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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Der "Skandal" ereignete sich in den 60er Jahren, als ich in Tübingen studierte.
Die betroffene Familie hat sich übrigens damit arrangiert. Der Vater war zwar erzkonservativer CDUler, aber kein Dogmatiker. Er ließ schon auch andere Meinungen gelten. Musste er auch, da sein ältester Sohn im SDS, wohlbemerkt, nachdem dieser aus der SPD ausgeschlossen worden war, eine führende Position inne hatte.
:mrgreen:

Waren halt die 68er. ;)
Für eine freie und selbstbestimmte Ukraine.

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Käskibber hat geschrieben:Die Faeser hat das Compact-Magazin vom Elsaesser verboten. Mit einer rechtlichen Ableitung aus dem Vereinsrecht bzw. -verbot. Da bin ich ja mal sehr gespannt, wie das genau begründet wird und ob das Bestand hat.


Bevor hier einer was von wegen Pressefreiheit raunt:
Höcke sang anlässlich des Verbots ein Loblied auf den mittlerweile rechtsextremen Aktivisten Elsässer – inklusive eines Bekenntnisses zum von Compact immer wieder propagierten Umsturz: „Während Konservative sich feige distanzieren und feinsinnig taktieren, hat er die Wagenburgmentalität einer ‚revolutionären‘ Gemeinschaft in das Rechte Lager mitgebracht“, so Höcke, „der Angriff auf Jürgen Elsässer soll uns alle treffen.

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Überhaupt, wahnwitzige Parolen:

Elsässer schreckte auch vor Demonstrations- und Widerstandsaufrufen nicht zurück. So schrieb er im Blatt: „Wir wollen dieses Regime stürzen. Wir machen keine Zeitung, indem wir uns hinter den warmen Ofen oder den Computer verziehen und irgendwelche Texte wie eine Laubsägenarbeit auf den Markt bringen. Sondern das Ziel ist der Sturz des Regimes.“
[,,,]
Symptomatisch war kürzlich ein Auftritt von Elsässer im sächsischen Zwönitz, auf der „Blauen Welle“-Kundgebungstour. „Deutschland wird vor die Hunde gehen, wenn wir die da oben nicht davonjagen“, rief Elsässer dort vor einer Großfahne der Freien Sachsen. Der 67-Jährige wetterte gegen „Umvolkung“ und „Wokeness“ und erklärte, Deutschland sei „ein besetztes Land“, unter Kontrolle der „Blutsauger im Westen“. Er selbst sei „ein Putin-Unterstützer“, bekannte Elsässer. Er wünsche sich, dass die Nato und die USA in der Ukraine „richtig einen auf den Sack kriegen“. Mit jedem Kilometer, den die Russen vorrückten, rücke „der Tag der deutschen Freiheit näher“.

https://taz.de/Rechtsextremes-Magazin-von-Elsaesser/!6023528/

Ging komplett an mir vorbei, auch wenn ich mich jedesmal geärgert hab, dass dies Schundblatt ab und zu im Zeitschriftenregal zu finden ist.

Aleksiander
Grasdaggl
Wenn die EU es nicht schafft, auch schwere Entscheidungen aufgrund einfacher Mehrheiten zu fällen, wird sie an Ihren selbst geschaffenen, hohen Hürden zur Entscheidungsfindung zerbrechen. Es genügen ja schon einige Spalter wie Orban, um das ganze Konstrukt ad absurdum zu führen und Putin klatscht vor Freude in die Hände wie weit man mit ein wenig Zwietracht kommen kann.
Wenn ich mir überlege, nach Trumps Wahlsieg, wie viele Milliarden man in der Ukraine versenkt hat. Und das Einzige was man erreicht hat, wird sein, daß Putin einen verdammt hohen Preis für sein Durchhaltevermögen bezahlt hat.
Ich hoffe nur, daß dann auch Russland alleine den Wiederaufbau dessen, was es angerichtet hat, zu bezahlen hat.
Nichts muss, aber alles kann.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Dafür, dass es das muss, muss es besiegt werden. Und zwar so, dass es in den nächsten 10 Jahren keine anderen Länder mehr überfallen kann.
Für eine freie und selbstbestimmte Ukraine.

Aleksiander
Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Dafür, dass es das muss, muss es besiegt werden. Und zwar so, dass es in den nächsten 10 Jahren keine anderen Länder mehr überfallen kann.


Das kann ich mir in der Form nicht vorstellen. Bevor Russland den Krieg in der Form verliert, wird es dafür Sorge tragen, daß es gar keine Sieger, sondern nur Verlierer gibt,
Nichts muss, aber alles kann.

Spielgerät
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Halbdaggl
Aleksiander hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Dafür, dass es das muss, muss es besiegt werden. Und zwar so, dass es in den nächsten 10 Jahren keine anderen Länder mehr überfallen kann.


Das kann ich mir in der Form nicht vorstellen. Bevor Russland den Krieg in der Form verliert, wird es dafür Sorge tragen, daß es gar keine Sieger, sondern nur Verlierer gibt,


Russland hat verloren, wenn es sich aus der Ukraine zurückziehen muss. Nicht mehr und nicht weniger.

Würde man die Ukraine tatsächlich mit allem unterstützen, was es dafür braucht ("whatever it takes"), nämlich Taurus, Flugzeuge, Artillerie etc, wäre der Krieg nach Ansicht von Militärexperten ziemlich schnell beendet. Wird beispielsweise die Krim-Brücke zerstört, lässt sich die Krim nicht mehr verteidigen. Ein solcher ukrainischer Sieg ist politisch aber nicht gewollt, weder von den USA noch von Deutschland.

Begründet wird es mit einer Angst vor einer russischen (atomaren) Eskalation. Dieses Argument wurde seit Beginn des Überfalls bei jeder Unterstützungsleistung zugunsten der Ukraine genannt, die über 5000 Helme hinausging. Sei es Panzer, Munition, Artillerie, Langestreckenraketen, und und und. Wir sind heute so weit von einer atomaren Eskalation entfernt wie im Februar 2022. Das Argument ist also ganz offensichtlich falsch. Im übrigen hat China als wichtigster Unterstützer Putins dem Einsatz russischer Atomwaffen eine eindeutige Absage erteilt.

Warum also wollen die führenden westlichen Mächte nicht, dass die Ukraine im obigen Sinne "gewinnt"? Offenbar möchte man die russische Armee ausbluten lassen, sowohl personell wie auch materiell, damit ein Angriff auf einen Nato-Staat die nächsten Jahre, die man braucht, um selbst wieder verteidigungsfähig zu werden, unmöglich wird. Diese Strategie kostet leider zehntausende Ukrainer das Leben, nicht nur Soldaten, auch Zivilisten, viele davon -wie wir nun wissen - Kinder. Der Ukraine zu verbieten, mit Langstreckenraketen die russischen Basen anzugreifen ("Shoot the archer, not the arrow"), von wo aus die Angriffe geflogen werden, ist an Zynismus kaum zu überbieten.

Gewinnt Trump, wird das die Erfolgsaussichten der Ukraine ganz sicher nicht verbessern. Insofern musst du also keine Angst haben, dass Putin dafür Sorge trägt, dass es keine Sieger, sondern nur Verlierer gibt. Verlieren wird weiterhin die Ukraine.
"Das war so nicht abzusehen"

Kryztina
Granadaseggl
Spielgerät hat geschrieben:Warum also wollen die führenden westlichen Mächte nicht, dass die Ukraine im obigen Sinne "gewinnt"? Offenbar möchte man die russische Armee ausbluten lassen, sowohl personell wie auch materiell, damit ein Angriff auf einen Nato-Staat die nächsten Jahre, die man braucht, um selbst wieder verteidigungsfähig zu werden, unmöglich wird.


das weiß ich nicht ob diese Vermutung stimmt. Ist es nicht immer so im Krieg, dass nach und nach und mit Verzögerungen und Taktik und parallel dazu mit (dieses mal kaum) Verhandlungen sich Kriege in die Länge ziehen, auch weil sich die Kriegsgegner mit ihren Verbündeten nicht einig sind. Diese Ausblutungstheorie, also ich weiß nicht. Ich glaub eher man ist sich nicht einig und im Klaren darüber wer wann wie Krieg gewinnen könnte.

