4944 Beiträge

Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Jetzt hat Willig gerade mal EIN Spiel gewonnen. Der Klassenerhalt ist noch nicht geschafft. Also einfach etwas tiefer hängen das Ganze- Oder eröffnet hier morgen jemand einen Thread "Meistersaison 2019/20"?
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Knallgöwer
Lombaseggl
Bundes-Jogi hat geschrieben:Jetzt hat Willig gerade mal EIN Spiel gewonnen. Der Klassenerhalt ist noch nicht geschafft. Also einfach etwas tiefer hängen das Ganze- Oder eröffnet hier morgen jemand einen Thread "Meistersaison 2019/20"?

Nein, das ist zu früh:
19/20 EL-Platz
20/21 und 21/22: CL-Platz
22/23 wird wieder ein guter VfB-Meisterjahrgang :vfb:

Edit:
Natürlich alles ohne Wolle, der ist bald Geschichte
Wie stark du tatsächlich bist, erfährst du erst dann, wenn "stark sein" deine einzige Option ist!

thoreau
Granadaseggl
de mappes hat geschrieben:
Tim Walter ist spannend, weil er im zweiten Jahr samt Umbruch Leistung abrufen konnte, auch mit anderem Vorstand.


aber er hat dann genau eine gute Saison vorzuweisen...der punkt spricht IMO für beierlorzer, der es bereits zwei Saisons lang nachgewiesen hat


Ja. Wenn das eine mathematische Entscheidung wäre. Ist es aber nicht. Es stellt sich die Frage ob der Kandidat ein Konzept hat, das Hitz gefällt und ob er überhaupt Lust hat. Es gibt dutzende Beispiele, dass ein Trainer irgendwo funktioniert und wo anders nicht. Ob irgendwer irgendwo 1 oder 2 Jahre Erfolg hatte ist da erstmal sekundär.

Und wie sollte Hitz einen Trainer suchen, ohne in der Öffentlichkeit klarzumachen, dass Willig eine Übergangslösung ist? Soll er den Kandidaten sagen, dass sie aber noch abwarten müssen, ob es mit dem Interimstrainer läuft? Und man dann ja mal schauen kann? So läuft es eben nicht. Diese Entscheidung muss jetzt getroffen werden, sonst jammert man wieder, dass man sich zu spät um den neuen Trainer gekümmert hat. Und Willig hat einer völlig toten Mannschaft ein bisschen Leben eingehaucht. Dass bei einem 0:1 in der 3. Minute durch sämtliche Körperöffnungen wieder entwichen wäre. Ich mag wie Hitz das angeht. Mit Konzept und nicht mit "Schau mer mal".



Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl
thoreau hat geschrieben:Sehe das mit Weinzierl ähnlich. Und dennoch zeigt es was wir teilweise für eine charakterlose Truppe haben.


Stimmt, Weinzierl hin, Weinzierl her. Der nächste Trainer wird ebenfalls an dieser Mannschaft scheitern, und zwar eher früher als später. Leider.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).


fkAS
Benutzeravatar
Halbdaggl
thoreau hat geschrieben:Und wie sollte Hitz einen Trainer suchen, ohne in der Öffentlichkeit klarzumachen, dass Willig eine Übergangslösung ist? Soll er den Kandidaten sagen, dass sie aber noch abwarten müssen, ob es mit dem Interimstrainer läuft? Und man dann ja mal schauen kann? So läuft es eben nicht. Diese Entscheidung muss jetzt getroffen werden, sonst jammert man wieder, dass man sich zu spät um den neuen Trainer gekümmert hat. Und Willig hat einer völlig toten Mannschaft ein bisschen Leben eingehaucht. Dass bei einem 0:1 in der 3. Minute durch sämtliche Körperöffnungen wieder entwichen wäre. Ich mag wie Hitz das angeht. Mit Konzept und nicht mit "Schau mer mal".

Seh ich auch so. Die Tür für Willig ist nicht komplett zu. Tim Walter fände ich sehr spannend. Allerdings auch'n bissl Zorniger light. Vom Fußball her passt das eher zu den Vorstellungen, die man sonst so von Hitzlsperger hört. Der will ja eher ne Mannschaft, die über eigenen Ballbesitz kommt. Die anderen bislang genannten Trainer Baierlorzer, Tedesco und Glasner verfolgen ja eher in die RB Spielweise.
Irgendwie traue ich dem VfB das Experiment mit Walter nicht so recht zu. Sehen würd ich schon gern, was der aus dem VfB machen kann. Wenn Willig die Saison erfolgreich zu Ende bringt und wesentliche Teile der Mannschaft sich für ihn aussprechen, weiß ich nicht, ob Hitzlsperger da einen neuen Kurs fahren kann.




Knallgöwer
Lombaseggl
Tim Walter hat nachweislich sehr gute Arbeit in Kiel geleistet:
Er kam unter schwierigen Voraussetzungen nach Kiel:
Anfang hatte den Club in die zweite Liga geführt und dann sofort auf Platz 3 geführt.
Danach ist der Trainer gegangen, dazu noch etliche Spieler-Abgänge.
Und in so einer Situation den Verein zu übernehmen und wieder ins obere Drittel zu führen ist mMn schon sehr beachtlich.
Zum Vergleich Eintracht Braunschweig ein Jahr zuvor: Verliert die Relegation gegen VW und steigt ein Jahr später ab.
Also gerne mit Tim Walter!
Denn wir haben ja den Nico jetzt als Joker :mrgreen:
Und beim nächsten Mal übernimmt er nicht nur für 4-6 Spiele sondern für ein paar Jahre.

Der Sommerslogan des VfB 2019: "Walter kommt, Wolfgang geht" :vfb:
Wie stark du tatsächlich bist, erfährst du erst dann, wenn "stark sein" deine einzige Option ist!


Aleksiander
Grasdaggl
Bundes-Jogi hat geschrieben:
thoreau hat geschrieben:Sehe das mit Weinzierl ähnlich. Und dennoch zeigt es was wir teilweise für eine charakterlose Truppe haben.


Stimmt, Weinzierl hin, Weinzierl her. Der nächste Trainer wird ebenfalls an dieser Mannschaft scheitern, und zwar eher früher als später. Leider.


Das schlimme ist, dass Du Recht hast. Aber woran liegt das? Andere Vereine haben doch auch keine anderen Charactere in der Mannschaft. Es wäre ja nicht ein einzelner Kotzbrocken ausser Maffeo im Verein auszumachen...
Nichts muss, aber alles kann.

darkred
Benutzeravatar
Halbdaggl
"Zu wenig Mitte."

Meiner Meinung nach liegt es allen voran an der inhomogenen Zusammenstellung des Kaders. Auf der einen Seite haben wir zu viele überalterte Spieler die ihre Leistung nicht mehr bringen können aber in der Hierarchie ganz oben rangieren, auf der anderen Seite viele junge Spieler die voll im Wind stehen, obwohl sie eigentlich im Schatten eines gesunden Mannschaftkonstrukts heran reifen sollten. Und über alldem schwebt der Umstand dass wir einfach zu wenig Mentalspieler haben, die den Laden zusammenhalten.

Und wenn dann noch fortgesetzt Querelen in der Führungsebene samt fehlender Spielphilosophie dazu kommen, dann sieht es halt so aus wie bei uns. Ein unschöner Flickenteppich auf dem Erfolg nur schwerlich gedeihen kann quasi...

Iron
Grasdaggl
Ich weiß nicht hinter wem Kabak reifen sollte? Maffeo ist 97 geboren, Gonzalez 98, Donis 96, Ascacibar 97, Sosa 98. Alle im ähnlichem Alter wie Pavard als er letztes Jahr Weltmeister wurde.

Gonzalez gewinnt bei uns die meisten Zweikämpfe. Ligaweit auf Platz 20, Ascacibar Platz 29.

Wenn man sich anschaut wieviele Torschüsse der VfB hat mit 370 (nur Berlin, Nürnberg und Hannover noch schlechter) und weiß dass Gonzalez mit 52 die meisten hat... vielleicht haben wir dann ein Problem in der Offensive. Zu wenig Offensivdenkende Spieler, zu wenig abschlussstarke Spieler.

