Dem Emre Can war der Goldfisch erkältet, mit Attest vom Veterinäramt.
Unter Westfalen hat geschrieben:
Ich bin mir sicher,
dass Özil und Gündogan
mit Beifall bedacht worden wären,
wenn sie sehr deutlich gemacht hätten,
einen Fehler begangen zu haben.
Gut vorstellbar, aber keiner von Beiden hat ähnliches getan.
Der Eine hätte können, wollte allerdings nicht; Business und so.
Der Andere ist wohl schlicht nicht dazu in der Lage...
*offtopic*
Ein Thema, dass alle 4 Jahre im Vorfeld der Fußball-WM gewürdigt werden will, ist das Thema "singende Fußballer" Mittlerweile singt ja die Nationalmannschaft vor einer WM nicht mehr, und manche mögen das bedauern, andere werden eher erleichtert sein. Aber widmen wir uns zunächst der Geschichte chronologisch und beginnen mit 1974, die Nationalmannschaft sang ein von Jack White (nein, nicht der Jack White von den White Stripes) geschriebenes und produziertes Lied. "Fußballl ist unser Leben"...
Ein Thema, dass alle 4 Jahre im Vorfeld der Fußball-WM gewürdigt werden will, ist das Thema "singende Fußballer" Mittlerweile singt ja die Nationalmannschaft vor einer WM nicht mehr, und manche mögen das bedauern, andere werden eher erleichtert sein. Aber widmen wir uns zunächst der Geschichte chronologisch und beginnen mit 1974, die Nationalmannschaft sang ein von Jack White (nein, nicht der Jack White von den White Stripes) geschriebenes und produziertes Lied. "Fußballl ist unser Leben"...
Zuletzt geändert von Bundes-Jogi am 10. Juni 2018 00:08, insgesamt 1-mal geändert.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).
Vor der WM 1978 entschied dann der DFB, den singenden Kickern oder kickenden Sängern eine musikalischen Profi an die Hand zu geben, in diesem Falle Udo Jürgens. Heraus kam im Gegensatz zu 1974 ein eher schwülstig und pathetisches Lied. "Buenos Dias Argentina". Textprobe: "Buenos Dias Argentina, er war lang, mein Weg zu Dir. Doch nun schwenk ich den Sombrero, Buenos Dias, ich bin hier."
Solchermassen musikalisch inspiriert, verzichtete der DFB im Quartier in Ascochinga (auf deutsch ungefähr "toter Hund" - einem Trainingscamp der Militär-Junta (es wurden auch echte Alt-Nazis in die Herberge eingeladen) auf einen krähenden Hahn, einen jaulenden Hund oder einen "normalen" Wecker. Stattdessen hatten sie diese aparte Idee (und das macht Cordoba irgendwie erklärbar, die wollten einfach nicht mehr SO geweckt werden)...
Solchermassen musikalisch inspiriert, verzichtete der DFB im Quartier in Ascochinga (auf deutsch ungefähr "toter Hund" - einem Trainingscamp der Militär-Junta (es wurden auch echte Alt-Nazis in die Herberge eingeladen) auf einen krähenden Hahn, einen jaulenden Hund oder einen "normalen" Wecker. Stattdessen hatten sie diese aparte Idee (und das macht Cordoba irgendwie erklärbar, die wollten einfach nicht mehr SO geweckt werden)...
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).
Spanien 1982. Das Trainingslager "Schlucksee", die "Schande von Gijon" und Schumacher gegen Battiston. Und dieses Lied. Den Part des professionellen Sängers übernahm Michael Schanze. Textprobe: "Das Glück hat einen Namen, In Spanien heißt es 'La Felicidad'." Und später: "Das Herz hat einen Namen. In Spanien heißt es 'La corazon.'" Refrain: "Olé olé, olé olà, viva l'Espana vi felicidad."
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).
Mein persönliches Highlight, 1986, diesmal wurde Peter Alexander dazu verdonnert, mit der Nationalmannschaft ein Lied einzuspielen. Nicht so sehr das Lied ist ein Highlight, sondern der Mitschnitt des Live-Auftritts bei "Wetten dass?". Die Spieler wurden in Ponchos gesteckt und mussten alberne Sombreros tragen. Besonders begeistert davon wie von dem Lied wirken hierbei Pierre Littbarski und Lothar Matthäus, beide wünschen sich offensichtlich, an irgendeinem anderen Ort zu sein, nur nicht HIER und nicht JETZT.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).
1990 wurde Udo Jürgens reaktiviert. Das Lied, dass er mit der Mannschaft aufnahm, trug den doch etwas skurrilen Titel "WIr sind schon auf dem Brenner." Ich bin mir ziemlich sicher, heute würde der DFB ein Lied mit diesem Titel nicht mehr in Auftrag geben. So wie das ZDF keine Spielshow mehr ausstrahlen würde mit dem Titel "Der goldene Schuss". Aber das ist ein anderes Thema. Wobei die deutschen Fußballer in Italien damals als "deutsche Panzer" bezeichnet wurden. Irgendwie würde das Lied zu Wolfgang Schäuble aus seier Zeit als Finanzminister passen. Oder jetzt bezüglich der neuen italienischen Regierung.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).