Edit: Zumal Krieg auch irrational und verrückt und kaputt ist.

Frank N Furter
Spielgerät hat geschrieben:Warum also wollen die führenden westlichen Mächte nicht, dass die Ukraine im obigen Sinne "gewinnt"? Offenbar möchte man die russische Armee ausbluten lassen, sowohl personell wie auch materiell, damit ein Angriff auf einen Nato-Staat die nächsten Jahre, die man braucht, um selbst wieder verteidigungsfähig zu werden, unmöglich wird.

Zumindest für die USA dürfte das ein ganz klassischer Stellvertreterkrieg sein, wie wir etliche während des Kalten Krieges erlebt haben. Russland zu schwächen, damit man seine Kräfte auf China konzentrieren kann, dürfte inzwischen sogar so etwas wie eine Doktrin sein.

Für Europa und insbesonder Deutschland bin ich mir aber nicht so sicher wie Du. Nimm mal die Ampel, da gibt es drei Parteien. Die Grünen und die FDP lassen eigentlich wenig Zweifel daran, dass sie die Ukraine deutlich robuster unterstützen würden. Deine berechtigte Kritik zielt also im Wesentlichen auf die SPD. Und ob Scholz, Mützenich und Co. wirklich ein "Ausbluten" der Russen im Sinn haben, wage ich auch zu bezweifeln. Ich befürchte wirklich, dass da sowohl Angst eine Rolle spielt, dann natürlich auch politisches Kalkül beängstigte Wähler für sich zu gewinnen, aber leider auch die Idee, man müsse mit Russland ja auch schnellstmöglich wieder gute Beziehungen aufbauen (irgendwann). In der Summe also, eine Verkennung der Realität, bzw. jede Menge Naivität.

Auswurf
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Grasdaggl

"Die USA" wären gottfroh,
wenn die Europäer bzgl der Ukraine ohne ihre Hilfe auskämen

Da dies aber nicht funzt, zeigt Biden, dass er sich seiner Verantwortung bewusst ist.

Ist ja nicht so, als gäbe es jenseits des Teiches niemanden, der jegliche Unterstützung am liebsten sofort einstellen würde

Es war schon äußerst schmerzhaft für die Ukraine
als die Gelder blockiert wurden
das ist doch keine Musik

Frank N Furter
Auswurf hat geschrieben:
"Die USA" wären gottfroh,
wenn die Europäer bzgl der Ukraine ohne ihre Hilfe auskämen

Darin liegt ja überhaupt kein Widerspruch. Natürlich wäre es für die USA das allergeilste, Europa würde jede Menge Waffen von amerikanischen Rüstungsunternehmen kaufen (wie jetzt auch) und dann aus eigener Kraft die Russen in Schach halten. Funktioniert halt nicht, auch weil insbesondere Deutschland sich jahrezehntelang parasitär von anderen verteidigen ließ und in einem pazifistischen Selbstbefriedigungsakt auch noch die Wehrpflicht abschaffte. Das ist eine weitere Lebenslüge unserer gratismutigen Wohlstandsgesellschaft. Das letzte Überbleibsel vom "Deutschen Wesen" anno 2024, besteht darin, dass Deutsche liebendgerne andere für sich die Drecksarbeit machen lassen. Da gehen Generation Z bis hin zu den Boomern Hand in Hand.


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Frankfurter:

Dann bin ich ja froh, dass ich außen vor bin. :twisted:

Übrigens: hast Du gedient?

Wenn nicht, Gewissensprüfung nach Anleitung bestanden?
Oder noch besser, in der Exklave Berlin studiert?
Oder Gutachten vom ärztlichen Freund des Papas?
Für eine freie und selbstbestimmte Ukraine.

Auswurf
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Grasdaggl
Mich nervt schon tierisch,
wenn man die USA sagt und damit meint,
es sei Jacke wie Hose, wer dort das Sagen hat.

