29269 Beiträge

darkred
Benutzeravatar
Halbdaggl
Tifferette hat geschrieben:
darkred hat geschrieben:Dieses plumpe "Links-Rechts-Verorte-und-Gebashe" wuchert leider ungehindert durch tgl tiefer werdende Gräben. Mich widert es beinahe schon an...


Dann sprich die Leute doch direkt auf einzelne Themen an und "rede" mit ihnen. Dieses theoretisch-verallgemeinernde Klagen hilft doch auch nicht weiter, oder? Wenn ein User Scheiße schreibt oder Du es anders siehst, dann spring halt drauf an. Nur das ist Diskussion - nicht aber das allgemeine Anprangern von Dingen, die einen stören (ob es in der Sache nun stimmt oder nicht).


Das war jetzt nicht explizit aufs Forum gemünzt, sondern eher allgemein gehalten.

Und was hier drin vornehmlich stattfindet nennst du ernsthaft "Diskussion"?
Kann ich so nicht teilen. Hin und wieder gibt es Ansätze ja, aber die versanden doch sehr schnell im Morast der wechselseitigen Anscheißereien.

darkred
Benutzeravatar
Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:
darkred hat geschrieben:Dieses plumpe "Links-Rechts-Verorte-und-Gebashe" wuchert leider ungehindert durch tgl tiefer werdende Gräben. Mich widert es beinahe schon an...


Dann sprich die Leute doch direkt auf einzelne Themen an und "rede" mit ihnen. Dieses theoretisch-verallgemeinernde Klagen hilft doch auch nicht weiter, oder? Wenn ein User Scheiße schreibt oder Du es anders siehst, dann spring halt drauf an. Nur das ist Diskussion - nicht aber das allgemeine Anprangern von Dingen, die einen stören (ob es in der Sache nun stimmt oder nicht).


:nod:
Links-rechts finde ich total in Ordnung.
Da weiß man wenigstens, wo der andere steht.
;)


Schade, dass du deine bis dato "offene" Haltung zugunsten einer Lagerzuordnung aufgegeben hast. Ehrlich.

Unter Westfalen
Benutzeravatar
Grasdaggl
darkred hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:
Dann sprich die Leute doch direkt auf einzelne Themen an und "rede" mit ihnen. Dieses theoretisch-verallgemeinernde Klagen hilft doch auch nicht weiter, oder? Wenn ein User Scheiße schreibt oder Du es anders siehst, dann spring halt drauf an. Nur das ist Diskussion - nicht aber das allgemeine Anprangern von Dingen, die einen stören (ob es in der Sache nun stimmt oder nicht).


:nod:
Links-rechts finde ich total in Ordnung.
Da weiß man wenigstens, wo der andere steht.
;)


Schade, dass du deine bis dato "offene" Haltung zugunsten einer Lagerzuordnung aufgegeben hast. Ehrlich.


Auch meine "offene Haltung" hat nie verheimlicht, welchem Lager ich mich zuordne.
Wer mich kennt, weiß, dass ich durchaus differenziert argumentiere.
Wenn aber im Gefolge der Ereignisse von Chemnitz hier der Schlagabtausch härter wird, habe ich kein Problem, mich an der Auseinandersetzung zu beteiligen.

Und, darki,
wenn es ins Persönliche geht,
ganz ehrlich.
Ich weiß, dass Du viel differenzierter und sachkundiger argumentieren kannst.
Deshalb nehme ich Deinen Ruf zur Ordnung jetzt auch nicht so ernst.
Bleib einfach geduldig, bis es hier wieder ruhiger wird.

Edit: Kein einziger Buchstabe dieses Posts war ironisch gemeint.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Airwin hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:da tritt der trampel des pudels kern



der trumpel mag zwar ein grober klotz sein, aber das würde ich ihm jetzt nicht unterstellen :mrgreen: .


:lol: :lol:
Don't criticize what you can't understand

factotum
Benutzeravatar
Granadaseggl
Es ist ein so ungeheuerliches Täuschungsmanöver, das man es kaum glauben kann. Wann hat man in der Geschichte der Bundesrepublik einen tödlichen Angriff völlig zu überspielen versucht, indem man eine Großkampagne gegen einen ganz anderen Feind in Gang setzt?


Mir würde da Benno Ohnesorg einfallen. Lang her, aber selbes Phänomen im restbraunen Gewand.

