammenhang zwischen den gegen Russland verhängten Sanktionen und dem Bestreben der EU-Staaten, sich von russischen Energieimporten unabhängiger zu machen einerseits, und den Mehreinahmen im russischen Staatshaushalt wegen gestiegener Weltmarktpreise für Energierohstoffe andererseits, erklären? Das sind doch zwei paar Stiefel, oder nicht?
Der Marktpreis ist dabei so sehr gestiegen, dass Russland absurder Weise heute für sein exportiertes Gas mehr Geld einnimmt als vor dem Krieg.

Falsche Tatsachenbehauptungen werden auch durch mehrfaches Wiederholen nicht zu richtigen. Obige Behauptung ist längst widerlegt.
Seren Dipity hat geschrieben:Hinzu kommt ja noch, dass die russische Gazprom aktuell so hohe Umsätze und Gewinne aufweist - wenn man den offiziellen Zahlen glauben kann - dass hier nicht nur alleine die Preissteigerungen zu berücksichtigen sind, sondern sich im zunehmenden Maße auch verdeckte und nicht verdeckte Absatzmärkte neu aufgetan haben müssen. Gazprom ist und bleibt für uns dabei natürlich eine Blackbox.
Es wird erkannt, dass man den offiziellen Zahlen der Russen offenbar nicht trauen kann. Trotzdem wird einfach auf ihrer Basis weiter argumentiert. Welche spezielle Form von Logik wohnt dem inne? Falls Du mehr dazu wissen möchtest (ist vom 15.9.2022):


"Es entfalte sich für Gazprom gerade das schlimmstmögliche Szenario, da sich der Konzern nicht rechtzeitig nach Osten umorientieren könne, aber der Export nach Europa schon sinke: „Ohne Dividenden, ohne Export nach Europa und ohne den Beginn massiver Lieferungen nach China ist Gazprom leider keine interessante Geschichte mehr für Investoren.“ Eduard Charin von der Anlagegesellschaft Alfa-Kapital sagte, möglicherweise wolle Gazprom das Geld für Investitionsausgaben zurückhalten. „Der Bau von Pipelines nach Asien und einer Flüssiggasanlage würde insgesamt 100 bis 150 Milliarden Dollar kosten, und wenn man schnell bauen muss, wird es noch teurer.“

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/finanzen/ru ... 67311.html

Seren Dipity hat geschrieben:Kein hiesiger Analyst wäre wohl in der Lage zu sagen, an wen und über welche (neuen) Wege (Pipelines oder Schiffe) Gasprom gerade welches Gas verkauft. Man sieht nur in der Summe und z.B. an den gut gefüllten Vorratsspeichern "des Westens" das uns die Substitution von russischem Gas erreicht.

Die „Substitution? Was denn nun? Schieben uns die Russen ihr Gas nun über Zwischenhändler unter oder wurde dieses Gas durch andere Förderländer substituiert und hat so unsere Speicher gefüllt? Du solltest dich mal entscheiden, was du eigentlich aussagen möchtest, das ist ansonsten recht konfus. Es kann ja nur eins richtig sein: entweder macht Russland angeblich "enorme Gewinne" (was, wie gesagt, längst nicht mehr stimmt) mit Gas, dass es trotzdem über Zwischenhändler an uns verkauft (dann machen nämlich die Zwischenhändler, aber nicht Russland den Reibach), oder aber wir haben das russische Gas durch Gas aus anderen Ländern substituiert. Und die Russen gucken in die Röhre (sorry, der musste sein :mrgreen: ). Bitte ankreuzen was du ausdrücken wolltest.

