13592 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
0
 
Keine Ahnung, keine Angabe
0
 

Nilkheimer
Halbdaggl
Nice Weather hat geschrieben:In vielen Beiträgen zu diesem Typen schwingt sowas wie widerwillige Anerkennung mit, und das verstehe ich nicht.

Totaler Lappen, und auch wenn ich nicht im Verdacht stehe, die Bande jemals gewählt oder sonstwie unterstützt zu haben, mag ich die Gleichsetzung mit Merkel und Kohl nicht. Merkel ist Wissenschaftlerin, Birne war Historiker, und beide haben nach gewissen Grundsätzen und mit Blick aufs große Ganze gehandelt – auch wenn man mit deren Taten bzw. deren Untätigkeit überhaupt nicht einverstanden sein muss*. Sowas sehe ich beim Laschet nichtmal im Ansatz.

Und ein paar Oktaven dümmer ist er ganz offensichtlich auch. Wie kann man da hinten rumschnieken, wenn vorn zig Kameras auf den Frank-Walter Steinadler gerichtet sind? Man fragt sich, wie weit diese Merkbefreitheit wohl geht.

Was mich allerdings am meisten ankotzt an diesen dreisten Wansten ist die Respektlosigkeit. Leckt mich, ihr wählt mich sowieso: die Art der Rauslaviererei hinterher ist so billig und zeugt von einer solchen Arroganz, dass es mich schon ein bisschen traurig macht. Auch ein sehr schlechtes Zeugnis für die Wählerschaft, die anscheinend belogen werden will.

Ihm daraus Cleverness zu attestieren, ist wirklich wild. Das müsste man mir mal bitte erklären.

*Wohlgemerkt, von “Grundsätzen” nehme ich Kohls Berufung auf sein Ehrenwort und die Weigerung, Spender zu nennen, natürlich aus.


Ich denke, Du meinst nicht mich. Aber nochmal zu meinem Punkt: Ich erkenne eine Linie Kohl-Merkel-Laschet NUR in dem Punkt Aussitzen/Lavieren/neblig bleiben. Das scheinen die Spindoktoren als Unionserfolgsgeheimnis ausgemacht zu haben, und das wird jetzt gnadenlos durchgezogen - und weil die Daitschen sind, wie sie sind, klappt es halt. "Clever" ist daran nichts, sondern er macht halt, was seine Liminskis ihm sagen. Schlimm, ekelhaft, unvernünftig.

Und ich hätte die Grünen schon vor Monaten kloppen können. Habeck wäre es gewesen, das war jedem halbwegs Sehenden klößchenbrühenklar. Bzw. muss man Annalena einen Riesenvorwurf machen. Sie hätten wissen müssen, dass er es deutlich besser kann und vor allem auch besser rüberkommt, aber sie hat da wohl so einen Ehrgeiz, und Partei und Medien haben sie ja auch leider bestärkt (ich vermute da übrigens bei letzteren zumindest teilweise Kalkül). Eine wahrscheinlich historische Fehlentscheidung, zum Heulen ist das.
Zuletzt geändert von Nilkheimer am 27. Juli 2021 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
Aber das macht doch nichts.

Iron
Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:Sowas sehe ich beim Laschet nichtmal im Ansatz.


Auf dein Urteil würde ich auch nicht so viel geben. Du liegst so im Bereich 50+/-... :D

Habeck ist ein gechillter Typ, er macht einen souveränen Eindruck. Aber auch wenn man schon vorher gedacht haben mag, dass er die bessere Wahl sei – jetzt ist es halt leicht gesagt: wer weiß, was die Christlichen dem alles anzuhängen versucht hätten.

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:Habeck ist ein gechillter Typ, er macht einen souveränen Eindruck. Aber auch wenn man schon vorher gedacht haben mag, dass er die bessere Wahl sei – jetzt ist es halt leicht gesagt: wer weiß, was die Christlichen dem alles anzuhängen versucht hätten.


Das Problem ist wohl, dass der eben nicht immer so gechillt ist und unter Druck Fehler macht. Ich habe von Berlinern mehrfach sinngemäß "verträgt die Hitze nicht" gehört.

Nun hat seine Kollegin ja auch jede Menge Fehler gemacht, allerdings eher in anderer Hinsicht.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Frank N Furter
Nice Weather hat geschrieben:Merkel ist Wissenschaftlerin, Birne war Historiker, und beide haben nach gewissen Grundsätzen und mit Blick aufs große Ganze gehandelt – auch wenn man mit deren Taten bzw. deren Untätigkeit überhaupt nicht einverstanden sein muss.

