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darkred
Hab ich vor 3 Jahren schon geschrieben, dass ich aufgrund des Politikwandels politisch heimatlos geworden bin.
Es wurde aber konsequent abgestritten, dass die konservative Mitte von der CDU komplett aufgegeben wurde.
Das schlimme an der ganzen Sache ist nur, dass dies auch Jahre später von der Politik noch nicht so gesehen wird. Da reiht sich ein Fehler an den nächsten und man wundert sich.
#verpisst euch alle#

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Granadaseggl
muffinho hat geschrieben:Ich sehe schon, dem Forum hat meine Abwesenheit und die Löschung des ersten Politkthreads gut getan... airwin hat sein Projekt "ich poste 5 Links gegen Migranten oder Mutti pro Stunde und begnüge mich nicht mit dem Link an sich, sondern nagel mit copy and paste einfach ellenlange Ergüße rein" beendet, KC hat sich von seinem Pegida-Bullshitbingo-Baukasten getrennt und analysiert jetzt messerscharf die Weltpolitik, mappes hat seine Kommentar-Smilies eingemottet und der epische Kampf Darkmeta vs. Opa Toro ist genauso tot wie die Karriere von Kevin Spacey!

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Wunderbar... der nächste Wendehals ist zurück :prost:
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Tifferette
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Kronenclub hat geschrieben:darkred
Hab ich vor 3 Jahren schon geschrieben, dass ich aufgrund des Politikwandels politisch heimatlos geworden bin.
Es wurde aber konsequent abgestritten, dass die konservative Mitte von der CDU komplett aufgegeben wurde.


Von wem wird das denn abgestritten? Ich lese das seit Jahren in den Analysen, sogar in der linksalternative Sifferpresse. Anders herum kenne ich nur sehr wenige, die das wirklich abstreiten. Die CDU-Führung würde es natürlich nicht sagen, klaro.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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muffinho
Kronenclub hat geschrieben:Wunderbar... der nächste Wendehals ist zurück :prost:


Wenn Demagogen, Populisten und sonstige Spacken entweder getötete Menschen für ihre politischen Zwecke instrumentalisieren (schlimmstes Beispiel waren die Bilder der ermordeten Tramperin aus Bayern, getötet von einem marokkanischen LKW Fahrer auf der Durchfahrt, was ja mit der Migrationsdiskussion so viel zu tun hat wie das System Korkut mit erfrischendem Offensivspektakel) oder diese Taten relativieren (etwa hier), fällt es einem halt etwas schwer, solche Dinge unkommentiert zu lassen.

Kronenclub
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Tifferette hat geschrieben:
Kronenclub hat geschrieben:darkred
Hab ich vor 3 Jahren schon geschrieben, dass ich aufgrund des Politikwandels politisch heimatlos geworden bin.
Es wurde aber konsequent abgestritten, dass die konservative Mitte von der CDU komplett aufgegeben wurde.


Von wem wird das denn abgestritten? Ich lese das seit Jahren in den Analysen, sogar in der linksalternative Sifferpresse. Anders herum kenne ich nur sehr wenige, die das wirklich abstreiten. Die CDU-Führung würde es natürlich nicht sagen, klaro.


Hier im Forum... leider nicht mehr nachzulesen. Der Linksrutsch der CDU wurde vom Großteils als Hirngespinst abgetan.
Du brauchst dich übrigens nicht angesprochen fühlen, da du mir da in Teilen recht gegeben hattest.
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Tifferette
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Daran erinnere ich mich aber ganz anders. Naja, lässt sich nicht mehr nachprüfen. Meiner Meinung nach ist der Linksrutsch absolut offensichtlich.

Bei der Bewertung dieses Linksrutsches gehen die Meinungen hingegen auseinander - ist das jetzt gut, schlecht oder egal. Und auch hier erinnere ich mich an viele Beiträge, die die Auswirkungen auf die Parteienlandschaft sehr kritisch sehen. Da rechne ich mich dazu.

