Leider wird mir der Artikel als gebührenpflichtig angezeigt. Und auch wenn ich nicht anzweifle, dass er sein Geld wert ist, mag ich ihn gerade nicht kaufen.
Aber grundsätzlich unterscheide ich in dieser Debatte zwei Ebenen:
1. Die "Hetzjagd-oder-nicht-Hetzjagd"-Diskussion
Hierzu bieten die von @Manolo verlinkten Polizeiprotokolle aus meiner Sicht einigen Aufschluss.
Ob man die Geschehnisse dann als "Hetzjagden", "Gruppenverfolgungen" oder auch ganz anders benennt, ist für mich dabei letztlich eine Diskussion um des Kaisers Bart. Ich möchte eben ausdrücklich nicht über Begrifflichkeiten diskutieren, sondern über Vorgänge, die geschehen, bezeugt und protokolliert sind.
Und darüber, welche Erkenntnisse man daraus zieht und wie Rechtsstaat, Politik und Bevölkerung mit diesen umzugehen gedenken. Das verstehe ich unter "Versachlichung", alles andere ist eine Verlagerung auf Nebenkriegsschauplätze.
2. Die Person Hans-Georg Maaßen, seines Zeichens immerhin oberster Verfassungsschützer der Republik
Hierzu bieten die beiden von mir verlinkten Artikel aus der Süddeutschen und das Interview mit Franziska Schreiber zumindest etlichen Diskussionsstoff. Es stehen Anschuldigungen von wahrlich nicht geringer Tragweite im Raum und Frau Schreiber betont in diesem Interview auch, dass Maaßen gegen die von ihr erhobenen Vorwürfe/Behauptungen ausdrücklich nicht juristisch vorgegangen ist.
Und in der SPD werden bereits die ersten Stimmen laut, die aufgrund dieser Personalie die Koalition infrage stellen. Das Sprengstoffpotential ist also schon mal hinreichend groß und wird auch durch den Gebrauch von Smilies nicht kleiner.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 27837.html