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schwaebi
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Grasdaggl
USA: Wenn es nicht so gefährlich wäre, könnte man richtig Spaß dran haben, wie sich die Republikaner zugrunde richten. Jetzt haben sie mal wieder einen gefunden, der "Speaker" im Kongress werden möchte. Eine Mehrheit hat er noch nicht. Zu rechts? Nicht rechts genug? Tja...
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.


Auswurf
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Grasdaggl
Schwäbi
Ist ja der fucking Trend, dass konservative Parteien entweder nach rechts rücken oder von Rechten ersetzt werden.
Es lässt einem das Blut in den Adern gerinnen und man betet ohne Adressat, es möge ein endlicher Alptraum sein

Es könnte alles so einfach sein
das ist doch keine Musik

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Aleksiander hat geschrieben:
Goofy hat geschrieben:Man könnte den Schluss ziehen, dass Strafraumgitarre kein feiner Mensch ist :|



Ich ziehe den Schluss, daß ich vergessen habe, Ihn extra zu erwähnen.
Hier hats noch eine Menge feiner Kerle mehr.


Ganz zu schweigen von unseren feinen Frauen hier.
:)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


Monitor
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Granadaseggl
Strafraumgitarre hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Alles klar Mr. "der Iran" :lol:

Ich wollte Euch nur wissen lassen, dass ich gerade aktiv zur Deeskalation beitrage, weil ich entgegen meinem ersten Impuls auf einen Kommentar hierzu verzichte.

Mal schauen, wie lange mir das gelingt.


Bin doch noch nicht ganz raus, da ich das Interview mit dem sehr geschätzten Etgar Keret
mehr als lesenswert finde.

13.10.2023

https://www.stern.de/politik/ausland/is ... 10462.html

Etgar Keret: "Die Hamas ist nicht das palästinensische Volk. Und Netanjahu ist nicht Israel."

Auszüge aus dem Interview - es lohnt sich, alles zu lesen.

Fühlen Sie sich von Ihrer Regierung im Stich gelassen?
Ich habe mir Bidens Rede angehört. Und ich habe geweint. Und ich bin wirklich nicht jemand, der besonders emotional wird, wenn ältere Amerikaner langsam reden. Aber Bidens Rede füllte dieses riesige Loch an fehlender Humanität. Endlich sah ich einmal jemanden auf dem Bildschirm, der nicht irgendwelche Linksliberalen attackierte oder seine eigenen egoistischen Interessen vertrat oder irgendwelche Lügen verbreitete. Da stand einfach jemand, der sagte: "Ich bin geschockt. Ich bin entsetzt. Das ist schrecklich." So etwas sagt Netanjahu nicht. Er sagt: "Unser Feind wird für Generationen leiden." Aber was ist mit all unseren Opfern? Was ist mit all den Menschen, die nur deswegen starben, weil so viele Soldaten vom Gaza-Streifen an die Grenze zu Jordanien abgezogen wurden? Menschen, die nicht für Netanjahu stimmen, wurden einfach vernachlässigt.


Sie klingen zutiefst enttäuscht.
Jetzt sprechen alle von Einheit. Und währenddessen sagt der Rechtsberater von Netanjahus Likud-Partei, dass dieser Krieg ein Ergebnis des linksliberalen Krebsgeschwürs ist. Das sagt er vier Stunden, nachdem Netanjahu unsere Einheit beschwor. Nicht einmal die Likud-Partei schert sich darum, was ihr Chef Netanjahu sagt. Und der Mann, der an der Macht war, als die größte Anzahl an Juden seit dem Zweiten Weltkrieg massakriert wurde, ging nicht einmal ins Fernsehen, gab kein Interview, beantwortete keine einzige Frage, sagte nicht ein nachdenkliches Wort. Als ich Bidens Rede hörte, habe ich mich wie ein Waisenkind gefühlt, das jemanden sieht, der einen Vater hat. Und ich sagte mir: "Ich möchte jemanden haben, der sich um mich kümmert. Und der nicht nur an die nächste Wahlperiode denkt und versucht, eine Gefängnisstrafe zu vermeiden. Ich möchte jemanden, der nach mir schaut und sieht, dass ich verletzt und verwirrt ist. Aber das wird niemals Netanjahu sein."



Was ist ihre Utopie für Israel?
Israel sollte die Sackgasse einer Politik im Stile Trumps verlassen, wo man immer nur irgendeinen Feind ins Visier nimmt. Israel sollte einfach die Realität anerkennen, dass wir hier Menschen sind, die zusammenleben wollen. Wenn es gelingt, das überhitze Trump-Klima zu verlassen und eine Politik zu finden, bei der es nicht mehr darum geht, Leute gegeneinander aufzuhetzen, sondern darum, Lösungen anzubieten und an gehaltenen Versprechungen gemessen zu werden, dann wäre das der Himmel.


Und was wünschen Sie sich für die Palästinenser?
Dass sie eine Führung bekommen, die wirklich in ihrem Interesse handelt. Die Hamas hat nicht an palästinensische Interessen gedacht, als sie Israel angegriffen hat. Sondern an iranische Interessen. Natürlich will Iran, dass Israel die Hamas attackiert und Bomben auf Gaza wirft, statt auf Teheran. Dies ist ein Stellvertreter-Krieg. Die Palästinenser haben es verdient, eine Führung zu bekommen, die sich wirklich um ihre Interessen kümmert. Genau wie Israel.


Sie sprechen sich seit langem für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts aus. Halten sie eine Aussöhnung überhaupt noch für möglich?
Ja, das tue ich. Denn ich lebe hier. Und ich glaube, dass das, was hier gerade passiert, ein Weckruf sein sollte. Die Menschen beider Konfliktparteien sollten sagen: "Okay, wir haben es 23 Jahre lang mit extremistischer Gewalt versucht. Es hat nicht geklappt." Also sollten wir einen Strich drunter machen und sagen: "Diese Zeit liegt hinter uns." Jetzt sollten beide Seiten eine Führung suchen, die uns eine Zukunft verspricht, die optimistisch ist und nicht darin besteht, deinen Nachbarn zu zerstören.


Von Etgar Keret las ich das Buch

Die sieben guten Jahre: Mein Leben als Vater und Sohn

In seinem bisher persönlichsten Buch erzählt der israelische Autor Etgar Keret von seinem Leben als Vater und als Sohn. Es sind glückliche und einzigartige sieben Jahre: Angry Birds und Raketenangriffe, alles muss man dem kleinen Sohn erklären, den man beschützen will, wie man selbst behütet wurde; und langsam wird man zum Hüter des eigenen Vaters, der immer älter wird… Vor dem düsteren Hintergrund Israels leuchten der Witz, der Humor und die erzählerische Großherzigkeit Etgar Kerets nur noch heller. Niemand kann so schnell von tiefsinnig und bewegend zu grotesk und komisch wechseln wie Keret – es sind Geschichten, deren Wahrheit wie Songs wirken und für immer bleiben -- kongenial übersetzt von Daniel Kehlmann. »In seinem Buch ›Die sieben guten Jahre‹ gelingt dem israelischen Autor Etgar Keret etwas Seltenes: schwereloses Erzählen.« Süddeutsche Zeitung »Und Gott schuf Etgar Keret, den besten Kurzgeschichten-Autor seit Kafka und Hemingway.« Maxim Biller
I could write several novels about what I do not know.

Kronenclub
Granadaseggl
Auswurf hat geschrieben:Schwäbi
Ist ja der fucking Trend, dass konservative Parteien entweder nach rechts rücken oder von Rechten ersetzt werden.
Es lässt einem das Blut in den Adern gerinnen und man betet ohne Adressat, es möge ein endlicher Alptraum sein

Es könnte alles so einfach sein


Nachdem unsere konservative Partei jahrelang nach links gerückt ist braucht man sich doch nicht wundern wenn sie irgendwann überflüssig wird. Mit der ersten Koalition in der die Linke und die CDU gemeinsame Sache machen, ( was sicher kommen wird in irgendeiner Kombination ) ist auch der letzte Rest vom konservativen Profil aufgegeben worden. Einfach nur traurig.
#verpisst euch alle#


de mappes
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Spamferkel
Unter Westfalen hat geschrieben:Danke Monitor für den Post.
Jede Stimme aus Israel, die jetzt nicht alttestamentarisch denkt, ist so wichtig.


:nod:
Auch von mir danke für die Auszüge
Sehr lesenswert
Don't criticize what you can't understand

Aleksiander
Grasdaggl
schwaebi hat geschrieben:USA: Wenn es nicht so gefährlich wäre, könnte man richtig Spaß dran haben, wie sich die Republikaner zugrunde richten. Jetzt haben sie mal wieder einen gefunden, der "Speaker" im Kongress werden möchte. Eine Mehrheit hat er noch nicht. Zu rechts? Nicht rechts genug? Tja...