Manchmal (auch jetzt) habe ich das Gefühl, dass viele "Fronten" eher gefühlt als real sind...
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darkred
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Ich sehe das nicht als Linksrutsch, zumindest nicht als willentlichen. Das nimmt man vllt. so wahr, weil unter der Führung Merkels gewisse Politikfelder nicht mehr bespielt oder zumindest nicht ausreichend moderiert und vermittelt werden. Und somit die Klientel halt sukzessive von der Stange geht. UND zur drögen AfD abwandert.

Im blinden Kampf um die Mitte rücken fortwährend die Ränder näher ins Rampenlicht.
Leider.
Zuletzt geändert von darkred am 7. September 2018 13:46, insgesamt 1-mal geändert.

Tifferette
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Also jetzt einfach nur aus dem Gedächtnis und ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Homoehe, Atomausstieg, Mindestlohn, Mietpreisbremse, Abschaffung der Wehrplicht, Zuwanderungsgesetz - solche Dinge wären vor 25 Jahren für eine CDU-Regierung völlig undenkbar gewesen. Das ist objektiv ein Linksrutsch, und zwar ein ganz Gewaltiger. Und sehr willentlich von der Kanzlerin teils initiiert, teils mitgetragen.
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muffinho
Tifferette hat geschrieben:Also jetzt einfach nur aus dem Gedächtnis und ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Homoehe, Atomausstieg, Mindestlohn, Mietpreisbremse, Abschaffung der Wehrplicht, Zuwanderungsgesetz - solche Dinge wären vor 25 Jahren für eine CDU-Regierung völlig undenkbar gewesen. Das ist objektiv ein Linksrutsch, und zwar ein ganz Gewaltiger. Und sehr willentlich von der Kanzlerin teils initiiert, teils mitgetragen.


Ich sehe das nicht als Linksrutsch, sondern eine normale Anpassung an die gesellschaftliche Entwicklung. Vor 25 Jahren wären einige Dinge in der Öffentlichkeit nicht möglich gewesen, die eben nun toleriert, akzeptiert oder sogar gefördert werden. Vor der Entwicklung einer dynamischen Gesellschaft mit vielen Einflüssen kann eben auch eine Partei nicht halt machen, oder wer hätte vor 25 Jahren gedacht dass E-Sport olympisch wird, jedenfalls in Asien, und hierzulande nur wegen "Killerspiele" nicht von Bach und Co akzeptiert werden.

Und in jeder Partei gibt es unterschiedliche Strömungen, spontan erinnere ich mich an die damalige Pizza Connection, die schon frühzeitig Schnittmengen in der Zusammenarbeit zwischen CDU und Grüne ausloten wollten.

Tifferette
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muffinho hat geschrieben:Ich sehe das nicht als Linksrutsch, sondern eine normale Anpassung an die gesellschaftliche Entwicklung. Vor 25 Jahren wären einige Dinge in der Öffentlichkeit nicht möglich gewesen, die eben nun toleriert, akzeptiert oder sogar gefördert werden.

Ja, klar. Sehe ich ganz genauso. Aber es ist objektiv ein Linksrutsch. Auf einmal sind die MEhrheitspositionen der CDU kaum noch von der SPD zu unterscheiden, mit den bekannten Folgen.

Ich gehe davon aus, dass dieser Linksrutsch auch die Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung abbildet - die Gesellschaft entwickelt sich, und das ist gut so. Aber die Ränder werden nicht mehr abgeholt, und das ist für das politische System schlecht. Ich bin gerade etwas verwundert, ich dachte eigentlich, dass diese Analyse inzwischen weitgehend Konsens ist. Und ich sehe da auch überhaupt keinen Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Entwicklung und Linksrutsch.
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darkred
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Vor 25 Jahren war vor 25 Jahren. Deswegen würde ich das nicht als Linksrutsch sondern schlicht als Anpassung an Lebensrealitäten sehen. Und ich denke auch nicht, dass die von Dir genannten Dinge die sind, die die Leute wirklich umtreiben. (Apropos ... "Zuwanderungsgesetz ... ???)

Es geht vielmehr um Fragen wie ärztliche Versorgung, fehlende Pflegekräfte, Renten, steigende Mieten und die daraus resultierende Frage, inwiefern es nicht an der Zeit für eine sozialpolitische Offensive wäre?
Aber Merkel arbeitet sich ja viel lieber an Nebenkriegsschauplätzen ab. Zu Vorschlägen wie Spahns Widerspruchslösung bei Organspenden isr sie in der Lage innerhalb von Stunden Zustimmung zu formulieren, zu drängenden gesellschaftspolitischen Brennpunkten schweigt sie sich eisern aus.

Klar. Dramatisierung ist im Themenkomplex "Flüchtlinge" genau der falsche Weg. Aber die AfD hält man nur klein, wenn man lösungsorientiert arbeitet. UND in der Lage ist, einen solchen Prozess, wie viele Schritte er auch beinhalten mag, den Menschen transparent zu machen.
Und wenn man sich die Farce in der Frage der beschleunigten Verfahren, nicht vollzogenen Rückführungen etc. anschaut, dann fragt man sich ernsthaft, woher der Vertrauensverlust in die Politik Merkels herrührt?

edit
Von muffi (welcome back btw. du alter Sack... :arr: ) während dem Schreiben überholt worden.

muffinho
Tifferette hat geschrieben:Auf einmal sind die MEhrheitspositionen der CDU kaum noch von der SPD zu unterscheiden, mit den bekannten Folgen.


Imho ist dies auch eine Folge der Parteienvielfalt. Früher bei den großen 4 Volksparteien waren die Grenzen noch einigermaßen klar gezogen, aber je mehr neue Parteien wie Linke, AfD oder auch Piraten dazugekommen sind, waren die etablierten Parteien gezwungen, in anderen Gebieten zu wildern, selbst wenn sie konträr der politischen Linie liegen, etwa die AfD und die Linke im Kampf um die Protestwähler.

Auch wenn man sich die Grünen anschaut, was sich da in den letzten 25 Jahren getan hat, wurde sicherlich die neue Heimat mancher Konservativer. Auch der objektive Rechtsruck der FDP unter Lindner oder bei den Linken unter Wagenknecht (Deutsche Ausbildungsplätze für deutsche Jugendliche), ist das ein Zeichen der dynamischen Entwicklung oder lediglich ein Abbild der verschiedenen Strömungen innerhalb einer Partei?

Tifferette
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darkred hat geschrieben:Vor 25 Jahren war vor 25 Jahren. Deswegen würde ich das nicht als Linksrutsch sondern schlicht als Anpassung an Lebensrealitäten sehen. Und ich denke auch nicht, dass die von Dir genannten Dinge die sind, die die Leute wirklich umtreiben. (Apropos ... "Zuwanderungsgesetz ... ???)


Okay - EINwanderungsgesetz, so wie es jetzt ausgearbeitet wird.

Wie oben geschrieben: Anpassung an Lebensrealitäten und Linksrutsch schließt sich nicht aus. Ich sage weder, dass das schlecht ist noch dass es nicht nachvollziehbar ist - es ist Diagnose und nicht Wertung.
Die Positionen sind jetzt objektiv weiter links und von den Sozen kaum zu unterscheiden. Kronenclub hat da meiner Meinung nach vollauf Recht: durch diese Entwicklung haben genug Leute ihre politische Heimat verloren.
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muffinho
darkred hat geschrieben:Von muffi (welcome back btw. du alter Sack... :arr: ) während dem Schreiben überholt worden.


