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Wenn ich die Äußerungen Schindelmeisers richtig interpretiere, dann stellt der Berater das eigentliche Problem dar, was kein Wunder ist, da der in der Regel nur bei einem Vereinswechsel richtig Geld verdient - und da ist halt vermutlich jetzt die letzte Gelegenheit, noch mal richtig abzusahnen. Vermute auch, dass Schindelmeiser über das Verhalten des Beraters (Information der Presse vor dem letzten nicht ganz unwichtigen Saisonspiel) nicht wirklich begeistert ist.
Ich gehe davon aus, dass Terodde im vergangenen Jahr in seiner Karriereplanung durchaus vorhatte, mit einer eingespielten Mannschaft aus der 2. Liga in die Bundesliga aufzusteigen, um dann dort ZU SPIELEN und nicht auf der Bank zu hocken (deswegen der Vorzug des VfBs vor anderen Bundesligisten). Keiner weiß, wer die treibende Kraft hinter der AK war (ich vermute der Berater), aber damals war es vom VfB sehr sinnvoll, einen Torjäger um praktisch jeden Preis zu verpflichten, der wiederholt bewiesen hat, dass er nicht nur weiß, wie man in der 2. Liga viele Tore schießt, sondern es auch kann. Uns ist ja im vergangenen Jahr praktisch die gesamte Offensive (bis auf Ginni - und der befand sich in der Reha) weggebrochen. Da waren Experimente fehl am Platz. Und Terodde hat - wie ich finde - jeden müden Euro, den der VfB für ihn bezahlt hat, durch vorbildlichen Einsatz und durch viele (wichtige) Tore zurückgezahlt, er hat sich als Arbeitnehmer also außerordentlich gut verhalten. Dafür hat er meinen allerhöchsten Respekt verdient.
Nun werden die Karten wohl neu gemischt. Es treten andere und (für wen auch immer) attraktive Interessenten auf den Plan, die mit einer qualitativ besseren Mannschaft und besserem Gehalt werben und - vielleicht auch nicht ganz unwichtig - mit einer örtlichen Nähe zur Familie. Das Angebot muss Terodde nun gegen seinen ursprünglichen Plan (und auch gegen die Position, die er momentan im Team innehat, sowie gegen das Standing, das er sich in Stuttgart erarbeitet hat) abwägen. Macht die Entscheidung für Terodde vermutlich nicht einfach - und deswegen ist sie wohl auch noch nicht endgültig gefallen und der wahrscheinlich unterschriftsreife Vertrag mit Gladbach auch noch nicht unterschrieben. Ich meine, ihm die Anspannung am Sonntag auch angesehen zu haben, irgendwie hatte ich den Eindruck, dass er sich nicht richtig und ausgelassen freuen konnte (denselben Eindruck hatte ich übrigens auch bei Jean Zimmer und Tobi Werner).
Aber auch beim VfB werden die Karten neu gemischt. Ginczek rückt an die Startelf heran, der im Gegensatz zu Terodde schon Bundesligareife bewiesen hat. Im Oberhaus braucht der VfB vermutlich auch eine andere Spielweise, die Ginzcek möglicherweise mehr entgegenkommt als Terodde.
Wie auch immer das Ganze ausgeht - ich werde Simon Terodde stets als einen herausragenden Spieler in Erinnerung behalten, der sich voll und ganz für den Wiederaufstieg eingesetzt hat. Ansonsten halte ich mich an mein Lebensmotto: "Man weiß nie, wofür was gut ist - und es kommt immer was Besseres nach!"
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -