28667 Beiträge

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Cantona hat geschrieben:https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/ig-metall-chef-es-steckt-zu-wenig-industriepolitik-drin-16799847.html

Diese temporaere Mwst.-Senkung aus meiner Sicht nicht zielfuehrend.

Ganz zu schweigen davon, was fuer ein riesiger administrativer Aufwand in den Rechnungswesen-Abteilungen dieser Republik entsteht.


Bin mal gespannt, ob der Verbraucher auch was spürt oder ob es läuft wie mit den Hygiene Artikeln für Damen
Don't criticize what you can't understand

CoachingZone
Halbdaggl
Bin ich der einzige, der die Mehrwertsteuersenkung nicht für den Kunden, sondern für die Firmen, Handwerker, etc. gedacht sieht, damit diese ihre Umsatzausfälle aus dem Lockdown ein wenig ausgleichen können?
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -




muffinho
Nice Weather hat geschrieben:In Atlanta ist ein weißer Polizist in einen Hinterhalt geraten und einem schwarzen Mob anheimgefallen:



Sofort die Seals rufen, Donny muss da tough sein!

muffinho
Nice Weather hat geschrieben:Thema Schulsport:



Das habe ich in meiner Aufzählung völlig vergessen, Lehrer die während des Unterrichts verdeckt Waffen tragen, um potentielle Attentäter abzuschrecken. Sollte besser gleich ein Abrams auf dem Parkplatz stehen, das wirkt viel abschreckender!

Flache9
CoachingZone hat geschrieben:Bin ich der einzige, der die Mehrwertsteuersenkung nicht für den Kunden, sondern für die Firmen, Handwerker, etc. gedacht sieht, damit diese ihre Umsatzausfälle aus dem Lockdown ein wenig ausgleichen können?


Das ist ein Konjunkturpaket. Die Kunden sollen Geld ausgeben und das ist ein Anreiz !
Zumindest versteh ich das so.

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
CoachingZone hat geschrieben:Bin ich der einzige, der die Mehrwertsteuersenkung nicht für den Kunden, sondern für die Firmen, Handwerker, etc. gedacht sieht, damit diese ihre Umsatzausfälle aus dem Lockdown ein wenig ausgleichen können?

Nö, bist Du nicht. Und klar, das gehört zusammen. Bin gerade positiv gestimmt, da wir für den Juli umfangreiche Gartenarbeiten beauftragen wollen. Da fallen 3% durchaus ins Gewicht.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette hat geschrieben:für den Juli umfangreiche Gartenarbeiten beauftragen wollen


Einen Landschaftsgärtner für Juli? Welches Jahr? Gut, vielleicht kannst im Voraus bezahlen, wegen der drei Prozent.

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
CoachingZone hat geschrieben:Bin ich der einzige, der die Mehrwertsteuersenkung nicht für den Kunden, sondern für die Firmen, Handwerker, etc. gedacht sieht, damit diese ihre Umsatzausfälle aus dem Lockdown ein wenig ausgleichen können?


fragte ich mich auch...wenn es so gedacht ist, weiß man wenigstens, dass man keine Preissenkungen zu erwarten hat. Sollte vielleicht dann aber auch so kommuniziert werden.

Konsum anheben, was ja ein großes Ziel des Konjunkturpakets ist, erreicht man aber eher, wenn die Preise sinken
Don't criticize what you can't understand

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Nönö, denen sind (jedenfalls hier) massiv die Lieferketten und Terminpläne zusammengebrochen. Für eine andere Sache hatten wir einen Termin für Mitte Juni, und dann klingelte kurz vor Ostern das Telefon: "Herr Tiffi, können wir auch übermorgen anfangen?" Die haben lange Zeit keine Materialien (da kommt sehr viel aus China und Italien) bekommen und mussten häufig auf andere Handwerker warten, weil die mit den Terminen auch nicht hinterhergekommen sind. Riesige Dachterrasse in Bogenhausen (nicht wir), zwei Wochen Vollzeit eingeplant, aber der Schlosser war erkrankt und konnte die Vorarbeiten nicht machen.

Das für Juli in Rede stehende Gewerk ist zudem überwiegend Arbeiten an Mauerwerk und Putz im Garten, das muss ich präzisieren.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:
CoachingZone hat geschrieben:Bin ich der einzige, der die Mehrwertsteuersenkung nicht für den Kunden, sondern für die Firmen, Handwerker, etc. gedacht sieht, damit diese ihre Umsatzausfälle aus dem Lockdown ein wenig ausgleichen können?


fragte ich mich auch...wenn es so gedacht ist, weiß man wenigstens, dass man keine Preissenkungen zu erwarten hat. Sollte vielleicht dann aber auch so kommuniziert werden.

Konsum anheben, was ja ein großes Ziel des Konjunkturpakets ist, erreicht man aber eher, wenn die Preise sinken

...und wie willst Du als Politiker Preise senken, wenn nicht durch Mehrwertsteuersenkungen?

:?:
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Neenee, andersrum. Wir entsiegeln uns hier die Finger blutig. Es summt und brummt an (aus?) allen Ecken.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Flache9
Also ich verstehe das als Preissenkung.

Wenn etwas netto 1000,00- € = 1190,00 Brutto gekostet hat, soll es nach der Senkung der MwSt.
1160,00 € kosten.
Der Händler hat die gleiche Marge und kann dadurch seinen Abverkauf steigern.

Wenn der Preis gleich bleibt, wird der Kunde auch keinen grossen Anreiz verspüren.

Bücherwurm
Benutzeravatar
Lombaseggl
Tiffi,

dein Handwerker nimmt, angenommen, 50 € die Stunde., plus USt., das waren bisher dann 59,50 €;
jetzt 58,00 €!
Erscheint es nicht möglich, dass er eben jetzt netto 52,- € ansetzt; dann hat er mit 16 % oberdrauf brutto sogar ä bissle mehr und netto mehr verdient?
Klar, es ist nur ein Durchlaufbetrag, an sich könnte es ihm egal sein, aber.......

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Tifferette hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:
CoachingZone hat geschrieben:Bin ich der einzige, der die Mehrwertsteuersenkung nicht für den Kunden, sondern für die Firmen, Handwerker, etc. gedacht sieht, damit diese ihre Umsatzausfälle aus dem Lockdown ein wenig ausgleichen können?


fragte ich mich auch...wenn es so gedacht ist, weiß man wenigstens, dass man keine Preissenkungen zu erwarten hat. Sollte vielleicht dann aber auch so kommuniziert werden.

Konsum anheben, was ja ein großes Ziel des Konjunkturpakets ist, erreicht man aber eher, wenn die Preise sinken

...und wie willst Du als Politiker Preise senken, wenn nicht durch Mehrwertsteuersenkungen?

:?:


ich bin ja kein Politiker, also sehe ich zumindest mal keine andere chance...aber nur drauf hoffen, dass es der Handel ect...umsetzt...gibt es keine andere Handhabe?
Siehe halt die Hygiene-Artikel...da wurde der Zweck der Reduktion überhaupt nicht erreicht; im Gegenteil

wenn es so nicht klappt, dann halt mehr über Konsumgutscheine (wie die Kinderprämie, die ich super finde)?
Denke mal Ideen gibt es genug
Don't criticize what you can't understand

Eine Anschaffung zum Preis von 1190 ist für mich das selbe wie 1160. Es sei denn ich mache das zweimal die Woche. Für den Händler wäre das eher ein Anreiz, den Preis unter 1100 zu tun und dann mehr Volumen = mehr Umsatz. Ich denke so funktioniert’s im Einzelhandel, oder nicht.

AxelKruse_FG
Granadaseggl
Tifferette hat geschrieben:...und wie willst Du als Politiker Preise senken, wenn nicht durch Mehrwertsteuersenkungen?

:?:


Seit spätestens Ludwig Erhard entscheidet nicht mehr der Staat über die Preise - zum Glück für alle.
Ob eine MwSt.-Senkung also den Konsumenten oder das Unternehmen entlastet, hängt von der Preissensitivität ab und nicht von den Wünschen der Politiker. In sensitiven Bereichen (Tankstellen z.B.) wird der Entlastungsbetrag vmtl. weitergegeben, in eher unempfindlichen (Gärtnereien z.B. :mrgreen: ) wohl nicht.

Da kann die Regierung kommunizieren, was sie will, darüber entscheidet der Markt. Bei der Senkung für die Gastronomen hieß es ja noch, dies diene der Stärkung der Solvenz, jetzt ist`s mitmal der Verbraucher, der profitieren soll.

