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Tifferette
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Grasdaggl
Und wie ändert man das? Riestererträge kann man halt nicht herbeihexen. Das (=Riester) ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Politiker ein Problem erkannt haben und Gutes tun wollten, aber leider NULL von der Materie verstehen.

Ergebnis: Versicherungen machen Kohle, der Kunde guckt in die Röhre. Und ich will gar nicht mit Dreck werfen, aber es ist doch bezeichnend, dass Rot-Grün das veranstaltet haben. Die wollten was tun, aber kannten sich überhaupt nicht aus und haben es im Zweifel alles nur noch verschlimmert.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Airwin
Die wollten was tun, aber kannten sich überhaupt nicht aus und haben es im Zweifel alles nur noch verschlimmert.



:nod: und wo der tiffi recht hat er dann eben auch mal recht. Hat wahrscheinlich die versicherungswirtschaft diktiert, quasi gängige praxis :bounce: .



Hasenrupfer
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Grasdaggl
Erwin verwechselt gerade das Forum mit Alice Weidels Facebook-Seite.

Jeder hier kapiert es mittlerweile, dich interessieren Straftaten nur, wenn ("südländische") Ausländer verdächtigt werden. Oder Mutti...

Schenk's dir einfach.

Southern Comfort
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Tifferette hat geschrieben:Und wie ändert man das? Riestererträge kann man halt nicht herbeihexen. Das (=Riester) ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Politiker ein Problem erkannt haben und Gutes tun wollten, aber leider NULL von der Materie verstehen.

Ergebnis: Versicherungen machen Kohle, der Kunde guckt in die Röhre. Und ich will gar nicht mit Dreck werfen, aber es ist doch bezeichnend, dass Rot-Grün das veranstaltet haben. Die wollten was tun, aber kannten sich überhaupt nicht aus und haben es im Zweifel alles nur noch verschlimmert.


Der Staat sollte über die Regeln des Kapitalmarkts wachen, aber ansonsten die Finger rauslassen. Der Schiri fängt ja auch nicht an, den Elfer selbst zu schießen...

Ja, ich bin mir sicher, dass man alles mit Fußball erklären kann.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


Unter Westfalen
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Hasenrupfer hat geschrieben:Erwin verwechselt gerade das Forum mit Alice Weidels Facebook-Seite.

Jeder hier kapiert es mittlerweile, dich interessieren Straftaten nur, wenn ("südländische") Ausländer verdächtigt werden. Oder Mutti...

Schenk's dir einfach.


Es läuft sich schon so langsam aus.
Aufwand und Ertrag liegen bei den Presseschauen weit auseinander.
Die 68er haben dafür ein schönes Wort geprägt:
geistige Onanie.

PS: Ich habe es jetzt bewusst so neutral formuliert, dass sich keiner angesprochen fühlen muss. 8)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai



Unter Westfalen
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Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:Und wie ändert man das? Riestererträge kann man halt nicht herbeihexen. Das (=Riester) ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Politiker ein Problem erkannt haben und Gutes tun wollten, aber leider NULL von der Materie verstehen.

Ergebnis: Versicherungen machen Kohle, der Kunde guckt in die Röhre. Und ich will gar nicht mit Dreck werfen, aber es ist doch bezeichnend, dass Rot-Grün das veranstaltet haben. Die wollten was tun, aber kannten sich überhaupt nicht aus und haben es im Zweifel alles nur noch verschlimmert.


Ich vermute mal, dass Rot/Grün sich mehr von der Versicherungslobby, als von der Hans-Böckler-Stiftung hat beraten lassen. 8)

Und wenn wir schon beim Parteiendissen ( :mrgreen: ) sind.

Die Ursache für Riester waren nicht etwa die Hartz-Gesetze, sondern die Belastung der Rentenkassen durch jahrelange "Freisetzung" von älteren Mitarbeitern, die den Unternehmen zu teuer geworden waren, weil sie den Renditezuwachs nicht mehr ehrlich mit den Beschäftigten teilen wollten.
Die Partei der Besserverdienenden (ruhig Blut, ich verrate ihren Namen nicht 8) ) hat sich da besonders hervorgetan. Bestimmte Kanzleien verdienten ein Schweinegeld durch die Beratung der Manager. Erst als es selbst Helmut Kohl zu viel wurde wurde die de facto Frühverrentung von sehr gut verdienenden Arbeitnehmern gestoppt.

Jetzt mache ich es mal wie unser blauer Pressereferent:

http://www.zukunft--der--arbeit.de/sozialab-kohl.htm
http://www.zukunft--der--arbeit.de/umve ... -heute.htm

Wer Augen hat, zu lesen...

Übrigens, auf diese Seite, die ich vorher nicht kannte, bin ich gestoßen, als ich "Helmut Kohl" und Frühverrentung" eingegeben habe. Und dann auch gleich auf Platz ! :idea:

Für die Jüngeren ist es vielleicht interessant, nachzulesen, dass nicht etwa der "Nato Doppelbeschluss", sondern das "Lambsdorff-Papier" die Ursache für den Sturz Helmut Schmidts waren. Die Wirtschaftsliberalen hatten sich gegen die Sozialliberalen in der eigenen Partei durchgesetzt, die sich seitdem konsequent zur Klientelpartei "weiterentwickelt" hat.

Der Name Kohl wird für immer und ewig mit dem Begriff "geistig moralische Wende" verbunden sein.
Und der Röslers, ein ganz kleines Licht am Parteienfirmament, mit dem der "Anschlussbeschäftigung" der Schlecker-Frauen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Tifferette
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Grasdaggl
Bitte nicht die Themen vermengen: Frühverrentung ist ein Riesenproblem und belastet natürlich das System. Die Behauptung, dass das der Grund für das Systemproblem ist - das ist bestenfalls gewagt. Dafür gibt es nen bunten Strauß an Gründen, die Demographie vorneweg.

Riester sollte das Problem im Ergebnis bekämpfen, nicht die dahinter stehenden Gründe. Und das wurde handwerklich schlecht gemacht, trotz richtiger Diagnose und guter Absichten. Und natürlich basiert das alles auf sehr effektiver Lobbyarbeit. Das kann man auch ruhig mal stehen lassen und akzeptieren können. Ganz ohne Griff in die Parteienklamottenkiste.

Und zurück zu meiner Grundaussage: die Politik kann Erträge einer Versicherung halt nicht verordnen. Man kann aber festlegen, dass sich die Intermediäre und Betreiber nicht noch einen Großteil der Beträge einverleiben dürfen. Und DAS wurde verkackt, aber so richtig. Und ernsthaft: mir geht es wirklich nicht um Parteienbashing. Das übergreifende Problem ist, dass sich der Großteil der Politiker da einfach nicht auskennt.
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(Batman)

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Damit habe ich doch überhaupt kein Problem. Das ist doch alles richtig, was Du sagst.
Aber, wie ich schon mal schrieb, auch die halbe Wahrheit kann die Lüge sein.
Man kann doch die politischen Entscheidungen, die zu der Riestersituation geführt haben, nicht einfach wegdiskutieren.
Ja, es stimmt, dass sich die Politiker in vielen Dingen nicht auskennen. Dafür können sie sich doch beraten lassen.
Von den Richtigen!

PS: Habe ich jetzt in die Parteienklamottenkiste gegriffen oder Du? Oder etwa wir beide?
Wäre in diesem Fall der kleinste gemeinsame Nenner. :mrgreen:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Unter Westfalen
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Grasdaggl
In meinem Unternehmen wurden 1993 die operativen Bereiche ausgegliedert.
Die Neueingestellten wurden einzelvertraglich vergütet, bis wir es geschafft hatten, einen Haustarifvertrag für sie zu erkämpfen. Und das bei der äußerst sparsamen Bereitschaft der jungen Kolleginnen und Kollegen, in die Gewerkschaft einzutreten. Dieser wurde weiterentwickelt, indem die Altbeschäftigten von ihrem Zuwachs etwas an die Neuen abgaben. Gelebte Solidarität nennt man das wohl.

Die sehr komfortable Altersversorgung, von der ich zum Glück auch zehren darf, blieb ihnen für immer verschlossen. Schließlich willigte der Arbeitgeber ein, einen Tarifvertrag über eine Riester-AV für diesen Beschäftigtenkreis abzuschließen. Alle, Arbeitgeber, Betriebsrat und Gewerkschaft waren damals der Meinung, zumindest einen bescheidenen Ausgleich für die entfallene betriebliche Regelung geschaffen zu haben. Das sich Riester sich so entwickelt hat und heute allgemein als Fehlentwicklung angesehen wird, hat von uns damals keiner vorhergesehen.

Wenn man auf der anderen Seite steht und/oder vielleicht nie um soziale Besitzstände kämpfen musste, kann man das von mir aus gerne anders sehen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

de mappes
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Spamferkel
Unter Westfalen hat geschrieben:
PS: Habe ich jetzt in die Parteienklamottenkiste gegriffen oder Du?


Das habe ich mich auch gefragt :mrgreen:
Don't criticize what you can't understand




de mappes
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Spamferkel
:lol:
Die sind schon der Hammer bei dieser Zeitung
Das muss doch ne Taktik zum Klick-generieren sein...so oft solche peinlichen Aktionen...man würde ja erwarten es wird mal genauer geprüft...also eher Publicity
Don't criticize what you can't understand




Airwin
Tichy über köthen und seine kollegen:

Was geschah
Der Sachverhalt in Köthen ist schnell erzählt: Ein junger Mann versucht einen Streit von Afghanen über eine Schwangerschaft zu schlichten. „Es kommt zum Streit mit den Afghanen. Augenzeugen sagen, Markus B. sei gegen den Kopf getreten worden. Immer wieder. Er soll gerufen haben: „Hört auf, ich kriege keine Luft mehr.“ Als ihm Hofgäste zu Hilfe kommen wollen, ergreifen die Afghanen die Flucht. Später werden zwei von Ihnen gefasst, sie sollen 18 und 20 Jahre alt sein.“, schreibt die Zeitung Volksstimme. Markus B. war kein Spitzensportler, kein ganz gesunder Mann. Er trug einen Herzschrittmacher. So weit der Fall.

Polizei: „Herzversagen“
Es ist nicht notwendig, auf die grauenhaften Details einzugehen. Aber auf die Behandlung des Falls. Die Landespolizeidirektion Sachsen-Anhalt-Ost berichtet: „Nach dem vorläufigen, mündlich übermittelten Obduktionsergebnis ist der 22-jährige Köthener einem akuten Herzversagen erlegen, das nicht im direkten kausalen Zusammenhang mit den erlittenen Verletzungen steht.“

Diese Meldung ist überraschend. Mündlich also berichtet der untersuchende Gerichtsmediziner; angeblich hat er bereits sehr weitreichende Kenntnis: „kein kausaler Zusammenhang“. Später werden empörte Mediziner berichten, dass Herzversagen häufig angegeben wird, wenn die eigentliche Ursache unklar ist. Sollte hier bereits eine falsche Spur gelegt werden? Gehen Obduktionen so schnell?

#Herzversagen
Weit verbreitet wird der Polizeibericht durch die Hamburger Wochenillustrierte „Die ZEIT“, die den Polizeibericht mit einem „Hashtag“ versieht, einer Raute: „Der in #Köthen verstorbene 22-Jährige ist nicht durch Gewalt ums Leben gekommen, sondern durch #Herzversagen.“



Die Verwendung einer Raute Twitter wird kombiniert mit einer Art Schlagwort, unter dem man dann entsprechende Themen finden kann. Es ist auch immer ein begriffliches Mittel, um Meinung zu erzeugen. Und in diesem Fall ist es mehr als zynisch. An der Meldung der ZEIT fällt mehrerlei auf:

Es soll also nicht Gewalt gewesen sein, weswegen der junge Mann zu Tode kam? Nun hat Gewalteinwirkung unterschiedliche Folgen. Bei einem Top-Gesunden sicherlich andere als bei einem gesundheitlich weniger Widerstandsfähigen. Die Rechtssprechung kennt das. Paragraph 227 des Strafgesetzbuches sagt in Absatz 1: Verursacht der Täter durch die Körperverletzung den Tod der verletzten Person, so ist die Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.“

Dieser Sachverhalt wird entlang dieser Linie vom Gericht aufzuklären sein. Die Richter müssen sich mit medizinischen Gutachten Klarheit verschaffen und klären, ob der Tod beabsichtigt war; dann ist es Mord, oder in Kauf genommen wurde. Bei der Strafzumessung wird dies berücksichtigt. Aber ob schwere Tritte gegen den Leib und den Kopf wirklich rechtfertigen, davon auszugehen, der Betroffene wäre ohnehin an diesem Abend gestorben? So ganz ohne Fremdeinwirkung? Wohl kaum. Es ist erschreckend. Konsequenterweise hat das Amtsgericht Dessau-Roßlau den Untersuchungshaftbefehl wegen des „Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge erlassen.“ Davon ist aber nirgends zu lesen, nur vom plötzlichen sterben eines Mannes, ganz ohne Vorgeschichte.

Erschreckend ist, wie mit dem Polizeibericht und der ZEIT eine Art Sprachregelung in die Welt gesetzt wurde. Eine Sprachregelung, an die sich viele halten.

So meldete das ZDF und später fast wortgleich die Tagesschau: Über die genauen Tatumstände ist noch nichts bekannt. Allerdings starb Markus B. „mit Sicherheit“ an Herzversagen.

Das ZDF setzt bei den heute-Nachrichten noch einen drauf: „Vom Umfeld des Toten weiß man, sein Bruder ist ein vorbestrafter rechtsextremer Intensivtäter.“ Dass der Bruder ein Rechtsexremist ist, was sagt das über den Toten? Was wollen die Medien damit über den Toten sagen?

Das ist eine bemerkenswerte Rechercheleistung. Man kennt die Identität des Opfers nicht. Aber die des Bruders ist bekannt. Ist es relevant zu wissen, was den Bruder eines Opfers auszeichnet? Wo doch sonst in deutschen Medien neuerdings Täter nicht mehr genannt werden – aber jetzt die Familienangehörigen des (unbekannten) Opfers? Das ungute Gefühl entsteht: Die Drehung der Nachricht vom „Herzversagen“ reicht noch nicht. Jetzt soll das Opfer auch noch poltisch diskreditiert werden. Ehrlich gesagt: Ich habe die Nachricht gesehen und dachte: „Aha, eine Auseinandersetzung unter Rechtsradikalen“. Der Bayerische Rundfunk wird sich noch in der Nacht für die Übernahme dieser Formulierung entschuldigen und löscht die gedankenlose Meldung vom zufälligen Herztod. Von ZEIT, ZDF und ARD fehlt solches bisher.

Plan B
Grasdaggl
Herztod:
Also ich habe ZDF gesehen und die haben nichts von einem ZUFÄLLIGEN Herztod erzählt, sondern davon, dass man noch nicht weiss, ob es einen kausalen Zusammenhang gibt. Also müssen Sie sich dafür nicht entschuldigen. Auch nicht für die Polizei, diese sollte das selbst können.

Bruder:
Natürlich kennt man die Identität des Opfers, das steht nämlich da: Markus B, 22 Jahre, in Köthen wohnhaft. Man kennt nicht ggf. nicht seine politische Einstellung, womöglich weil er keine extreme Einstellung hatte und damit nicht aufgefallen ist.
Ich halte das aber auch eher für nebensächlich und fördert nicht die Neutralität der Berichterstattung.
Vielleicht hat er ja sogar eine Afghanen als Schwager.
Carpe diem.