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jagdhuette
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Halbdaggl
Die Diskussion hier ist so aufgeheizt und teilweise auch mit kompletter schwarz/weiß Sicht. Ich kann beide Seiten verstehen in ihrer existenziellen Angst und Gekränktheit. Also die Israelis und die Palästinenser. Die Hisbollah ist mir allerdings auch besonders suspekt und unsympathisch. Sie macht eher aus Fun und falsch verstandener Solidarität mit und schadet dadurch in erster Linie ihrem eigenen Land. Der Libanon hat sich seit den 70 Jahren von einem tollen Land in ein absolutes Katastrophengebiet entwickelt. Ich kenne eine Biologin, die im Sommer 5 Wochen dort war und meinte ganz abgesehen vom aktuellen Konflikt ist das wirklich absolut kurz vor dem Zusammenbruch.
Ich bewundere auch den Israelischen Geheimdienst für seine krasse Handlunsgfähigkeit. Die Bombe in Teheran war auch ein filmreifes Ding. Anscheinend haben sie die Mittel die wahren Verantwortlichen direkt zu treffen. Weshalb muss man dann so in die Breite den Hass streuen?
Mir fehlt bei der ganzen Handlung seit knapp einem Jahr ein bisschen die Motivation auch mal wieder in einen friedlichen Modus zurückzukehren. Die Eskalation wird immer größer. Das kann auf Dauer nicht gut sein.

Local Zero
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Grasdaggl
Eine kriminaltechnische Untersuchung wäre vielleicht nicht schlecht ("War die KTU schon da?"). Die eruiert, wie viel Sprengstoff auf welche Art und Weise wo im Pager platziert wurde. Daraus ließe sich dann bspw. vielleicht ableiten, ob der "Bastler" wahllos maximalen Schaden anrichten wollte. Oder ob er zwar schon Töten, aber möglichst auch nur den Nutzer des Pagers treffen wollte. Wenn die Sprengladung z.B. so ausgerichtet war, dass sie in Richtung des Nachrichtenlesers explodiert. Und ob sie gewichtsmäßig so austariert war, dass sie zwar in einem Radius = Lesedistanz potentiell tödlich wirkt, darüberhinaus aber nicht. Oder ob man so viel Sprengstoff reingepresst hat, wie hineinging.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

higgi
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Grasdaggl
jagdhuette hat geschrieben:Die Diskussion hier ist so aufgeheizt und teilweise auch mit kompletter schwarz/weiß Sicht. Ich kann beide Seiten verstehen in ihrer existenziellen Angst und Gekränktheit. Also die Israelis und die Palästinenser. Die Hisbollah ist mir allerdings auch besonders suspekt und unsympathisch. Sie macht eher aus Fun und falsch verstandener Solidarität mit und schadet dadurch in erster Linie ihrem eigenen Land. Der Libanon hat sich seit den 70 Jahren von einem tollen Land in ein absolutes Katastrophengebiet entwickelt. Ich kenne eine Biologin, die im Sommer 5 Wochen dort war und meinte ganz abgesehen vom aktuellen Konflikt ist das wirklich absolut kurz vor dem Zusammenbruch.
Ich bewundere auch den Israelischen Geheimdienst für seine krasse Handlunsgfähigkeit. Die Bombe in Teheran war auch ein filmreifes Ding. Anscheinend haben sie die Mittel die wahren Verantwortlichen direkt zu treffen. Weshalb muss man dann so in die Breite den Hass streuen?
Mir fehlt bei der ganzen Handlung seit knapp einem Jahr ein bisschen die Motivation auch mal wieder in einen friedlichen Modus zurückzukehren. Die Eskalation wird immer größer. Das kann auf Dauer nicht gut sein.

Man soll also die Friedenspfeife rauchen, während die Geiseln jetzt bald ein Jahr lang, in irgend nem Loch festgehalten werden
Interessant
von daher

higgi
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Grasdaggl
Local Zero hat geschrieben:Eine kriminaltechnische Untersuchung wäre vielleicht nicht schlecht ("War die KTU schon da?"). Die eruiert, wie viel Sprengstoff auf welche Art und Weise wo im Pager platziert wurde. Daraus ließe sich dann bspw. vielleicht ableiten, ob der "Bastler" wahllos maximalen Schaden anrichten wollte. Oder ob er zwar schon Töten, aber möglichst auch nur den Nutzer des Pagers treffen wollte. Wenn die Sprengladung z.B. so ausgerichtet war, dass sie in Richtung des Nachrichtenlesers explodiert. Und ob sie gewichtsmäßig so austariert war, dass sie zwar in einem Radius = Lesedistanz potentiell tödlich wirkt, darüberhinaus aber nicht. Oder ob man so viel Sprengstoff reingepresst hat, wie hineinging.

Man kann an den Opferzahlen ablesen dass das primäre Ziel nicht das Töten war
Falls doch hat da jemand sehr schlampig gearbeitet
von daher

Plan B
Halbdaggl
Morgen ist letzte Runde bei der Schacholympiade in Budapest. Auslosung hat bei den Frauen Israel gegen Iran ergeben gemäss den korrekt angewendeten Regeln der Zuteilungen nach Schweizer System.
Da bin ich mal gespannt, wie sich das entwickelt.
Die Sieger haben immerhin noch Chancen auf eine Platzierung unter den besten 10.
Carpe diem.

Mago
Granadaseggl
higgi hat geschrieben:Man soll also die Friedenspfeife rauchen, während die Geiseln jetzt bald ein Jahr lang, in irgend nem Loch festgehalten werden
Interessant

Gibt es eigentlich irgendeinen Beleg, dass noch nicht befreite Geiseln vom 7. Oktober überhaupt noch am Leben sind?

Local Zero
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Grasdaggl
Hat man ihre Leichen gefunden? Na also, folglich MÜSSEN sie noch leben. :arr:

Sind die Verlautbarungen der Hamas für Dich etwa keine Informationen, mittels derer man in der Öffentlichkeit über den Gaza-Krieg berichten sollte?
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Local Zero
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Grasdaggl
Nicht der, der ein Wahlssystem einen knappen Monat vor einer Wahl ändern möchte handelt unehrlich, sondern der, der da nicht mitmacht. Die Welt durch die Augen eines Trumpisten betrachtet.

https://www.thebulwark.com/p/top-nebras ... -trump-led

Schillernder Typ, dieser Mike McDonnell. Hockt politisch irgendwie zwischen Dems und GOP.
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Monitor
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Granadaseggl
Ein aktuelles, interessantes Interview mit Michael Kovrig

Captive in China: Michael Kovrig's 1,019 days

https://www.cbc.ca/player/play/video/9.6516822

Die beiden Kanadier Michael Kovrig und Michael Spavor verbrachten 1.019 Tage in chinesischen Gefängnissen. Sie wurden wenige Tage nach der Festnahme von Frau Meng Wanzhou, der Finanzchefin des chinesischen Telekommunikationsausrüstungsriesen Huawei in Vancouver, die aufgrund eines US-Auslieferungsbefehls im Dezember 2018 verhaftet und wegen Betrugs im Zusammenhang mit Verstößen gegen US-Sanktionen gegen den Iran angeklagt wurde, festgenommen.

(zu langer Satz, ich weiß)

Michael Kovrig sagte, er sei monatelang in Einzelhaft gehalten und jeden Tag bis zu neun Stunden lang verhört worden, die Behandlung käme psychologischer Folter gleich.

Die kanadische Regierung sagte, China betreibe Geiseldiplomatie.

Beiden Männern wurde Spionage vorgeworfen.

Niemand in der Regierung der USA, Chinas oder Kanadas bestätigten, dass in der Vereinbarung über die aufgeschobene Strafverfolgung mit Frau Meng für die Freilassung von Kovrig und Spavor eine Gegenleistung enthalten sei, sagten die Quellen. The Globe and Mail nannte die Quellen nicht, da sie nicht befugt waren, öffentlich über die Angelegenheit zu sprechen.

Quellen zufolge führte Bidens Intervention zur Freilassung der beiden Michaels.

...Mr. Biden insisted any deal to drop the U.S. extradition case against Huawei Technologies executive Meng Wanzhou and defer criminal charges could not happen unless the two Canadians were released at the same time, according to three sources with direct knowledge of the talks with China, Huawei and Ms. Meng’s lawyers.

On September 24, 2021, Canadian Prime Minister Justin Trudeau announced that Kovrig and Spavor had been released from detention in China after 1,019 days, shortly after Meng was released from house arrest in Canada


Mann, Frau muss nicht alles verstehen, was den anderen Michael Spavor angeht:

Spavor has strong personal ties with North Korean leader Kim Jong-un.

https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Spavor
I could write several novels about what I do not know.

Auswurf
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Grasdaggl
Doch die Folgen werden die USA tragen müssen, ohne vorab konsultiert worden zu sein: Die USA sind außenpolitisch Netanyahus Geisel; sie haben kein Mitspracherecht bei seiner Kriegspolitik, liefern aber den Hauptteil seiner Waffen und müssten als Schutzmacht auch bei einem möglichen Krieg gegen Iran einsteigen – und zwar selbst dann, wenn Israel ihn gegen den amerikanischen Willen provoziert. Nie wirkte Biden außenpolitisch so machtlos wie jetzt, seine Nahostpolitik nach dem 7. Oktober ist gescheitert.


Spiegel

Das stellt auch Harris vor ne Aufgabe
das ist doch keine Musik


Aleksiander
Grasdaggl
Hisbollah, Hamas, Huthi.... alle Handlanger des Iran.
Es wäre wichtig auf die gemässigten muslimischen Länder einzugehen. Ich möchte mir nicht vorstellen, daß im nahen Osten nur der Hass regiert. Es müsste doch möglich sein, Partner zu finden, die ein friedliches oder wenigstens freundlicheres Miteinander ermöglichen, die erkennen, daß ein großer Krieg niemandem dient. Es leben ja nicht mehr alle Muslime in 18. Jahrhundert.

Hoffe ich zumindest.
Nichts muss, aber alles kann.




Local Zero
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Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:... und nicht der Rand.

"Freiheitliche Demokratie"-Marker.
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Local Zero
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Grasdaggl
Aleksiander hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:Bild



Wäre schön, wenn das zum nachdenken anregen könnte.

Bei denen da geht das ja nicht mehr.
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vivafernanda
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Granadaseggl
Easy my friend. Wir hören auf M. Gorbatschow: Wer aus der Geschichte nichts lernt, ist verdammt, sie zu wiederholen.
Hoffen wir, dass das nicht im Wortsinn stimmt.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.


Local Zero
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Grasdaggl
Wegen dem ollen Marxen sein Kalle. In seinem "Achtzehnten Brumaire des Louis Bonaparte" hat er - früher postmoderner Humorist der er bekanntlich war - ja ganz fein den alten Stuttgarter aufgebohrt:

„Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce."

Auf den Ostgau angewendet passt das wie ein Arsch auf den Eimer. Bzw wie ein Kickl auf den Ballhausplatz. Tradition verpflichtet, schließlich sind wir in Österreich: Auch Seyß-Inquart flegelte dort bereits herum. Es wäre somit zumindest ein gehobener Unterhaltungswert garantiert. Das könnens da ja schon besser als wir.
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