1018 Beiträge

Nach der Wahl, was wäre die richtige Koalition?

CDU/SPD/FDP
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Grüne/CDU
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Grüne/SPD/FDP
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Grüne/SPD
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CDU/SPD/FDP/AfD
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Local Zero
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Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:Die linksgrünversifften Grünen in BaWü sind ja immer noch stramm konservativ im Vergleich zum Rest der Partei. Und so linksgrün ist der Cem jetzt nicht.
Ich habe auch nicht gesagt, dass er es wäre. Nur das er von vielen, verglichen mit Winnie, so wahrgenommen werden könnte. Und die meisten wählen - bzw in diesem Falle ja eher nichtwählen - halt immer noch eher mit dem Arsch Bauch und nicht mit dem Hirn.
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Grasdaggl
Local Zero hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:Dass wir uns nicht falsch verstehen, ich finde es richtig gut dass da endlich Schwung rein kommt. Und so eine Gesetzesänderung kann ja auch Dynamik bei den Behörden imitieren. Zum Beispiel dass das Bauamt digitalisiert wird und man Bauanträge digital einreichen kann. Was dann auch die Prüfung schneller machen würde.

Gut, dass man in BaWü da jetzt etwas ändert

Auch ein digitaler Bauantrag muss von Verwaltungspersonal auf seine Korrektheit überprüft werden. Ob sich ein zu bebauendes Grundstück oder umzubauendes Gebäude beispielsweise im unbeplanten Innenbereich befindet oder ob auf dem Areal bereits ein Bebauungsplan drauf legt, wird man sicherlich digital auf der Flurstückkarte hinterlegen können. Aber der Spaß fängt ja erst danach an. Liegt ein Bauvorhaben beispielsweise im unbeplanten Innenbereich oder handelt es sich um ein Mischgebiet, muss jemand prüfen, ob sich die zu überbauende Grundstücksfläche, die Bauweise, die baulichen Nutzung in die Eigenart der bereits vorhandenen baulichen Umgebung einfügt. Heißt im Zweifelsfall - wenn man nicht rein nach Aktenlage vom Schreibtisch aus entscheiden möchte: es muss da jemand rausfahren und nachgucken, ob die Umwandlung eines ehemaligen Friseursalons in ein Café überhaupt der Baunutzungsverordnung entspricht.

Dann muss es jemanden in der Verwaltung geben der weiß, ob der Gemeinderat in der Vergangenheit bereits einmal Ausnahmen für Baugenehmigungen erteilt hat, die laut Bebauungsplan oder allgemeinem Baurecht eigentlich nicht möglich waren (beispielsweise für so eine blöde einfache Sache wie die Dachneigung eines Carports). Denn wenn die Gemeinde auch nur ein einziges Mal eine solche Ausnahme genehmigt hat, muss sie das zukünftig auch allen anderen Bauantragstellern gewähren. Wenn es im Bauamt der Gemeinde niemanden gibt, der das weiß, dann muss Gemeinde in ihrem eigenen Archiv nachschauen. Kostet alles Zeit, kostet alles Personal, da hilft auch kein digitaler Bauantrag.

Danach musst du als Bauamtsleiter diesen Bauantrag in eine rechtssichere Beschlussvorlage für den Gemeinderat umformulieren. Und dieser Gemeinderat - der üblicherweise einmal im Monat tagt - entscheidet dann, ob er entscheidet oder nicht (also das Thema nicht vertagt, weil noch Beratungsbedarf besteht).

So absurd das klingen mag, aber: Eigentlich müsste man erst einmal Bürokratie aufbauen, um Planungsprozesse zu beschleunigen. Wenn ich unsere lokale Tageszeitung am Samstag aufschlage, dann finde ich dort seit Monaten immer wieder dieselben Stellenanzeigen. Hauptamt sucht Hauptamtsleiter, Bauamt sucht Bauamtsleiter, Kämmerei sucht Kämmerer und alle diese Ämter suchen obendrein das dazugehörige subalterne Verwaltungspersonal. Es tut sich nichts, die kriegen ihre Stellen einfach nicht besetzt. Und das muss auch niemanden wundern angesichts der Gehälter, die dort gezahlt werden, vergleicht man das mit dem, was man in der freien Wirtschaft für vergleichbare Tätigkeiten gezahlt bekäme. Die deutschen Verwaltungen werden seit mindestens zwei Jahrzehnten zu Tode gespart. Die reine Digitalisierung wird daran nichts ändern können. Und sie wird auch Planungsprozesse mehr nicht um das Maß beschleunigen, was viele sich davon träumen. Das geht nur, wenn die Behörde das notwendige Personal hat.

Vor zwei Wochen ist das neue Kommunalpanel der KfW erschienen:

Der Investitionsrückstand in deutschen Städten, Gemeinden und Landkreisen ist laut aktuellem KfW-Kommunalpanel 2025 weiter gewachsen – um fast 30 Milliarden Euro auf nunmehr 215,7 Milliarden Euro. Das bedeutet: Noch nie zuvor mussten Kommunen einen derart hohen Nachholbedarf bei der öffentlichen Infrastruktur vermelden. Besonders betroffen sind Schulen, Straßen und die Verkehrsinfrastruktur....Um die Situation zu bewältigen, planen die Kommunen für 2025 insgesamt 48 Milliarden Euro an Investitionen. Im Vorjahr waren es 47 Milliarden Euro, 2023 lag die Planung bei 43 Milliarden Euro. Allerdings werden nicht alle geplanten Investitionen auch umgesetzt. Im Jahr 2024 gaben die Kommunen dafür laut Hochrechnung lediglich 30 Milliarden Euro aus. „Für diese Differenz sind Investitionshemmnisse verantwortlich, die nicht unbedingt mit der Finanzlage zu tun haben. Dazu gehören etwa zu wenig Personal in den Bauämtern, komplexe Dokumentationspflichten oder lange Genehmigungsdauern“, sagt Difu-Projektleiter Dr. Christian Raffer.
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Grasdaggl
Es ist kaum zu glauben: Über 20 Jahre lang hat das Kultusministerium in Baden-Württemberg unwissentlich hunderte Lehrerstellen nicht besetzt, obwohl das Geld dafür im Haushalt eingeplant war. Der Grund sollen Programmierfehler im Personal- und Stellenprogramm der Kultusverwaltung im Jahr 2005 gewesen sein, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Kultus- und Finanzministeriums. "Diese Fehler blieben seither unbemerkt." Erst durch ein Update des Programms Dipsy vor gut einer Woche sei aufgefallen, dass derzeit 1.440 Lehrerstellen nicht besetzt sind - das sind immerhin 1,5 Prozent aller Stellen. Sowohl im Finanz- als auch im Kultusministerium kann man sich nicht erklären, warum das über die Jahre nicht auffiel.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wue ... n-100.html
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Grasdaggl
Also überdurchschnittlich?

Oder ist hier vielleicht der Median gemeint?

Hmmmm, wenn hier doch nur einer dieses Dings Mathematik beherrschen würde...
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.









Local Zero
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Grasdaggl
Biete Bürgerechte und liberale Demokratie, suche Wald:

Zwischen den Koalitionspartnern Grünen und CDU in Baden-Württemberg gibt es eine Einigung, was den Konfliktpunkt Polizeigesetz und die Anschaffung einer Recherche- und Analysesoftware für die Landespolizei des US-Unternehmens Palantir angeht. Die Software soll eingesetzt werden und die noch ausstehende Gesetzesänderung kommt, dies beschloss am Dienstag das Landeskabinett... Eine zweite Einigung im Kabinett hat indirekt mit dem Thema Polizeigesetz/ Palantir zu tun, weil auf der CDU-Seite verschiedene Abgeordnete in den vergangenen Tagen damit gedroht hatten, eine Verknüpfung im Konfliktfall herzustellen. Der weitere Fortgang der Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald mit der räumlichen Zusammenführung der beiden bisher getrennten Teile kann nun aber wie geplant stattfinden. Das Kabinett hat am Dienstag das Nationalparkgesetz beschlossen, es muss nun noch vom Parlament, voraussichtlich im Oktober, beschlossen werden. „Es ist alles sorgfältig und gut ausgehandelt in trockenen Tüchern“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

https://www.swp.de/baden-wuerttemberg/e ... 14615.html

Aber egal, was soll schon schief gehen? BaWü kann alles. Auch Software, wie das Bildungsministerium gerade bewiesen hat.
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Local Zero
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Grasdaggl
Die SZ sortiert das unter Panorama ein. :D Mei, wenn der Sproß vom Remstalrebellen mittenmang isch, dann liegt sie damit gar nicht so falsch:

An dem Streitgespräch gibt es viel Kritik, im Umfeld der Veranstaltung am Freitagabend sind mehrere Gegendemonstrationen angekündigt. Kritiker werfen Palmer vor, der AfD mit der Debatte unnötig eine Bühne zu bereiten. Palmer sieht das anders und hält die Strategie der Nichtbeachtung der Partei für gescheitert. „Doch über diesen Dissens in einer Sachfrage dürfen wir nicht übersehen, dass wir im Grundsatz einig sind. Denn unser gemeinsames Ziel ist klar – wir wollen Rechtsextreme und Verfassungsfeinde aus Tübingen fernhalten“, schreibt Palmer.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/um ... taboola_EM

Frage: Welche "Strategie der Nichtbeachtung" genau meint der Palmer jetzt? Und: Für wie viele Strohmänner reicht der Rohstoff in seinem Kopf noch aus?
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Grasdaggl
ACHTUNG, WICHTIG! UNBEDINGT BEACHTEN!!:

Die Stuttgarter CDU-Politikerin Susanne Wetterich möchte nicht, dass in der Öffentlichkeit verbreitet wird, dass sie sich mal in der/für die maoistische KPD-AO, der Kommunistische Partei Deutschlands (Aufbauorganisation), engagiert hat und für die Roten Khmer und Kambodschas Diktator Pol Pot Geld "habe sammeln wollen".

Also, haltet Euch bitte daran.

Und Wikipedia: Pfui, schäm Dich.

Und Du, Stuttgarter Zeitung/Nachrichten, Du vollkommen rückgratloses und vollends vor die Hunde verlagsmanagerte Schmierenblatt ohne Relevanz und Inhalt, erst recht.

https://www.kontextwochenzeitung.de/ges ... 10483.html
Zuletzt geändert von Local Zero am 8. Oktober 2025 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
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