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muffinho
Immer wenn Ihr über Australien redet, muss ich an den Typen denken, der damals auf Verbrecherjagd in seiner Unterhose war :D


darkred
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Daher, wie überall: nimmst Du den Menschen ihre Möglichkeiten, dann weichen sie aus. Daher würde ich ihnen lieber sichere Möglichkeiten geben, damit sie weniger auf unsichere ausweichen


So sieht es in der Realität aus. Leute mal eben alternativlos und ohne erkennbares Maßnahmenende vom gewohnten Sozialleben wegbringen zu wollen ist einfach unrealistisch. Dort fortwährend auf Eigenverantwortung zu setzen ebenso. Wenn man in einem großen gesellschaftlichen Konsens vereinbart hätte, dass man das öffentliche Leben für eine Woche komplett aussetzt, jeder bleibt zuhause, Geschäfte schließen, raus nur aus triftigem Grund, Kontakte außerhalb des eigenen Hausstands gleich null ... da wäre man vllt. mitgegangen. Weil er klar umrissen gewesen wäre. Weil ein Ziel dahinter stünde mit dem man sich identifizieren kann. Bei dem man sich gut fühlen kann geholfen zu haben.
So wie die autofreien Sonntage in der OPEC-Krise der 70er. Alle machen mit - und dann kommen wir durch.
Aber von der Bevölkerung verlangen, dass sie der Politik monatelang beim Rumeiern zuschaut, Maßnahmen mitmachen die morgen schon nicht mehr taugen oder ausreichen ... das funzt halt nicht.

RedBlues
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muffinho hat geschrieben:Immer wenn Ihr über Australien redet, muss ich an den Typen denken, der damals auf Verbrecherjagd in seiner Unterhose war :D



herrlich, ich mag den Typ :mrgreen:


higgi
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Frank N Furter hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Hä? Versteh ich nicht. Man wäre doch dann wieder in der Lage zu agieren. Einzelne Ausbrüche schnell und konsequent isolieren.
Wir kommen doch so aus dem Reaktionsmodus gar nicht mehr raus.
Mann muss jetzt den dicken Keil rein treiben um wieder Herr der Lage zu werden.


Das Virus hat sich jetzt ganz homogen in der Bevölkerung ausgebreitet. Mit chinesischen Lockdown-Maßnahmen kriegt man es vermutlich wieder hin, die ganze Geschichte abzudrosseln. Sobald Du die Maßnahmen aber aussetzt, gehen die Zahlen sofort wieder hoch. Vielleicht müsste auch mal ein Epidemologe klar aussprechen, dass die Zeit, als wir effizient Nachverfolgung betreiben konnten und so kleine, konkrete Herde eindämmen konnten, vorbei ist. Es gibt jetzt bis zur Herdenimmunität nur noch on/off.

Die Zaheln steigen nicht sprunghaft sondern stetig, exponentiell im schlimmsten Fall. Es ist klar dass man da verdammt konsequent sein muss um es in den Griff zu bekommen. Wahrscheinlich Zu konsequent für ein deutsches System dass an Wochenenden nicht arbeiten möchte.
von daher

RedBlues
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muffinho hat geschrieben:Wer den Typen nicht mag sollte in Dauerlockdown :D

der erinnert mich irgendwie an früher.
Erster Abend in Brisbane, ich stand in der Bar unter meinem Hostel und trinke gerade mit Bier, da schwanken zwei betrunkene Mädels vorbei, arm in arm. Machen kurz auf einer Bank vor dem Pub Pause, und völlig aus dem nix geben sie sich ein paar zünftige Schellen. Der Aussie neben mir meint nur, "no worries mate, they're ok. "

:shock:

:prost:


Tifferette
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RedBlues hat geschrieben:
muffinho hat geschrieben:Wer den Typen nicht mag sollte in Dauerlockdown :D

der erinnert mich irgendwie an früher.
Erster Abend in Brisbane, ich stand in der Bar unter meinem Hostel und trinke gerade mit Bier, da schwanken zwei betrunkene Mädels vorbei, arm in arm. Machen kurz auf einer Bank vor dem Pub Pause, und völlig aus dem nix geben sie sich ein paar zünftige Schellen. Der Aussie neben mir meint nur, "no worries mate, they're ok. "

:shock:

:prost:

A propos Brisbane: drei Tage Lockdown, weil es einen (!) positiven Fall gegeben hat.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


RedBlues
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Tifferette hat geschrieben:A propos Brisbane: drei Tage Lockdown, weil es einen (!) positiven Fall gegeben hat.


stimmt, bei denen ist in einem Quarantäne-Hotel der mutierte Virus aus England bei einem Angestellten festgestellt worden.

Man muss schon sagen, dass in Australien 2 Dinge zusammen kommen.
Australien ist eine Insel und Australien hat jeden Ausbruch sehr hart bekämpft.

Und jetzt haben sie den Vorteil auf der südlichen Halbkugel im Sommer zu sein, nicht die typische Grippe-Saison.


Spielgerät
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Sorry killroy für die späte Antwort. Stimme mit dir überein, dass wir (jetzt) gar nicht mehr so weit auseinander liegen.

killroy hat geschrieben:@spielgerät
ach wo soll ich denn da anfangen. zunächst: du wirst dich wundern, denn so weit sind wir nicht voneinander entfernt. es geht aber um das wie.

Frau Allmendinger: Die steht ja auf der richtigen Seite, vlt ärgert es mich daher umso mehr, dass sie sich populistischer Formulierungen bemühen muss. Wieso macht sie das?
Wie ein Sturm hätten die Schulschließungen in der ersten Welle der Pandemie gewütet

oder bei ihrem anderen Thema:
Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung,... behauptete, dass Frauen in der Coronakrise »eine entsetzliche Retraditionalisierung« erleiden würden. Das Land verliere durch die Folgen der Virusbekämpfung »bestimmt drei Jahrzehnte« auf dem Weg zur Gleichberechtigung.


Nochmal: Was soll das? Wenn es ihr wirklich und ehrlich um die Sache geht muss sie versuchen die Menschen zu überzeugen und mitzunehmen. Das macht sie nicht, sie wiegelt auf mit derartigen Begrifflichkeiten. Was also ist ihre Agenda?


Ich denke schon auch, dass die Frauen nicht als Gewinner aus der Krise herausgehen. Vermutlich wird's aber nicht so dramatisch sein wie da beschrieben, das stimmt schon.

killroy hat geschrieben:So, dass selbstverständlich Kinder und Jugendliche aus bereits belasteten Familien, bildungsschwachen und sozial abgehänbgten Familien am meisten unter dieser Pandemie leiden ist klar. Da brauchen wir uns nicht zu streiten. Die leiden schon in wirtschaftlich positiven Zeiten (dazu später noch mehr) und klar potenziert sich das bei denen. Nur, wo sind denn die Aussagen und Forderungen danach, dass Schule und Kita zuvorderst dieser Zielgruppe zur Verfügung gestellt werden soll?


Mir würde es schon reichen, wenn man wenigstens die äußeren Voraussetzungen schafft, um diesen Kindern mehr Chancen zu geben. Beispiel aus der Schule meines Sohnes, in der ich im Elternbeirat bin: Es gibt jetzt Tablets für alle die keines haben. Das ist ein guter Anfang. Vergessen wurde dabei leider, dass es Schüler gibt, die über kein Wlan verfügen. Bei denen hat der Papa vielleicht monatlich 500 MB Datenvolumen auf seinem Handy, wenn das weggesaugt ist, ist Schicht im Schacht, sprich das Homeschooling endet meist so um den 15. eines Monats...

killroy hat geschrieben: Blues hat doch recht, für viele wäre ein Bummeljahr mit anschließendem Wiederholen überhaupt nicht schlimm. Das hatten wir Jungs früher alle .... und Bummeljahr war jetzt natürlich nicht ernstgemeint ... ein Jahr, in dem man außerhalb der schulischen Bildung massiv lernen kann, gesellschaftliches Leben, Zusammenhänge, Einsatz für Schwächere, etc.


Absolut meine Meinung, wird aber nicht passieren, weil es heißt, dieses Bummeljahr könne ja jeder freiwillig einlegen. Was nun in der Tat nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

killroy hat geschrieben: Und ich bin eben auch deswegen so angepisst, weil ich mich Zeit meines Berufslebens mit ein paar Jahren Ausnahme mit diesen Kindern und Jugendlichen beschäftige. Ich habe so viel über soziale Ungleichheit gelesen, dazu gearbeitet, argumentiert, diskutiert. Und ja, in Fachkreisen (und deswegen bin ich ja dem Grundsatz nach auch bei Frau Allmendinger) ist das Thema bekannt und wird besprochen ... aber gesellschaftlich hat das doch null Relevanz. Ich rede nicht von dir oder anderen hier aus diesem Forum, sondern allgemein. Wie werden denn die alljährlich wiederkehrenden Studien zur Kinderarmut in Deutschland aufgenommen und diskutiert? Ich sag es dir: Gar nicht. Das ist meistens einen SPON-Artikel wert, der nach einem halben Tag nach unten durchgereicht wird. Und da finde ich es eben verlogen, wenn auf einmal das so ein großes und wichtiges Thema wird. Das es ja ist, aber es wird eben überhaupt nicht in die Richtung diskutiert, wie können wir dieser Gruppe besonders helfen .... sondern diese Kinder und Jugendlichen sind (das jetzt eine zugespitzte Meinung) Argumentationsfutter. Und das macht mich besonders ärgerlich..


Natürlich ist die Bildungsungerechtigkeit hiezulande ein Skandal. Ich bin aber nicht so pessimistisch wie du. Das Thema rückt durch Corona extrem in den Fokus, das kann ja auch positives bewirken...vielleicht

killroy hat geschrieben:Noch was zur Resilienz: Hast du schon Texte zur Resilienzforschung gelesen? Es ist ja alles richtig, was in den vielen kurzen Texten, die du da verlinkt hast, steht. Es ist aber auch richtig, was man insbesondere auch in zusammenfassenden Artikeln zu lesen bekommen hat, dass Kinder und Jugendliche dem Grunde nach in der Summe ganz gut durch diese Pandemie kommen. Das die nicht Juchhu schreien, klar, aber wer macht das schon? Das die ihre Freunde vermissen, klar. Mach ich auch. Das die in Teilen denken, es wird nicht mehr wie vor der Pandemie sein, richtig. Wird vielleicht so sein. Für die meisten wird diese Zeit eine wahrnehmbare und auch langfristig wahrnehmbare Zeit in ihrem Leben sein und Spuren hinterlassen. Das werden wir nicht ändern können. Ich verweher mich gegen überdramatisierende Beschreibungen in jegliche Richtungen. Die ganze Gesellschaft leidet.


Die Meinung, dass das für die Kinderchen alles nicht so schlimm ist, hatte ich nach dem ersten Lockdown im Frühjahr auch. Mittlerweile bin ich vom Gegenteil überzeugt. Einerseits, weil es ja einhellige Expertenmeinung zu sein scheint und ich mir nicht anmaße, es besser zu wissen. Andererseits weil ich an einigen Kindern und Jugendlichen, die ich persönlich kenne, gravierende Veränderungen feststelle. Das reicht von plötzlicher Aggressivität bis hin zu einem völligen Abtauchen aus der früheren Clique. Von den verbauten Bildung- und damit Lebenschancen ganz zu schweigen. Gestern kam im Radio ein Bericht, wonach man damit rechnet, dass sich die Einkommenschancen der Generation Corona durchschnittlich um 2 bis 3% verschlechtern werden, um nur ein Beispiel zu nennen.

Und zum Schluss: Gäbe es nun gesicherte Studien, dass Schulen die Pandemietreiber schlechthin sind (wie z. B. Gottesdienste), wäre ich der Letzte, der eine Öffnung fordert, das kannst du mir glauben. Weil es die aber meines Wissens nicht gibt und auch meine Kenntnisse von 5 bis 6 Münchner Gymnasien genau auf das Gegenteil hindeuten - nämlich verschwindend geringe Infektionszahlen - ist mir dieses allgemeine Gelaber "Jedes Menschenleben zählt" wie von Söder gestern wieder einfach zu wenig. Ja natürlich zählt jedes Menschenleben, das ist ja wohl klar (das Argument erinnert mich immer an die Typen in den Fußgängerzonen mit ihrer Eröffnungsfrage: "Sind Sie gegen Tiermorde?" ). Aber eben nicht um den Preis von anderen Leben / Schicksalen, nämlich der der Kinder und Jugendlichen. Gerade bei einem wie Söder aus der Autofahrer- und Biertrinkerpartei CSU bekomme ich das große Kotzen. Es ist ja nun völlig unstreitig, dass ein Tempolimit genauso Menschenleben rettet wie ein Alkoholwerbeverbot. Von solchen Verboten sind wir aber hier in Bayern Lichtjahre entfernt. Verficktes bigottes Pack. Amen :mrgreen:
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."


RedBlues
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nur kurz zur Bildungsgerechtigkeit.
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass nicht die Schulen das Problem sind, die Schulen sind eher Opfer von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen.

Beispiel, die Generation die heute in Rente geht, also Mitte 60, wuchs in einer Welt auf in der ihre Eltern zuhause keine Nachhilfe geben konnten, nicht mit ihnen lernen konnten, weil sie häufig entweder wesentlich länger wie heute gearbeitet haben und / oder gar nicht den Bildungsstand hatten um ihren Kindern beim Lernen ab einem bestimmten Punkt helfen konnten.

Trotzdem haben aus dieser Generation sehr viele am Ende hohe Bildungsabschlüsse erreicht die es Ihnen erlaubt haben in der sozialen Leiter weit über den Stand ihrer Eltern zu klettern.

Das Bildungssystem heute ist soweit mir bekannt nicht übermäßig anders und trotzdem kann man heute sagen, dass wenn die Eltern Akademiker sind, werden die Kinder das wohl auch erreichen, wenn die Eltern einen niedrigen Bildungsabschluss haben, werden die Kinder ziemlich sicher keine Akademiker.

An was liegt das?

Ich habe die Befürchtung, dass wir alle sehr gerne das Problem im Schulsystem suchen, damit wir uns nicht mit den eigentlichen Gründen befassen müssen, die wesentlich unangenehmer wären.

Cantona
"Gerade bei einem wie Söder aus der Autofahrer- und Biertrinkerpartei CSU bekomme ich das große Kotzen. "

Wieso denn das?

Der Söder ist doch mittlerweile so grün, grüner geht's kaum, wenn man ihn so reden hört in letzter Zeit...

:bounce:

Tamasi
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Allmachtsbachel
Auswurf hat geschrieben:muff
das größte Problem aktuell die privaten Kontakte sind

das glaub ich überhaupt nicht.
Im arbeitsleben treffen wohl die meisten auf wesentlich mehr menschen (incl arbeitsweg und beim einkaufen).

Es gibt beides und es befruchtet sich gegenseitig. Toll.

Und Australien:
Das sind doch alles ehemalige Sträflinge? Klar fällt denen ein harter Lockdown leichter. Wir in Deutschland hingegen waren schon immer ein freiheitsliebendes Volk voller Widerstands- und Revolutionsgeist... Äh... Nein? :lol:

RedBlues
Halbdaggl
Tamasi hat geschrieben:
Auswurf hat geschrieben:muff
das größte Problem aktuell die privaten Kontakte sind

das glaub ich überhaupt nicht.
Im arbeitsleben treffen wohl die meisten auf wesentlich mehr menschen (incl arbeitsweg und beim einkaufen).

Es gibt beides und es befruchtet sich gegenseitig. Toll.

Und Australien:
Das sind doch alles ehemalige Sträflinge? Klar fällt denen ein harter Lockdown leichter. Wir in Deutschland hingegen waren schon immer ein freiheitsliebendes Volk voller Widerstands- und Revolutionsgeist... Äh... Nein? :lol:

Schwaben waren auf jeden Fall schon immer Querulanten :mrgreen:

darkred
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Halbdaggl
Ha ja. Sonscht wärad mir heit au ned "s'Ländle".
Tüftler onn Erfindr wirsch ned wennde bloß schee middem Strom schwemmsch...

Die Meinung, dass das für die Kinderchen alles nicht so schlimm ist, hatte ich nach dem ersten Lockdown im Frühjahr auch. Mittlerweile bin ich vom Gegenteil überzeugt. Einerseits, weil es ja einhellige Expertenmeinung zu sein scheint und ich mir nicht anmaße, es besser zu wissen. Andererseits weil ich an einigen Kindern und Jugendlichen, die ich persönlich kenne, gravierende Veränderungen feststelle. Das reicht von plötzlicher Aggressivität bis hin zu einem völligen Abtauchen aus der früheren Clique. Von den verbauten Bildung- und damit Lebenschancen ganz zu schweigen. Gestern kam im Radio ein Bericht, wonach man damit rechnet, dass sich die Einkommenschancen der Generation Corona durchschnittlich um 2 bis 3% verschlechtern werden, um nur ein Beispiel zu nennen.

