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Airwin
darkred hat geschrieben:
Haber hat geschrieben:
Insbesondere braucht es eine selbstreflektierende Debatte, die zunächst einmal anerkennt, dass doch kaum ein Deutscher wie der andere lebt.


zitat von coaching zone.

finde ich gut, können wir drüber reden ..., so in der art hat es neulich auch auswurf geschrieben. dass das eine aufgabe ist, mit den unterschieden leben zu können.

ich finde das wirklich gut. man merkt ja auch hier, wie unterschiedlich wir ticken.


"Jedem Tierchen sein Pläsierchen" ... "leben und leben lassen" ... damit bin ich zu 100% d'accord.
Ob der Stammbaum nun bis zu Kaiser Wilhelm zurück reicht oder ob Deutscher mit türkischen Eltern ist mir dabei herzlich schnurz. Es geht aber am Ende um die freiheitlichen Werte, die man hier hoch halten und verteidigen muss ... und die letztlich auch den "einenden Boden" für alles danach kommende bereiten sollten.
Und da gerät die multikulturelle Gesellschaft bisweilen schnell an ihre Grenzen, weil sich das jeweilige Verständnis dafür dann doch unterscheidet. Es entzündet sich doch Vieles an der Frage, wieso so viele Deutsche mit türkischen Wurzeln dem Antidemokraten Erdgogan huldigen, hierzulande aber gerne die Vorzüge einer offenen, liberalen Gesellschaft in Anspruch nehmen. Und keiner der Befragten kann oder will diesen Widerspruch erklären.



eben. Die toleranz der grünen für migranten endet beispielweise, wenn sich jemand mit erdogan ablichten läßt, während zB das mutwillige vernichten des ausweises zum zwecke der asylerschleichung überhaupt kein problem darstellt. Ersteres ist ein skandal , letzteres ist ok bzw kritik daran ist nur mit fremdenfeindlichkeit oder islamophobie etc zu erklären.

Airwin
Southern Comfort hat geschrieben:
Airwin hat geschrieben:
Southern Comfort hat geschrieben:Ist ein schönes Beispiel für Meinungsvielfalt.

innerhalb der regierung innerhalb einer partei.


JA! Was für eine seltsame Vorstellung, dass wir immer der gleichen Meinung sein müssen, weil andere Merkmala (hier: Parteizugehörigkeit) übereinstimmen.

CSU/CDU-Streit, Führungsdiskussion in der SPD, Wagenknecht vs. Kipping, grüne Flügel seit jeher, ein Richtungsstreit nach dem anderen in der AfD...

Wer keine unterschiedlichen Meinungen ertragen kann und auch mal Konflikt nicht austragen will, braucht keine Demokratie. Er hat nicht mal verstanden, wie sie gedacht ist. Hegel'sche Dialektik und so...

Und als Brückenschlag zu Özil: Ich teile seine Auffassung zu Erdogan nicht, aber das muss ich auch nicht. Ich kann sehr gut damit leben, dass er trotzdem N11 spielte. Er vertritt vermutlich auch eine andere Meinung, welche Autos man so fahren sollte oder wie Kaffee am besten schmeckt.



jaja schon klar und auch völlig richtig. Ich werde dennoch bei gelegenheit an diese erkenntnisse erinnern.

Auswurf
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Grasdaggl
darkred hat geschrieben:Arg schräger Vergleich.
In Deutschland kann man keine antidemokratischen Parteien wählen!
Ich hoffe so weit herrscht hier Konsens!


hallo dark,
kein konsens

spätestens bei npd ist das nicht der fall.
Nur weil was nicht offen ausgesprochen wird, weil es aus existenziellen gründen nicht ausgesprochen werden darf, ändert das nichts an einer antidemokratischen gesinnung.
Wer wird sich denn von gefressener kreide täuschen lassen.

Mich würde wundern, wenn bei der npd viele mitglieder sich als anhänger der demokratie bezeichnen würden.
Zu wieviel % das für afdler zutrifft, dürfte der größere streitfall sein
Zuletzt geändert von Auswurf am 23. Juli 2018 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
das ist doch keine Musik

darkred
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Halbdaggl
Southern Comfort hat geschrieben:
Airwin hat geschrieben:
Southern Comfort hat geschrieben:Ist ein schönes Beispiel für Meinungsvielfalt.

innerhalb der regierung innerhalb einer partei.


JA! Was für eine seltsame Vorstellung, dass wir immer der gleichen Meinung sein müssen, weil andere Merkmala (hier: Parteizugehörigkeit) übereinstimmen.