Das ist ein künstlich erzeugtes Narrativ - wie man heute so schön sagt. Politik ist keine Wissenschaft und Merkel hat demnach auch ihre Politik nie "wie eine Wissenschaftlerin" betreiben können. Niemand ist aber Kraft eines Titels auf Lebenszeit Wissenschaftler. Wissenschaftler ist immer nur die oder der, welcher sie gerade auch aktiv betreibt. Schauen wir also mal:

Als sie nach Fukushima stante pede kehrt machte in der Atompolitik, war das vielleicht eine emotionale Entscheidung, aber sicher keine wissenschaftlich rational begründete. Kohleausstieg 2038? Gerade wissenschaftlich betrachtet absurd - hier geht es nur um Politik, bzw. ein bestimmtes Wählerklientel. Aufgabe der Photovoltaiksubvention (vor allem im Osten)? Rational desaströs, weil die Chinesen viel mehr subventioniert haben als wir, so dass wir und unsere Klimamaßnahmen heute abhängig von China sind. Die gesamte Klimapolitik von Frau Merkel ist unwissenschaftlich und irrational. Da hat Frau Neubauer durchaus recht.

Kurz: Laschet und Merkel trennt sicherlich nicht mal feinziseliert graduell irgendetwas rational "Wissenschaftliches" in ihren Handlungen. Schon irre, dass sich diese Legende so lange hält und so viele Leute so gerne daran glauben. Bzw:
Nice Weather hat geschrieben:Auch ein sehr schlechtes Zeugnis für die Wählerschaft, die anscheinend belogen werden will.

;)

Nice Weather hat geschrieben:Wie kann man da hinten rumschnieken, wenn vorn zig Kameras auf den Frank-Walter Steinadler gerichtet sind? Man fragt sich, wie weit diese Merkbefreitheit wohl geht.

Keine Ahnung. Laschet war drei Tage lang rund um die Uhr im "Dauermitleidseinsatz". Ich halte es für durchaus möglich, dass es schlicht menschlich sein könnte, wenn man sich da mal durch tumbes Lachen von der seelischen Anspannung kurz befreit. Ich würde diesen Vorfall jedenfalls als aller letztes dafür hernehmen wollen, um Laschet beurteilen zu können. Da gibts wissenschaftlich inhaltlich wahrlich Aufschlussreicheres....

Frank N Furter
Noch was:

Wenn man sich die letzten Umfragewerte anschaut, so schwierig diese über verschiedene Umfrageinstitute hinweg auch zu deuten sein mögen: zwei Trends lassen sich durchaus erkennen:

1. Die Union hat über die Hochwasserkatastrophe hinweg eher 1-2% an Zustimmung verloren.
2. Diese 1-2% bekamen aber nicht die Grünen. Die einzige Partei die bei allen Instituten etwas gut gemacht hat, ist ausgerechnet unsere gute alte SPD. Evtl. hat auch die FDP was gut gemacht.

jagdhuette
Benutzeravatar
Halbdaggl
Die große Frage bei all den Umfragen ist doch die:

Wer um alles in der Welt hat nach der Baerbock Ernennung gesagt grün und sagt jetzt, macht et Armin?
Was sollen das für 8 Prozent sein, die so leicht hin und her wechseln, wegen ein paar Lücken im Lebenslauf und Zitierfehlern.
Es geht doch darum eine Partei zu wählen, die unabhängig vom Kanzler für Themen steht.
Wer da 2038 und wir schauen mal wie es wirklich aussieht nach der Wahl (obwohl man seit 16 jahren durch regiert) wählt, der will eben keine Veränderung. Wieso der dann vor 8 Wochen grün wählen wollte, das ist für mich ein ordentliches Fragezeichen.

Vielleicht gibts den Öko Bias ja, ähnlich wie den Nazi Bias. Ich trau mich gar nicht zu sagen. Aber ich wähle sie auch, wenn sie das Buch nicht alleine geschrieben hat.

Frank N Furter
jagdhuette hat geschrieben:Wer um alles in der Welt hat nach der Baerbock Ernennung gesagt grün und sagt jetzt, macht et Armin?


Die Zahl der Wechselwähler steigt und diese "Stimmungsumschwünge" sind Medienereignisse. Inhaltlich läßt sich da gar nichts mehr begründen. Was wahrscheinlich auch der Grund dafür sein dürfte, dass es schon gar niemand mehr versucht...

jagdhuette hat geschrieben:Aber ich wähle sie auch, wenn sie das Buch nicht alleine geschrieben hat.


:?: Du wählst dann also auch in vollem Bewusstsein eine Person und kein verbindliches politisches Programm?