Und zum Schluss: Gäbe es nun gesicherte Studien, dass Schulen die Pandemietreiber schlechthin sind (wie z. B. Gottesdienste), wäre ich der Letzte, der eine Öffnung fordert, das kannst du mir glauben. Weil es die aber meines Wissens nicht gibt und auch meine Kenntnisse von 5 bis 6 Münchner Gymnasien genau auf das Gegenteil hindeuten - nämlich verschwindend geringe Infektionszahlen - ist mir dieses allgemeine Gelaber "Jedes Menschenleben zählt" wie von Söder gestern wieder einfach zu wenig. Ja natürlich zählt jedes Menschenleben, das ist ja wohl klar (das Argument erinnert mich immer an die Typen in den Fußgängerzonen mit ihrer Eröffnungsfrage: "Sind Sie gegen Tiermorde?" ). Aber eben nicht um den Preis von anderen Leben / Schicksalen, nämlich der der Kinder und Jugendlichen. Gerade bei einem wie Söder aus der Autofahrer- und Biertrinkerpartei CSU bekomme ich das große Kotzen. Es ist ja nun völlig unstreitig, dass ein Tempolimit genauso Menschenleben rettet wie ein Alkoholwerbeverbot. Von solchen Verboten sind wir aber hier in Bayern Lichtjahre entfernt. Verficktes bigottes Pack. Amen :mrgreen:


Spielgerät. :prost:

muffinho
Spielgerät hat geschrieben:Weil es die aber meines Wissens nicht gibt und auch meine Kenntnisse von 5 bis 6 Münchner Gymnasien genau auf das Gegenteil hindeuten - nämlich verschwindend geringe Infektionszahlen - ist mir dieses allgemeine Gelaber "Jedes Menschenleben zählt" wie von Söder gestern wieder einfach zu wenig. Ja natürlich zählt jedes Menschenleben, das ist ja wohl klar (das Argument erinnert mich immer an die Typen in den Fußgängerzonen mit ihrer Eröffnungsfrage: "Sind Sie gegen Tiermorde?" ). Aber eben nicht um den Preis von anderen Leben / Schicksalen, nämlich der der Kinder und Jugendlichen. Gerade bei einem wie Söder aus der Autofahrer- und Biertrinkerpartei CSU bekomme ich das große Kotzen. Es ist ja nun völlig unstreitig, dass ein Tempolimit genauso Menschenleben rettet wie ein Alkoholwerbeverbot. Von solchen Verboten sind wir aber hier in Bayern Lichtjahre entfernt. Verficktes bigottes Pack. Amen :mrgreen:


Super dass Du diesen Punkt ansprichst, exakt mein Gedanke den ich mir aber verkniffen hatte, weil ich in letzter Zeit schon die eine oder andere Moraldiskussion hatte, die in die ähnlich Richtung ging.

Ja, sehe ich genau so, jahrelang hat es die Schwarzen und Roten doch nur eingeschränkt interessiert, ob einige Opas und Omas Abends nicht wieder bei ihren Enkelkindern waren, weil das Rauchen zwar nachweislich krebserregend und mit Suchtstoffen durchzogen war, (man will die Kunden ja bei der Stange halten), aber das Geld der Zigarettenlobby war jahrelang zu wichtig, um endlich mal die Zigarettenwerbung konsequent anzugehen, damit nicht schon die Jugendlichen dem Scheiß verfallen. Gleiches mit Alkohol, warum ist ein Bier in Restaurants billiger als ein Mineralwasser? Warum kostet Alkohol im Verkauf nicht mehr? Oder die Volkskrankheit Nummer eins, Zucker, wo ist die Zuckersteuer, wo das gesunde Schulessen für alle Kinder. Hat doch jahrelang auch keinen gejuckt ob tausende Menschen an allerlei Drogen gestorben sind, bestes Beispiel ist immer noch Alkohol, den auch ich trinke, aber um die Gefährlichkeit weiß und vollstes Verständnis hätte, wenn man ihn lieber heute als morgen konsequent von der Bildfläche verbannt... verbannen ist illusorisch, aber könnte den Erwerb massiv erschweren und verteuern, aber das ist im Land des gepflegten Biers einfach nicht drin, so wie auch ein Tempolimit seit Jahren behindert wird, aber scheinbar müssen die Leute mit 250 über die Autobahn heizen, zu was ist sonst der Airbag da.

Den Grünen gestehe ich die Moraldiskussion zu, nur wollen die gleich alles verbieten was Spaß macht, ein Mittelding wäre doch ganz nett.

Aber gerade die moralischen Appelle der Politiker, die sich jetzt um jeden Oma und Opa sorgen, aber dann gleichzeitig für Weihnachten grünes Licht geben, am Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Wäre es den Politikern wirklich um Menschenleben gegangen, hätte man zwischen Weihnachten und Silvester einen kompletten Lockdown durchführen müssen (was ich sogar unterstützt hätte), dann ist Weihnachten halt jeder alleine daheim und schickt die Pakete mit der Post, aber dann werden die Viren wenigstens nicht innerhalb der Familie schön durchgetauscht... so hatten die Politiker hat wieder Schiss vor dem Volkswillen und versuchen es mit solch einem halbherzigen Mist, nach vorne die Konsequenz predigen und nach hinten dann alles unterminieren, was man halbherzig aufbauen will.

Ich als Atheist hätte sogar kein Problem mit Gottesdiensten, solange man konsequent auf Masken und Abstand achtet, das ist viel sicherer als wenn Oma Anne bei der Familie an Weihnachten abhängt, aber Weihnachten ist halt eine heilige Kuh, so wie der Führerschein für die Senioren, da traut sich ja auch keiner ran, zumindest an regelmäßige Kontrollen ab einem bestimmten Alter.... sind halt Wählerstimmen.

Auswurf
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Grasdaggl
äh
saufen, rauchen etc ist zwar auch "ansteckend",
aber letztlich reden wir über eigenverantwortung.
Es geht den staat einen scheiss an.
Was fremdgefährdung (passivrauchen) angeht,
wurde ja gehandelt

Anders schaut's bei dem beispiel mit der geschwindigkeitsbegrenzung aus
das ist doch keine Musik

muffinho
Auswurf hat geschrieben:Es geht den staat einen scheiss an.


Ach so... dann dann geben wir doch am besten alles frei und hoffen auf Eigenverantwortung, Heroin an der Tanke und Schnellfeuerwaffen beim Obi......


muffinho
Wieso? Weißt Du welche Kosten Zucker in unserer Gesellschaft verursacht? Weißt Du wie viel Alkoholkranke täglich sterben? Jeder vernünftige Suchtmediziner wird Dir sagen dass Alkohol um ein vielfaches gefährlicher ist als etwa Marihuana, trotzdem kannst Du einen Kasten Bier oder den Vodka vom Penny für ein paar Euro kaufen, zudem wird Dir in der Werbung angepriesen dass Du mit einem Kasten Bier den Regenwald gesundsaufen kannst.

Wo sollte denn der Staat einspringen, um seiner Verantwortung gegenüber dem Volk gerecht zu werden?
Zuletzt geändert von muffinho am 9. Januar 2021 14:46, insgesamt 1-mal geändert.

Frank N Furter
Auswurf hat geschrieben:aber letztlich reden wir über eigenverantwortung.
Es geht den staat einen scheiss an.


Das wäre nur dann zutreffend, wenn die Solidargemeinschaft nicht für die extrem teure Therapie oder insgesamt, für die Folgeschäden einstehen müsste.

Das ist ja leider die Crux.

Auswurf
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Grasdaggl
ne und völlig kompromislos
NÖÖÖÖ

auf so ne totale quatschdiskussion lass ich mich auch mit niemandem ein.
Die findet keinen anfang und kein ende,
vor allem, wenn man darüber nachdenkt, was alles noch in ansätzen unter dem deckmantel eines gemeinwohls noch reguliert werden müsste.
Jeder hat das recht sich umzubringen, einen rausch zu haben
OHNE dass der staat minuspunkte verteilt

sonst geht doch nach china :cyclops:

absurd die vergleiche mit einer epidemie
das ist doch keine Musik