Seren Dipity hat geschrieben:Man sieht nur in der Summe und z.B. an den gut gefüllten Vorratsspeichern…

Und warum sind die Gasspeicher in Europa unter anderem so gut gefüllt? Neben dem bis Ende August aus Russland - wenn auch in immer kleiner werdender Menge - fließenden Erdgas sind dafür neben den Zwischenhändlern weitere Faktoren verantwortlich. Zuerst einmal ist der Gasverbrauch in Deutschland bis August um durchschnittlich 13,2 Prozent gesunken (verglichen mit 2021). Im Mai waren wir sogar mal bei einem Minus von fast 32 Prozent Gasverbrauch.

https://www.bdew.de/energie/monatlicher ... vergleich/

Gleichzeitig haben andere Förderländer ihre Förderung gesteigert. Norwegen fördert mehr, und ist jetzt logischerweise Deutschlands größter Erdgaslieferant.

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtscha ... z-100.html

https://www.rnd.de/wirtschaft/erdgas-no ... 4DSQM.html

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 81408.html

Algerien hat seine Förderung ausgebaut und ersetzt Italien das, was die Russen denen abgedreht haben.

https://www.t-online.de/finanzen/boerse ... 04043C28F/

https://www.spiegel.de/wirtschaft/alger ... 068b8c126b

Btw: Als Putin uns den Hahn zugedreht hat - also Ende August/Anfang September - waren unsere Speicher bereits zu 85 Prozent gefüllt. Seitdem sind lediglich weitere 6,5 Prozent hinzugekommen. Allzu viel dürfte Russland also jetzt nicht mehr dran verdienen. Wofür übrigens auch der Kursverlauf der Gazprom-Aktie an der Börse in Moskau ein ganz brauchbarer Indikator ist.

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/ru ... 67311.html

Seren Dipity hat geschrieben:Und genau dieser Umstand macht es dann auch tatsächlich sehr plausibel, dass Russland als Staat gerade deutliche Mehreinnahmen aus dem Energiesektor aufweist, im Vergleich zur Vorkriegssituation.
Nein, das macht es alles andere als plausibel. Auch dieser Punkt ist längst geklärt. Russland kann sein Gas nicht zum vorherigen „westeuropäischen“ Preis an die neuen Zwischenhändler verkaufen, sondern muss extreme Rabatte gewähren. Denn diese neuen Zwischenhändler kennen natürlich die Nöte der Russen, so ganz blöd ist der Araber oder der Inder ja auch nicht. Dieser Umstand erklärt übrigens auch die Tatsache, dass Russlands Gewinne aus fossilen Exporten in den letzten Monaten rasant geschrumpft sind (siehe mein FT-Artikel von gestern).
Zuletzt geändert von Local Zero am 5. Oktober 2022 01:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Local Zero
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Seren Dipity hat geschrieben:
flux hat geschrieben:Das einzige, was "der Westen" also hätte tun können, ist Putin weitgehend ungestraft gewähren zu lassen. Also jede wirksame Sanktion (die echten, nicht die "Maßnahmen") als auch jede (von dir geforderte) Waffenlieferung zu unterlassen. Ganz so, wie es 2014 gewesen ist - leider.
Dass man jedoch mit Sanktionen keine Kriege gewinnen kann, war durch entsprechende Forschungsarbeiten bereits zum 24.02.2022 mehr als belegt.
Welcher Politiker hat im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine denn behauptet, dass man diesen Krieg mittels Sanktionen gewinnen möchte?
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Iron
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Deshalb beschließt man jetzt einen Ölpreisdeckel

Mit dem neuen Sanktionspaket schaffen die EU-Staaten auch die Grundlage dafür, dass Russland Öl künftig für einen deutlich niedrigeren Preis an große Abnehmer wie Indien verkaufen muss als derzeit. So sollen die Einnahmen Moskaus reduziert werden, aus denen auch der Krieg gegen die Ukraine finanziert wird.


https://www.weser-kurier.de/politik/eu-staaten-bringen-neues-sanktionspaket-gegen-russland-auf-den-weg-doc7n1kpichflj1e4dza9ij


Seren Dipity
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Schoofseggl
Iron hat geschrieben:Deshalb beschließt man jetzt einen Ölpreisdeckel

Prinzipiell erfreulich, aber man darf sich da wohl nicht zu viel von erhoffen:

Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis hat das von der EU vorbereitete achte Sanktionspaket als eher schwach, aber besser als gar keines bezeichnet. "Die Zeit für starke Pakete ist vorbei, und beim Lesen der vorgelegten Dokumente hat man manchmal den Eindruck, dass es mehr Ausnahmen als Sanktionen gibt"


https://www.handelsblatt.com/dpa/litaue ... 23986.html

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Spielgerät
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Halbdaggl
Die SZ fragt, leider hinter der Paywall, wieviel man eigentlich in 29 Tagen als Regierungschefin falsch machen kann. Die Antwort, ziemlich viel, überrascht nicht.

Die dann wieder gecancelten Steuerpläne erläutert dieser 30-Sekünder ganz hervorragend :D

"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."




Seren Dipity
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Schoofseggl
Gestern versucht die EU mit ihrem 8. Sanktionspaket auch den Ölpreis zu begrenzen und wenige Stunden später gibt die Opec bekannt ihre Ölproduktion um 2 Millionen Barrel am Tag zu senken, um den Ölpreis "zu stabilisieren".

In der Opec haben zur Zeit angeblich vor allem Saudi Arabien und Russland das Sagen. Die 2 Millionen Barrel entsprechen etwa 2,1% der weltweiten Gesamtproduktion. Darüber ob und wie sich diese Maßnahme auswirkem wird, streiten sich die Experten aktuell noch. Für uns und unsere Wirtschaft bedeutet das für den nahenden Winter jedenfalls tendenziell nichts Gutes.

"It`s the economy, stupid"



Seren Dipity
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Schoofseggl
Tifferette hat geschrieben:Ist schon deutlich älter (also von 2010, geht aber derzeit durch die sozialen Medien) und der Rezensent ist durchaus problematisch, Stichwort "Achse des Guten".


Aber damit beschreibst du doch ein Dilemma: Ein aggressives Alphamännchen beschuldigt unter mannigfachen Beleidigungen und persönlichen Herabsetzungen ein anderes aggressives Alphamännchen andere Männer herabzusetzen und zu beleidigen.

Ist es arg gemein, wenn ich das für eine typisch männliche Rezensionsgeschichte halte?

Auf Wikipedia werden neben Malte Dahlgrün noch zwei weitere Rezensionen aufgeführt, beide von Frauen:

Katja Schwab schrieb in einer Rezension, dass es Precht verstehe, „charmant und amüsant wie nebenbei Wissen zu vermitteln“. Das Buch richte sich an unkundige Leser und eigne sich für Badewanne, Bahnfahrten und Bargespräche.[1]

Susanne Schmetkamp urteilt in der Wochenzeitung Die Zeit, Prechts „offensiv vorgetragene Thesen“ seien „mitunter [...] spannend“, jedoch gäbe es „nichts Bahnbrechendes“. Wichtige Philosophen würden allerdings „zu kurz oder gar nicht erst vorkommen.“

Tifferette
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Ja und? Der Verriss ist im Ton fies, aber wenn man das mal abzieht, werden da Sachargumente aufgeführt. Zudem wurde der Dahlgrün in dem Bereich promoviert, da kann ich einen gewissen Groll schon nachvollziehen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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Nachtrag: Und das ist es halt, was mich stört: ich habe schon immer das Gefühl gehabt, dass der Precht von Sachen spricht, von denen er im Grunde nicht viel versteht. War schon bei Corona so, und im Ukrainekrieg schon wieder. Dieses neue Büchle über die Presse, mit dem Tenor einer beleidigten Leberwurst, ist auch schon wieder verdächtig.
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Seren Dipity hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Ist schon deutlich älter (also von 2010, geht aber derzeit durch die sozialen Medien) und der Rezensent ist durchaus problematisch, Stichwort "Achse des Guten".
Ist es arg gemein, wenn ich das für eine typisch männliche Rezensionsgeschichte halte?
Ob der Pausenhof-Jargon "gemein" ein "arger" ist, hängt wohl stark von der Beleidigtheitsbereitschaft jedes einzelnen - männlichen - Rezensenten ab. Es soll Leute geben, die ob solcher Vulgär-Termini schmunzeln müssen.

