Ich befürchte bloß, du wirst kein Bäbber in den Impfpass kriegen.


Unter Westfalen hat geschrieben:schwaebi hat geschrieben:Hier in Esslingen 2G mit Zaun. Weiß gar nicht ob ich hin soll...
Heute Abend hätte ich Theaterkarten. Lass ich sausen, momentan ist mir das zu kuschelig. Alles blöd.
Bei Theater habe ich wirklich die geringsten Bedenken.
Werde morgen im Requiem niemanden umhalsen oder ins Gesicht husten. Und beim Dies Irae auch nicht aufspringen, um der Apokalypse zu entrinnen. Wir werden uns auch nicht direkt vor den Chor setzen. Und natürlich über die gesamte Dauer des Konzerts die Maske aufbehalten.
Die werden eh ein Distanzkonzept haben.
publicenemy hat geschrieben:So langsam werden es Coronare Implosionen. Dass das Gesundheitssystem an seine Grenzen stößt, hätte ich nicht gedacht.

Goofy hat geschrieben:Sarah Wagenknecht schlägt vor, bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und eine Wiedereinstiegsprämie von 20 000€.
Das würde die Probleme lösen und dann wäre es auch ok, wenn sich weniger Leute impfen lassen, und die nicht geimpften sollten gleichgestellt sein mit geimpften Leuten. Meint sie.
"Als Arzt muss ich ein Vertrauensverhältnis zu den Patienten haben, und wenn der Patient meine Therapieempfehlung nicht wahrnehmen will, dann kann ich ihn nicht behandeln, und er muss eben zu einem anderen Arzt", sagt er und begründet so seinen Schritt.
(...)
Der andere Punkt ist natürlich der Schutz seiner anderen Patienten und seiner Mitarbeiter. Viele seiner Patienten seien älter und hätten Vorerkrankungen. Auch litten seine Patienten unter den vollen Krankenhäusern. Die dringend notwendige Operation eines Blasenkrebspatienten wird seit geraumer Zeit immer wieder verschoben, weil das Kemptener Klinikum überlastet ist. Und wieder benutzt Offenberger die Formulierung: "Das kann ich nicht mehr verantworten."

Unter Westfalen hat geschrieben:Wieder ein schönes Beispiel für die normative Kraft des Faktischen.
Iron, übernehmen sie.
Fair.![]()

RedBlues hat geschrieben:Das Problem ist doch, dass die Menschen im Gesundheitssystem nicht nur zum Teil übersichtlich bezahlt werden und dabei suboptimale Arbeitszeiten haben, sie haben dazu auch noch das Gefühl, dass nicht alle in diesem Land am gleichen Strang ziehen um auch ihr Leben einfacher zu machen.
Übertragen auf die Wirtschaft als Beispiel.
Am Ende einer Produktionslinie steht ein Mensch der für die Qualitätskontrolle zuständig ist. Der gibt sich ganz viel Mühe der ganze Schrott der bei ihm ankommt auszusortieren, rödelt wie blöd, macht regelmäßig Verbesserungsvorschläge, dass die Qualität in der Produktion erhöht wird, doch es ändert sich einfach nichts. Von Tag zu Tag sortiert er mehr Schrott aus und er bekommt zunehmend das Gefühl, dass er nicht ernst genommen wird, dass man seine Arbeit nicht wertschätzt. Irgendwann hat der halt die Schnauze voll und sucht sich nach einem anderen Job.
Ähnlich verhält es sich doch gerade in unseren Krankenhäusern. Die schuften sich dort alle den Arsch ab, ohne Aussicht auf Besserung. Niemand tut was um ihnen die Arbeit zu erleichtern. Im Gegenteil, selbst Menschen die ihre Hilfe benötigen sind uneinsichtig und unfreundlich.
Denen die noch da sind mehr Geld zu zahlen ändert an den Arbeitsbedingungen nichts. Ändert an der Überlastung nichts. Gut Mittelfristig gibt es mehr die diesen aktuell beschissenen undankbaren Job ausüben möchten. Das einzige was imho hilft ist, den Zufluss an immer neuen Patienten zu verringern, das muss die Politik asap umsetzen.
Für die Mitarbeiter in Krankenhäusern wird nur eines auf absehbare Zeit die Arbeitsbedingungen verbessern, eine allgemeine Impfpflicht und konsequente Konatktbeschränkungen
killroy hat geschrieben:Lese zum ersten Mal, dass jemand so schnell und plötzlich an COVID stirbt.
higgi hat geschrieben:Nein keine Vorerkrankung, paar Kilo zu viel auf den Rippen, er ist grad 61 geworden, hatte nur noch davon gesprochen wie sehr er sich auf die Rente freut.
Ich weis nicht ob er geimpft war.
Edit: Das mit den Vorerkrankungen nehm ich zurück. Er hat es mir gegenüber jedenfalls nie erwähnt dass er ein ernsthaftes Leiden hätte, wissen tu ich es aber nicht.