Wenn wir das kompensieren mit z.B. einen gesunden Ginczek und einem fitten Didavi ... dann sieht alles weitaus positiver aus.

darkred
Benutzeravatar
Halbdaggl
Mit Sicherheit haben wir auch ein Abschlussproblem in der Offensive. Vor allem aber haben wir ein Problem damit, gefährlich vors gegnerische Tor zu kommen. Und das wiederum ist nicht zuletzt dadurch bedingt, dass die Mischung im Kader nicht stimmt. Da macht doch positionsgetreu gesehen so gut wie kein Spieler Druck auf den anderen. Schnelles Umschalten geht mit Aogo, Castro, Gente, Beck, Gomez nun mal nicht mehr sonderlich gut, vertikales Spiel aus dem DMF mit Ascacibar und Castro/Aogo leider auch nicht.

Natürlich würde uns ein MF-Brecher wie Ginczek gut zu Gesichte stehen, der die Wege macht und Bälle verteilt, Didavi schafft das nicht halb so gut. Aber dennoch wäre mir das von den Möglichkeiten her zu unidimensional. Ein schlagkräftiger Kader sollte in der Lage sein, kurzfristig auf taktische Veränderungen im Spiel reagieren zu können ... und das ist so wie wir aufgestellt sind nun mal nicht drin. Bzw. nur sehr limitiert.
Ich bleibe daher dabei. Der Kader muss ein dtl. anderes Gesicht bekommen, es müssen sich neue Leistungsachsen finden und neue Hierarchien bilden.
Beflankt von einer klar definierten sportlichen Ausrichtung und dafür geholtem Personal.


Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
Laut tm standen wir mit einem Trainer bereits kurz vor der Einigung - aber dann hat er sich umentschieden und woanders zugesagt. Dürfte Glasner gewesen sein. Find ich scheiße.

Glasner hätte halt im Vergleich zu den anderen gerade gehandelten Kandidaten schon reichlich Cheftrainer-Erfahrung (und er wäre trotzdem anders als Slomka, Gisdol etc.).

Zsolt Löw ist sicher super - aber kann er Cheftrainer? Tim Walter - würde bei uns scheitern (und ich befürchte, zu Recht). Nach wie vor wäre mir die unspektakuläre Lösung mit Beierlorzer am liebsten. Mit jedem guten Spiel steigen allerdings auch die Chancen für Willig - und er bekommt womöglich auch zunehmend Lust auf diese Herausforderung. Wäre mir natürlich am allerliebsten. :-)

Aber dann müsste man sicher einiges im Team ändern. Sonst fangen die Gestandenen bald wieder das Grummeln an, von wegen "Jugendtrainer" und so...

Man kann nicht davon ausgehen, dass Hitzlsperger und Mislintat ohne Einmischung des Aufsichtsrats arbeiten können, und das gilt auch für den Trainer, den sie holen werden. Wenn da nach wie vor kein Vertrauen herrscht, kann man acht bis vierzehn Monate später wieder von vorn anfangen.

Ich glaube auch nicht, dass Dietrich, Porth und die anderen Spezialisten im Laufe der Zeit lernen, wie man Leute beaufsichtigt – dazu suppt aus deren Interviews viel zu viel Eitelkeit, und man kann es auch an den Entscheidungen und Vorkommnissen ablesen. Es muss einen Generationswechsel geben, bis dahin wird man vielleicht mit Dusel einen vernünftigen Tabellenplatz erreichen, aber da wird nichts von Dauer sein.

Da ist der VfB nicht nur für Spieler ein Sprungbrettverein, sondern auch für Sportdirektoren, Kaderplaner und andere. Das ist das Grundproblem: dass gute Spieler und sicherlich auch Trainer nach einer gewissen Zeit weiterziehen, damit muss man sich abfinden – aber wenn man auch Funktionären keine dauerhafte Perspektive – oder überhaupt eine angenehme Arbeitsumgebung – bieten kann, kommt man auf keinen grünen Zweig.

