darkred hat geschrieben:Meine Einschätzung dazu ist die, dass die Tiefe der Einschnitte davon abhängen wird, in welcher Frequenz und Schwere solche Greueltaten künftig in der "ersten Welt" vorkommen werden. Und ich fürchte leider, dass wir, ob der Ohnmacht eben dieser, also beim mehr oder minder teilnahmslosen Zusehen wie sich der IS in Syrien und im Irak weiter manifestiert, erst am Anfang einer solchen Anschlagsserie stehen. Und so lange man nicht an die Ursachen geht, wird man sich zunehmend intensiv mit den Symptomen auseinandersetzen müssen...
Sehe ich ähnlich, wobei nicht vergessen werden sollte, dass diese Attacken lediglich ob ihrer unglaublichen Kaltblütigkeit so überraschend sind. Also junge Franzosen, Belgier, etc. die bereit sind, sich inmitten der Menschen in die Luft zu sprengen, unter/neben derer sie aufgewachsen sind.
Dschihadistische Anschläge in Europa und auf Westler gab es allerdings leider zuhauf: Madrid, London, Bali, Tunesien mehrmals, Paris bereits Anfang des Jahres, Bonn war ein Fehlschlag, usw.
Nur sehe ich Grund zu Hoffnung: Zum Einen dadurch, dass nun wirklich jeder kapiert hat, dass uns Syrien nicht nur wegen der Flüchtlinge betrifft. Dazu hat es leider dieser Tragödie bedarft. Allgemeine Terrorwarnungen verlieren nunmal mit der Zeit ihren Schrecken. Und damit meine ich insbesondere die Politiker.
Aber die einzige Möglichkeit den IS als Territorialmacht zu besiegen ist durch eine größtmögliche Koalition von Staaten. Idealerweise durch eine wie auch immer geartete UN-Resolution. Hierfür waren die Vorraussetzungen nie besser, da nun ausnahmlos alle fünf Vetomächte durch islamistischen Terror auf ihrem Staatsgebiet betroffen waren.