Ich konnte Toro ja nicht alleine im Club der alten Männer lassen :D


Tifferette
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muffinho hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Auf einmal sind die MEhrheitspositionen der CDU kaum noch von der SPD zu unterscheiden, mit den bekannten Folgen.


Imho ist dies auch eine Folge der Parteienvielfalt. Früher bei den großen 4 Volksparteien waren die Grenzen noch einigermaßen klar gezogen, aber je mehr neue Parteien wie Linke, AfD oder auch Piraten dazugekommen sind, waren die etablierten Parteien gezwungen, in anderen Gebieten zu wildern, selbst wenn sie konträr der politischen Linie liegen, etwa die AfD und die Linke im Kampf um die Protestwähler.

Auch wenn man sich die Grünen anschaut, was sich da in den letzten 25 Jahren getan hat, wurde sicherlich die neue Heimat mancher Konservativer. Auch der objektive Rechtsruck der FDP unter Lindner oder bei den Linken unter Wagenknecht (Deutsche Ausbildungsplätze für deutsche Jugendliche), ist das ein Zeichen der dynamischen Entwicklung oder lediglich ein Abbild der verschiedenen Strömungen innerhalb einer Partei?


Ja, stimmt alles, ich widerspreche da gar nicht. Auch die Grünen sind weiter nach rechts gerückt - nur klingt "Rechtsrutsch" irgendwie scheiße, im Grunde ist es aber nichts anderes annersherum. Bei der FDP ging es mal weiter nach links, mal weiter nach rechts.

Ich würde sagen, dass es in den letzten dreißig Jahren aber nur zwei markante Rutsche gegeben hat, weil das die "Volkxparteien" betrifft: die SPD nach rechts mit der Agenda 2010, und die CDU nach links in kleinen Trippelschritten seit Ende der 2000er. Das kann man toll oder scheiße oder nachvollziehbar oder irrelevant finden. Den Linksrutsch der CDU kann man aber nicht wegdiskutieren, der ist nämlich da. Die Spannungen mit der CSU kommen unter anderem daher, dass die Bayern das eben nicht mitvollzogen haben.
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muffinho
darkred hat geschrieben:Hauptsache du trägst die righteousness nicht vor dir her wie eine Monstranz, funkelnd wie ne spanische Bordelltür.... :mrgreen:


Keine Angst, mein Bereich sind Kalauer über hobelschwingende Meta-Emanzen :arr:

darkred
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Tifferette hat geschrieben:
darkred hat geschrieben:Vor 25 Jahren war vor 25 Jahren. Deswegen würde ich das nicht als Linksrutsch sondern schlicht als Anpassung an Lebensrealitäten sehen. Und ich denke auch nicht, dass die von Dir genannten Dinge die sind, die die Leute wirklich umtreiben. (Apropos ... "Zuwanderungsgesetz ... ???)


Okay - EINwanderungsgesetz, so wie es jetzt ausgearbeitet wird.

Wie oben geschrieben: Anpassung an Lebensrealitäten und Linksrutsch schließt sich nicht aus. Ich sage weder, dass das schlecht ist noch dass es nicht nachvollziehbar ist - es ist Diagnose und nicht Wertung.
Die Positionen sind jetzt objektiv weiter links und von den Sozen kaum zu unterscheiden. Kronenclub hat da meiner Meinung nach vollauf Recht: durch diese Entwicklung haben genug Leute ihre politische Heimat verloren.


Ganz bestimmt.
Und ebenfalls ohne zu werten:
Beim Kampf um die Mitte hat man die gemäßigten Ränder, vor allem den rechten, leider vergessen.

Einwanderungsgesetzt kam in den Koalitionsverhandlungen von der SPD, bei der CDU hieß es "Fachkräftezuwanderungsgesetz". Kennst du den Stand der Dinge, also der über die Frage der Etikettierung hinaus geht? Die Bundesregierung will ja noch dieses Jahr etwas vorlegen?
Zuletzt geändert von darkred am 7. September 2018 14:24, insgesamt 1-mal geändert.


Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Wann ist denn endlich die bayerische Landtagswahl? Danach kann man ja Horst-Adolf Seehof-Hitler in den Kälteschlaf schicken.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Tifferette
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darkred hat geschrieben:Kennst du den Stand der Dinge, also der über die Frage der Etikettierung hinaus geht? Die Bundesregierung will ja noch dieses Jahr etwas vorlegen?


Nö, nur die Bekräftigung, dass es wirklich kommen soll und dass jetzt Eckpunkte vorgelegt werden sollen. Daher kommt ja auch wieder das Getröte aus dem Innenministerium rund um den "Spurwechsel".
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muffinho
Tifferette hat geschrieben:nur klingt "Rechtsrutsch" irgendwie scheiße, im Grunde ist es aber nichts anderes annersherum.


Klar klingt es scheiße und es ist auch scheiße, lässt sich aber nicht vermeiden. Ist irgendwie wie mit den Paradigmen, die Huntington zum Kalten Krieg beschrieben hat: einerseits ist die Materie viel zu komplex, als dass man es so simpel in eines der 3 Lager einordnet, andererseits hilft ein Schema zur schnellen Einordnung.

Ich würde sagen, dass es in den letzten dreißig Jahren aber nur zwei markante Rutsche gegeben hat, weil das die "Volkxparteien" betrifft: die SPD nach rechts mit der Agenda 2010, und die CDU nach links in kleinen Trippelschritten seit Ende der 2000er. Das kann man toll oder scheiße oder nachvollziehbar oder irrelevant finden. Den Linksrutsch der CDU kann man aber nicht wegdiskutieren, der ist nämlich da. Die Spannungen mit der CSU kommen unter anderem daher, dass die Bayern das eben nicht mitvollzogen haben.


Ich erlaube mir einen dritten hinzuzufügen: die Grünen in der politischen Verantwortung mit einem grünen Außenminister, der den Dogmatismus der Grünen in Sachen Pazifismus aufbricht und die Grünen in das Zeitalter von Pragmatismus und Realismus führt.

Airwin
...Ich würde sagen, dass es in den letzten dreißig Jahren aber nur zwei markante Rutsche gegeben hat, weil das die "Volkxparteien" betrifft: die SPD nach rechts mit der Agenda 2010, und die CDU nach links in kleinen Trippelschritten seit Ende der 2000er. Das kann man toll oder scheiße oder nachvollziehbar oder irrelevant finden. Den Linksrutsch der CDU kann man aber nicht wegdiskutieren, der ist nämlich da. Die Spannungen mit der CSU kommen unter anderem daher, dass die Bayern das eben nicht mitvollzogen haben.



sehe ich - ebenfalls ohne wertung - ganz genau so.


@muffinho :lol: :prost: welcome back, @haber fehlt noch :nod:


Tifferette
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:Ich erlaube mir einen dritten hinzuzufügen: die Grünen in der politischen Verantwortung mit einem grünen Außenminister, der den Dogmatismus der Grünen in Sachen Pazifismus aufbricht und die Grünen in das Zeitalter von Pragmatismus und Realismus führt.

Joah, kann man so sehen, für die Grünen war es jedenfalls ein heftiger Einschnitt. Für das Parteiensystem war es vielleicht weniger gravierend, weil die Position mit dem linken Pazifismus ja bereits durch eine andere Partei abgedeckt wurde bzw. wird. Dadurch hat sich jedenfalls nicht die Politik in Deutschland geändert, weil Stalin Joschka damit letztlich "nur" deutsche Außenpolitik im Amt weiterverfolgt hat. Aber das sind jetzt Feinheiten, das kann man mit guten Gründen so oder so sehen.

Oder in einem Satz: Wen kümmern schon die Grünen? :mrgreen:
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(Batman)