Ich kann nicht verstehen, weswegen die Demokraten nicht in der Lage sind, einen Präsidentschaftskandidaten ähnlich Obama zu finden, intelligent, fit, mit Charisma, einer der die Leute abholt und mitnimmt.

Offensichtlich ist das einzige was zählt, genügend Reichtum um sich den Wahlkampf leisten zu können.

Mit Biden wird das nichts mehr, nicht nochmal.
Nichts muss, aber alles kann.

Paco
Lombaseggl
Aleksiander hat geschrieben:
schwaebi hat geschrieben:USA: Wenn es nicht so gefährlich wäre, könnte man richtig Spaß dran haben, wie sich die Republikaner zugrunde richten. Jetzt haben sie mal wieder einen gefunden, der "Speaker" im Kongress werden möchte. Eine Mehrheit hat er noch nicht. Zu rechts? Nicht rechts genug? Tja...


Ich kann nicht verstehen, weswegen die Demokraten nicht in der Lage sind, einen Präsidentschaftskandidaten ähnlich Obama zu finden, intelligent, fit, mit Charisma, einer der die Leute abholt und mitnimmt.

Offensichtlich ist das einzige was zählt, genügend Reichtum um sich den Wahlkampf leisten zu können.

Mit Biden wird das nichts mehr, nicht nochmal.


War Obama ein guter Präsident für die USA und die Welt ?
Locker bleiben und alle Mahlzeiten einhalten.


higgi
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Grasdaggl
Hamas ruft zum Tag des Zorns auf
Juden in Deutschland bleiben lieber zuhause
Jüdischer Sportverein muss Training und Spielbetrieb einstellen
Polizei muss jüdische Einrichtungen schützen

Und ein Deutsches Gericht hebt Verbot von anti Israel Demonstration auf
:lol:
von daher

Aleksiander
Grasdaggl
Paco hat geschrieben:
Aleksiander hat geschrieben:
schwaebi hat geschrieben:USA: Wenn es nicht so gefährlich wäre, könnte man richtig Spaß dran haben, wie sich die Republikaner zugrunde richten. Jetzt haben sie mal wieder einen gefunden, der "Speaker" im Kongress werden möchte. Eine Mehrheit hat er noch nicht. Zu rechts? Nicht rechts genug? Tja...


Ich kann nicht verstehen, weswegen die Demokraten nicht in der Lage sind, einen Präsidentschaftskandidaten ähnlich Obama zu finden, intelligent, fit, mit Charisma, einer der die Leute abholt und mitnimmt.

Offensichtlich ist das einzige was zählt, genügend Reichtum um sich den Wahlkampf leisten zu können.

Mit Biden wird das nichts mehr, nicht nochmal.


War Obama ein guter Präsident für die USA und die Welt ?


Natürlich nicht, die Welt wartet auf Trump.
Der beendet am Vormittag den Krieg gegen die Ukraine, am Nachmittag löst er den Nahost Konflikt und danach spielt er Golf.
Nichts muss, aber alles kann.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Monitor hat geschrieben:Bin doch noch nicht ganz raus, da ich das Interview mit dem sehr geschätzten Etgar Keret
mehr als lesenswert finde.

13.10.2023

https://www.stern.de/politik/ausland/is ... 10462.html

Etgar Keret: "Die Hamas ist nicht das palästinensische Volk. Und Netanjahu ist nicht Israel."

Auszüge aus dem Interview - es lohnt sich, alles zu lesen.

Ich habe mir Bidens Rede angehört. Und ich habe geweint. Und ich bin wirklich nicht jemand, der besonders emotional wird, wenn ältere Amerikaner langsam reden. Aber Bidens Rede füllte dieses riesige Loch an fehlender Humanität. (...) Da stand einfach jemand, der sagte: "Ich bin geschockt. Ich bin entsetzt. Das ist schrecklich." So etwas sagt Netanjahu nicht. Er sagt: "Unser Feind wird für Generationen leiden." Aber was ist mit all unseren Opfern? (...)

Spannend. Ich fand Bidens empathische Worte auch sehr gut & treffend. Aber Biden schaut von außen drauf. Wären die USA so attackiert worden, hätte er garantiert andere Worte gewählt.

