Bundes-Jogi hat geschrieben:Tamasi hat geschrieben:Wenn es stimmt, das Spiel Mannschaft immer auch ein bissle den Charakter des Trainers widerspiegelt, dürfte MW ein fieser Drecksack sein. Und das war jetzt sehr dezent.
Ja, gerade Augsburg spielte unter Weinzierl einen hinterfotzigen, provokativen Fußball mit vielen ganz fiesen und versteckten Fouls, sowie theatralischen Schauspieleinlagen mit dem einzigen Zweck, Platzverweise bei den Gegnern zu provozieren. Bei Schalke ist mir das dann nicht aufgefallen, vielleicht hat er es den SPielern dort nicht vermitteln können.
Wobei mir das auch in Mainz unter Tuchel immer wieder auffiel.
Kann michz.B. noch sehr gut an die Szene erinnern, als Bancé Jens Lehmann foult, nachdem er selbigen schon zuvor immer wieder mit versteckten Fouls provoziert hatte (kräftig auf den Fuß tappen beim Rückwärtslaufen im Strafraum, ist mit Stollen nur halb so lustig, wie es vielleicht klingen mag). Im Endergebnis hat er Lehmann mürbe gekriegt, der schubst ihn, Bancé lässt sich fallen, Lehmann fliegt mit Rot vom Platz, Mainz kriegt einen Elfmeter und der klaut dem VfB kurz vor Schluss den Sieg und beschert Mainz noch einen Punkt.
Bancé fällt und flippert am Boden rum, als müsste man schnellstens einen Exorzisten bemühen. Lehmann fliegt, ist der Buhmann. Man kann Bancé nicht vorwerfen, dass er sich fallen lässt. Die anschließende schauspielerische Einlage hätte bei annähernd konsequenter Regelauslegung aber auch eine Karte verdient gehabt.
https://www.augsburger-allgemeine.de/sp ... 26131.html
Vielleicht sind das zu einem gewissen Teil die Waffen der Underdogs. In der Mainzer Spielweise zu dieser Zeit war das nach meinen Beobachtungen jedenfalls alles andere als ein Einzelfall.
Ich unterstelle jedenfalls schon ein Stück weit, dass manche (einige?) Trainer solche "Schwachstellen", sprich: Htzköpfe, bzw. Spieler, von denen man weiß, dass sie zu Unbeherrschtheiten neigen können beim Gegner ausmachen und da gezielt dauf hin taktieren.