2114 Beiträge

Wie ist eure Meinung zur Corona-Impfung?

Vollständig geimpft (außer J&J)
37
86%
Vollständig geimpft (J&J)
1
2%
Einmal geimpft (außer J&J)
2
5%
Ersttermin in Aussicht
0
 
Kein Ersttermin in Aussicht
1
2%
Genesen und geimpft
2
5%
Genesen und Impftermin in Aussicht
0
 
Einmal geimpft aber aufgrund heftiger Reaktion keine Zweitimpfung möglich (außer J&J)
0
 
Aufgrund einer Krankheit kann ich mich nicht impfen lassen, würde es aber gern
0
 
Impfgegner oder "Wenn sich alle anderen impfen lassen, muss ich es nicht tun"
0
 



Iron
Grasdaggl
higgi hat geschrieben:
Gesundheitsminister beschließen Ende der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte
Wer als Ungeimpfter in Quarantäne muss, erhält ab 1. November keine finanzielle Unterstützung vom Staat. Darauf haben sich Gesundheitsminister von Bund und Ländern geeinigt.


Na wenn das die Querdenker nicht in die Knie zwingt, was dann?


Der Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bleibt allerdings bestehen.

Wer sich bewusst nicht impfen lässt, obwohl es keine medizinischen Hindernisse dafür gibt und durch die Impfung eine Quarantäne hätte vermeiden können, hat bei einer Quarantäne keinen Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung

Frank N Furter
Dass die Zahlen jetzt sinken, liegt kurioser Weise auch an der Effektivität der Delta-Variante.

Hintergrund: Der Umstand, dass die Delta Variante so hoch ansteckend ist, bedeutet auch, dass das Corona-Virus kaum noch einen Mutationsdruck verspürt. Das Virus will ja nicht krankmachen, sondern sich vermehren und überleben. Evolution Basismodus, eben. Und da die Delta-Variante sich bei Gesunden und Kranken nahezu gleichermaßen replizieren kann, ist es "zufrieden" mit der Situation.

Weiterhin: Wir haben jetzt 63% Geimpfte - so genau weiß es ja dann leider kaum jemand. Was leider so gut wie nie gesagt wird, wenn pauschal über die Ungeimpften hergezogen wird: Nicht wenige (jüngere) Ungeimpfte hatten ja schon Corona. Natürlich ist deren Motivation sich jetzt noch on top impfen zu lassen gering. Bei diesen Leuten dürfte der Nutzen einer Impfung dann tatsächlich auch nicht mehr die Risiken übersteigen. Wer will denn diesen Leuten eigentlich ernsthaft einen Vorwurf machen?

Fazit: Offensichtlich ist es jetzt einfach so, dass in vielen Ländern, so vielleicht auch bei uns, tatsächlich die Herdenimmunität erreicht wurde. Wir könnten z.B. ohne Weiteres auf 80+x% Geimpfte + Genese im Moment kommen. Wenn dann das Virus auch kaum noch Potential besitzt sich durch weiteres Mutieren noch besser replizieren zu können, verliert die Pandemie an Fahrt.

Die Pandemie hört allerdings ja nicht wirklich auf. Das Virus wird immer mal wieder aufflammen. Wenn Spahn sagt, dass er nicht damit rechnet, dass es im Frühjahr 2022 zu einer neuen Welle kommt, halte ich das nicht für so wahnsinnig POLITISCH geschickt. Denn im Moment wissen wir ja noch gar nicht, wie lange die ersten geimpften, älteren Vulnerablen von der Impfung profitieren. Das sollten wir schon noch herausfinden, bzw. vorsorglich in jedem Fall die Dritte Impfung durchführen. Es wäre nämlich extrem unangenehm, wenn wir dann im Frühjar 2022 von einer Welle innerhalb der Vulnerablen in den Alten- und Pflegeheimen erwischt würden und der ganze Lockdown-Spaß damit am Ende ad Absurdum geführt werden würde.

