Bundes-Jogi hat geschrieben:thoreau hat geschrieben:Ich fand ihn gar nicht seelenlos. Es kommt einem vermutlich so vor genau weil er auf den üblichen Zeitlupen-, Flaggen- und Jubelpathos verzichtet. Ich fand die Erzählweise toll.
Lustigerweise wurde dem Film in den USA vorgeworfen, er sei "unamerikanisch" und "unpatriotisch", weil nicht gezeigt wurde, wie Armstrong die 'Flagge in den Boden gerammt hat.
Following the film’s Venice premiere, some comments by its star, Ryan Gosling (who plays Armstrong), set off a firestorm of controversy over whether the film is anti-American, unpatriotic, and “total lunacy” for not explicitly showing the iconic, familiar moment in which an American flag is physically planted on the surface of the moon.
When asked about why that moment isn’t depicted in the film, Gosling specifically said that it doesn’t appear because First Man chooses to cast the moon landing both as an American achievement and a “human achievement.” The actor also noted that Armstrong (as revealed in the authorized biography on which the movie is based) didn’t see himself as “an American hero,” and so the filmmakers opted to focus on “the way Neil viewed himself.”
Gosling’s comments ultimately became the basis for a series of much broader claims, such as the idea that the film “omits” the American flag entirely, or (in the weirdest rumor I heard through the grapevine) that it’s replaced with Chinese flags.
https://www.vox.com/2018/9/13/17846986/first-man-flag-controversy-noah-patrioticIt’s time for bad-faith hysteria about unseen movies to stop.
Gerade wurde ich zu First Man eingeladen.
Den Film wollte ich mir eigentlich nicht ansehen. Der Mann im Mond und der Film, den ich noch nicht gesehen habe, können nix dafür. Montag, der 21. Juli 1969 war für mich ein unergesslicher Sch....tag, -woche und -zeit! Das Ereignis damals konnte ich nicht genießen und jedes mal, wenn ich den Mann in Mond irgendwo sehe, höre, werde ich sofort an diesen Tag (Zeit) erinnert, den
ich nicht so aufregend fand wie die meisten. Ich werde mir den Film trotzdem ansehen.
Die Mondlandung schaute ich mir damals mit einem Mädchen an, dessen Vater bei der NASA
tätig war. Ab und zu kam er, um seine Tochter für kurze Zeit zu besuchen. Die Mutter war eine Schauspielerin.
Das Mädchen brachte mir die ersten Gitarrengriffe bei und wir sangen viele amerikanische Songs zusammen.
Zufällig entdeckte ich ein Buch von Patrick Roth (Jg. 1953)
"Die amerikanische Fahrt" - Stories eines Filmbesessenen.Er hat das Mädchen einige Jahre später näher kennengelernt und über sie geschrieben. Ich war neugierig und trotzdem warte ich noch auf den richtigen Zeitpunkt, das Buch zu Ende zu lesen.
Los Angeles, Sommer 1975. Ein 22jähriger deutscher Filmstudent vertreibt sich die Einsamkeit mit Autofahren über Boulevards und Freeways, das geliebte "Unverhoffte Wiedersehn".
Eine Freundin verschafft ihm die erste Rolle als Fahnenträger im amerikanischen Bürgerkrieg. Jahre später entlockt der junge Mann, nun Filmjournalist, dem alten Western-Bildpoeten John Ford die Geheimnisse der Kunst. Auf dem Höhepunkt der filmbesessenen Jahre begegnen dem werdenden Schrifsteller an der Theke von Hollywoods ältestem Restaurant der "father of film", D.W. Griffith, und der alte Schnittmeister Pike Turpin, der in seinem Projektionsraum eine verloren geglaubte Sequenz aus Orson Welles' "The Magnificent Ambersons" auferstehen lässt.
In der Vergegenwärtigung seiner amerikanischen Jahre wird dem Erzähler bewusst, dass sich hinter seiner lebenslangen Film-Faszination die innere Welt der eigenen Bilder verbirgt.
"Die amerikanische Liebe" erzählt von Patrick Roths Liebe zum Kino - von abenteuerlichen Lehrjahren in Hollywood, von Begegnungen mit Henry Fonda und David Lynch und von heilig-magischen Momenten, in denen Durchsicht auf ein Größeres gegegeben wird, das jenseits der Leinwand liegt...
"Der Regen auf Dach und Scheiben war wunderbar. Wir hielten still und fuhren, als gäb es nichts anderes. Als seien wir, solange wir ruhig fahren, zufrieden damit, anderen den Hintergrund für ihre Träume zu liefern."
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