Die Europäer gibt's genauso wenig.
Die Rechtsaußen Osteuropäer fühlen sich Putin nah und zahlen nix.
Für die Spanier ist die Ukraine weit weg
und in D verliert man Wählerstimmen an die AFD und das BSW, wenn man mehr Geld reinbuttert, vor allem wenn man eh gerade pleite ist.
Mit der Unterstützung für die Ukraine in der Bevölkerung ist's ähnlich, wie mit der Zustimmung für eine vernünftige Energiepolitik.
Geht's um die Kohle, ist schnell Schluss
das ist doch keine Musik


Kryztina
Granadaseggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Übrigens: hast Du gedient?

Wenn nicht, Gewissensprüfung nach Anleitung bestanden?
Oder noch besser, in der Exklave Berlin studiert?
Oder Gutachten vom ärztlichen Freund des Papas?


Gewissensprüfung in der Kammer aber natürlich ein bisschen eingelesen, klar. Aber aus Überzeugung du Militarist :P


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Ja. Und dann bist Du den Zeugen Jehovas beigetreten.
Die Begeisterung hielt allerdings nur für ein paar Tage.
Drückeberger. :P
Für eine freie und selbstbestimmte Ukraine.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Timothy Snyder über wahrscheinliche Folgen einer Wahl Trumps zum Präsidenten:

https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... tion-.html

Aus dem Inhalt:
,,,,,
Trump wird oft als simpel gestrickter Demagoge dargestellt. Was halten Sie davon?

Trump hat Talente, auch wenn manche Leute ihm das nicht zugestehen wollen. Er ist charismatisch. Er ist intelligent. Er hat eine gewisse Gerissenheit politischer, taktischer Art. Das macht ihn ja so erfolgreich und gefährlich. Menschen, die im anderen politischen Lager stehen, sehen Trumps Intelligenz nicht, weil er es in ihrem Referenzrahmen tatsächlich nicht ist: Er schert sich nicht um die Gesetze, Kompromisse interessieren ihn nicht. Aber in einem anderen Regime, nehmen wir den Faschismus, ist seine Art zu denken durchaus angemessen. Trump ist zum Beispiel gut darin, Feinde zu definieren. Und er ist richtig gut darin, andere Menschen sprachlich als Feinde zu definieren. Zwei weitere Krankheiten helfen ihm zusätzlich.

Welche sind das?

Das digitale Zeitalter seit etwa 2010 ist ebenfalls eine Art Krankheit. Die sozialen Medien neigen dazu, unser Denken auf eine Art und Weise umzugestalten, die eher mit dem Faschismus als mit der Demokratie übereinstimmt. Sie bringen uns dazu, in Form von Verschwörungstheorien zu denken, sie machen uns ungeduldig und lassen uns keine Kompromisse mehr eingehen. Die andere Krankheit besteht in der Vermögensungleichheit. Wenn ein paar Leute das Sagen haben, die auch noch die Medien beherrschen, hat die Demokratie es sehr viel schwieriger.[/i]
Für eine freie und selbstbestimmte Ukraine.

letzterschwob
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Granadaseggl
Biden tritt als Kandidat zurück aber nicht als Präsident. Keine gute Entscheidung, nur halbe Sachen zu machen.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.



Aleksiander
Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:Uff

Er schlägt Harris vor


Ich gehe mal optimistisch davon aus, er hat sich was dabei gedacht.
Und ich wünsche uns Allen, daß sein Plan aufgeht.
Nichts muss, aber alles kann.

Auswurf
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Grasdaggl
Ich war missverständlich

Das Uff, bezog sich auf seinen Rückzug

Frau Harris fänd ich super und hoffe, dass sich Trump einem Rededuell stellen wird,
dass er nicht gewinnen kann
das ist doch keine Musik

schwaebi
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:Uff

Er schlägt Harris vor


Das wird leider nichts. Eine POC-Frau11! 1!!, die nicht Michelle Obama heißt, ist den beknackten Amerikanern nicht zu vermitteln.

Das wird hart ab Januar :roll: