exmatthes hat geschrieben:war das hier schon?:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... 2f4b0.htmlspeziell noml folgendes - weil glück/Pech auch hier im Forum eher geringgeschätzt werden:
Warum, das erklärt der Physiker und Fußballfan mit einem Phänomen, das er „Regression zur Mitte“ nennt. Konkret bedeutet das, dass sich Glück und Pech irgendwann ausgleichen. Dieser Faktor findet nach Meinung des Wissenschaftlers in der Betrachtung sportlicher Leistungen zu wenig Beachtung. Dabei speise sich Erfolg und Misserfolg meist nicht aus (fehlender) sportlicher Qualität allein, sondern genauso aus den berühmten fünf Zentimetern, die der Ball entweder ins Tor oder eben an den Pfosten kullert. Weil man nicht immer nur Pech haben kann, läuft es für Teams mit anfänglichen Misserfolgen irgendwann automatisch besser, hat Heuer herausgefunden
Hier wieder das Beispiel, als Klopp mit Dortmund mal auf einen Abstiegsplatz rutschte: betrachtet man die Qualität der Chancen, so hätten die sich nie und nimmer da unten befinden dürfen. Es war demnach auch nicht zu erkennen, dass die Mannschaft gegen den Trainer spielt oder sonst irgendwas – es war ein Faktor, der analytisch nicht zu erfassen war.
Nochmal kurz zur Erläuterung: die Methode mit den
expected Goals ist nicht allumfassend, aber sie funktioniert und ist überprüfbar: die Qualität der erspielten Chancen entspricht statistisch gesehen den erzielten Toren. Guckt man sich die Spiele einer einzelnen Mannschaft an, kann man sehen, ob und wie weit sie davon abweicht. Die Dortmunder lagen seinerzeit meilenweit von ihrer
xG entfernt, davor und danach zeigte keine Mannschaft so eine hohe Abweichung, und das Team aus dieser Saison gilt unter Statistik-Nerds nach wie vor als der größte Pechvogel in Europa.
Hat niemand gemerkt, auch der BVB selbst nicht. Bringt uns zum Punkt “Glück des Tüchtigen”: die Dortmunder taten seinerzeit alles dafür, dem Glück den Weg zu bereiten, aber es lief einfach nix zusammen. Das Glück des Tüchtigen hat man, oder man hat es nicht – der Spruch bedeutet halt, dass man nicht aufgeben soll. Passt ja eigentlich auch, wenn man die These von Herrn Heuer zugrunde legt – nur kann es halt sein, dass sich Glück und Pech erst ausgleichen, wenn es schon zu spät ist. Das Glück nimmt keine Rücksicht auf Spieltermine in einer Fußballsaison.
Dieser Heuer sagt, dass Glücks- und Pechsträhnen früher oder später enden, Dortmund war die große Ausnahme. Ich weiß nicht warum er sagt, dass das zu wenig Beachtung findet – vielleicht meint er sogenannte Schicksalsspiele: die Ergebnisse sind oft knapp, und dann können fünf Zentimeter auch mal entscheiden, ob ein Trainer entlassen wird oder weiterarbeitet. Aber er will ja herausgefunden haben, dass das Glück auf längere Sicht
kein großer Faktor ist.
Wenn du zweimal den Pfosten triffst und 0:1 verlierst, dann muss man natürlich sagen, dass Glück und Pech eine Rolle spielen, aber man kann ja auch sehen, ob du zweimal oder zehnmal in aussichtsreicher Position vor dem Tor des Gegners aufgetaucht bist.