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Nilkheimer hat geschrieben:
Nice Weather hat geschrieben:In vielen Beiträgen zu diesem Typen schwingt sowas wie widerwillige Anerkennung mit, und das verstehe ich nicht.

Totaler Lappen, und auch wenn ich nicht im Verdacht stehe, die Bande jemals gewählt oder sonstwie unterstützt zu haben, mag ich die Gleichsetzung mit Merkel und Kohl nicht. Merkel ist Wissenschaftlerin, Birne war Historiker, und beide haben nach gewissen Grundsätzen und mit Blick aufs große Ganze gehandelt – auch wenn man mit deren Taten bzw. deren Untätigkeit überhaupt nicht einverstanden sein muss*. Sowas sehe ich beim Laschet nichtmal im Ansatz.

Und ein paar Oktaven dümmer ist er ganz offensichtlich auch. Wie kann man da hinten rumschnieken, wenn vorn zig Kameras auf den Frank-Walter Steinadler gerichtet sind? Man fragt sich, wie weit diese Merkbefreitheit wohl geht.

Was mich allerdings am meisten ankotzt an diesen dreisten Wansten ist die Respektlosigkeit. Leckt mich, ihr wählt mich sowieso: die Art der Rauslaviererei hinterher ist so billig und zeugt von einer solchen Arroganz, dass es mich schon ein bisschen traurig macht. Auch ein sehr schlechtes Zeugnis für die Wählerschaft, die anscheinend belogen werden will.

Ihm daraus Cleverness zu attestieren, ist wirklich wild. Das müsste man mir mal bitte erklären.

*Wohlgemerkt, von “Grundsätzen” nehme ich Kohls Berufung auf sein Ehrenwort und die Weigerung, Spender zu nennen, natürlich aus.


Ich denke, Du meinst nicht mich. Aber nochmal zu meinem Punkt: Ich erkenne eine Linie Kohl-Merkel-Laschet NUR in dem Punkt Aussitzen/Lavieren/neblig bleiben. Das scheinen die Spindoktoren als Unionserfolgsgeheimnis ausgemacht zu haben, und das wird jetzt gnadenlos durchgezogen - und weil die Daitschen sind, wie sie sind, klappt es halt. "Clever" ist daran nichts, sondern er macht halt, was seine Liminskis ihm sagen. Schlimm, ekelhaft, unvernünftig.

Und ich hätte die Grünen schon vor Monaten kloppen können. Habeck wäre es gewesen, das war jedem halbwegs Sehenden klößchenbrühenklar. Bzw. muss man Annalena einen Riesenvorwurf machen. Sie hätten wissen müssen, dass er es deutlich besser kann und vor allem auch besser rüberkommt, aber sie hat da wohl so einen Ehrgeiz, und Partei und Medien haben sie ja auch leider bestärkt (ich vermute da übrigens bei letzteren zumindest teilweise Kalkül). Eine wahrscheinlich historische Fehlentscheidung, zum Heulen ist das.


:nod: :nod: :nod: :evil:
Don't criticize what you can't understand

jagdhuette
Benutzeravatar
Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
jagdhuette hat geschrieben:Aber ich wähle sie auch, wenn sie das Buch nicht alleine geschrieben hat.


:?: Du wählst dann also auch in vollem Bewusstsein eine Person und kein verbindliches politisches Programm?

Das war Teil des Phänomens, das ich erfunden hatte: Sprich, man wählt sie, aber will es nicht zugeben, weil man sich ein bisschen dafür schämt, weil sie ja so viel an den Pranger gestellt wurde.

Ich persönlich wähle aus politischer Überzeugung und bin schon viele Jahre Parteimitglied. In welcher Partei ist nicht so schwer, wenn man meine Beiträge liest. Allerdings wäre mein persönliches Bouquet an Wünschen mit einer nicht zu realisierenden Koalition am ehesten abgedeckt. Denn ich finde bei mehreren Parteien positive Ansätze.

jagdhuette
Benutzeravatar
Halbdaggl
halensee hat geschrieben:Kohl war 89 mehr oder weniger schon weg vom Fenster. Dann kam die Wende und
Es wird niemandem schlechter gehen als zuvor, dafür vielen besser.

und viele haben es ihm geglaubt. Irgendwas wird der Armin schon auch versprechen was man ihm abnimmt, und wenn es nur Arbeitsplätze sind. Sollte man an nichts mehr glauben, dann hält man sich ans Christliche im Parteinamen , oder wählt einfach nur die, die auf dem Wahlzettel oben stehen.

Mein Glaube daran, dass die CDU die Wahl nicht gewinnt ist genauso groß wie meine Hoffnung, dass das Bauernpack die Meisterschaft nicht gewinnt. Glaube und Hoffnung gehen bei mir in beiden Fällen nämlich gen Null.


