Tifferette hat geschrieben:...und wie willst Du als Politiker Preise senken, wenn nicht durch Mehrwertsteuersenkungen?

Seit spätestens Ludwig Erhard entscheidet nicht mehr der Staat über die Preise - zum Glück für alle.
Ob eine MwSt.-Senkung also den Konsumenten oder das Unternehmen entlastet, hängt von der Preissensitivität ab und nicht von den Wünschen der Politiker. In sensitiven Bereichen (Tankstellen z.B.) wird der Entlastungsbetrag vmtl. weitergegeben, in eher unempfindlichen (Gärtnereien z.B.

) wohl nicht.
Da kann die Regierung kommunizieren, was sie will, darüber entscheidet der Markt. Bei der Senkung für die Gastronomen hieß es ja noch, dies diene der Stärkung der Solvenz, jetzt ist`s mitmal der Verbraucher, der profitieren soll.
Wie auch immer, aus makroökonomischer Sicht wäre ein Verbleib bei den Unternehmen zu bevorzugen, denn die benötigen Geld zum investieren, während der Konsument gerade sowieso extrem sparsam ist (Sparquote bei 20% von 12%, so hoch wie ewig nicht). Unter dem Kopfkissen nutzt es der Konjunktur nämlich nichts.
Grundsätzlich finde ich die Entscheidungen von heute gut, zum ersten Mal seit langer, langer Zeit. Sowohl die Entlastung für Starkverbraucher, vor allem Familien, als auch die Ablehnung von subventionierten Autokäufen. Vielleicht haben sie ja doch was gelernt von der Abwrackprämie 2009.