Die Essentialisierung "typisch männliche Rezensionsgeschichte" ist da schon problematischer, je nachdem, ob sie sich auf Aristoteles bezieht oder aktuelle feministische Debatten rekurriert. Sollte letzteres der Fall sein, ließe sich bspw. auf dem Niveau von "Der Vorwurf, etwas ist typisch männlich ist selbst typisch weiblich" weiterargumentieren.
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Schoofseggl
@Tifferette

Wahrscheinlich ist das wirklich eine subjektive Empfindung mit geschlechtsspezifischer Note. Was du als Groll beschrieben hast, empfinde ich als blanke Wut. Und da der Wütende bei seiner schriftlichen Entgegnung doch recht viel Zeit hatte, weniger grollend oder wütend zu werden und dafür etwas sachlicher, kann ich seine Rezension auch nicht als halbwegs objektiv oder ausgewogen und damit als hilfreich betrachten. Letzteres ist dann die Antwort auf dein "ja und?".

Die beiden Rezensentinnen geben jede auf ihre Weise auch eine sehr deutliche Kritik an Prechts Werk ab, jedoch wesentlich subtiler und humorvoller, ohne persönlich zu werden.

Und zu deinem Nachtrag noch: Precht hat zu allem eine Meinung, was nahezu unumgänglich dazu führt, dass er bei den meisten Dingen zu denen er sich äußert ein Laie ist. Soweit verstehe ich deine Kritik. Aber wo siehst du denn da den Unterschied zu einem ganz gewöhnlichen Journalisten, bzw. Medienschaffenden? Die müssen heute auch über dies und morgen über das berichten. Nun ist Precht kein Journalist im eigentlichen Sinne, aber man kann ihn zweifellos als Medienschaffenden bezeichnen, sogar als medialen Tausendsassa, wenn man will. Anders gefragt: sollen aus deiner Sicht sich nur noch die Leute zu einem Thema äußern, die dafür eine "Expertise" haben? Und da "Expertise", wie wir alle wissen, auch kaum vor Fehlurteilen schützt, ab welchem Grad von Exklusivität gestehen wir jemandem Expertise zu?

Aber verstehe mich bitte nicht falsch. Ich will Precht gar nicht verteidigen. Ich glaube ich verstehe und teile durchaus deine grundsätzliche Skepsis, was Precht betrifft.

Spielgerät
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Halbdaggl
Tifferette hat geschrieben:Nachtrag: Und das ist es halt, was mich stört: ich habe schon immer das Gefühl gehabt, dass der Precht von Sachen spricht, von denen er im Grunde nicht viel versteht. War schon bei Corona so, und im Ukrainekrieg schon wieder. Dieses neue Büchle über die Presse, mit dem Tenor einer beleidigten Leberwurst, ist auch schon wieder verdächtig.


Messerscharfe Analyse des Auftritts der beiden Clowns Welzer und Precht bei Lanz

https://uebermedien.de/77163/der-erstau ... -wahrheit/

Ich werde es hier aber nicht reinkopieren, weil die Macher von ÜBERMEDIEN zahlende Kundschaft wahrhaftig verdient haben. Das ist einfach saugute Arbeit, die da abgeliefert wird.
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Mustermann
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Halbdaggl
Seren Dipity hat geschrieben:...
Ist es arg gemein, wenn ich das für eine typisch männliche Rezensionsgeschichte halte? ...

Nein. Aber mich ermüden diese (typisch weiblichen :arr: ) Pauschalisierungen ...
„I guess that concludes negotiations.“

higgi
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Grasdaggl
Biden faselt vom Armageddon und Selensky fordert Präventivschläge gegen Russland

Leutz, ich hab kein gutes Gefühl wie die Sache hier enden wird
von daher