Stärkste Partei - why not. Das waren sie in Ba-Wü ja auch und wenn keiner eine Beziehung mit ihnen eingehen will, dann bleiben sie stärkste Partei der Opposition. Die Wähler wollen eine Dreierkoalition, das sieht man seit Monaten bei allen Landtagswahlen. Volksparteien ade - jetzt kommt die Zeit der Kompromisse.

Upthedubs
Muggaseggele
Habeck wäre es gewesen, das war jedem halbwegs Sehenden klößchenbrühenklar. Bzw. muss man Annalena einen Riesenvorwurf machen. Sie hätten wissen müssen, dass er es deutlich besser kann und vor allem auch besser rüberkommt, aber sie hat da wohl so einen Ehrgeiz, und Partei und Medien haben sie ja auch leider bestärkt (ich vermute da übrigens bei letzteren zumindest teilweise Kalkül). Eine wahrscheinlich historische Fehlentscheidung, zum Heulen ist das.


Ist das wirklich so klar? Hätte er es deutlich besser können?
Mir sind keine Fehltritte von Baerbock VOR ihrer Wahl zur Kanzlerkandidatin bekannt. Und als Gegenpol zur Altherrenriege habe ich ihr durchaus zugetraut, gerade viele Frauen zur Wahl der Grünen zu bewegen. Dass sie dann solche Böcke schießt, war m. E. nicht zu erwarten, da sie ja oft als detailversessen und fachlich bestens informiert gilt.
Habeck war doch schon zu diesem Zeitpunkt in der Presse angeschossen, Stichwort Pendlerpauschale:
https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 72712.html
Aktionen wie seine Inszenierung mit den Pferden und seine öffentliche Rasur hätte er sich als potenzieller Kanzlerkandidat vielleicht auch sparen sollen.

Frank N Furter
jagdhuette hat geschrieben:Ich persönlich wähle aus politischer Überzeugung und bin schon viele Jahre Parteimitglied.

Ich habe mir jetzt eben nochmal das Parteiprogramm der Grünen angeschaut und ehrlich gesagt schon bissle gehofft, dass da klarer Unterscheidbares zum Laschen drinne steht. Dort steht jetzt unter der Überschrift "Schneller raus aus der Kohle":

Im Wahlprogramm der Grünen steht:
Nach dem Willen der Großen Koalition werden in Deutschland Kohlekraftwerke noch bis 2038 dem Klima und unserer Gesundheit schaden. Das ist mit den Klimazielen von Paris und dem 1,5- Grad-Pfad nicht vereinbar. Wir setzen uns dafür ein, den Kohleausstieg bis 2030 zu vollenden. In diesem Sinne werden wir alle Möglichkeiten – auch auf EU-Ebene – nutzen. Um nicht erneut den Kohlekonzernen Milliarden an Steuergeldern zu schenken, werden wir die massiven Kli-maschäden der Kohleverstromung einpreisen. Das gelingt am besten über den EU- Emissionshandel – mit einem lenkenden CO2-Preis. Sollte dieser auf europäischer Ebene nicht schnell genug erreicht sein, setzen wir auf einen nationalen CO2-Mindestpreis im ETS für
Industrie und Strom von 60 Euro pro Tonne CO2.

https://cms.gruene.de/uploads/documents ... refrei.pdf

Schweden, Belgien, Schweiz, Litauen, Lettland, Estland, Norwegen verstromen schon heute keine Kohle mehr. Spanien und einige andere europäische Nachbarn stehen kurz davor oder sind auf gutem Wege dorthin. Die Grünen haben für Deutschland nichts Ambitionierteres zu bieten als 2030? Wobei, wenn ich richtig informiert bin, wir ja dann immer noch nur über die Kohleförderung reden würden, die da endete. Die Verstromung der Kohle wäre noch weiterhin möglich.

Hier kann man das wirklich mal völlig bedenkenlos sagen: Alle Experten haben übereinstimmend beschrieben, dass der größte Impact den Deutschland klimapolitisch überhaupt erreichen kann, der Kohleausstieg ist. Anstatt also bei diesem wichtigsten aller klimapoitischen Ziele mal ganz klare Kante zu zeigen, schwurbelt sich das Parteiprogramm der Grünen hier politiktaktisch um den heißen Brei herum.

Ähnlich vage bleiben die Grünen auch bei anderen klimatechnischen Baustellen. 16 Cent mehr pro Liter bei Benzin? Pardon?

