WAS für ein Harnik!


"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."
(Batman)
(Batman)


Geschäftsführer und Sportchef Thomas Eichin jedenfalls hatte damit nichts mehr zu tun - Runjaics Aus wurde über seinen Kopf hinweg entschieden: Nach exklusiven kicker-Informationen war Eichin bereits in einer Sitzung vor dem Spiel, an der er selbst gar nicht mehr teilnahm, als Geschäftsführer abberufen worden.
Überraschend war, dass Ismaik nicht nur Runjaic freistellte, sondern keinen Stein auf dem anderen ließ in der Fußball-KGaA, die ihm inzwischen zu 60 Prozent gehört - selbst seinen Vertrauten Gerges traf es, er wurde ins Marketing versetzt. (...)
Auf die Frage, weshalb Eichin degradiert werden musste, antwortete Cassalette, der sich auch sonst demonstrativ unbeteiligt gab: "Das soll am besten Hasan beantworten. Ich bin Präsident des e.V.". Was so höflich und harmlos klang, entsprach einer Unterwanderung der 50+1-Regel. Vier Jahre lang lag Ismaik im Dauerstreit mit den jeweiligen (wegen des Zwists ständig wechselnden) Präsidenten der Vereinsseite um die Entscheidungshoheit im Klub. Im Herbst 2015 trat Cassalette sein Ehrenamt an, seither kann Ismaik trotz 50+1 die Geschicke des TSV 1860 nach Belieben bestimmen.
Die DFL verweist bei Nachfragen stets darauf, die Vereinsseite halte alle Instrumente in der Hand, um ihre Rechte zu wahren. Allerdings: Was hilft es dem Verein, wenn sich die Vereinsvertreter dagegen entscheiden, sie zu nutzen, weil sie auf Ismaiks Gelder angewiesen sind im alljährlichen Lizenzierungsverfahren? Inzwischen geben sich die e.V.-Vertreter bei 1860 nicht einmal mehr die Mühe, so zu tun, als seien sie noch Herr im Haus. Alle Personalentscheidungen, hieß es am Dienstag, seien im Aufsichtsrat der KGaA getroffen worden, dessen Vorsitzender Ismaik ist. Dieser habe das Recht, Trainer vorbei an der Geschäftsführung zu entlassen, meinte Ismaik.