Solche Shows kenne ich aus England. Beim Auswandern war’s meistens Australien, und die Hauskauf-Shows sind beliebt, weil Wohneigentum in UK und USA ein viel größeres Thema ist als hier. Immobilien kaufen, Wert steigern und verkaufen ist da quasi eine Art Privatkarriere und wird unter anderem als soziale Aufstiegsmöglichkeit gesehen, Stichwort Klassendenken. Der Markt ist dort auch viel beweglicher: mit Glück und Geschick kann man sich wie Hans im Glück hochtauschen, bzw. kaufen/verkaufen. So jedenfalls die schöne Theorie, Wirtschaftskrisen nicht mit eingerechnet.
Ulkig fand ich immer, dass die Leute dort vor dem Verkauf nochmal neue Vorhänge dranmachen und überall Blumen aufstellen, und die Bude voll möbliert anbieten. Kapiere ich nicht – bzw. kapiere ich nicht, dass der Trick anscheinend funktioniert und die Leute mehr Geld ausgeben, wenn sie ihre eigene Phantasie zur Einrichtung nicht anregen müssen.
Das deutsche Äquivalent ist der Moment bei Glück Zuhause oder wie das heißt, wenn die Eigentümer ins Hotel müssen und die “Innendesignerin” eine Fototapete anbringt. Eine fucking Fototapete.
Mein Fernseher spinnt, und die Präkariatssender fallen oft aus der Liste. Die muss man dann neu eintunen, und das mache ich nur, wenn auch WDR oder sowas verlorengeht. Allerdings gucke ich gern Steel Buddies auf DMAX.