Und nach nur 20 Jahren und 6 Weltmeisterschaften wurde das Kapitel "singende Nationalmannschaft" zu den Akten gelegt. Vermutlich auch zur Erleichterung der Spieler. Diesmal hatte jemand beim DFB (der wohl namentlich nicht genannt werden wollte), die grandiose Idee, die Nationalammsnchaft zusammen mit den "Village People" auftreten zu lassen. Der Titel hieß "Far Away in America". Und einige ehemalige Nationalspieler, die damals dabei waren, behaupte heute noch, als Matthias Sammer erfahren habe, dass es in der Gruppe auch Homosexuelle gebe, habe er sich im Studio in die letzte Reihe gestellt und sich an die Wand gedrückt. Nach dem Motto "Ich weiß zwar, dass es Schwule gibt, aber da sind welche mit mir im gleichen Raum."
*offtopic Ende*
*offtopic Ende*
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).
Persönlich gelöscht
Zuletzt geändert von Hasenrupfer am 10. Juni 2018 00:42, insgesamt 4-mal geändert.
Mittlerweile singt ja die Nationalmannschaft vor einer WM nicht mehr, und manche mögen das bedauern, andere werden eher erleichtert sein. Aber widmen wir uns zunächst der Geschichte chronologisch [...]

Mexico, mi amor, war auch mein Highlight. Ich summte es in der Schule leise vor mich hin, da griff meine Freundin rüber und zog mich kräftig am Ohr. Als ich sie erstaunt anschaute, meinte sie nur: Du hast doch gesagt, i soll di am Ohr mexicoen...
Ich lachte noch drei Stunden später
Ich lachte noch drei Stunden später
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.
Hasenrupfer hat geschrieben:Bei dem ein oder anderen Pfeifer mag seine türkische Herkunft sicherlich der Hauptgrund gewesen sein, aber es wurden in den letzten Jahren auch schon blonde, blauäugige (sag ich jetzt mal) Spieler mit urdeutschen Namen gnadenlos ausgepfiffen.
Auch ein gewisser Mario G. war jahrelang der absolute Buhmann, lag das etwa daran, dass er Älbler ist?
Nee, da allen pauschal Rassismus vorzuwerfen ist Schwachsinn.
Beide wurden wegen Aktionen auf dem Platz ausgepfiffen. Bsp. als Scholl Grüne hängen wollte, bekam er nach meiner Erinnerung keine Pfiffe dafür.
Hier könnte ihre Werbung stehen.
Hasenrupfer hat geschrieben:Hmm, also mag Emre Can seine Verwandtschaft nicht?.
Vielleicht mögen seine Eltern Erdogan nicht, die von Özil und Gündogan aber schon.
Hier könnte ihre Werbung stehen.
Wenn Sport und Politik angeblich nichts miteinander zu tun haben, fragt man sich warum die ganzen Politiker so wild auf Fotos mit Sportlern sind.
Ich hätte im Stadion nicht gepfiffen, aber ich fand die Art und Weise, wie mit der Geschichte von Seiten des DFB umgegangen wurde, sehr unglücklich und nicht befriedigend. Sicher kamen auch daher Pfiffe.
Zum Dritten muss man sich aber natürlich tatsächlich nicht über das DFB-Rumlavieren wundern, wenn man sich den Umgang mit Diktatoren anguckt (Z.B. gab's mal ne sehr interessante Doku über eine Deutsche, die während der Argentinien-WM dort festgehalten wurde - der DFB HÄTTE da was tun können...).
Vermute aber auch, dass das Thema, wenn die WM begonnen hat, durch ist.
Ich hätte im Stadion nicht gepfiffen, aber ich fand die Art und Weise, wie mit der Geschichte von Seiten des DFB umgegangen wurde, sehr unglücklich und nicht befriedigend. Sicher kamen auch daher Pfiffe.
Zum Dritten muss man sich aber natürlich tatsächlich nicht über das DFB-Rumlavieren wundern, wenn man sich den Umgang mit Diktatoren anguckt (Z.B. gab's mal ne sehr interessante Doku über eine Deutsche, die während der Argentinien-WM dort festgehalten wurde - der DFB HÄTTE da was tun können...).
Vermute aber auch, dass das Thema, wenn die WM begonnen hat, durch ist.
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.
Das glaube ich nicht, zumal sich der Irre himself noch gar nicht dazu geäussert hat. Philosoph schlichtende Worte sind da nicht unbedingt zu erwarten.
@schwaebi
Welche dfb-reaktion hättest du als die richtige empfunden?
Welche dfb-reaktion hättest du als die richtige empfunden?
Don't criticize what you can't understand
die diskussion wird nie mehr enden, selbst wenn die 2 ein finale gemeinsam zu gunsten deutschlands entscheiden würden.