Spielgerät
Benutzeravatar
Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Die Pandemie hört allerdings ja nicht wirklich auf. Das Virus wird immer mal wieder aufflammen. Wenn Spahn sagt, dass er nicht damit rechnet, dass es im Frühjahr 2022 zu einer neuen Welle kommt, halte ich das nicht für so wahnsinnig POLITISCH geschickt. Denn im Moment wissen wir ja noch gar nicht, wie lange die ersten geimpften, älteren Vulnerablen von der Impfung profitieren. Das sollten wir schon noch herausfinden, bzw. vorsorglich in jedem Fall die Dritte Impfung durchführen. Es wäre nämlich extrem unangenehm, wenn wir dann im Frühjar 2022 von einer Welle innerhalb der Vulnerablen in den Alten- und Pflegeheimen erwischt würden und der ganze Lockdown-Spaß damit am Ende ad Absurdum geführt werden würde.


POLITISCH ist es durchaus geschickt. Der CDU-Gesundheitsminister verkündet vor der Wahl die frohe Botschaft. Sollte es (nach der Wahl) anders kommen ... so what
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."


Frank N Furter
Spielgerät hat geschrieben:POLITISCH ist es durchaus geschickt. Der CDU-Gesundheitsminister verkündet vor der Wahl die frohe Botschaft. Sollte es (nach der Wahl) anders kommen ... so what


Selbst wenn Armin Laschet die Hüllen fallen ließe und Jesus Christus persönlich käme daraus hervor und Spahn wäre der Erzengel Gabriel, lieber schmore ich ewig in der Hölle, als die CDU zu wählen. :mrgreen:

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Frank N Furter hat geschrieben:Dass die Zahlen jetzt sinken, liegt kurioser Weise auch an der Effektivität der Delta-Variante.

Hintergrund: Der Umstand, dass die Delta Variante so hoch ansteckend ist, bedeutet auch, dass das Corona-Virus kaum noch einen Mutationsdruck verspürt. Das Virus will ja nicht krankmachen, sondern sich vermehren und überleben. Evolution Basismodus, eben. Und da die Delta-Variante sich bei Gesunden und Kranken nahezu gleichermaßen replizieren kann, ist es "zufrieden" mit der Situation.

Weiterhin: Wir haben jetzt 63% Geimpfte - so genau weiß es ja dann leider kaum jemand. Was leider so gut wie nie gesagt wird, wenn pauschal über die Ungeimpften hergezogen wird: Nicht wenige (jüngere) Ungeimpfte hatten ja schon Corona. Natürlich ist deren Motivation sich jetzt noch on top impfen zu lassen gering. Bei diesen Leuten dürfte der Nutzen einer Impfung dann tatsächlich auch nicht mehr die Risiken übersteigen. Wer will denn diesen Leuten eigentlich ernsthaft einen Vorwurf machen?

Fazit: Offensichtlich ist es jetzt einfach so, dass in vielen Ländern, so vielleicht auch bei uns, tatsächlich die Herdenimmunität erreicht wurde. Wir könnten z.B. ohne Weiteres auf 80+x% Geimpfte + Genese im Moment kommen. Wenn dann das Virus auch kaum noch Potential besitzt sich durch weiteres Mutieren noch besser replizieren zu können, verliert die Pandemie an Fahrt.

Die Pandemie hört allerdings ja nicht wirklich auf. Das Virus wird immer mal wieder aufflammen. Wenn Spahn sagt, dass er nicht damit rechnet, dass es im Frühjahr 2022 zu einer neuen Welle kommt, halte ich das nicht für so wahnsinnig POLITISCH geschickt. Denn im Moment wissen wir ja noch gar nicht, wie lange die ersten geimpften, älteren Vulnerablen von der Impfung profitieren. Das sollten wir schon noch herausfinden, bzw. vorsorglich in jedem Fall die Dritte Impfung durchführen. Es wäre nämlich extrem unangenehm, wenn wir dann im Frühjar 2022 von einer Welle innerhalb der Vulnerablen in den Alten- und Pflegeheimen erwischt würden und der ganze Lockdown-Spaß damit am Ende ad Absurdum geführt werden würde.


:prost: :nod:
Don't criticize what you can't understand



Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Gibts des hat geschrieben:Sind wir uns eigentlich wirklich sicher, dass die Verweigerung einer Lohnfortzahlung bei Quarantäne-bedingtem Fehlen (ohne Covid-Diagnose, denn da
Gibt’s die
LFZ nämlich widder) für Ungeimpfte verfassungsrechtlichen Überprüfungen stand hält?
Schon werden erste Stimmen (z.B. Der Journalist der Augsb. Allgemein. Im MoMa), die eine Beteiligung an den Behandlungskosten fordern. So einleuchtend das im ersten Moment klingt...
...hä? Wo ist die Beteiligung der Raucher oder Trinker oder abgestürzten an deren Kosten :?: :idea:

Ja, das wird spannend. Der Vergleich mit dem Rauchen und Saufen zieht aus meiner Sicht nur so halb. Da müsste man erstens seinen Lebensstil ändern, das muss man bei ner Impfung nicht (zwei Piekser reichen). Und zweitens hat man bei Corona einen klaren Anhaltspunkt, nämlich die behördlich verhängte Quarantäne. Das gibt es ja sonst auch nicht.

Rechtlich wird das spannend. Sehr einleuchtend fand ich die Argumentation des bayerischen Gesundheitsministers (jaja, ich war auch überrascht :shock: ) - Lohnfortzahlung wird generell nicht gewährt, wenn der Betreffende zumutbare Maßnahmen zur Verhinderung der Arbeitsunfähigkeit nicht getroffen hat. Und eine empfohlene Impfung ist zumutbar. Wenn sich das so lösen ließe, dann wäre es ziemlich elegant.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:Spiegel zitiert hingegen:

»Wenn keine neue Virusvariante auftaucht, gegen die eine Impfung nicht schützt, was sehr unwahrscheinlich ist, dann haben wir die Pandemie im Frühjahr überwunden und können zur Normalität zurückkehren«,


Das ergibt im Kontext dann schon mehr Sinn.


Das ist doch gleichbedeutend mit

Wenn eine neue Virusvariante auftaucht, gegen die eine Impfung nicht schützt, was sehr wahrscheinlich ist, dann haben wir die Pandemie im Frühjahr überwunden und können zur Normalität zurückkehren.


Das wäre Unsinn. Warum zur Normalität, wenn es neue, gefährliche Varianten gibt?
Was will er uns sagen?

Und das “nicht“ muss grammatikalisch ja stehen bleiben. Sonst wärs inhaltlich ja völlig anders und noch unsinniger.

Oder ist auch das falsch zitiert?


Plan B
Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:
Gibts des hat geschrieben:Sind wir uns eigentlich wirklich sicher, dass die Verweigerung einer Lohnfortzahlung bei Quarantäne-bedingtem Fehlen (ohne Covid-Diagnose, denn da
Gibt’s die
LFZ nämlich widder) für Ungeimpfte verfassungsrechtlichen Überprüfungen stand hält?
Schon werden erste Stimmen (z.B. Der Journalist der Augsb. Allgemein. Im MoMa), die eine Beteiligung an den Behandlungskosten fordern. So einleuchtend das im ersten Moment klingt...
...hä? Wo ist die Beteiligung der Raucher oder Trinker oder abgestürzten an deren Kosten :?: :idea:

Ja, das wird spannend. Der Vergleich mit dem Rauchen und Saufen zieht aus meiner Sicht nur so halb. Da müsste man erstens seinen Lebensstil ändern, das muss man bei ner Impfung nicht (zwei Piekser reichen). Und zweitens hat man bei Corona einen klaren Anhaltspunkt, nämlich die behördlich verhängte Quarantäne. Das gibt es ja sonst auch nicht.

Rechtlich wird das spannend. Sehr einleuchtend fand ich die Argumentation des bayerischen Gesundheitsministers (jaja, ich war auch überrascht :shock: ) - Lohnfortzahlung wird generell nicht gewährt, wenn der Betreffende zumutbare Maßnahmen zur Verhinderung der Arbeitsunfähigkeit nicht getroffen hat. Und eine empfohlene Impfung ist zumutbar. Wenn sich das so lösen ließe, dann wäre es ziemlich elegant.


