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Tamasi
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Allmachtsbachel
Auswurf hat geschrieben:Bin einfach der Meinung,
dass eigenständig denkenden Mitarbeitern,
die eingestellt wurden, weil man an ihre Fähigkeiten glaubt,
das Recht der freien Wortwahl zusteht
Gleichschaltung mag ich nicht und wäre für mich ein kündigungsgrund.
Trägt außerdem dazu bei Vorurteile zu bestätigen - siehe Erwin

Steht irgendwo, dass die Mitarbeiter diese Formulierungen benutzen MÜSSEN? Dass sie sonst entlassen oder wenigstens im Gehalt zurückgestuft werden?

Weißt du, vielleicht ist es auch frustrierend, hart & ernsthaft in deinem Job zu arbeiten und nach Feierabend musst du dir anhören, dass du von Gebühren verhätschelt wirst und eh nur staatlich verordnete Fake-News verbreitest. Vielleicht hilft es manchem Mitarbeiter, da ein bisschen Handwerkszeug mitzubekommen, um sich gegen sowas wehren zu können.

Und esgibt so viele öffentlich-rechtliche Sender, Regionalstudios, Radiosender etc., in verschiedenen Bundesländerm. Überall arbeiten unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Haltungen.

Glaubst du im Ernst, die kann man alle gleichschalten?

Gleichschaltung kriegst du, wenn es keine öffentlich-rechtlichen Sender mehr gibt.

Auswurf
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Grasdaggl
Nein tamasi,
ich glaube nicht, dass man das schaffen würde, sehe in der Aktion aber den Versuch.
Finds schon armselig überhaupt jemanden zu beauftragen, sich sowas auszudenken.

edit
Glaube auch nicht, dass man den Mitarbeitern damit ne starke Waffe in die Hand gäbe um ihr standing zu verbessern
das ist doch keine Musik

Tifferette
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Grasdaggl
Wollen wir vielleicht mal ein wenig differenzieren? Da gehen aus meiner Sicht ein paar Sachen durcheinander.

Natürlich sind ÖR-Rundfunkanstalten gut, richtig und wichtig (@Tamasi). Und natürlich sind die dortigen Mitarbeiter streitbar und identifizieren sich mit dem, was sie tun. Gut so! Ich halte es auch für absolut legitim, wenn man sich mit dem Phänomen des Framing auseinandersetzt. Insbesondere dann, wenn es von "bestimmten Gruppen" gezielt eingesetzt wird. Das ist nicht zu beanstanden und auch die Verwendung von Geldern für die Erstellung eines Gutachtens kann man nicht wirklich beanstanden (@Nice Weather).

Mich stören ganz andere Dinge. Zunächst mal ist der ÖR-Rundfunk eben nicht die Wirtschaft. Die haben einen fest umrissenen Auftrag, und der hat wenig mit Verkaufen eigener Güter und Dienstleistungen zu tun (@muffinho). Das ist was anderes. Zudem habe ich auch nicht den Eindruck, dass das einfach nur so mal ein Gutachten war, dass interessiert von ein paar Strategen gelesen wurde (@Nice Weather). Die Tatsache, dass da nicht ARD draufsteht heißt nicht, dass es intern nicht verwendet wurde. In der Presse wurde es zunächst so dargestellt, dass das schon mehr Impact hatte. Und wenn es einfach nur eine Studie ohne weitere Folgen gewesen wäre, dann ist mir nicht so ganz einleuchtend, warum es bei Netzpolitik gelandet ist. Wir reden hier im Grunde von Whistleblowing.

Solange die ARD nun also solche Studien nutzt, um ihre Mitarbeiter im Umgang mit negativem Framing zu schulen, ist aus meiner Sicht alles wunderbar. Solche eine Abwehrstrategie ist wohl sogar notwendig, wenn man einigermaßen objektiv berichten will und sich nicht in die Sprachfalle von AfD und Populisten locken lassen will.

Sobald es aber genutzt wird, um sich oder bestimmte Vorgänge positiver darzustellen, dann stellen sich mir die Nackenhaare auf. "Moralisches Framing", ach Du Scheiße. Mal eine Leseprobe von Seite 8:
Steigen wir gleich hier und jetzt ein mit einem Beispiel für das,was wir oben moralisches Framing genannt haben. Beginnen wir mit einer grundlegenden Wahrheit. Jedes Anliegen, für das sich die ARD stark macht, ist ein moralisch strittiges Anliegen. Der Grund, dass sich die ARD für das jeweilige Anliegen ein­setzt, während ihre Gegner – ob etwa in Form politischer Kräfte oder Kommer­zmedien–sich gegen das Anliegen stark machen, liegt darin, dass beide ‚Lager’ ein und dieselbe Faktenlage unterschiedlich bewerten.

Mal abgesehen davon, dass Linguisten wohl grundsätzlich eine beschissene Schreibe haben: Die ARD macht sich für "Anliegen" stark? "Gegner"? Ja, spinnen die jetzt komplett? Ganz schön schwierig, das mit der Neutralität in Einklang zu bringen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Airwin
Mal abgesehen davon, dass Linguisten wohl grundsätzlich eine beschissene Schreibe haben: Die ARD macht sich für "Anliegen" stark? "Gegner"? Ja, spinnen die jetzt komplett? Ganz schön schwierig, das mit der Neutralität in Einklang zu bringen.



allerdings. ich hab auch den eindruck dass hier leute mitdiskutieren die da zumindest reingelesen haben - wie z.B . tifferette - und andere die nur darüber gelesen haben. Anders kann ich mir manche aussagen nicht erklären, das manual liest sich stellenweise wie aus dem wörterbuch des unmenschen und da müßten sich eigentlich bei jedem die nackenhaare aufstellen (be den autoritären charaktern latürnich nicht).
Zuletzt geändert von Airwin am 20. Februar 2019 10:48, insgesamt 1-mal geändert.

muffinho
Tiffi ist wieder da :)

Schon klar dass es nicht das gleiche ist wie das Verkaufen von Waren, mir ging es um die semantische Funktion, etwas im positiven Licht darzustellen, und das Beispiel mit Billig vs. Günstig ist wohl der bekannteste Fall in der Öffentlichkeit, der wirklich jeder versteht.

Ich gestehe dass ich weder Zeit noch Lust habe, das Teil zu lesen, daher kann ich nur einen generellen Überflug starten, und das betrifft die Praxis, die PR mit solchen Instrumenten zu stärken. Dass es im Einzelfall zu linguistischen Fehlgriffen kommen kann, wie "Gegner", ist natürlich schade und nicht akzeptabel für einen ÖR, aber generell sehe ich darin eine positive Entwicklung, auch weil die Tendenz - nicht nur in den USA - dahin geht, mit billigen Mitteln die öffentliche Meinung zu verzerren, Lügen zu verbreiten, Menschen zu diffamieren und die ÖR stehen da eben in der Schusslinie, weil sie für manche Gruppen als Staatsmedien angesehen werden, deren einzige Aufgabe es ist die Meinung der herrschenden Volksparteien unters Volk zu bringen.

Airwin
das ganze ding ist ein einziger linguistischer fehlgriff.... . Aber um das zu erkennen muß man den rotz halt lesen.

s.27.
Wir „bezahlen“ also nicht für die „Angebote“ der ARD. Sondern, wir ermöglichen uns einen gemeinsamen, freien Rundfunk ARD. Unter anderem, aber bei
weitem nicht ausschließlich, durch unsere finanzielle Beteiligung.
Die ARD ist von uns, mit uns und für uns geschaffen: ...etcblablubb



VON UNS ,MIT UNS, FÜR UNS :roll: ......meine fresse, so einen scheiß hab ich zum letzen mal beim kommunionsunterricht gehört.



de mappes
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Spamferkel
Tifferette hat geschrieben:Wollen wir vielleicht mal ein wenig differenzieren? Da gehen aus meiner Sicht ein paar Sachen durcheinander.

Natürlich sind ÖR-Rundfunkanstalten gut, richtig und wichtig (@Tamasi). Und natürlich sind die dortigen Mitarbeiter streitbar und identifizieren sich mit dem, was sie tun. Gut so! Ich halte es auch für absolut legitim, wenn man sich mit dem Phänomen des Framing auseinandersetzt. Insbesondere dann, wenn es von "bestimmten Gruppen" gezielt eingesetzt wird. Das ist nicht zu beanstanden und auch die Verwendung von Geldern für die Erstellung eines Gutachtens kann man nicht wirklich beanstanden (@Nice Weather).

Mich stören ganz andere Dinge. Zunächst mal ist der ÖR-Rundfunk eben nicht die Wirtschaft. Die haben einen fest umrissenen Auftrag, und der hat wenig mit Verkaufen eigener Güter und Dienstleistungen zu tun (@muffinho). Das ist was anderes. Zudem habe ich auch nicht den Eindruck, dass das einfach nur so mal ein Gutachten war, dass interessiert von ein paar Strategen gelesen wurde (@Nice Weather). Die Tatsache, dass da nicht ARD draufsteht heißt nicht, dass es intern nicht verwendet wurde. In der Presse wurde es zunächst so dargestellt, dass das schon mehr Impact hatte. Und wenn es einfach nur eine Studie ohne weitere Folgen gewesen wäre, dann ist mir nicht so ganz einleuchtend, warum es bei Netzpolitik gelandet ist. Wir reden hier im Grunde von Whistleblowing.

Solange die ARD nun also solche Studien nutzt, um ihre Mitarbeiter im Umgang mit negativem Framing zu schulen, ist aus meiner Sicht alles wunderbar. Solche eine Abwehrstrategie ist wohl sogar notwendig, wenn man einigermaßen objektiv berichten will und sich nicht in die Sprachfalle von AfD und Populisten locken lassen will.

Sobald es aber genutzt wird, um sich oder bestimmte Vorgänge positiver darzustellen, dann stellen sich mir die Nackenhaare auf. "Moralisches Framing", ach Du Scheiße. Mal eine Leseprobe von Seite 8:
Steigen wir gleich hier und jetzt ein mit einem Beispiel für das,was wir oben moralisches Framing genannt haben. Beginnen wir mit einer grundlegenden Wahrheit. Jedes Anliegen, für das sich die ARD stark macht, ist ein moralisch strittiges Anliegen. Der Grund, dass sich die ARD für das jeweilige Anliegen ein­setzt, während ihre Gegner – ob etwa in Form politischer Kräfte oder Kommer­zmedien–sich gegen das Anliegen stark machen, liegt darin, dass beide ‚Lager’ ein und dieselbe Faktenlage unterschiedlich bewerten.

Mal abgesehen davon, dass Linguisten wohl grundsätzlich eine beschissene Schreibe haben: Die ARD macht sich für "Anliegen" stark? "Gegner"? Ja, spinnen die jetzt komplett? Ganz schön schwierig, das mit der Neutralität in Einklang zu bringen.


Sehr guter und differenzierter Beitrag
Don't criticize what you can't understand




Tamasi
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Allmachtsbachel
Airwin, zur taz:
Die vermischt da was. Programminhalte sind ein anderes Thema. Vor ein paar Monaten kam im ZDF übrigens mal eine interessante Reportage: Ein ZDF-Reporter hat Zuschauerbeschwerden (du weißt schon, welcher Art) aufgenommen und die Absender besucht und ihre Lebenswelten und Probleme aufgezeigt. Also genau das, was die taz und du fordern. Und was es angeblich nicht im Programm gibt.

Man sieht halt immer nur das, was man sehen möchte. Im wahrsten Sinne... :-)

Und Tiffi, zur Moralkeule:
Das ist natürlich albern formuliert, von der Autorin der Studie. Aber jetzt bitte, das nimmt doch keiner wörtlich. Okay, zumindest nicht die MEHRHEIT der ÖR-Mitarbeiter.

Airwin, „unter uns“:
Ich habe mit dem Uns-Ding kein Problem. Spalter mögen das vielleicht nicht so sehr. Die AfD-Meinungsmacher WOLLEN, dass die Leute sich ausgeschlossen fühlen. Geschäftsmodell und so.

Auswurf
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Grasdaggl
Um es mal klar zu sagen
Natürlich bin ich auch ein Freund der öffentlich-rechtlichen allerdings wäre ich ganz klar für eine steuerfinanzierte Regelung.
Nicht jeder der total pleite ist, beantragt sofort Hartz IV
und sind erst einmal Schulden angehäuft werden auch geringe Summen auf Dauer zum Problem finde das ist eine riesen Sauerei und treibt genau die Leute den rechten in die Arme die man für die diese Grundversorgung an objektiven Informationen eigentlich zwingend erreichen wollen sollte
das ist doch keine Musik


Airwin
@Tamasi

ich glaub ich kenne die sendung von der du sprichst, war das mit hausbesuchen durch die künast :D ? Die taz sagt doch nicht dass es keine inhalt gäbe , sondern dass die inhalte der weg sein müssen um das publikum zu gewinnen und nicht neusprech. Ich nehme gute sendungen - die gibt es ja tatsächglich auch - bei unserem gemeinsamen freien rundfunk ARD immer begeistert zur kenntnis.

Bzgl "unter uns" ist das nicht eine soap bei den
S.22 Framing: Profitwirtschaftliche Sender
Alternativen: Profitorientierte/­maximierende Sender
Medienkapitalistische Heuschrecken
:?:


Oder meintest du
VON UNS ,MIT UNS, FÜR UNS
- Amen? Ich sehe keinerlei spaltung darin, dass ich mich nicht als teil irgendeines homogenen (ARD-)volkskörpers sehe =>
„die ARD ist die gesellschaft: Wir sind ihr!“
. Und wenns so wäre , bin ich gerne spalter und möchte da lieber außen vor bleiben :P .


edit: Wußte gar nicht dass du so kollektivistisch drauf bist ?



Airwin
Auswurf hat geschrieben:ergänze
nicht nur in die Arme der rechten sondern jeglicher Radikaler aus schierer und berechtigter Frustration




steuer wäre auch sprachlich treffender, die zahle ich für etwas abstraktes , ohne zu wissen in welchem topf sie landet und ggf. auch ohne, dass ich die früchte dieses topfes nutze.
Gebühr ist hingegen nicht so passend , die zahle ich i.d.R. für etwas was ich nutze (nutzen will). Aber lt ARD-neusprech-manual soll man ja beide begriffe meiden :D .

factotum
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Granadaseggl
auswurf hat geschrieben:
Um es mal klar zu sagen
Natürlich bin ich auch ein Freund der öffentlich-rechtlichen allerdings wäre ich ganz klar für eine steuerfinanzierte Regelung.


Ja. Das wäre die saubere Lösung. Die ist aber natürlich politisch hochgradig unbequem, also müssen mal wieder die armen Juristen den Buckel krumm machen.

Das ganz grundlegende Problem bei den Öffis ist, dass ihre Position schon jetzt eigentlich unhaltbar ist. Tendenz eindeutig weiter abwärts. Wissen die Leute natürlich genau. Da kommen dann halt auch solche fragwürdigen Verzweiflungsaktionen vor.
The shit that used to work, won`t work now.

Airwin
Auswurf hat geschrieben:Hier, was für Dich Airwin



kenn ich nicht (schau ich jetzt auch nicht) , man kommt gar nicht mehr mit vor lauter araber-clan-dokus, das problem gibt es ja seit jahren wenn nicht gar jahrzehnten und plötzlich wird jeden tag 5 mal darüber berichtet? Liegts an bushido ? Will man den michel auf kommendes vorbereiten?

jedenfalls sind deine beiträge heute schlüssig.


Airwin
Auf jeden fall war (und ist) das ein wichtiges thema . Weil man die ergebnisse einer gescheiterten integration quasi unter dem brennglas sieht. Die dokus die ich diesbzgl hier eingestellt hatte waren von unseren gemeinsamen freien rundfunkanstalten und von spiegel-TV , imo keine einseitigen angstmachteile.

Tifferette
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Grasdaggl
Zum Thema Clans: Habt Ihr das hier eigentlich gelesen? http://www.spiegel.de/panorama/justiz/c ... 50765.html
Der Fischer wurde mE in letzter ZEit teilweise schwächer. Seine Einlassungen zu Organspende und Widerspruchslösung fand ich ganz schön dünn. Da merkte man, dass er im Strafrecht zu Hause ist und vielleicht auch dort bleiben sollte. Hier aber: sehr schön. Mit KHK Fiedler wird er wohl nicht mehr gut Freund.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Airwin
steuer wäre auch sprachlich treffender, die zahle ich für etwas abstraktes , ohne zu wissen in welchem topf sie landet und ggf. auch ohne, dass ich die früchte dieses topfes nutze.
Gebühr ist hingegen nicht so passend , die zahle ich i.d.R. für etwas was ich nutze (nutzen will). Aber lt ARD-neusprech-manual soll man ja beide begriffe meiden :D .



hab nachgeschaut, der korrekte neusprech lautet
"rundfunkbeteiligung"
:lol: . Eigentlich auch falsch, den wir beteiligen uns ja letztlich an uns selbst, den bei uns und der ARD handelt es sich ja nicht
um getrennte Entitäten
schließlich wurde sie ja
von uns, mit uns und für uns geschaffen
und existiert
einzig und allein für uns
:lol: . Amen.