"Das ist nicht meine nationalmannschaft" ist ja schon bislang keine seltene haltung
und nichts spricht momentan dafür, dass sich da gesellschaftlich demnächst gräben schliessen
- der wille ist nicht vorhanden
"Das ist nicht meine nationalmannschaft" ist ja schon bislang keine seltene haltung
und nichts spricht momentan dafür, dass sich da gesellschaftlich demnächst gräben schliessen
- der wille ist nicht vorhanden
das ist doch keine Musik
@schbidzle:
Und das ist mMn exakt der (edit: einer Hauptgründe) der Grund, warum die beiden auf die Erdopics hätten verzichten sollen.
Das war auf der ganzen Linie eine Scheißaktion und das würde ich gerne vom DFB hören. Nicht ein weinerliches „ was sollermer denn no älles macha?“
Und das ist mMn exakt der (edit: einer Hauptgründe) der Grund, warum die beiden auf die Erdopics hätten verzichten sollen.
Das war auf der ganzen Linie eine Scheißaktion und das würde ich gerne vom DFB hören. Nicht ein weinerliches „ was sollermer denn no älles macha?“
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.
natürlich war die aktion scheisse
- so richtig AUTSCH
dfb mässig hätte man es vielleicht irgendwie besser machen können,
aber auch noch schlechter
- alles nicht so easy..
was würde man mit einem bekennend völkisch sich äussernden spieler machen
und lässt sich das vergleichen - frage ich mich
- so richtig AUTSCH
dfb mässig hätte man es vielleicht irgendwie besser machen können,
aber auch noch schlechter
- alles nicht so easy..
was würde man mit einem bekennend völkisch sich äussernden spieler machen
und lässt sich das vergleichen - frage ich mich
das ist doch keine Musik
ein bekennend völkischer Spieler hätte 0,0 Rückendeckung von der seriösen Presse. Keine langatmigen Begründungen warum den nicht auspfeifen dürfe. Der DFB würde sich distanzieren, weil man keine Kabinenbilder mit der Weidel wollen kann. usw. Da würden alle Mechanismen anspringen und einwandfrei funktionieren, glaub ja ich.
ps: vergleichen lässt es sich nicht ganz, außer der Affront gg unsere freiheitlichen Werte, der wäre wohl ähnlich
ps: vergleichen lässt es sich nicht ganz, außer der Affront gg unsere freiheitlichen Werte, der wäre wohl ähnlich
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.
das denke ich auch,
aber man hätte trotzdem die debatte "dem erdogan darf man huldigen, aber ..."
aber man hätte trotzdem die debatte "dem erdogan darf man huldigen, aber ..."
das ist doch keine Musik
schwaebi hat geschrieben:Zum Dritten muss man sich aber natürlich tatsächlich nicht über das DFB-Rumlavieren wundern, wenn man sich den Umgang mit Diktatoren anguckt (Z.B. gab's mal ne sehr interessante Doku über eine Deutsche, die während der Argentinien-WM dort festgehalten wurde - der DFB HÄTTE da was tun können...).
Diese Doku hatte ich seinerzeit auch gesehen. Der Fall war mir davor völlig unbekannt gewesen und ich vermute mal, im Deutschen Fußball Museum wird's dazu auch keinen Schaukasten geben.
Und zurück ins Hier & Heute:
Sicher will der DFB die Debatte um Gündogan und Özil auch wegen der Sponsoren schnell beenden, das Produkt soll doch wie immer strahlend weiß sein. Außerdem kommen Grindel oder Bierhoff demnächst vielleicht in die missliche Lage, Putin die Hand schütteln zu müssen. Das wäre dann schon heikel. Wobei, diese Bilder werden sie jetzt unbedingt vermeiden. Das ist immerhin ein positiver Nebeneffekt.
National bekennend:
Hat Paolo Di Canio vielleicht deutsche Vorfahren? Der Nachname klingt so nach cane... Hund... vielleicht ist da ein Deutscher Schäferhund im Stammbaum?
Naja, ich weiß nicht. So einfach sollte man dieses generell deutschtümelnde nicht ausschließen. Ich war über das Wochenende in Köln (viele unterwegs nach Leverkusen). Und es gibt - ohne das jetzt all zu vereinfachend darstellen zu wollen - schon eine große Menge an Leuten, die man einem eher patriotischen Klientel zuordnen würde (um es mal so auszudrücken). Ich glaube schon, dass einige ganz froh sind diese „Halbdeutschen“ in der N11 auspfeifen zu können. Wie immer natürlich nicht alle. Aber es ist sicher kein Geheimnis dass die Multikultimannschaft einem bestimmten (nicht allzu winzigen) Personenkreis eher sauer aufstößt.
Ansonsten ist zu der sache alles gesagt...dumme Aktion und schwache Aufarbeitung. Aber auch sehr undankbar für den Verband.
Ansonsten ist zu der sache alles gesagt...dumme Aktion und schwache Aufarbeitung. Aber auch sehr undankbar für den Verband.
