Tamasi hat geschrieben:CZ,
gab es denn einen neuen/veränderten Impfstoff, der zeitlich zum Anstieg der Diabetes-Typ1-Erkrankungen passen würde?
Hinzugekommen sind
- neue Impfungen seit 1990er-Jahre: Hib (1990), Pertussis (Keuchhusten) (1991/1994), Hepatitis B (1995)
- neue Impfungen seit Beginn der 2000er-Jahre: Pneumokokken (2003), Varizellen (Windpocken) (2004), Meningokokken (2006), HPV (2007), Rotaviren (2013)
Ich gebe zu, dass ich mich mit Impfungen erstmalig und nur intensiv zu dem Zeitpunkt beschäftigt habe, als bei unserer Tochter das Impfen anstand. Für uns stand nie die Frage im Raum, gar nicht zu impfen. Allerdings haben wir uns nach der Lektüre eines impfkritischen Buches dazu entschieden, unsere Tochter erst deutlich später als von der Stiko empfohlen impfen und auch nicht alle empfohlenen Impfungen sofort oder überhaupt durchführen zu lassen. Mittlerweile ist sie aber gegen Tet-Diphth-Polio-Pert, MMR sowie seit neuestem auch gegen Varizellen und FSME geimpft. Impfungen gegen HepA+B, gegen Meningokokken und gegen HPV stehen im kommenden Jahr an.
Wir haben unsere Entscheidung für eine verzögerte Impfung getroffen, weil wir der Aussage der Stiko nicht folgen können, dass das kindliche Immunsystem bereits mit 3 Monaten vollständig ausgereift ist. Diese Aussage wurde zum damaligen Zeitpunkt durch keinerlei Studien belegt. Mittlerweile wird - zum Glück - endlich geforscht, und erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kinder tatsächlich erst im Alter von fünf Jahren die IgG- und IgM-Spiegel von Erwachsenen erreichen. (Deswegen werden Säuglingen auch Impfstoffe mit deutlich höheren Dosen an Impfsubstrat verabreicht, damit die Säuglinge überhaupt eine entsprechende Impfantwort aufweisen...) Kleine Kinder lösen Infekte eher auf der Ebene des unspezifischen Immunsystems auf den Körperoberflächen. (Wurde ja im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 als Begründung angeführt, warum kleine Kinder eher nicht an Covid-19 erkranken...)
Auf die Schnelle zwei interessante Artikel dazu:
https://www.kinderaerzte-im-netz.de/new ... ung-durch/https://www.der-niedergelassene-arzt.de ... t_Bufe.pdfZudem haben wir die Entscheidung auch aufgrund unsere damaligen Lebenssituation - nur ein Kind, Kind lange voll gestillt, Kind erst mit zweidreiviertel Jahren in den KiGa, keine Reisen in Länder, in denen bestimmte Infektionskrankheiten grassieren - getroffen, wo wir einfach keine akute Gefährdung unseres Kindes insbesondere im ersten Lebensjahr gesehen haben.
Eine persönliche Beobachtung (also noch ohne wissenschaftliche Beweisführung

) habe ich auch gemacht. Unsere Tochter hatte ihren ersten Infekt mit 18 Monaten. Viele Kinder, die mit drei Monaten geimpft werden, plagen sich danach schon mit Erkältungen und Durchfällen, also klassischen Infektionskrankheiten herum. Muss nichts heißen, kann viele Ursachen haben, wäre aber - wenn ich noch in der Forschung arbeiten würde - durchaus ein Phänomen, das ich mal wissenschaftlich untersuchen würde.
Zuletzt noch eine Anmerkung: Ich kann die Impfempfehlungen der Stiko nachvollziehen, sogar den frühen Zeitpunkt, allerdings nur aus organisatorischen Gründen. Zu diesem Zeitpunkt kann man eben fast alle Kinder erreichen, weil die Vorsorgeuntersuchungen anstehen.
Und eine frühe Impfung schützt auch, weil die Mehrheit der Kinder nicht oder nicht über einen längeren Zeitraum gestillt werden. Und weil die Säuglinge insbesondere in den Städten sehr früh mit viel mehr unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommen, v.a. wenn sie schon bald nach der Geburt bei der Tagesmutter oder in der KiTa betreut werden.
Es ist halt nur die Frage, was so ein früher Kontakt mit immer mehr Impfsubstraten gleichzeitig im Körper anrichtet. Und da wird leider viel mehr behauptet, denn mit wissenschaftlichen Studien untermauert. Und zwar von beiden Seiten.
Tamasi hat geschrieben:Zu Aluminium/Alzheimer:
Ich dachte, das wäre schon vor vielen Jahren weitgehend wieder ausgeschlossen worden? Weil man es auf in den Laboren verwendete Aluminium-Gegenstände zurückführen konnte? Oder gibt es da inzwischen neue Erkenntnisse; jenseits dessen, dass das Tragen eines Aluhuts mit gewissen Hirnleistungsproblemen einhergeht?
Bin da leider nicht auf dem aktuellen Stand, da meine Interessen mittlerweile eher außerhalb des medizinischen Bereichs liegen.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -