13633 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
40%
Bin da unschlüssig.
3
20%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
13%
Nein, des machts auch net besser
4
27%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
0
 
Keine Ahnung, keine Angabe
0
 

Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Ich mag den Hubert nicht. Der erzählt einfach zu viel populistischen Unsinn.


Aber mit der Aussage hat er absolut recht:

„Ich habe den Eindruck, ich soll politisch und persönlich fertiggemacht werden“.

... und das zu Recht :!:

Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Also wer hat das Flugblatt der SZ zugesteckt?
Ein ehemaliger Lehrer?
Ein ehemaliger Mitschüler?
Offensichtlich spielt der Zeitpunkt eine nicht unerhebliche Rolle.
Also wer?

Und sagt jetzt bitte nicht Söder selbst




Wer?
Warum jetzt?




Süddeutsche Zeitung hat geschrieben:Wenn der Eindruck nicht täuscht, war Erding wirklich ein gamechanger, einer dieser Momente, der alles in ein Davor und ein Danach teilt. Das sagt auch einer der Lehrer, der Mitglied war im Disziplinarausschuss, der Hubert Aiwanger wegen der Flugblätter bestraft hat. Damals, 1988, habe er selbst noch von einer „Jugendsünde“ gesprochen, sagt der Lehrer. Spätestens nach Aiwangers Rede bei der Erdinger Demo habe sich das aber geändert. Neulich, bei der Abi-Feier an Aiwangers früherem Gymnasium, habe der Direktor über Demokratie gesprochen – und Aiwanger namentlich als schlechtes Beispiel genannt. Daraufhin habe er den Direktor über die Vorfälle von vor 35 Jahren informiert, sagt der Lehrer. Dann meldete er sich bei der SZ. Und mehrere damalige Lehrer und Klassenkameraden bestätigten, was nun auch Aiwanger bestätigt hat:

flux
Goofy hat geschrieben:Aber mit der Aussage hat er absolut recht:

„Ich habe den Eindruck, ich soll politisch und persönlich fertiggemacht werden“.

... und das zu Recht :!:

Wenn du findest, dass jemand zu Recht "politisch und persönlich fertig gemacht" wird, solltest du noch darauf hinweisen, das Hass und Hetze freilich immer nur von den anderen verbreitet werden....


Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Goofy hat geschrieben:Aber mit der Aussage hat er absolut recht:

„Ich habe den Eindruck, ich soll politisch und persönlich fertiggemacht werden“.

... und das zu Recht :!:


Ernsthaft?

Dem fällt jetzt etwas auf die Füße, was er mit fast 18 Jahren angestellt hat (sei es als Hauptperson oder zumindest involviert). Und was da passiert ist, hat definitiv Implikationen für einen Politiker, der stellvertretender Ministerpräsident eines großen Bundeslandes ist. Es geht ja nicht um Klauen im Supermarkt oder dass er sich mal auf nem Bierfest geprügelt hätte.

Er hat von vornherein gegenüber der SZ die Aufklärung verweigert (drei Anfragen!), es dann mit der Wahrheit nicht so genau genommen, und schließlich mit Anwälten gedroht. Wie kommt man darauf, dass er "politisch und persönlich fertiggemacht" werden soll? Ich bin in Bayern wahlberechtigt, und ich danke der Süddeutschen auf Knien, dass sich jetzt jeder ein ganzheitliches Bild von Aiwanger machen kann. Wenn einen das Ganze nicht stört, dann meinetwegen, aber das ist eine Geschichte, die MUSS an die Öffentlichkeit. Damit keiner sagen kann, man habe ja von nichts gewusst.

Dass es viele Leute gibt, die von einem Sturz Aiwangers profitieren würden bzw. sich gerade diebisch freuen - ja, klar. Aber das ist erstens ein anderes Thema und zweitens immer so.

Ich bin ernsthaft verblüfft, dass diese Opfermasche tatsächlich verfängt.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Die Nebelkerzen, die da zum Teil gezündet werden, sind ebenfalls erstaunlich. Da war zunächst dieser Kommentar aus der NZZ von Wolfssohn (https://www.nzz.ch/meinung/aiwanger-die ... ld.1753267). Völlig aus der Hüfte geschossen, viele Fakten unbekannt oder gar falsch, dazu eine ganze Menge Verschwörungsgeschwurbel. Der Autor hält übrigens Folter im Kampf gegen Terrorismus für legitim, nur um den mal so ganz grob einzuordnen. Das war selbst für NZZ-Verhältnisse ein merkwürdiges Traktat, aber natürlich ein gefundenes Fressen für diejenigen, die sich nicht inhaltlich mit Aiwanger beschäftigen wollen.

Auch bei den Juristen schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen. Natürlich kommen sofort solche Untoten wie Ralf Höcker (nicht: Höcke) oder Joachim Steinhöfel aus ihren Löchern gekrochen. Letzterer vertritt mit dick aufgeblasenen Backen, dass die Paywall-Geschichte natürlich gegen den Pressekodex verstoßen würde. Weil man ja einem Delinquenten Gelegenheit geben muss, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Auf Hinweise auf LinkedIn, dass Aiwanger 3x Gelegenheit hatte, und woraus sich seine steile These denn ergeben würde (im Pressekodex findet sich dazu nix, und ob sich das aus der journalistischen Sorgfaltspflicht ableiten lässt, leuchtet - anders als bei der Möglichkeit der Stellungnahme - jedenfalls nicht unmittelbar ein) reagiert der natürlich pissig, klar. Finde ich auch irgendwie ulkig - einerseits dickhodig die Möglichkeit der Stellungnahme einzufordern, im eigenen Fall dann auf Nachfrage lieber doch keine weitere Begründung zu geben.

Oder Höcker: als der Spiegel titelte "Aiwangers Bruder gibt sich als mutmaßlicher Autor zu erkennen" fing der an im schönen Lehrerduktus zu schwadronieren, dass es "Aiwangers Bruder gibt sich als Autor zu erkennen" heißen müsste. Der Spiegel sei halt kein objektives journalistisches Medium (mehr). Ist von dem Vogel hochmanipulativ, weil das "zu erkennen geben" impliziert, dass der Aiwanger-Helmut wirklich der Täter war. Und auch wenn "mutmaßlich" in der Tat nicht ganz sauber ist, so gibt es zumindest zu erkennen, dass es hier einen Unsicherheitsfaktor gibt. [Richtig wäre natürlich: Aiwangers Bruder BEHAUPTET, der Autor zu sein]. Zudem geht es nicht um eine Anklageschrift, sondern um eine Überschrift in einem Internetartikel. Man muss schon wirklich kreativ sein, um hier Eskalationspotential zu finden.
Es gibt auf LinkedIn übrigens tatsächlich Juristen, die in diesem Kontext von einem "falschen Zitat" sprechen. In einem Fall mit dem schönen, brastigen "Davon rücke ich nicht ab!" Auf meinen Hinweis, dass das kein Zitat sei und man sich doch wohl zumindest auf juristische Erstsemestergrundlagen einigen könnte, hat er mich dann geblockt. :D

Es ist wirklich bemerkenswert, was von allen Seiten für Scheingefechte angezettelt werden, um sich ja nicht zu Aiwanger äußern zu müssen. Und viele Leute scheinen das von wegen "journalistisches Desaster" und "Schmierblatt" tatsächlich zu glauben. Das ist bedenklich. Aber es scheint zu klappen.
Zuletzt geändert von Tifferette am 1. September 2023 08:04, insgesamt 1-mal geändert.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)




muffinho
Tifferette hat geschrieben:
Goofy hat geschrieben:Aber mit der Aussage hat er absolut recht:

„Ich habe den Eindruck, ich soll politisch und persönlich fertiggemacht werden“.

... und das zu Recht :!:


Ernsthaft?

Dem fällt jetzt etwas auf die Füße, was er mit fast 18 Jahren angestellt hat (sei es als Hauptperson oder zumindest involviert). Und was da passiert ist, hat definitiv Implikationen für einen Politiker, der stellvertretender Ministerpräsident eines großen Bundeslandes ist. Es geht ja nicht um Klauen im Supermarkt oder dass er sich mal auf nem Bierfest geprügelt hätte.

Er hat von vornherein gegenüber der SZ die Aufklärung verweigert (drei Anfragen!), es dann mit der Wahrheit nicht so genau genommen, und schließlich mit Anwälten gedroht. Wie kommt man darauf, dass er "politisch und persönlich fertiggemacht" werden soll? Ich bin in Bayern wahlberechtigt, und ich danke der Süddeutschen auf Knien, dass sich jetzt jeder ein ganzheitliches Bild von Aiwanger machen kann. Wenn einen das Ganze nicht stört, dann meinetwegen, aber das ist eine Geschichte, die MUSS an die Öffentlichkeit. Damit keiner sagen kann, man habe ja von nichts gewusst.

Dass es viele Leute gibt, die von einem Sturz Aiwangers profitieren würden bzw. sich gerade diebisch freuen - ja, klar. Aber das ist erstens ein anderes Thema und zweitens immer so.

Ich bin ernsthaft verblüfft, dass diese Opfermasche tatsächlich verfängt.


So schauts aus. Er hätte gleich von Anfang an mit offenen Karten spielen sollen. Er war 16 oder 17, es gibt imho einen Grund für das Jugendstrafrecht, ein Minderjähriger ist in der Entwicklung halt noch nicht so gefestigt wie ein 22 jähriger. Daher hätte den Scheiß gleich von Beginn an zugegeben, ehrliche Reue gezeigt und damit argumentiert, dass jeder doch mal selbst nachdenken möge, wie man mit 17 so war und ob man auf alles stolz sein kann, dann hätte man vielleicht noch was retten können, wenn nicht sein Amt dann wenigstens seine Würde, je nach Reaktion der Verantwortlichen. So aber ist es halt nur wieder die übliche Salamischeiße, mit der Täter nur das zugeben, was sie nicht mehr leugnen können in der Hoffnung, damit irgendwie durchzukommen.


de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
jagdhuette hat geschrieben:Findest du?
Dann bin ich gespannt auf die linken Massenmedien, die nahezu täglich Lügen verbreiten und Menschen gegenseitig aufhetzen. Die Fakten verdrehen und abgesehen vom „spitzenmässigen Sportteil“ null Informationen bieten.



aber das steht doch garnicht in diesem Beitrag :?
Don't criticize what you can't understand

Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
Aiwanger inszeniert sich weiter als Opfer:
Er sprach erneut von einer von langer Hand geplanten Schmutzkampagne gegen ihn, „vielleicht, um die Grünen in die Landesregierung zu bringen“.

*Raun, raun*

Donald T. hat geschrieben:witch hunt

Nilkheimer
Halbdaggl
Jawohl, auch ich habe in meiner Jugend Scheiß“ gemacht. Jawohl, ich habe auch Mist gemacht.“ Und weiter: „Das Flugblatt war scheußlich, das ist nicht wegzudiskutieren.“


Was hat er wo gemacht? Warum? Wie lange? Wann kam die Einsicht, dass das Mist war? Kam sie abrupt oder was es ein Prozess? Warum hat ein CSU-Abgeordneter (!) im Landtag eine Rede vor ein paar Jahren noch als "rechtsextrem" empfinden können? Wo ist also die glaubhafte Abkehr von der Bräune und die überzeugende Ankunft in der Demokratie. Kann es letztere für jemanden überhaupt geben, der sich im Namen einer vermeintlichen Mehrheit die "Demokratie [von der tatsächlichen, nämlich der gewählt habenden Mehrheit] zurückholen" will? Ich würde das mal stark bezweifeln.
Aber das macht doch nichts.








Unter Westfalen
Benutzeravatar
Grasdaggl
Zur Causa Aiwanger, Hubert, interessiert mich, wie Söder wieder aus der Ecke herauskommt, in den ihn sein Spezi gestellt hat.

Also ich, wenn man mich fragen täte, würde ihn jetzt entlassen, mich die letzten Wochen bis zur Wahl ven den demokratischen Parteien tolerieren lassen, nach der Wahl mit der SPD eine große Koalition bilden, wenn es denn dazu reicht und aus der übernächsten Wahl mit 50%+X herausgehen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai



flux
Goofy hat geschrieben:Könntest du die entscheidenden Aussagen hier rein kopieren? ;)

Ich weiß nicht, ob diese Aussagen die entscheidenden sind. Mir gefallen sie aber am besten :
Wenn Sie was Sinnvolles machen wollen, müssen Sie als Arzt oder Bauingenieur in die Sahelzone, sich um Wasserversorgung und Krankenhäuser kümmern. Alles andere ist Katrin Göring-Eckardt. Man fliegt fürs Frühstücksfernsehen zu Flüchtlingen auf eine Insel nach Griechenland, zwei Tränchen, und ist abends wieder zu Hause. Folklore. Geschwafel. Geschwätz.

Wir sind eine Weltkirche von 1,2 Milliarden Katholiken. Es wird viel zu sehr aus deutscher Sicht gedacht.

Die Amtskirche verlassen, das ist für mich aber – ich sage es mit aller Liebe – so eine SPD-Geste. Man setzt ein Zeichen.

:mrgreen:

PS.: Noch eins extra für @jagdhuette

ZEIT: Können Sie die Kritik nachvollziehen, dass die Öffentlich-Rechtlichen zu links und grün seien?
Schmidt: Ja. Aber das kann man sich ja wegdenken. Ich höre nur die Meldung – und nicht, wenn der Moderator dann noch, nach einem Beitrag über ein Horrorflüchtlingslager, betroffen nickt und sagt: Schlimm. Meine Lieblingssprecherin ist Susanne Daubner: super Stimme, kein Zusatzkommentar, kein Zusatzblick, kein verschwörerisches Lächeln, einfach die Nachricht. Ich möchte die Meldung selber beurteilen.