Wenn man die Grünen wählt, hofft man doch, dass hier mal wenigstens eine Partei klar begriffen hat, was jetzt an Maßnahmen dringend geboten wäre. Das Parteiprogramm ist dann ja am Ende auch wieder nur geduldiges Papier und die Grünen müssten in jeder Art von Koalitionsverhandlung ohnehin Zugeständnisse machen. Warum dann also nicht mal wenigstens im Programm alle potentiellen Koalitionäre darauf vorbereiten, was bei Verhandlungen mit den Grünen auf sie zu käme?

Du magst das anders sehen. Für mich liest sich dieses Wahlprogramm heute schon, wie ein einziges Entschuldigungsschreiben an die Wähler, weshalb realpolitisch nicht mehr möglich gewesen sein soll. Das sind politiktaktische Kniffe, aber nichts was einen inhaltlich überzeugt. Mich jedenfalls nicht.

Und ich stehe ja da nicht alleine, auch viele Klimaaktivisten haben sich schon ähnlich enttäuscht geäußert.

Ob Baerbock Bücher schreibt und dabei Textpassagen ohne Quellenangabe übernommen hat, interessiert mich genauso wenig, wie Laschets Übersprungslachen in Walters Rücken.

RedBlues
Halbdaggl
Stichwort Kohleausstieg

Die Grünen sind halt dummerweise in ihren Dogmen gefangen. Ein Kohleausstieg ist aufgrund der benötigten Grundlast heute nicht möglich, weil man dazu die Kernkraftwerke im Übergang bis die Kapazität anders erzeugt werden kann , nicht abschalten könnte. Und da macht die Basis nicht mit.

https://www.electricitymap.org/zone/DE

Gerade erzeugen wir 23 Prozent unseres Stroms mit Kohlekraftwerken. Wir sind bei der Klimaneutralen Stromerzeugung leider kein Vorbild.

jagdhuette
Benutzeravatar
Halbdaggl
Man kann die Diskussion aber nicht führen, wenn man nur über die Energieerzeugung spricht.
Man muss auch den Energiebedarf sehen, den Deutschland hat.
Beispielsweise bei der Erzeugung durch Windkraft hat Deutschland in Europa den absoluten Spitzenwert.
Tabelle unten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerba ... _in_Europa

Deutschland ist das bevölkerungsreichste Land in Europa und das Land mit dem größten Energieverbrauch, da die Wirtschaft industriell geprägt ist.
Ich habe neulich einen Artikel geteilt - oder habe ich das vergessen - in dem das DIW erklärt, wie der Wechsel zu erneuerbaren Energien klappen kann.
Die Publikation kann hier runtergeladen werden:
https://www.diw.de/de/diw_01.c.816924.d ... ftung.html

Klar haben aktuell ein paar Staaten die Nase vorn, die ihre Nukes anlassen. Aber wer würde schon gerne direkt neben so einem Teil wohnen. Bzw. wer hat eine Idee wo die Endlager optimalerweise hin sollen. Alles nicht so attraktiv.

Flache9
Es wird kein Rot- Grün geben. Diese Parteien werden noch einiges verlieren. Die Grünen noch mehr als die SPD. Laschet wird gewinnen. Die FDP mit an Board.


Rufus
Granadaseggl
RedBlues hat geschrieben:Stichwort Kohleausstieg

Die Grünen sind halt dummerweise in ihren Dogmen gefangen. Ein Kohleausstieg ist aufgrund der benötigten Grundlast heute nicht möglich, weil man dazu die Kernkraftwerke im Übergang bis die Kapazität anders erzeugt werden kann , nicht abschalten könnte. Und da macht die Basis nicht mit.

https://www.electricitymap.org/zone/DE

Gerade erzeugen wir 23 Prozent unseres Stroms mit Kohlekraftwerken. Wir sind bei der Klimaneutralen Stromerzeugung leider kein Vorbild.

Danke für den sehr interessanten Link :nod:


Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
4% Verlust in zwei Wochen?

FDP mit kleinem Aufschwung auf 13%.

Auf die Prognosen acht Wochen vorher braucht man nicht so viel geben. Ist ka mit eine grobe Richtung.
Und 4% Verlust für die CDU beruhigt trotzdem etwas.

Aber erstmal abwarten, was die anderen Institute die nächsten Tage für Werte nennen.


jagdhuette hat geschrieben:Das wäre ein langer Weg für Onkel Armin. Ob er es schafft mit seinem Charme zwei Partner zu gewinnen?

Wer soll das denn sein?




Frank N Furter
Nice Weather hat geschrieben:Christen und Faschisten haben auch früher schon bereitwillig zusammengearbeitet.


Wissenschaftler und Faschisten auch. :mrgreen: