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fkAS
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Halbdaggl
CoachingZone hat geschrieben:@fkAS

Sorry - da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt: Natürlich ist die Gruppe der Impfgegner eine sehr heterogene, ich bezog mich aber insbesondere auf solche, die ihre Ablehnung auf rationale Weise begründen.

Die Risikoabwägung einer Impfung (wie übrigens auch einer Operationsmethode oder einer Behandlung mit Therapeutika) nehmen dafür geschaffene Behörden oder sonstige Institutionen vor.

Dennoch bleibt immer auch ein persönliches Recht auf eine persönliche Risiko-Nutzen-Abwägung bestehen. Nicht umsonst muss jeder beispielsweise vor einer Operation nach Aufklärung sein Einverständnis mit dem Eingriff erklären. (Und das hat nicht nur versicherungsrechtliche Gründe.)

Und die Stiko gibt aus diesem Grund übrigens nur Impf-Empfehlungen heraus - lediglich bei der Masernimpfung wurde die Impfung mittlerweile gesetzlich verpflichtend gemacht. Denn es ist schon ein sehr großer Einschnitt in die persönliche Freiheit, wenn man einen Eingriff in seinen eigenen Körper nicht ablehnen darf.

Ich hab da immer noch ein Problem mit dem Begriff Impfgegner. Auch wenn man daraus ne heterogene Gruppe macht, liegt doch in der "Gegnerschaft" eine grundsätzliche Ablehnung des Impfens.
Rationale Gründe, auf eine Impfung im Einzelfall zu verzichten, machen noch niemanden zum Impfgegner. Wenn jmd. den extrem schnell entwickelten Corona-Impfstoffen misstrauen würde, hätte ich bspw. Verständnis. Wenn es um lange bewährte Impfpraxis wie bei Masern geht, wäre mein Verständnis für eine Ablehnung weitaus geringer.
Die Stiko empfiehlt, aber ist ja auch eine Basis für die Entscheidungsträger, Gesetze oder Verordnungen zu erlassen, in denen dann ggfs. eine Pflicht festgelegt wird.

CoachingZone
Halbdaggl
killroy hat geschrieben:Im Ernst, die nahezu perfekte Ausrottung oder zumindest massive Eindämmung schlimmer Krankheiten wird verglichen mit wagen Andeutungen, dass eine winzige Dosis Aluminium Alzheimer auslösen könnte oder Diabetes mit dem Impfen irgendwie (leider unbewiesen) in Verbindung stehen könnte


Nur eine statistische Beobachtung noch ohne wissenschaftlich erklärbaren Grund:

Wenn der Trend der letzten 15 Jahre anhält, so ist bis zum Jahr 2020 mit einem Anstieg der Prävalenz des Typ-1-Diabetes bei Kindern unter 15 Jahren um 70% zu rechnen.


https://link.springer.com/article/10.1007/BF03366004

In Deutschland steigt die Rate der Typ-1-Diabetes-Neuerkrankungen [bei Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahren] derzeit jährlich um 3 bis 5 Prozent an. Fachleute erwarten, dass dieser Trend auch in Zukunft anhalten wird. Die Ursachen dieser Zunahme aufzuklären, ist Gegenstand intensiver Forschung. Diskutiert werden Umweltfaktoren, Ernährung im Säuglingsalter und andere Einflüsse auf das Immunsystem.


https://www.diabinfo.de/leben/typ-1-dia ... itung.html

Nochmal:

Das Risiko einer Autoimmunreaktion ist bei jeder Impfung möglich - wie übrigens auch bei jeder Infektionskrankheit. Das liegt an der individuellen Ausstattung mit Epitopen (die Strukturen, die eine Immunantwort auslösen können und gegen die der Körper in einer bestimmten Phase der Entwicklung tolerant gemacht wurde) und an dem individuellen Ablauf und der individuellen Ausprägung der Immunantwort.

Sicherlich kein breit gestreutes Risiko, aber eben ein Risiko, das jeder bei einer Impfung oder auch bei einer Infektionskrankheit eingeht.


Und nochmal:

Wissenschaftliche Arbeit besteht darin, stets zu versuchen, auch zunächst unzusammenhängend und unerklärlich erscheinende Beobachtungen und Phänomene zu untersuchen und rational und wissenschaftlich zu erklären. Wer stets den Zufall bemüht, sollte sich eine andere Betätigung suchen...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -


CoachingZone
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higgi hat geschrieben:Kann das auch mit der zunehmenden Verfettung der Menschheit zu tun haben? Der Deutschen im speziellen?


Die ist eine der Hauptursachen für Diabetes Typ II.
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Tamasi
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CZ,
gab es denn einen neuen/veränderten Impfstoff, der zeitlich zum Anstieg der Diabetes-Typ1-Erkrankungen passen würde?

Und dass möglicherweise (!) auch eine Geburt per Kaiserschnitt Diabetes Typ1 begünstigen könnte (!!) ist ja schon auch... überraschend. (Die sicherlich schlüssige Erklärung wird im kurzen Text nicht genannt. Aber: Sachen gibt‘s...)

Zu Aluminium/Alzheimer:
Ich dachte, das wäre schon vor vielen Jahren weitgehend wieder ausgeschlossen worden? Weil man es auf in den Laboren verwendete Aluminium-Gegenstände zurückführen konnte? Oder gibt es da inzwischen neue Erkenntnisse; jenseits dessen, dass das Tragen eines Aluhuts mit gewissen Hirnleistungsproblemen einhergeht?

higgi
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Ist das jetzt eigentlich der erste mRNA Impfstoff der großflächig zum Einsatz kommen soll, oder gabs schon mal andere? Bei HIV oder INfluenza?
von daher

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higgi hat geschrieben:Ist das jetzt eigentlich der erste mRNA Impfstoff der großflächig zum Einsatz kommen soll?


Yep. Bislang hat lediglich die Tübinger Curevac einen Impfstoff gegen Tollwut entwickelt, der allerdings nochmals verbessert wurde und sich noch in einer frühen Phase der klinischen Studien befindet.

Ganz interessante Details - auch über den amerikanischen Konkurrenten Moderna - finden sich hier:

https://transkript.de/news/erfolg-fuer- ... daten.html

Im Prinzip wird mit der Gabe des mRNA-Impfstoffs eine echte Virusinfektion simuliert, bei der allerdings nicht die gesamte Virus-RNA in die Körperzellen gelangt, um dort die Virus-RNA und die Virus-Proteine zu vervielfältigen, sondern eben nur die mRNA für einen Virusbaustein, nämlich das Spikeprotein, mit dessen Hilfe SARS-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. (So kann man kann speziell sogenannte neutralisierende Antikörper evozieren, die verhindern, dass die Körperzellen überhaupt von den Viren befallen werden.)

Im Prinzip also eine sehr clevere Herangehensweise, die halt noch neu und deswegen bislang auch unerprobt ist/war. Aber im Vergleich zu traditionelleren Impfstoffen, die auf die ein oder andere Weise bestimmte schon fertige Virenproteine beinhalten, mit Vorteilen bei der Herstellung und auch bei der Reaktion auf Virusmutationen.
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de mappes
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@CZ
Sehr gute Erläuterungen und soweit fast richtig; kleine Ergänzung:

Die Befürworter halten sich an die von der Stiko und dem BGA veröffentlichten Ergebnisse, die nämlich keine anerkannten langfristigen Nebenwirkungen nennen, weil ein ursächlicher Zusammenhang in der Regel (also praktisch immer) nicht nachweisbar ist.


Pandemrix ist ein Beispiel für einen anerkannten Nachweis

Ansonsten: Vielleicht auch ein Problem der Begrifflichkeiten.
Skepsis oder die sachliche Betrachtung basierend auf den (von dir) erläuterten wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie die Abwägung für das Individuum ist angebracht.
Es gibt aber innerhalb der Impfgegner-Gruppen halt auch eine Art Verschwörungstheoretiker mit vielen obskuren Bewertungen von "Impfschäden"
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Tamasi hat geschrieben:CZ,
gab es denn einen neuen/veränderten Impfstoff, der zeitlich zum Anstieg der Diabetes-Typ1-Erkrankungen passen würde?

Hinzugekommen sind
- neue Impfungen seit 1990er-Jahre: Hib (1990), Pertussis (Keuchhusten) (1991/1994), Hepatitis B (1995)
- neue Impfungen seit Beginn der 2000er-Jahre: Pneumokokken (2003), Varizellen (Windpocken) (2004), Meningokokken (2006), HPV (2007), Rotaviren (2013)

Ich gebe zu, dass ich mich mit Impfungen erstmalig und nur intensiv zu dem Zeitpunkt beschäftigt habe, als bei unserer Tochter das Impfen anstand. Für uns stand nie die Frage im Raum, gar nicht zu impfen. Allerdings haben wir uns nach der Lektüre eines impfkritischen Buches dazu entschieden, unsere Tochter erst deutlich später als von der Stiko empfohlen impfen und auch nicht alle empfohlenen Impfungen sofort oder überhaupt durchführen zu lassen. Mittlerweile ist sie aber gegen Tet-Diphth-Polio-Pert, MMR sowie seit neuestem auch gegen Varizellen und FSME geimpft. Impfungen gegen HepA+B, gegen Meningokokken und gegen HPV stehen im kommenden Jahr an.

Wir haben unsere Entscheidung für eine verzögerte Impfung getroffen, weil wir der Aussage der Stiko nicht folgen können, dass das kindliche Immunsystem bereits mit 3 Monaten vollständig ausgereift ist. Diese Aussage wurde zum damaligen Zeitpunkt durch keinerlei Studien belegt. Mittlerweile wird - zum Glück - endlich geforscht, und erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kinder tatsächlich erst im Alter von fünf Jahren die IgG- und IgM-Spiegel von Erwachsenen erreichen. (Deswegen werden Säuglingen auch Impfstoffe mit deutlich höheren Dosen an Impfsubstrat verabreicht, damit die Säuglinge überhaupt eine entsprechende Impfantwort aufweisen...) Kleine Kinder lösen Infekte eher auf der Ebene des unspezifischen Immunsystems auf den Körperoberflächen. (Wurde ja im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 als Begründung angeführt, warum kleine Kinder eher nicht an Covid-19 erkranken...)

Auf die Schnelle zwei interessante Artikel dazu:

https://www.kinderaerzte-im-netz.de/new ... ung-durch/

https://www.der-niedergelassene-arzt.de ... t_Bufe.pdf

Zudem haben wir die Entscheidung auch aufgrund unsere damaligen Lebenssituation - nur ein Kind, Kind lange voll gestillt, Kind erst mit zweidreiviertel Jahren in den KiGa, keine Reisen in Länder, in denen bestimmte Infektionskrankheiten grassieren - getroffen, wo wir einfach keine akute Gefährdung unseres Kindes insbesondere im ersten Lebensjahr gesehen haben.

Eine persönliche Beobachtung (also noch ohne wissenschaftliche Beweisführung :!: ) habe ich auch gemacht. Unsere Tochter hatte ihren ersten Infekt mit 18 Monaten. Viele Kinder, die mit drei Monaten geimpft werden, plagen sich danach schon mit Erkältungen und Durchfällen, also klassischen Infektionskrankheiten herum. Muss nichts heißen, kann viele Ursachen haben, wäre aber - wenn ich noch in der Forschung arbeiten würde - durchaus ein Phänomen, das ich mal wissenschaftlich untersuchen würde.

Zuletzt noch eine Anmerkung: Ich kann die Impfempfehlungen der Stiko nachvollziehen, sogar den frühen Zeitpunkt, allerdings nur aus organisatorischen Gründen. Zu diesem Zeitpunkt kann man eben fast alle Kinder erreichen, weil die Vorsorgeuntersuchungen anstehen.

Und eine frühe Impfung schützt auch, weil die Mehrheit der Kinder nicht oder nicht über einen längeren Zeitraum gestillt werden. Und weil die Säuglinge insbesondere in den Städten sehr früh mit viel mehr unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommen, v.a. wenn sie schon bald nach der Geburt bei der Tagesmutter oder in der KiTa betreut werden.

Es ist halt nur die Frage, was so ein früher Kontakt mit immer mehr Impfsubstraten gleichzeitig im Körper anrichtet. Und da wird leider viel mehr behauptet, denn mit wissenschaftlichen Studien untermauert. Und zwar von beiden Seiten.

Tamasi hat geschrieben:Zu Aluminium/Alzheimer:
Ich dachte, das wäre schon vor vielen Jahren weitgehend wieder ausgeschlossen worden? Weil man es auf in den Laboren verwendete Aluminium-Gegenstände zurückführen konnte? Oder gibt es da inzwischen neue Erkenntnisse; jenseits dessen, dass das Tragen eines Aluhuts mit gewissen Hirnleistungsproblemen einhergeht?


Bin da leider nicht auf dem aktuellen Stand, da meine Interessen mittlerweile eher außerhalb des medizinischen Bereichs liegen.
Zuletzt geändert von CoachingZone am 25. November 2020 10:23, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

de mappes
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Nilkheimer hat geschrieben:Übrigens, hey Goofy: Die Positivquote ist mittlerweile bei fast 10%. Ich mein ja nur.


dann wird mittlerweile sehr zielgerichtet getestet...ein Fortschritt :prost:
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fkAS
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CoachingZone hat geschrieben:Und nochmal:

Wissenschaftliche Arbeit besteht darin, stets zu versuchen, auch zunächst unzusammenhängend und unerklärlich erscheinende Beobachtungen und Phänomene zu untersuchen und rational und wissenschaftlich zu erklären. Wer stets den Zufall bemüht, sollte sich eine andere Betätigung suchen...

Und was lässt dich vermuten, dass das bei Diabetes Typ 1 nicht gemacht wird?

Was wäre mit ff Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfe ... FAQ02.html

de mappes
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CoachingZone hat geschrieben:
Tamasi hat geschrieben:CZ,
gab es denn einen neuen/veränderten Impfstoff, der zeitlich zum Anstieg der Diabetes-Typ1-Erkrankungen passen würde?

Hinzugekommen sind
- neue Impfungen seit 1990er-Jahre: Hib (1990), Pertussis (Keuchhusten) (1991/1994), Hepatitis B (1995)
- neue Impfungen seit Beginn der 2000er-Jahre: Pneumokokken (2003), Varizellen (Windpocken) (2004), Meningokokken (2006), HPV (2007), Rotaviren (2013)

Ich gebe zu, dass ich mich mit Impfungen erstmalig und nur intensiv zu dem Zeitpunkt beschäftigt habe, als bei unserer Tochter das Impfen anstand. Für uns stand nie die Frage im Raum, gar nicht zu impfen. Allerdings haben wir uns nach der Lektüre eines impfkritischen Buches dazu entschieden, unsere Tochter erst deutlich später als von der Stiko empfohlen impfen und auch nicht alle empfohlenen Impfungen sofort oder überhaupt durchführen zu lassen. Mittlerweile ist sie aber gegen Tet-Diphth-Polio-Pert, MMR sowie seit neuestem auch gegen Varizellen und FSME geimpft. Impfungen gegen HepA+B, gegen Meningokokken und gegen HPV stehen im kommenden Jahr an.

Wir haben unsere Entscheidung für eine verzögerte Impfung getroffen, weil wir der Aussage der Stiko nicht folgen können, dass das kindliche Immunsystem bereits mit 3 Monaten vollständig ausgereift ist. Diese Aussage wurde zum damaligen Zeitpunkt durch keinerlei Studien belegt. Mittlerweile wird - zum Glück - endlich geforscht, und erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kinder tatsächlich erst im Alter von fünf Jahren die IgG- und IgM-Spiegel von Erwachsenen erreichen. (Deswegen werden Säuglingen auch Impfstoffe mit deutlich höheren Dosen an Impfsubstrat verabreicht, damit die Säuglinge überhaupt eine entsprechende Impfantwort aufweisen...) Kleine Kinder lösen Infekte eher auf der Ebene des unspezifischen Immunsystems auf den Körperoberflächen. (Wurde ja im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 als Begründung angeführt, warum kleine Kinder eher nicht an Covid-19 erkranken...)

Auf die Schnelle zwei interessante Artikel dazu:

https://www.kinderaerzte-im-netz.de/new ... ung-durch/

https://www.der-niedergelassene-arzt.de ... t_Bufe.pdf

Zudem haben wir die Entscheidung auch aufgrund unsere damaligen Lebenssituation - nur ein Kind, Kind lange voll gestillt, Kind erst mit zweidreiviertel Jahren in den KiGa, keine Reisen in Länder, in denen bestimmte Infektionskrankheiten grassieren - getroffen, wo wir einfach keine akute Gefährdung unseres Kindes insbesondere im ersten Lebensjahr gesehen haben.

Eine persönliche Beobachtung (also noch ohne wissenschaftliche Beweisführung :!: ) habe ich auch gemacht. Unsere Tochter hatte ihren ersten Infekt mit 18 Monaten. Viele Kinder, die mit drei Monaten geimpft werden, plagen sich danach schon mit Erkältungen und Durchfällen, also klassischen Infektionskrankheiten herum. Muss nichts heißen, kann viele Ursachen haben, wäre aber - wenn ich noch in der Forschung arbeiten würde - durchaus ein Phänomen, das ich mal wissenschaftlich untersuchen würde.

Zuletzt noch eine Anmerkung: Ich kann die Impfempfehlungen der Stiko nachvollziehen, sogar den frühen Zeitpunkt, allerdings nur aus organisatorischen Gründen. Zu diesem Zeitpunkt kann man eben fast alle Kinder erreichen, weil die Vorsorgeuntersuchungen anstehen.

Und eine frühe Impfung schützt auch, weil die Mehrheit der Kinder nicht oder nicht über einen längeren Zeitraum gestillt werden. Und weil die Säuglinge insbesondere in den Städten sehr früh mit viel mehr unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommen, v.a. wenn sie schon bald nach der Geburt bei der Tagesmutter oder in der KiTa betreut werden.

Es ist halt nur die Frage, was so ein früher Kontakt mit immer mehr Impfsubstraten gleichzeitig im Körper anrichtet. Und da wird leider viel mehr behauptet, denn mit wissenschaftlichen Studien untermauert. Und zwar von beiden Seiten.

Tamasi hat geschrieben:Zu Aluminium/Alzheimer:
Ich dachte, das wäre schon vor vielen Jahren weitgehend wieder ausgeschlossen worden? Weil man es auf in den Laboren verwendete Aluminium-Gegenstände zurückführen konnte? Oder gibt es da inzwischen neue Erkenntnisse; jenseits dessen, dass das Tragen eines Aluhuts mit gewissen Hirnleistungsproblemen einhergeht?


Bin da leider nicht auf dem aktuellen Stand, da meine Interessen mittlerweile eher außerhalb des medizinischen Bereichs liegen.


auch hierfür (als Vater) recht herzlichen Dank.
Und deine Erläuterungen zeigen ja auch, was im Beitrag weiter oben schon angerissen wurde: Letztlich bleibt doch die individuelle Abschätzung übrig, weil die Empfehlungen auf eine breite Masse ausgelegt sind und eben nicht die Lebensumstände aller en Detail berücksichtigen (können)
Daher kann ich deinen Impfplan für deine Tochter auch nachvollziehen.

Sehr skeptisch (aber kein Impfgegner (sic!)) war ich bei der Rotavirus-Impfung bereits nach spätestens 3 Monaten nach Geburt (so schutzlose kleine Wesen :bleich: )
Aber wenn man sich die Gründe anschaut: Klar, nachvollziehbar:

