Airwin hat geschrieben:Heute in der FAZ: Klimareligion mit ablasshandel ..... .
Klimareligion mit Ablasshandel
Viele Deutsche möchten ihr schlechtes Gewissen beruhigen, indem sie Biosprit tanken oder Tofu essen. Nicht nur daran zeigt sich, dass die Rettung des Weltklimas hierzulande längst den Rang einer Ersatzreligion eingenommen hat. Ein Kommentar.
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Was für ein Megabullshit. Natürlich kann Deutschland das Klima nicht alleine "retten", aber wenn die alten Industrieländer nicht damit anfangen, wer dann? Die Klimapolitik mag ineffizient, die Methoden fehlerhaft sein, aber die Ziele sind schon richtig. Fehler und Ineffizienzen rühren halt auch daher, dass man der Industrie nicht zu sehr weh tun will.
Was aber die "Klimaleugner" angeht, so sind das tatsächlich Leute, die etablierte wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen.
Wer Zweifel äußert, ob der übermäßige Ausstoß eines einzigen Moleküls wirklich allein für die Erwärmung der Erde verantwortlich sein kann, wird von manchen Klimaschützern als Klima-Leugner verunglimpft. Warum rückt man Kritiker in die Nähe von Holocaust-Leugnern? Ist das nur der gedankenlose Umgang mit Sprache, der den historischen Zivilisationsbruch der Schoa durch Banalisierung missbraucht?
Tatsächlich kann der Klimawandel nicht allein auf Treibhausgase zurückgeführt werden, auch von Menschen unbeeinflussbare Veränderungen etwa in der Geologie (wandernde Pole) oder im Kosmos (Erdachse, Sonnenaktivität) spielen eine Rolle, ebenso wie andere Eingriffe von Menschen (Abholzung der Regenwälder, Siedlungsstrukturen).
Die Alternativen Einflussfaktoren sind alle berücksichtigt und lassen sich bspw. in den IPCC-Berichten nachlesen. Der aktuelle Erwärmungstrend ist menschengemacht und Co2 ist der entscheidende Faktor. Das ist gut gesicherte Wissenschaft.
Als vorbildlich gilt, wer Tofu statt Fleisch isst. Doch standen in Brasilien nicht Regenwälder, wo heute eine Soja-Plantage der nächsten folgt? Ähnliches gilt für die Avocado, die in Mexiko Kleinbauern das Wasser abgräbt, oder die Lithium-Ionen-Batterie, die das Klima retten soll, deren Rohstoffgewinnung in Afrika, Russland oder Südamerika ganze Landstriche verwüstet.
Manche vegane Nahrungsmittel haben auch negative Effekte, aber Fleischkonsum ist trotzdem der massivere Faktor und die Sojaplantagen entstehen nicht wegen den Veganern, sondern, weil die Rinder damit gefüttert werden, also für den Fleischkonsum.
Auch weil Menschen im armen Teil der Welt eine Entwicklungsperspektive brauchen, darf Klimaschutz nicht mit religiösem Eifer betrieben werden. Sonst geraten Politikfelder wie Soziales und Wirtschaft oder ökologisch ebenfalls wichtige Ziele wie Naturschutz und Artenvielfalt unter die Räder.
Es sollte um bessere Klimapolitik gehen, nicht um Religionsgeschwafel und das Ignorieren wissenschaftlicher Erkenntnisse. Solche Kommentare sind nur ärgerlich.