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Welche Partei bekommt deine ZWEITstimme?

Umfrage endete am 25. September 2017 01:20

CDU/CSU
2
4%
SPD
10
19%
B90/Die Grünen
17
31%
Die Linke
7
13%
FDP
13
24%
AFD
2
4%
Sonstige
2
4%
Mir Wurscht / Ich wähle nicht
1
2%

Tifferette
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Grasdaggl
Hmmm, mit etwas Abstand: Wenn man es sich in Ruhe anschaut, dann steht Jamaika nichts Unüberwindbares gegenüber (außer vielleicht Animositäten und Kleingeist).

Die kleinen Parteien haben ja üblicherweise ihre Schokoladenthemen, die sie durchsetzen wollen. In den allgemeinen Bereichen sind sie dann meist flexibler. Die Grünen und die FDP sind sich bei Bürgerrechten nahe. Auch bei der Modernisierung der Einwanderung steht bei beiden weit oben. Die FDP hat ihre digitale Agenda, das sollte auf keine großen Schwierigkeiten treffen. Die kindischen Gaga-Pläne der FDP zu Steuern und Europa sind ohnehin gegen Merkel und Schäuble nicht durchsetzbar, das sind allenfalls Bargaining Chips.

Heftig wird halt die Zukunft der Automobilindustrie mit den dranhängenden Umweltthemen. Aber da liegt die Kampflinie nicht nur zwischen FDP und Grün, sondern auch zwischen Grün und Schwarz.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)









Tifferette
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Grasdaggl
Ah so, einer muss es ja machen (=funkionaler Ansatz). :D

Ich finde es generell frappierend - wir haben jetzt zum ersten Mal waschechte Nazis im Parlament sitzen, als drittstärkste Kraft. Im Üsten ist sie in weiten Teilen nochmals stärker. Und trotzdem pflegen viele Leute ihre althergebrachten Ressetiments gegen die FDP. Das hat mich vor der Wahl schon verblüfft. Komische Prioritätensetzung.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)









darkred
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Halbdaggl
Tifferette hat geschrieben:Ah so, einer muss es ja machen (=funkionaler Ansatz). :D

Ich finde es generell frappierend - wir haben jetzt zum ersten Mal waschechte Nazis im Parlament sitzen, als drittstärkste Kraft. Im Üsten ist sie in weiten Teilen nochmals stärker. Und trotzdem pflegen viele Leute ihre althergebrachten Ressetiments gegen die FDP. Das hat mich vor der Wahl schon verblüfft. Komische Prioritätensetzung.


Ressentiments gibt es doch überall und gegen jede Partei. Ist doch eine Frage der Perspektive.
Mich stört nur die inflationäre und sehr vereinfachte Verwendung der Begrifflichkeit "Nazis" in Betrachtung der AfD. Nicht das ich jetzt kleinlich in der Draufsicht oder gar strikt anderer Meinung sein will, aber aus meiner Sicht ist diese Pauschalverunglimpfung in keinster Weise dienlich, sich mit diesem Phänomen auseinanderzusetzen. Denn a) sind weder alle AfD-Politiker Nazis, b) noch deren Wähler. Ich hoffe soviel Konsens herrscht auch hier, in unserem linksliberal gewichteten Forum. :arr:
Meiner Meinung nach, darf man die große Protestintention hinter dem beispiellosen Aufstieg der AfD nicht verkennen, respektive ihr lediglich mit einer plumpen "Nazis raus" Attitüde begegnen und sie ansonsten ignorieren. Das würde wohl eher das Gegenteil bewirken und sie in ihrer ach so geliebten Außenseiterrolle nur noch weiter exponieren.
Und da wären wir wieder bei der FDP und Lindner, der in der Berliner Runde etwas sehr Richtiges und Wichtiges gesagt hat. Und zwar, dass man die AfD nur durch Konfrontation mit sachpolitischen Themen entzaubern kann, indem man Ihnen fortwährend das Ersinnen/Preisgeben eigener Konzepte abringt und sie zum Tagesgeschäft in der parlamentarischen Demokratie zwingt. Und es immer und immer wieder öffentlichkeitswirksam anbringt, wenn sich deren Vertreten einmal mehr auf die reine Protesthaltung zurückziehen wollen.

Diese "Wir sind die Guten - ihr die Nazis" Haltung ist vllt. der eigenen Satisfaktion zuträglich, trägt aber vom Lösungsansatz her nichts dazu bei, dieser misslichen politischen Entwicklung verantwortungsvoll Rechnung zu tragen. Du musst diese Krakeeler auf der Sachebene entlarven. Alles andere wird nix helfen. Just my 2 cents...



Manolo
Grasdaggl
Das Abschneiden der afd ist insofern gut, dass die Unzufriedenheit nochmals sichtbar wird. Ich hoffe nur, dass daraus nicht der falsche Schluss gezogen wird und diesen Unzufriedenen von Politikern und Medien nach den Mund geredet wird. Man muss "nur" die Politik besser erklären und gewisse Probleme stärker angehen. Wenn die Unzufriedenheit dann trotzdem noch besteht, ist es eben so.
Hier könnte ihre Werbung stehen.

Nilkheimer
Halbdaggl
Natürlich war es damals heftiger, konfrontativer (um nicht zu sagen: manichäischer :mrgreen: ) usw.

Aber dadurch wird die ewige Behauptung dieser Neubewegten, man habe es heute mit einer linksliberalen Meinungsdiktatur zu tun, nicht wahrer, sondern sie bleibt was sie ist: Der durchsichtige Versuch, ungute Stimmung zu machen.
Aber das macht doch nichts.



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