Im übrigen würde ich PG zustimmen, dass es einen Bodensatz von Leuten gibt, die man nicht abholen kann. Aber keine 25% der Bevölkerung, nicht mal in Neufünfland. Diese Ausmaße konnte das nur annehmen, weil politisch jede Menge Scheiße gebaut worden ist in den letzten Jahren.

Ansonsten sieht man mittlerweile in sehr überzeugender praktischer Anschauung, welche Risiken und Nebenwirkungen die neuen kommunikativen Möglichkeiten haben. Auf Feuilletonebene schon lange Thema gewesen, jetzt alltagswirksame Realität. Die Bekämpfung der resultierenden Probleme ist echt schwierig, grade im Rechtsstaat. Umso wichtiger wäre gute politische Führung. Aber woher nehmen.
The shit that used to work, won`t work now.

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
darkred hat geschrieben:Und was hier drin vornehmlich stattfindet nennst du ernsthaft "Diskussion"?
Kann ich so nicht teilen. Hin und wieder gibt es Ansätze ja, aber die versanden doch sehr schnell im Morast der wechselseitigen Anscheißereien.

Ab und zu findet durchaus Diskussion statt. Es ist schon nicht so ganz einfach, das rauszufiltern, stimmt. Und häufig hat man auch einfach keinen Bock - da nehme ich mich explizit nicht aus. Nur halte ich einfach nichts vom ständigen Wehklagen, schon gar nicht in verallgemeinerter Form. Benennen, was oder wer ankotzt. Das halte ich für ehrlicher und auch zielführender.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Was hat der Typ von der FAZ denn genommen? Täuschungsmanöver? Großkampagne? Feind? Wäre es nicht so traurig, dann müsste man lachen: erstmal wird kritisiert, dass die Reaktionen der Politik und der Medien überzogen sind (okay, der Ansicht kann man sein) - und dann wird so was rausgehauen. Meine Güte. Ein bisschen weniger auf die Kacke hauen, dann wäre es wesentlich überzeugender.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

factotum
Benutzeravatar
Granadaseggl
Benennen, was oder wer ankotzt. Das halte ich für ehrlicher und auch zielführender.


Finde ich auch. Wenn sich die Kombattanten hier drin zumindest immer mal wieder bemühen, sachlich zu argumentieren, im Sinne von substantiell, nicht im Sinne von emotionslos, dann hat der Laden hier einen Sinn.

Dann ist er was Besseres als die vielbeklagten Bubbles, in denen sich die Leute, unter Gleichgesinnten, eine bequeme Zeit machen.
The shit that used to work, won`t work now.

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Mir will übrigens wirklich nicht in den Kopf, was da für Maßstäbe angelegt werden. Es ist doch völlig unstreitig, dass es in Chemnitz spontan zu sehr hässlichen Szenen gekommen ist. Und kurz darauf Nazis durch die Straßen ziehen, und das in nicht kleiner Zahl. Stattdessen wird ein Riesenfass aufgemacht und so getan, als sei das eigentliche Problem der Begriff "Hetzjagd".

Man kann und soll sehr gerne darüber streiten, ob die Medien und auch die Bundesregierung vorschnell waren und das Thema in der Wortwahl zu hoch gehängt haben. Ich bin voll dabei, dass so etwas - wenn es stimmt - auf lange Sicht nicht gut ist. Aber so zu tun, als sei das das Hauptproblem... bei irgendwelchen rechten Assis kann ich dieses Ablenkungsmanöver verstehen, das ist eine naheliegende Reaktion. Bei ernsthaften Medien wie der FAZ? Es will mir nicht in den Kopf.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Mich nervt zB der Factotum mit seiner beschissenen Ausgeglichenheit. Das hat in einer ordentlichen Bubble nix zu suchen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

factotum
Benutzeravatar
Granadaseggl
erstmal wird kritisiert, dass die Reaktionen der Politik und der Medien überzogen sind (okay, der Ansicht kann man sein) - und dann wird so was rausgehauen. Meine Güte. Ein bisschen weniger auf die Kacke hauen, dann wäre es wesentlich überzeugender.


Weniger wäre mehr gewesen, das stimmt.
The shit that used to work, won`t work now.

factotum
Benutzeravatar
Granadaseggl
Ich reg mich doch oft genug auf. Meine bessere Hälfte jedenfalls ist von meinem ständigen Gemähre eher angestrengt.
The shit that used to work, won`t work now.

Airwin
Im übrigen würde ich PG zustimmen, dass es einen Bodensatz von Leuten gibt, die man nicht abholen kann. Aber keine 25% der Bevölkerung, nicht mal in Neufünfland. Diese Ausmaße konnte das nur annehmen, weil politisch jede Menge Scheiße gebaut worden ist in den letzten Jahren.

Ansonsten sieht man mittlerweile in sehr überzeugender praktischer Anschauung, welche Risiken und Nebenwirkungen die neuen kommunikativen Möglichkeiten haben. Auf Feuilletonebene schon lange Thema gewesen, jetzt alltagswirksame Realität. Die Bekämpfung der resultierenden Probleme ist echt schwierig, grade im Rechtsstaat. Umso wichtiger wäre gute politische Führung. Aber woher nehmen.




yep , mit genau deiner einschränkung hat trumpel recht. Und bzgl nicht "exklusiv deutsch" auch - am sonntag wird in schweden gewählt, dazu ein interview aus SPON. Es kommt einem alles so dermaßen bekannt vor....

Wahl in Schweden
"Wir haben eine ethnische Unterschicht erschaffen"
Die Schweden wählen am Sonntag, viele werden für die rechtspopulistische Schwedenpartei stimmen. Der Ökonom Tino Sanandaji macht dafür auch eine verfehlte Migrationspolitik verantwortlich.
Viel zu lange haben Politik und Gesellschaft die Probleme durch Migration totgeschwiegen - und die Integration sozialschwacher Einwanderer vernachlässigt, sagt der Autor und Ökonom Tino Sanandaji im Interview.

SPIEGEL ONLINE: Herr Sanandaji, am Sonntag wählt Schweden. Der Aufstieg der rechten Schwedendemokraten, die Aussicht auf ein mögliches politisches Patt sowie eine Welle von Morden haben den Wahlkampf beherrscht. Dabei galt Ihr Land als Inbegriff für sozialen Konsens, Toleranz und Wohlstand.

Sanandaji: Das Bild von der freundlichen Gesellschaft aus dem Märchenbuch war immer verklärt. Es schadet uns nur. Klar: Schweden ist ein friedliches Land, vielen geht es gut. Aber wir leben nicht in einer Utopie. Wie überall gibt es Probleme und Konflikte, in jüngster Zeit immer mehr. Die sind zu lange verharmlost und verschwiegen worden.

SPIEGEL ONLINE: Was meinen Sie konkret?

Sanandaji: Bis vor etwa drei Jahren war es in der politischen Mitte tabu, sich öffentlich kritisch zu Migration und deren Folgen zu äußern. Das taten nur die Schwedendemokraten. Ende 2015 kamen dann pro Woche 10.000 Asylbewerber - in ein Land mit zehn Millionen Einwohnern. Die Belastungen für das Sozialsystem stiegen dramatisch, Wohnraum wurde knapp, viele Schweden fühlten sich überfordert. Das hat sie ins Lager der Rechtspopulisten getrieben. Erst als die Lage fast außer Kontrolle geraten ist, hat die Regierung eingesehen, dass sie die Tore nicht länger offenlassen kann. [...]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 26837.html

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Aber keine 25% der Bevölkerung, nicht mal in Neufünfland. Diese Ausmaße konnte das nur annehmen, weil politisch jede Menge Scheiße gebaut worden ist in den letzten Jahren


Nein ich gehe auch eher von max. 20% aus, kann es aber nicht beweisen. Nur: Dieser Dauerbeschuss an Verunsicherung treibt eben auch anständige Leute in den Wahnsinn, und das führt zu politischen Konstellationen, die gradeaus in die Unregierbarkeit führt. Weil: Man mag es kaum glauben, aber es gibt eine Menge politische Fachgebiete die bearbeitet werden wollen AUSSER der Flüchtlingssituation. Und einige davon sind sogar ziemlich wichtig.

factotum
Benutzeravatar
Granadaseggl
Und bitte überlass' es doch mir, wann und auf welche Beiträge antworte.


wobei@darkie der Toro da neulich einen rausgelassen hat, der länglich und lesenswert war, wahrscheinlich gehts ihm um den. Schau halt nochmal nach.
The shit that used to work, won`t work now.

Unter Westfalen
Benutzeravatar
Grasdaggl
@darkred
Mir fällt noch etwas ein, weil ich den Hinweis von Dir durchaus ernst nehme.
Es sind hier schon viele Themen kontrovers diskutiert worden.
Ich erinnere mich an Diskussionen, die ich mit @PG, @SC und @muffinho und @Frankn'furter geführt habe und...ja, auch mit Dir,
da hatte ich immer den Eindruck, dass es trotz Polemik und Schärfe um das Thema ging.
Wenn ich aber das Gefühl habe...und das habe ich bei 2 Usern hier....
dass es nicht um eine Diskussion geht, sondern darum,
alle Probleme, die wir zur Zeit haben,
auf die Flüchtlinge und einige Politikerinnen zu schieben und
Meinungen, die ich als höchst undemokratisch und moralisch für verwerflich halte,
mit "seriösen" Links zu untermauern,
dann interessiert mich das nicht mehr.

Und wie gesagt, wenn mich einer anpöbelt,
kriegt er eine zurück.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

factotum
Benutzeravatar
Granadaseggl
Weil: Man mag es kaum glauben, aber es gibt eine Menge politische Fachgebiete die bearbeitet werden wollen AUSSER der Flüchtlingssituation. Und einige davon sind sogar ziemlich wichtig.


PG, ich halte auch deine 20% noch für deutlich zu hoch gegriffen. Du hast im Kontext Bildung schon ein paar mal völlig zu recht angeprangert, dass bei uns ungefähr in dieser Grössenordnung Kinder durchs Rost fallen, um die zu bemühen sich lohnen würde. Ich denke, das kann man schon auch auf die erwachsene Bevölkerung übertragen. Unrettbare Deppen rangieren glaub ich wirklich nur einstellig, prozentual.

Ansonsten: Es gibt reichlich zu tun politisch, die Halde ist mittlerweile gigantisch hoch. (Weil ich grad gut gelaunt bin, verkneife ich mir in diesem Zusammenhang den Hinweis darauf, wer unserem Land seit geraumer zeit richtlinienkompetent vorsteht.)

Aber, da hat der Heimathorst komplett recht, egal in welchem kontext er es gesagt hat: Die Migrationsfrage ist die Mutter aller Probleme. Dieses Thema endlich vernünftig zu bewirtschaften und (einzige Chance) dadurch gesellschaftlich zu befrieden, ist absolut kriegsentscheidend. Und ich halte die martialische Formulierung mittlerweile für angemessen. Wir befinden uns im Überlebenskampf für unsere freiheitliche Demokratie, das beste politische System seit fucking ever.
The shit that used to work, won`t work now.

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
factotum hat geschrieben:
Weil: Man mag es kaum glauben, aber es gibt eine Menge politische Fachgebiete die bearbeitet werden wollen AUSSER der Flüchtlingssituation. Und einige davon sind sogar ziemlich wichtig.


Also, ich halte auch deine 20% noch für deutlich zu hoch gegriffen. Du hast im Kontext Bildung schon ein paar mal völlig zu recht angeprangert, dass bei uns ungefähr in dieser Grössenordnung Kinder durchs Rost fallen, um die zu bemühen sich lohnen würde. Ich denke, das kann man schon auch auf die erwachsene Bevölkerung übertragen. Unrettbare Deppen rangieren glaub ich wirklich nur einstelling, prozentual.


Einigen wir uns darauf: Ich HOFFE Du hast recht.

......ich glaubs nur nicht (mehr) :arr:

Aber bitte Vorsicht bei dem Vergleich mit den Kids: Das ist ein anderes Spielfeld, dass dieses hier bestenfalls teilweise überlagert: Es gibt m.W. keine Beweise, dass Armut näher am Hirntod lebt...eher das Gegenteil. Die Intelligenz und das Talent sind da, aber die Förderung nicht.

DAS werfe ich unserer Politik wirklich vor: Die Akzeptanz eines gewissen, politisch unkritischen Präkariats...kömmer uns leisten, zahlen wir, lasst uns in Ruh, allet jut. HASSE ich wie die Pest, wenn man Kids keinerlei Chance lässt ausser H4-Karriere, und Fachkräfte lieber gleich im Ausland abholt.

Nur DAMIT ist Dunkeldeutschland nicht zu erklären.... mit Flüchtlingen allerdings auch nicht.

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
, da hat der Heimathorst komplett recht, egal in welchem kontext er es gesagt hat: Die Migrationsfrage ist die Mutter aller Probleme


NEIN! Es ist ein Symptom von mehreren, aber nicht die Krankheit

Unnu is we...ab nach Berlin mit Hipsterkopfhörer und Elektro, und dann dancing in the streets auf denen lt. TV an jeder Ecke Mord- und Vergewaltigung herrschen. Das wusste ich bis gestern gar nicht und meine Frau auch nicht ...danke für die Aufklärung :D
Zuletzt geändert von Paleto Gaffeur am 7. September 2018 12:44, insgesamt 1-mal geändert.

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Paleto Gaffeur hat geschrieben:NEIN! Es ist ein Symptom von mehreren, aber nicht die Krankheit


:!:

Die ganze Flüchtlingsgeschichte verdeutlicht auf dramatische Weise, dass viele Bereiche von der Politik seit Jahrzehnten sträflich vernachlässigt werden. Da geht es um Einwanderung, Integration, Bildung, Sicherheitspolitik und Zusammenarbeit zwischen EU-Staaten. Aber so, wie es formuliert ist, ist es unzutreffend und leider auch noch gefährlich.

Hätte der Horst was von "Katalysator" gesagt, dann könnte ich es unterschreiben. Wahrscheinlich kennt der das Wort aber nicht (scheint ja selbst für den Bundesverkehrsminister zu gelten).
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

darkred
Benutzeravatar
Halbdaggl
factotum
:nod:

Ich finde es in der Diskussion -von vorne her gesehen- schon mal immens wichtig, dass man es sich nicht zu bequem macht, in der angenommenen Summe von 20% anzunehmen, :arr: dass da alle den gleichen tumben Grad an Ressentiments pflegen. Sonst wird alles danach kommende, schnell unscharf und pauschal verurteilend.

Leider geht diese Differenzierung im Diskurs gerade völlig unter, weil man zu sehr mit bloßer Lagerdenke und der damit verb., gegenseitigen Diffamierung beschäftigt ist. Befeuert von überwiegend sensationshaschenden Medien auf der Jagd nach der nächsten dramatischen Überschrift.
Es kann keine gute und zielführende Diskussion entstehen, wenn man auf die Unterscheidung zwischen besorgten "Mitte-Bürgern" mit Zukunftsängsten und dumpf krakeelenden Vollspasten, sowie all den Grautönen dazwischen, einfach pfeift. Und wo die Merkel-Kritiker hier drin nun mal einfach recht haben, dann ist es der Umstand, dass unter ihrer Ägide Politik nicht mehr erklärt, vermittelt, die Leute mitgenommen werden.

Da beklagt man mit einem Elan das Stärkerwerden der AfD, blendet aber geflissentlich aus, dass es erst diese Politik ist und war, die das (diese grassierende Verunsicherung) möglich gemacht hat. Und in dieser Betrachtung sollte man auch den vollkommen richtigen Hinweis sehen, dass es weit drängendere Probleme wie die Flüchtlingsthematik gibt. Denn die Leute scheinen ja zunehmend grundlegend das Vertrauen in die Politik zu verlieren. Und zwar nicht nur die Brüllaffen aus Freital und Co. , sondern auch Teile der konservativen Mitte. Das ist doch der casus knaxus.

muffinho
Ich sehe schon, dem Forum hat meine Abwesenheit und die Löschung des ersten Politkthreads gut getan... airwin hat sein Projekt "ich poste 5 Links gegen Migranten oder Mutti pro Stunde und begnüge mich nicht mit dem Link an sich, sondern nagel mit copy and paste einfach ellenlange Ergüße rein" beendet, KC hat sich von seinem Pegida-Bullshitbingo-Baukasten getrennt und analysiert jetzt messerscharf die Weltpolitik, mappes hat seine Kommentar-Smilies eingemottet und der epische Kampf Darkmeta vs. Opa Toro ist genauso tot wie die Karriere von Kevin Spacey!

Bild

factotum
Benutzeravatar
Granadaseggl
Hätte der Horst was von "Katalysator" gesagt, dann könnte ich es unterschreiben.


Auch hier hast Du natürlich wieder recht (Arschnase). Aber, zu meiner und vielleicht sogar Horsts Rechtfertigung: So autotechnisch verstehe ich die Äusserung. Auf der Sachebene rangiert Migration (imho) auch weit vorne, vor allem perspektivisch (Der Migrationsdruck wird noch deutlich dramatischer werden), aber das steht von der sachlichen Dringlichkeit nicht an Nr. 1 (Das wäre die € Angelegenheit, ein superdickes Brett, das Frau Dr. Merkel partout nicht bohren will...grad eben ist sie sehr ehrgeizlos im Hinblick auf einen gewissen deutschen Herrn als Draghi - Nachfolger...warum nur?)
Aber: Ob bei uns die Reaktionäre und Faschisten an die Macht kommen, entscheidet sich an der Migrationsfrage. Und zwar eher bald als irgendwann mal. Insofern halt doch Mutter.
The shit that used to work, won`t work now.