Ja gut, für AC/DC und Genesis hat’s auch funktioniert. Bigly.
Aber Linkin Park fand ich eh immer blöd, sehe schon allein deswegen kein Problem. Dieses ganze Genre war irgendwie unnötig – gut dass wir’s eigentlich hinter uns haben. Und auch wenn es fies ist gegenüber Leuten, die die Musik damals berührt hat, finde ich, dass Linkin Park nie ein musikalisches Werk hatten, die haben Content produziert. Kann auch am Alter liegen, für mich war das immer Musik für Leute, die jünger sind als ich. Und auch an der Produktion: war mir immer zu glatt und zu glänzig, und der neue Song ist dafür auch ein gutes Beispiel.
Und wenn man nochmal ordentlich Zaster einladen möchte, dann nimmt man nach so einer Pause natürlich auch den alten Namen. Passt alles.
Allerdings muss man die Band nicht doof finden, um einen Sängertausch zu tolerieren: es kann auch gutgehen, wenn einem viel an so einer Band liegt. Zumal Chester Bennington keine einzigartige Stimme hatte – markant, aber nicht einzigartig – und er war auch nicht allein die treibende Kraft hinter der Band – das ist oft ausschlaggebender, möchte ich meinen.
Jedenfalls sehe ich sogar Alternativen für Sänger, die nicht zu ersetzen sind und deren Input weit über Singen hinausging bzw. hinausgeht:
Rage Against the Machine:
Smashing Pumpkins:
Alice in Chains:
Und – obwohl eigentlich Blasphemie – Tool:
Isch jetzt alles die selbe: vielleicht ist Sophia Urista eine im Labor gezüchtete Superfrau und musikalische Geheimwaffe, ich weiß es nicht. Aber als Beispiel taugt’s eh. Es gibt eine Menge wunderbare Musiker, Sänger vielleicht nicht wie Sand am Meer, aber es gibt sie.