Wie auch immer, aus makroökonomischer Sicht wäre ein Verbleib bei den Unternehmen zu bevorzugen, denn die benötigen Geld zum investieren, während der Konsument gerade sowieso extrem sparsam ist (Sparquote bei 20% von 12%, so hoch wie ewig nicht). Unter dem Kopfkissen nutzt es der Konjunktur nämlich nichts.

Grundsätzlich finde ich die Entscheidungen von heute gut, zum ersten Mal seit langer, langer Zeit. Sowohl die Entlastung für Starkverbraucher, vor allem Familien, als auch die Ablehnung von subventionierten Autokäufen. Vielleicht haben sie ja doch was gelernt von der Abwrackprämie 2009.


de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Bücherwurm hat geschrieben:Tiffi,

dein Handwerker nimmt, angenommen, 50 € die Stunde., plus USt., das waren bisher dann 59,50 €;
jetzt 58,00 €!
Erscheint es nicht möglich, dass er eben jetzt netto 52,- € ansetzt; dann hat er mit 16 % oberdrauf brutto sogar ä bissle mehr und netto mehr verdient?
Klar, es ist nur ein Durchlaufbetrag, an sich könnte es ihm egal sein, aber.......


das könnte ich mir auch vorstellen.
hab bei uns auch kaum Handwerker vernommen, die jetzt mehr Luft hätten oder Auftragseinbrüche.
Aber das ist ja nur eine geringe Schnittmenge
Don't criticize what you can't understand

AxelKruse_FG
Granadaseggl
Nice Weather hat geschrieben:Eine Anschaffung zum Preis von 1190 ist für mich das selbe wie 1160. Es sei denn ich mache das zweimal die Woche. Für den Händler wäre das eher ein Anreiz, den Preis unter 1100 zu tun und dann mehr Volumen = mehr Umsatz. Ich denke so funktioniert’s im Einzelhandel, oder nicht.


Nein, so funktioniert es genau nicht. Wenn der Preis vorher bei genau 1190 lag, dann lag er deshalb genau da, weil zu diesem Preis der größte Umsatz gemacht wurde. Warum? Dieses Gleichgewicht hat sich eben irgendwann eingestellt. Durch Marktanalyse, zur Not durch Versuch und Irrtum. Wenn der Händler aber 1190 verlangen kann, weshalb sollte er seine Ware dann aber für 1100 abgeben? Deine Überlegung führt nicht zu mehr Volumen, sondern zu weniger Umsatz bei gleichen Kosten -> weniger Gewinn.

Kann man schon machen, wenn man will.

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
...vorausgesetzt, dass sich das Marktumfeld nicht ändert. Und das tut es gerade, durch den Einfluss von Corona, weniger Kaufkraft durch erhöhte ARbeitslosigkeit/Kurzarbeit, geringerer Steuersatz, etc. Der Preis ist ja kein statisches, in Stein gemeißeltes Dingens.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Bücherwurm hat geschrieben:Tiffi,

dein Handwerker nimmt, angenommen, 50 € die Stunde., plus USt., das waren bisher dann 59,50 €;
jetzt 58,00 €!
Erscheint es nicht möglich, dass er eben jetzt netto 52,- € ansetzt; dann hat er mit 16 % oberdrauf brutto sogar ä bissle mehr und netto mehr verdient?
Klar, es ist nur ein Durchlaufbetrag, an sich könnte es ihm egal sein, aber.......


Kann sein. Manche werden es machen, andere nicht. Empirische STudien geben wohl beides her (also: teilweise wird weitergegeben, teilweise nicht). Der Regierung dürfte in diesem Fall beides Recht sein. Entweder der Bruttopreis geht runter, dann hat der Kunde mehr im Säckel für andere Dinge. Oder der Bruttopreis bleibt gleich, dann hat der Handwerker mehr im Säckel (und das ist ja nicht notwendigerweise eine exorbitante Steigerung des Gewinns). Das ist ja das "Schöne" an den Mehrwertsteueränderungen - es ist eine Gießkanne.

Schöne, kleine Auslegungsfrage übrigens: jetzt nehmen wir mal an, der Handwerker hat auf Grundlage Deines Stundensatzes von EUR 50,- ein Angebot erstellt, Nettobetrag gesamt EUR 2.000,-. Dieses Angebot nehme ich an. Dann kommt die Steuersenkung. Bezieht sich die Einigung und damit der Vertrag nun auf den alten Endbetrag X oder auf den alten Nettostundensatz Y? Oder anders rum - kann das Handwerkerle den Differenzbetrag einstreichen oder nicht? Hach ja, schön.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)