CoachingZone hat geschrieben:Das schützt [die Medien] aber nicht vor einer Kontrolle und Kritik meinerseits, wenn sie ihre Macht missbrauchen und/oder ethische Grundlagen verletzen. Ich zweifle im Übrigen nicht die Tatsache an sich an, wie das bei einer Reihe von populistischen und/oder totalitären Parteien/Regimes in Mode gekommen ist, sondern eben eher, DASS/WORÜBER sie berichten und WIE sie das anstellen.
Man soll auch nicht dort mit Kritik sparen, wo sie tatsächlich angebracht ist. Ich sehe hier aber keine journalistischen Pflichten verletzt. Die berichten über das, was die Leute interessiert. War schon immer so, muss man nicht gut finden, soll aber (mit einigen Ausnahmen) auch so sein. Sonst müsste die Politik entscheiden, worüber berichtet werden soll. Nein nein.
CoachingZone hat geschrieben:Aber man vergleiche halt mal [Spiegel] mit [StZ]
Vielleicht macht es klarer, worauf ich hinaus will. Und die erste Meldung des SWR kam halt ohne jegliche Details. So etwas kann ich akzeptieren, wenn es um eine Blitzmeldung geht, weil ein größeres Unglück passiert, ein Terroranschlag verübt worden, ein Krieg ausgebrochen, eine wichtige Persönlichkeit gestorben, der Papst zurückgetreten oder ein Flugzeug abgestürzt ist, aber halt nicht, wenn ein Fußballspieler in eine Prügelei verwickelt worden ist. Meine Meinung.
Der Spiegel meldet die bestätigten Informationen, die StZ stößt eine Debatte über Kevins allgemeines Betragen an. Muss nicht sein. Aber nochmal: dieser Pillepalle-Kram ist offensichtlich von öffentlichem Interesse. Dieses Spannungsfeld zwischen Informationsauftrag und Kohle verdienen gab’s für Zeitungen schon immer. Um es noch deutlicher zu machen: die schreiben das, was die Leute kaufen. Den StZ-Artikel finde ich hundsschlecht, aber noch nicht verwerflich.