Ich finde Netanjahus Politik irgendwo zwischen "das Schlechteste, was es gibt" und "noch schlechter". Nur: Direkt (!) nach diesem brutalen Angriff... Will man da wirklich, dass der eigene Anführer bedächtig, ausgewogen, gar selbstkritisch und sich selbst & alles hinterfragend auftritt? (Letzteres hat Keret sich ja auch im weiteren Verlauf des Interviews gewünscht.*) Im Moment der größten Verwundung will ich doch, dass mein Staatschef Stärke vermittelt. Und nicht tief betroffen ist und den Terroristen somit signalisiert, dass sie einen Volltreffer gelandet haben.

Sicher geht auch beides, Empathie mit Stärke zu verbinden, und offensichtlich ist Netanjahu nicht der Typ dafür. Schon klar. Ich bin aber eh sicher, dass er letztlich über dieses Abwehr-Versagen stolpern wird. Israel war so wehrlos wie nie und wurde getroffen wie nie. Gesamtverantwortung in diesem Moment: Benjamin Netanjahu. Das wird an ihm kleben bleiben.

Und vielleicht, vielleicht kommt man mit der Zeit wirklich dahin:

Sie sprechen sich seit langem für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts aus. Halten sie eine Aussöhnung überhaupt noch für möglich?

Ja, das tue ich. Denn ich lebe hier. Und ich glaube, dass das, was hier gerade passiert, ein Weckruf sein sollte. Die Menschen beider Konfliktparteien sollten sagen: "Okay, wir haben es 23 Jahre lang mit extremistischer Gewalt versucht. Es hat nicht geklappt." Also sollten wir einen Strich drunter machen und sagen: "Diese Zeit liegt hinter uns." Jetzt sollten beide Seiten eine Führung suchen, die uns eine Zukunft verspricht, die optimistisch ist und nicht darin besteht, deinen Nachbarn zu zerstören.

Sehr, sehr idealistisch. Und wohl auch: Sehr theoretisch. Reißbrett-Träume.

Aber wenn es tatsächlich so kommen würde, wäre das aktuelle Leid wenigstens nicht umsonst gewesen.


* Gut, dass es auch andere Stimmen gibt. Aber: Keret nutzt diesen brutalen Angriff auch für Politik. Und zwar "jetzt sofort"; nicht erst etwas später in der Rückschau. Kann man auch empathielos finden. So oder so: Das, was er den anderen vorwirft.

Nilkheimer
Halbdaggl
Heute Wahlen in Polska. Gar nicht zu unterschätzen, denn entweder zementiert sich die unselige welt- und europaweite Entwicklung in Richtung antidemokratischen hart rechten Autoritarismus, oder in einem großen wichtigen Land zeigt sich zumindest in Europa, dass diese Entwicklung kein Naturgesetz sein muss.

Es wird spannend. Zwar hat das Bündnis um Tusk in den Umfragen einen guten Vorsprung, aber wenn zB der "dritte Weg" an der Prozenthürde scheitern würde, sieht es schnell wieder finsterer aus.

Aktuelle Einschätzung etwa hier: https://www.berliner-zeitung.de/politik ... li.2148833

Ah, hier auch (free!): https://www.sueddeutsche.de/politik/pol ... -1.6287448
Aber das macht doch nichts.


Charismatischer Typ, Stimme des Klartexts und der Vernunft während Brexit. An ihm persönlich wird’s wohl nicht liegen, wenn’s nicht klappt.

Solche werden überall vermisst: Leute, die noch bei Trost sind oder wenigstens richtig verschraubt und verkabelt, die Jungen haben den Namen schonmal gehört und trotzdem auch für die Alten wählbar, etc. Die gehen halt normalerweise nicht in die Politik.



schwaebi
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Grasdaggl
Allerdings... Und Hr. Orban hätte auch einen Unterstützer weniger.
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

Aleksiander
Grasdaggl
schwaebi hat geschrieben:Allerdings... Und Hr. Orban hätte auch einen Unterstützer weniger.


Kein Ungar den ich kenne, kennt jemanden der jemanden kennen könnte, der Orban wählt.
Nichts muss, aber alles kann.



jagdhuette
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Halbdaggl
Die einzigen Ungarn die ich kenne sind während Corona so abgedreht, dass ich sie mittlerweile nicht mehr kenne.
Die schwören drauf, dass sie Orban und Putin vor Bill Gates retten können. Das ist ne total schlimme Sache. Zurück zur Rente und den gesunden Menschenverstand anscheinend nicht mitgenommen.

cron