Bei der Rotavirus-Impfung handelt es sich um eine Schluckimpfung mit einem oralen Lebendimpfstoff. Je nach verwendetem Impfstoff werden ab dem Alter von 6 Wochen zwei (Rotarix®) bzw. drei Dosen (RotaTeq®) in einem Mindestabstand von 4 Wochen verabreicht. Die Impfung sollte spätestens bis zum Alter von 12 Wochen begonnen worden sein und sollte vorzugsweise bis zum Alter von 16 Wochen (Rotarix®) bzw. von 20 bis 22 Wochen (RotaTeq®) abgeschlossen werden. Die Impfserie muss für Rotarix® auf jeden Fall spätestens bis zum Alter von 24 Wochen und für RotaTeq® spätestens bis zum Alter von 32 Wochen abgeschlossen sein. Aufgrund eines möglichen Risikos für das Auftreten einer Invagination (Einstülpung eines Darmabschnittes) in den ersten 7 Tagen nach Verabreichung der ersten Impfstoffdosis und des natürlichen Risikos für Invaginationen, das bei Säuglingen mit steigendem Alter zunimmt (siehe "Wie sicher ist die Rotavirus-Impfung"), sollte diese Alterseinschränkung strikt eingehalten werden.


Generell sinnvoll ja auch:

Die Wirksamkeit der beiden Rotavirus-Impfstoffe ist hoch. Nach klinischen Studien beträgt die Wirksamkeit zum Schutz vor einer RV-bedingten Hospitalisierung in einem Zeitraum von 2 Jahren nach der Impfung etwa 92% und zum Schutz vor einer schweren Rotavirus-Gastroenteritis 91%.


Wir wussten aber auch, dass unser Kind schon recht früh in die Kita geht und trotz voller Stillung sahen wir die Impfungen daher alle als "alternativlos", wenngleich man schon dieses seltsame Gefühl hat, einem schutzlosen Wesen, und zwar jenem , das man am allermeisten liebt auf der Welt, solche Dosen einspritzen lässt (nebst Weinkrampf) :bleich:

Viele Kinder, die mit drei Monaten geimpft werden, plagen sich danach schon mit Erkältungen und Durchfällen, also klassischen Infektionskrankheiten herum. Muss nichts heißen, kann viele Ursachen haben, wäre aber - wenn ich noch in der Forschung arbeiten würde - durchaus ein Phänomen, das ich mal wissenschaftlich untersuchen würde.


in unserem Falle Gott sei dank wirklich nichts dergleichen zu beobachten (natürlich der ein-oder andere Infekt gehört dazu, aber sehr selten bisweilen (aufHolzklopf)
Dass du dir die Forschungsgebiete aussuchen konntest, als du dort noch aktiv warst, nötigt mir Respekt ab :P
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CoachingZone
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fkAS hat geschrieben:
CoachingZone hat geschrieben:Und nochmal:

Wissenschaftliche Arbeit besteht darin, stets zu versuchen, auch zunächst unzusammenhängend und unerklärlich erscheinende Beobachtungen und Phänomene zu untersuchen und rational und wissenschaftlich zu erklären. Wer stets den Zufall bemüht, sollte sich eine andere Betätigung suchen...

Und was lässt dich vermuten, dass das bei Diabetes Typ 1 nicht gemacht wird?

Was wäre mit ff Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfe ... FAQ02.html


Habe leider keinen Zugriff auf die Schnelle auf die Originalstudien, und ohne den glaube/beurteile ich gar nichts.

Auffällig aber: Alle Quellen von um die 2000. Seither gibt es eine ganze Reihe zusätzlicher neuer Impfstoffe auf dem Markt und in der Stiko-Empfehlung, da würde ich mir dann schon aktuellere Metastudien wünschen...

Beispielsweise gehört die Hepatitis B-Impfung, die ganz besonders in Verdacht steht, erst seit 1995 zu den empfohlenen Impfungen. Also kann zum Zeitpunkt um 2000 noch gar kein ausreichendes Testkollektiv für eine Beurteilung existieren, wenn man das Auftreten von Diabetes Typ I bei Kindern und Jugendlichen bis zu 17 Jahren im Zusammenhang mit einer Impfung untersuchen will. Gleiches gilt für alle weiteren neuen Impfstoffe. Diese Studien beziehen sich also - was sich auch an den Titeln teilweise ablesen lässt - insbesondere auf die schon lange verwendeten Impfstoffe wie gegen Tet-Diphth-Polio oder MMR. Die diesbezüglich offenbar ungefährlich sind.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

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Sodele und jetzt muss ich wieder was schaffen, also das, womit ich jetzt mein Geld verdiene...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

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jagdhuette
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@Rotaimpfung:
Unser damaliger KA hatte uns von der Impfung aus mittlerweile schwer nachvollziehbarer Begründung abgeraten. Das Ergebnis war dann Rota mit ungefähr 15-18M genau weiß ich es nicht mehr.
Als Rota mit erheblichem Gewichtsverlust abgeklungen war kam ein grippaler Infekt und dem konnte das Immunsystem dann nicht mehr standhalten. Daher wurde der dann stationär im KKH auskuriert.
Daher würde ich mir, wenn ein Arzt von einer Impfung abrät immer mindestens eine zweite Meinung einholen.