CSU/CDU-Streit, Führungsdiskussion in der SPD, Wagenknecht vs. Kipping, grüne Flügel seit jeher, ein Richtungsstreit nach dem anderen in der AfD...

Wer keine unterschiedlichen Meinungen ertragen kann und auch mal Konflikt nicht austragen will, braucht keine Demokratie. Er hat nicht mal verstanden, wie sie gedacht ist. Hegel'sche Dialektik und so...

Und als Brückenschlag zu Özil: Ich teile seine Auffassung zu Erdogan nicht, aber das muss ich auch nicht. Ich kann sehr gut damit leben, dass er trotzdem N11 spielte. Er vertritt vermutlich auch eine andere Meinung, welche Autos man so fahren sollte oder wie Kaffee am besten schmeckt.


Dialektik in Zeiten des grassierenden Populismus. :shock:
Ein wahrlich hehrer Wunsch ... dazu bräuchte es aber einen Dialog zwischen intelligenten, reflektierten, achtungsgebietenden ... kurz der Dialektik überhaupt fähigen ... Vertretern der jeweiligen "Partei", die zudem von den Ihrigen respektiert, hoch geachtet werden. Ergo, die sowas wie eine weisende Funktion inne haben. Siehst du das?

darkred
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Auswurf hat geschrieben:
darkred hat geschrieben:Arg schräger Vergleich.
In Deutschland kann man keine antidemokratischen Parteien wählen!
Ich hoffe so weit herrscht hier Konsens!


hallo dark,
kein konsens

spätestens bei npd ist das nicht der fall.
Nur weil was nicht offen ausgesprochen wird, weil es aus existenziellen gründen nicht ausgesprochen werden darf, ändert das nichts an einer antidemokratischen gesinnung.
Wer wird sich denn von gefressener kreide täuschen lassen.

Mich würde wundern, wenn bei der npd viele mitglieder sich als anhänger der demokratie bezeichnen würden.
Zu wieviel % das für afdler zutrifft, dürfte der größere streitfall sein


Moin Auswurf.

Die NPD ist in der Tat eine völkisch-nationalistische Partei, gehört aber zum demokratischen Spektrum. Wenn auch ganz rechts außen. Sonst wäre sie verboten. Sie stellt zudemr angesichts ihrer Bedeutungslosigkeit im politischen Geschehen keine konkrete Bedrohung für die freiheitliche demokratische Grundordnung dar.


Und um es abzukürzen.
Mir ging beim "schrägen Vergleich" um die AKP, der größten türkischen Volkspartei. Und um deren Vorsitzenden, der eindeutig darin bestrebt ist, die Demokratie dort abzuschaffen. Das will die AfD mWn nicht ... ohne jetzt auch nur eine Silbe deren Lieds singen zu wollen!

Tifferette
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darkred hat geschrieben:Die NPD ist in der Tat eine völkisch-nationalistische Partei, gehört aber zum demokratischen Spektrum. Wenn auch ganz rechts außen. Sonst wäre sie verboten. Sie stellt zudemr angesichts ihrer Bedeutungslosigkeit im politischen Geschehen keine konkrete Bedrohung für die freiheitliche demokratische Grundordnung dar.

Wenn man sich auf diesen sehr formalen Standpunkt stellen will: Der zweite Teil dieser Aussage stimmt, der erste nicht so ganz. Das BVerfG hat im letzten Urteil von 2017 bestätigt, dass die NPD verfassungsfeindlich ist, Zitat (https://www.bundesverfassungsgericht.de ... 7-004.html)
BVerfG hat geschrieben:Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) vertritt ein auf die Beseitigung der bestehenden freiheitlichen demokratischen Grundordnung gerichtetes politisches Konzept.

Allerdings, und da hast Du Recht, bestehe wegen ziemlicher Erfolglosigkeit kein Grund für ein Verbot.

Aber: selbst in den Augen des BVerfG ist die NPD antidemokratisch. Die Gleichung "nicht verboten, also nicht undemokratisch" gilt daher nicht.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
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Das ist immer ein Argument der Sicherheitsbehörden gegen einen Verbotsantrag gewesen, also letztlich eine politische oder meinetwegen auch strategische Frage. Wäre mir neu, dass das vor Gericht eine Rolle gespielt hätte.
Zuletzt geändert von Tifferette am 23. Juli 2018 15:07, insgesamt 1-mal geändert.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Manolo
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darkred hat geschrieben:
Auswurf hat geschrieben:
darkred hat geschrieben:Arg schräger Vergleich.
In Deutschland kann man keine antidemokratischen Parteien wählen!
Ich hoffe so weit herrscht hier Konsens!


hallo dark,
kein konsens

spätestens bei npd ist das nicht der fall.
Nur weil was nicht offen ausgesprochen wird, weil es aus existenziellen gründen nicht ausgesprochen werden darf, ändert das nichts an einer antidemokratischen gesinnung.
Wer wird sich denn von gefressener kreide täuschen lassen.

Mich würde wundern, wenn bei der npd viele mitglieder sich als anhänger der demokratie bezeichnen würden.
Zu wieviel % das für afdler zutrifft, dürfte der größere streitfall sein


Moin Auswurf.

Die NPD ist in der Tat eine völkisch-nationalistische Partei, gehört aber zum demokratischen Spektrum. Wenn auch ganz rechts außen. Sonst wäre sie verboten. Sie stellt zudemr angesichts ihrer Bedeutungslosigkeit im politischen Geschehen keine konkrete Bedrohung für die freiheitliche demokratische Grundordnung dar.


Und um es abzukürzen.
Mir ging beim "schrägen Vergleich" um die AKP, der größten türkischen Volkspartei. Und um deren Vorsitzenden, der eindeutig darin bestrebt ist, die Demokratie dort abzuschaffen. Das will die AfD mWn nicht ... ohne jetzt auch nur eine Silbe deren Lieds singen zu wollen!


Erdogan wurde demokratisch gewählt. Seine Macht hat er dann immer weiter ausgebaut. Und doch in ihren feuchten Träumen wollen das auch Kafdler.
Hier könnte ihre Werbung stehen.

Southern Comfort
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Grasdaggl
darkred hat geschrieben:
Southern Comfort hat geschrieben:
Airwin hat geschrieben:innerhalb der regierung innerhalb einer partei.


JA! Was für eine seltsame Vorstellung, dass wir immer der gleichen Meinung sein müssen, weil andere Merkmala (hier: Parteizugehörigkeit) übereinstimmen.

CSU/CDU-Streit, Führungsdiskussion in der SPD, Wagenknecht vs. Kipping, grüne Flügel seit jeher, ein Richtungsstreit nach dem anderen in der AfD...

Wer keine unterschiedlichen Meinungen ertragen kann und auch mal Konflikt nicht austragen will, braucht keine Demokratie. Er hat nicht mal verstanden, wie sie gedacht ist. Hegel'sche Dialektik und so...

Und als Brückenschlag zu Özil: Ich teile seine Auffassung zu Erdogan nicht, aber das muss ich auch nicht. Ich kann sehr gut damit leben, dass er trotzdem N11 spielte. Er vertritt vermutlich auch eine andere Meinung, welche Autos man so fahren sollte oder wie Kaffee am besten schmeckt.


Dialektik in Zeiten des grassierenden Populismus. :shock:
Ein wahrlich hehrer Wunsch ... dazu bräuchte es aber einen Dialog zwischen intelligenten, reflektierten, achtungsgebietenden ... kurz der Dialektik überhaupt fähigen ... Vertretern der jeweiligen "Partei", die zudem von den Ihrigen respektiert, hoch geachtet werden. Ergo, die sowas wie eine weisende Funktion inne haben. Siehst du das?


Man muss das philosophisch nicht überhöhen und total vergeistigen. Streit belebt die Diskussion. Man muss sich halt mal an ein paar Konventionen wie Höflichkeit halten. (Und die Diskussion muss man in Zeiten des Populismus mal viel schärfer führen!)

Ansonsten, Dieter Nuhr: Meinungsfreiheit heißt, man DARF eine Meinung haben, nicht man MUSS.

Und schon garnicht MUSS man die selbe wie andere haben.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Tifferette
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Southern Comfort hat geschrieben:Und als Brückenschlag zu Özil: Ich teile seine Auffassung zu Erdogan nicht, aber das muss ich auch nicht. Ich kann sehr gut damit leben, dass er trotzdem N11 spielte. Er vertritt vermutlich auch eine andere Meinung, welche Autos man so fahren sollte oder wie Kaffee am besten schmeckt.


Das Bittere ist, dass damit eigentlich alles gesagt ist - oder jedenfalls gesagt sein sollte.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

darkred
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tiffi hat geschrieben:Aber: selbst in den Augen des BVerfG ist die NPD antidemokratisch. Die Gleichung "nicht verboten, also nicht undemokratisch" gilt daher nicht.


Mir geht es hier beileibe nicht um Deutung die NPD als nicht-/demokratische Partei betreffend, wir schweifen damit doch nur wieder von der viel wichtigeren Diskussion ab, wie es zu verhindern ist, dass sich der gesellschaftliche Kitt in absehbarer Zeit vollends verflüchtigt.

SC hat geschrieben:Man muss das philosophisch nicht überhöhen und total vergeistigen. Streit belebt die Diskussion. Man muss sich halt mal an ein paar Konventionen wie Höflichkeit halten. (Und die Diskussion muss man in Zeiten des Populismus mal viel schärfer führen!)


In Ordnung.
Dennoch steht die Frage. WER soll diese (Stellvertreter-)Diskussion führen? Höflich und scharf zugleich?

Airwin
Haber hat geschrieben:
Die toleranz der grünen für migranten endet beispielweise, wenn sich jemand mit erdogan ablichten läßt, während zB das mutwillige vernichten des ausweises zum zwecke der asylerschleichung überhaupt kein problem darstellt.


ja, weil erdogan kein demokrat ist. und es gilt demokratie zu verteidigen, nicht das gegenteil, auch nicht durch die macht der bildersprache!
außerdem weißt du glaub nicht, wer von asylsuchenden in not ist und wer sich was erschleicht. oder doch?

trotzdem finde ich deine bemerkungen immer lesenswert, weil du immer wieder auf doppelmoral und heuchelei verweist, ich hoffe ja, weil es dein anliegen ist, nicht um damit was zu erreichen - so aus propagandagründen?

du deckst immer wieder scheinheiligkeiten und widersprüche auf, das kommt mir schon bekannt vor. 8)

sagen wir so, ich glaube dir. gell.

gell, ich bin halt auch so ein skeptischer airwonaut.
ich arbeite mit migranten, und ich kenne meine pappenheimer.

aber die gibts überall.

stimmts?

:|



pappenheim war doch der der im 30-jährigen krieg bei der plünderung magdeburgs eine eher unrühmliche rolle gespielt hat? Aber darum gehts ja nicht jetze , gell .

Zum deinen punkten:

- ich bezweifle dass es unsere aufgabe ist die demokratie in der türkei zu verteidigen. Wo ist die legitimation? Und selbst wenn - özil darf sich mit dem sultan nicht ablichten, mutti aber demnächst wieder sehr wohl? Irssinig.

- Bzgl "erschleichen" Wenn jemand seinen pass wegwirft dann wohl aus dem grund etwas zu bekommen was er als inhaber des passes NICHT bekommen würde. Insofern durchaus erschleichung. Erschleichung und not muß sich übrigens nicht ausschließen.

- was ich mit dem aufdecken von widersprüchen und heuchelei erreichen will? Vielleicht das aufdecken von widersprüchen und heuchelei :P ? naheliegend eigentlich.

- bzgl der migranten die ich jetzt nicht in bezug zu pappenheim bringen will :? : Ich sehe das so, dass die leute die migranten verurteilen , weil sie zB erdogan wählen, die wirklichen fremdenfeinde sind. Es ist doch bekannt dass migranten in ihrer mehrheit eher strukturkonservativ sind - so kommen sie hierher und so bleiben sie i.d.R. auch, zumindest die die schon fertig sozialisiert sind wenn sie hierherkommen. Und wenn sie es dann wagen ihre - ohnehin vorhandenen - meinungen öffentlich zu äußern werden sie von den leuten die sie zuvor zu vorzeigemigranten mit gelungener integration aufgepeppt haben schwuppdiwupp zum nichtintegrierten deutschtürken erklärt. Ich kann özils reaktion da nachvollziehen.

Man muß die leute - solange sie sich gesetzeskonform verhalten :!: - so akzeptieren wie sie sind und ihnen ein recht auf eine eigene meinung zugestehen. Auch dann wenn sie nicht zum eigenen weltbild paßt - bzw gerade dann.


Southern Comfort
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Grasdaggl
darkred hat geschrieben:
SC hat geschrieben:Man muss das philosophisch nicht überhöhen und total vergeistigen. Streit belebt die Diskussion. Man muss sich halt mal an ein paar Konventionen wie Höflichkeit halten. (Und die Diskussion muss man in Zeiten des Populismus mal viel schärfer führen!)


In Ordnung.
Dennoch steht die Frage. WER soll diese (Stellvertreter-)Diskussion führen? Höflich und scharf zugleich?


Öh... Huäh? :shock:

Ich hoffe doch, dass wir jetzt keinen Diskussionsführerschein brauchen. Ansonsten ist die Brutstätte aller politischen Diskussionen in erster Linie ein Parlament, ansonsten auch gerne mal Bürgerversammlungen, Stammtische, Demonstrationen, Fußballforen (sic!), usw, usf.

Wer? Na, mit etwas Bemühung kann doch bitte jeder diskutieren. Mehr oder minder gut, aber das ist etwas, was man nur by doing lernt.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Airwin
Bundes-Jogi hat geschrieben:Das sich ein vorbestrafter Krimineller (UH) zu Özil äußert ... :roll: :roll: :roll:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/me ... 19733.html




den medialen empörungssturm der über özil und gündogan hinwegfegte hatten aber nicht die volldeppen von der npd entfacht und auch keine afd-hinterbänkler, sondern die großen zeitungen und prominente politiker wie özdemir oder auch der "ratlose" steinmeierpräse. Nilkheimer lass ich jetzt mal weg, weil er außerhalb des pforums hoffentlich nichts zu melden hat 8) . Da sollte man schon bei der wahrheit bleiben.
Zuletzt geändert von Airwin am 23. Juli 2018 16:00, insgesamt 1-mal geändert.


Airwin
Bundes-Jogi hat geschrieben:http://www.spiegel.de/sport/fussball/reinhard-grindel-geraet-durch-statement-von-mesut-oezil-in-kritik-a-1219685.html



auch hier sollten sich die betroffenen medien mal selber bzgl des eigenen schlingerkurses hinterfragen:
Der Schlingerkurs aller Beteiligten hat diese Affäre immer größer, nicht kleiner gemacht. Die Abwesenheit Özils am Medientag, die Versuche von DFB-Manager Oliver Bierhoff, das Thema noch vor dem Turnier zu beerdigen, die darauf folgende Medienkampagne gegen Özil, die Untätigkeit des Verbandes, als die Ressentiments gegen Özil immer mehr Raum fanden, schließlich die Attacken Bierhoffs und Grindels gegen Özil - all das hat den Fall Özil-Erdogan zur Staatsaffäre werden lassen.


wer hat den "die darauf folgende medienkampagne gegen özil" gefahren? Bierhoff jedenfalls nicht, der SPIEGEL selbst war wohl eher daran beteiligt.


Southern Comfort
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Grasdaggl
@Airwin:

Erneut... Kontext ist alles. Im letzten Teil des Artikels geht der Verfasser auf die Verbindungen zur Bild ein und deren unerwartet klare Positionierung auf Seiten Grindels.

Ferner ist der SPIEGEL mir sehr deutlich in Erinnerung, dass die Kommentare fast schon einseitig in die Kerbe hauten, dass man in D kein Problem mit der Aussage habe, sondern damit, dass MÖ in der Toitschen N11 spielt.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:Der DFB stellt sich mit einer blutleeren Stellungnahme vor Grindel.

https://www.dfb.de/news/detail/erklaeru ... il-190102/


Streckenweit fand ich die Aussagen sogar ok, weil sie deeskalierende Absicht haben. Dass sie die Vorwürfe zu Rassissmus zurückweisen, war ja erwartbar und etwas mehr Bedauern wäre hier nett gewesen. Ist wohl zuviel verlangt, wenn man nicht gleich den Chef aus dem Nebenbüro anzählen will.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Es ist auch in der Kürze der Zeit nicht viel mehr möglich – ist halt genau das, was jeder publizieren würde. Deeskalation mag die Absicht sein, ist auch richtig, aber gleichzeitig entsteht der Eindruck, als ob man abwarten wolle, wie sich die öffentliche Debatte entwickelt.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Man muss vielleicht froh sein, dass die nicht so geschrieben haben, wie es der Obermotz gewollt hätte... Ist aber eine völlig subjektive Unterstellung.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Bundes-Jogi hat geschrieben:Das sich ein vorbestrafter Krimineller (UH) zu Özil äußert ... :roll: :roll: :roll:


So ein Scheiß, Rudi. Hoeneß hat ein Verbrechen begangen und wurde dafür bestraft. Natürlich darf der sich äußern. Der Özil lässt sich mit einem Fascho knipsen, trotzdem ist interessant was er zu sagen hat.

Was dem Hoeneß da aus der Futterluke purzelt, ist vielsagend. Ich dachte erst das sei gar nicht echt, so blöd ist das. Ganz schlecht – die Beuern täten wirklich gut daran, sich vom Patriarchen abzunabeln.

Southern Comfort hat geschrieben:Man muss vielleicht froh sein, dass die nicht so geschrieben haben, wie es der Obermotz gewollt hätte... Ist aber eine völlig subjektive Unterstellung.


Es lässt auch Raum für andere Unterstellungen: ich hab die Typen gefressen, und aus diesem Blickwinkel war mein erster Gedanke bei der Lektüre, dass die sich jetzt auf den Volkszorn verlassen und darauf hoffen, dass Özil als Nestbeschmutzer abgestempelt wird.

Intern wird’s aber sicherlich rundgehen.