Bzgl. des bayrischen Gesundheitsministers. Der ist ja aktuell Vorsitzender der entsprechenden Ministerkonferenz und ja. Jedes mal wenn er was sagt, scheint das auf eine fundierten Grundlage abzulaufen. In der CSU gibt es also tatsächlich auch noch Kompetentere als Andi Scheuer.
Prinzipiell halte ich ihn sogar für das entsprechende Ministerium auf Bundesebene geeignet.
Grundsätzlich möchte ich aber für die nächsten vier Jahre keine Schwarzen in Regierungsverantwortung.
Carpe diem.







Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
Hm? „Lebensstil“ mag salopp rübergekommen sein, aber so wie ich es verstanden habe, ergibt das schon Sinn: Da man bei Rauchen / Alkohol eben sein(en) Leben(sstil) ändern müsste, würde einem da deutlich mehr abverlangt als zwei Impf-Piekse. Das ist nicht so einfach machbar. Dementsprechend werden kranke Raucher / Trinker auch weiter unterstützt und der Vergleich passt nicht.

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Gibts des hat geschrieben:Im übrigen gratuliere ich dir, Tifferette, dass du offenbar nicht mit Alkoholismus oder anderen Suchterkrankungen in Berührung gekommen bist. Raucht wirklich niemand in deinem Bekanntenkreis? Sonst wüsstest du, dass „seinen Lebensstil ändern“ ziemlich deutlich am Kern von so etwas vorbeigeht. :roll:


Was soll der Quatsch? Da kommt schon einiges an Fantasie zusammen, um aus meinem Beitrag so etwas herauszulesen.

Aber wenn Du schon davon anfängst, gerade beim Quartzen: ja, das hat sehr viel mit Änderung des Lebensstils zu tun. Was denn sonst? Sagt ja niemand, dass das einfach ist - das ist ja grad der Punkt.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


Auswurf
Benutzeravatar
Grasdaggl
sorry haber

für mich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun.
So eine epidemie richtet sich null nach dem, wie wir sonst so leben.
Für mich ist sie kein medizinisches problem, im sinne von
"ach hätten wir nur gesund gelebt, wäre uns das erspart geblieben"

Die epidemie legt lahm, tötet aus heiterem himmel auch bis eben noch gesunde.
Wenn, dann seh ich sie im zusammenhang mit der globalisierung,
einen zusammenhang mit der klimakrise kann ich nicht erkennen.

bisch noch in greece?
sonst wär am samstag stadtradioparty

lieben gruß an Dich
das ist doch keine Musik

schwaebi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Letzten Endes habe ich in der ganzen Sache Null Fachwissen. Für mich entsteht aber einfach immer mehr der Eindruck, dass es der Staat nicht hinkriegt oder nicht hinkriegen will (Impfpflicht), und er jetzt keine Bock mehr hat, wie ein kleines Kind, und die Probleme mehr oder weniger dezent abwälzt.

Gastronomie: muss gucken ob die Gäste geimpft oder genesen sind, sonst kriegt SIE Ärger (nicht die Gäste).
Schulen: Fenster und Masken auf, das langt! Huch, es gibt Luftfilter?! Huch, alle Ministerien - in BaWü - haben sowas, aber es gibt ne Studie, die sagt, die nützen in der Schule nichts? Ach. Anwesenheitspflicht wieder eingeführt - schwupps, ist die Digitalisierung nicht mehr so wichtig, weil es ja keinen Fernunterricht mehr geben wird. Toll! Das spart auch noch Geld!

Ja, es ist Wahlkampf. Aber vielleicht hätte die CDU mit einem Arsch in der Hose und der Durchsetzung der Impfpflicht mehr Stimmen geholt als mit diesem Rumgeeier.

Jetzt dürft Ihr mir sagen, warum das rechtlich, moralisch und wirtschaftlich falsch gedacht ist ;)
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

cron