Bei unserem Kind ist alles nochmal gut gegangen. Aber die Begründung wieso eine wirksame Impfung nicht durchgeführt werden sollte, muss schon sehr aussagekräftig sein, dass ich nochmal so leichtsinnig wäre.

de mappes
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Spamferkel
Gott sei dank ging alles gut bei euch, jagdhütte :prost:
Wirklich Scheiße gelaufen :?
Kann ich mir sehr gut vorstellen, wie ihr euch da gefühlt haben müsst :bleich:
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CoachingZone
Halbdaggl
Die Rotaimpfung gehört übrigens in der Schweiz nicht zu den empfohlenen Impfungen, auch weil bei einer guten Gesundheitsversorgung kein Kind an einer solchen Infektion stirbt. Aber natürlich kann ein schwerwiegender Verlauf bei manchem Kind zu einer Einweisung ins Krankenhaus führen.

Unsere Tochter hatte ihre erste Rotavirusinfektion vermutlich mit zweidreiviertel Jahren - und das war schon heftig, weil sie jede Flüssigkeit, die sie zu sich genommen hat, gleich wieder erbrochen hat. Bei einer Abklärung im Krankenhaus wurden wir wieder nach Hause geschickt, weil ihre Vitalfunktionen in Ordnung waren. Wir haben dann einfach den Rat befolgt und ihr trotz des Erbrechens so oft zu trinken gegeben, wie sie selbst trinken wollte. Sie war dann nach etwa vier Tagen wieder fit - dafür lagen zu diesem Zeitpunkt die Eltern darnieder...

Seither haben wir bei Durchfallerkrankungen in der Familie noch viel mehr auf Hygienemaßnahmen geachtet (häufiges Händewaschen, Desinfektion von Toilette und Türgriffen) und so nie wieder einen solchen "Rundumschlag" erlebt...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

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Tamasi
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Allmachtsbachel
jagdhuette:
Wir hatten bei einem Kind schon einen Termin für eine Rotaimpfung, den hat die damalige Kinderärztin kurzfristig abgesagt. Es gab zu dieser Zeit wohl Probleme mit dem Impfstoff. Womöglich war das bei euch in einer ähnlichen Zeit und das Abraten des KiA durchaus richtig oder zumindest nicht ganz unbegründet.

AxelKruse_FG
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de mappes hat geschrieben:
Nilkheimer hat geschrieben:Übrigens, hey Goofy: Die Positivquote ist mittlerweile bei fast 10%. Ich mein ja nur.


dann wird mittlerweile sehr zielgerichtet getestet...ein Fortschritt :prost:


Sowohl die Krankenhausauftenthalte steigen also auch die Verstorbenenzahlen, diese soger auf Höchststand. Die hohe Quote ist in erster Linie Ergebnis zunehmender Ausbreitung und nicht zielgerichteter Testung, denn das hat man schon im Sommer gemacht. Eine Zahl alleine zu betrachten reicht eben nicht, um das Geschehen einigermaßen vollständig zu erfassen, wobei die Quote ja schon aussagekräftiger ist als die absoluten Zahlen.

Gestern Disput mit dem lieben Vetter: Er meinte, da es keine Übersterblichkeit gebe, seien die Maßnahmen völlig überzogen und nur Folge der Lobby-Arbeit der Pharmaindustrie. Außerdem würde Drosten nur soviel testen wollen, weil er davon profitierte. Man solle das sein lassen...

Tamasi
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Allmachtsbachel
AxelKruse_FG hat geschrieben:Gestern Disput mit dem lieben Vetter: Er meinte, da es keine Übersterblichkeit gebe, seien die Maßnahmen völlig überzogen und nur Folge der Lobby-Arbeit der Pharmaindustrie. Außerdem würde Drosten nur soviel testen wollen, weil er davon profitierte. Man solle das sein lassen...

Ob lieber Vetter oder Corona-Tante: Bei diesen Leuten gibt es wohl auch ein exponentielles Wachstum.

A propos:
Stand an der Schule meines einen Kindes:
Vor drei Wochen eine Corona-Infektion (inkl. erkrankt sein!), in der Folgewoche zwei, in der letzten Woche sechs.

Damit wären aktuell ca. 1% der Schülerschaft infiziert bzw. positiv getestet.

de mappes
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Spamferkel
AxelKruse_FG hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:
Nilkheimer hat geschrieben:Übrigens, hey Goofy: Die Positivquote ist mittlerweile bei fast 10%. Ich mein ja nur.


dann wird mittlerweile sehr zielgerichtet getestet...ein Fortschritt :prost:



Gestern Disput mit dem lieben Vetter: Er meinte, da es keine Übersterblichkeit gebe, seien die Maßnahmen völlig überzogen und nur Folge der Lobby-Arbeit der Pharmaindustrie. Außerdem würde Drosten nur soviel testen wollen, weil er davon profitierte. Man solle das sein lassen...


:lol:
wo soll da der Zusammenhang sein?

Zum Rest: Ja, es hängt von vielen Faktoren ab.
Deine Genannten und das zielgerichtete Testen natürlich ebenfalls.
Schwer zu messen, was wie einfließt und was eventuell nicht bedacht wurde.
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de mappes
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Tamasi hat geschrieben:
AxelKruse_FG hat geschrieben:Gestern Disput mit dem lieben Vetter: Er meinte, da es keine Übersterblichkeit gebe, seien die Maßnahmen völlig überzogen und nur Folge der Lobby-Arbeit der Pharmaindustrie. Außerdem würde Drosten nur soviel testen wollen, weil er davon profitierte. Man solle das sein lassen...

Ob lieber Vetter oder Corona-Tante: Bei diesen Leuten gibt es wohl auch ein exponentielles Wachstum.

A propos:
Stand an der Schule meines einen Kindes:
Vor drei Wochen eine Corona-Infektion (inkl. erkrankt sein!), in der Folgewoche zwei, in der letzten Woche sechs.

Damit wären aktuell ca. 1% der Schülerschaft infiziert bzw. positiv getestet.


Berlin halt :mrgreen:
Ne Grundschule?
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Tamasi
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Allmachtsbachel
Aktueller Vergleich Corona - Grippe, auch in Bezug auf die Maßnahmen, die jeweils dagegen getroffen werden:
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ ... -1.5126119

Das Fazit nachdem die schon lange eingespielten Maßnahmen gegen die normale Grippe erläutert wurden:
Und so ist es eben nicht zutreffend, dass man der Influenza einfach ihren Lauf lässt, während man bei Covid kein Maß mehr findet. Es ist nicht so, dass die Welt das Coronavirus heillos überschätzt, sondern dass die Grippe-Rufer die Kontrolle der Influenza unterschätzen.

Wenn sich also etwas aus dem Grippe-Vergleich lernen lässt, dann das: Wie wenig etablierte Kontrollmechanismen gesehen und geschätzt werden. Welch geringen Stellenwert die Prävention hat. Das könnte auf lange Sicht vielleicht doch eine positive Nebenwirkung dieser grässlichen Pandemie sein. Covid zeigt der Welt, wie viel Mühe es kostet, Infektionskrankheiten auch nur halbwegs in Schach zu halten. Und welch Segen es ist, ein modernes Mittel in der Hand zu haben. Sei es eine Impfung, ein potentes Medikament oder einfache und präzise Tests.

Und natürlich eine umfassende App. :-)

Äh, nein.

Nicht mehr, wenn die anderen Maßnahmen greifen. Die App nur in Ausnahmesituationen und als Überbrückung, bis die normalen Waffen einsetzbar sind. Dankeschön. 8)