Vielleicht könnte man mal aufhören, den Aufsichtsrat mit Leuten vollzustopfen, die sich als Gönner verstehen, weil sie dem VfB als Sponsor verbunden sind. Die fühlen sich haushoch überlegen, weil sich ihre Autos, Schräubchen und Dampfstrahler auch in Kanada oder Russland gut verkaufen, und als Gegenleistung oder Zugeständnis wollen sie am Sportverein rumdoktern, obwohl das ein ganz anderes Feld ist. Und aus der Blase rekrutieren sie dann auch Präsidenten. Bitte nicht mehr wundern, dass in dieser starken Wirtschaftsregion kein guter Fußball gedeiht.

Knallgöwer
Lombaseggl
Iron hat geschrieben:Mit der Argumentation von knallgöwer war letzte Saison der Trainer von Heidenheim schlecht und diese Saison wieder gut... ja was denn jetzt....

???
Seltsame Schlußfolgerung von dir:
Frank Schmidt ist gut, auch wenn er mal 1 oder 2 schlechte Saisons in HDH hätte. Weil er eben schon "ewig" dort ist.
Zu Walter und Kiel:
Ich meinte nur, dass es unter diesen Voraussetzungen gut ist, was Walter diese Saison in Kiel geleistet hat.
Wie stark du tatsächlich bist, erfährst du erst dann, wenn "stark sein" deine einzige Option ist!

darkred
Benutzeravatar
Halbdaggl
Nice Weather hat geschrieben:Man kann nicht davon ausgehen, dass Hitzlsperger und Mislintat ohne Einmischung des Aufsichtsrats arbeiten können, und das gilt auch für den Trainer, den sie holen werden. Wenn da nach wie vor kein Vertrauen herrscht, kann man acht bis vierzehn Monate später wieder von vorn anfangen.


In diesem Fall denke ich aber, dass die beiden das Glück haben am "losgelöstesten" von allen vor Ihnen sportlich verantwortlich Agierenden zu sein. Sogar der letzte die hard Fan dürfte mittlerweile kapiert haben, dass bei einer solchen Philosophie- und Strategielosigkeit der letzten Jahre der Fisch vom Kopf her stinken muss. Und mit Hitz und Mislintat hat man nun eine Kombo die Intelligenz und Sachverstand in sich vereint und die sich Ihren Plan einer nachhaltigen Entwicklung sicher haben absegnen lassen. Sonst hätte ein Misilintat hier auch gar nicht erst angeheuert. Dem Präsidium geht der Allerwerteste genauso auf Grundeis wie dem AR. Viel Krredit wird es da auf keinem Posten mehr geben...

Ich glaube auch nicht, dass Dietrich, Porth und die anderen Spezialisten im Laufe der Zeit lernen, wie man Leute beaufsichtigt – dazu suppt aus deren Interviews viel zu viel Eitelkeit, und man kann es auch an den Entscheidungen und Vorkommnissen ablesen. Es muss einen Generationswechsel geben, bis dahin wird man vielleicht mit Dusel einen vernünftigen Tabellenplatz erreichen, aber da wird nichts von Dauer sein.


Es steht und fällt halt fast alles mit dem sportlichen Erfolg. Aber von da aus wo wir stehen kann es ja nur nach oben gehen. Auch wenn wir tatsächlich erneut in Liga 2 müssen. Ich glaube nicht, dass es etwas daran ändern würde, wie man Hitzlintat "von oben her" begegnen würde. Die haben jetzt mind. 2 Saisons Zeit etwas aufzubauen, davon bin ich überzeugt. Und wenn man sie machen lässt, dann wäre schon viel gewonnen. Der AR ist aus Sicht der Granden m.E.n. eh nur ein Gremium dass das Organigramm formal erfordert, auf die Trennung zwischen operativem Geschäft und der originären Aufgabe "Beaufsichtigen" wurde beim VfB wohl noch nie viel Wert gelegt. Ich hoffe, dass Hitz/Misilintat sich das klar ausbedungen haben. Ich gehe sogar davon aus.

Da ist der VfB nicht nur für Spieler ein Sprungbrettverein, sondern auch für Sportdirektoren, Kaderplaner und andere. Das ist das Grundproblem: dass gute Spieler und sicherlich auch Trainer nach einer gewissen Zeit weiterziehen, damit muss man sich abfinden – aber wenn man auch Funktionären keine dauerhafte Perspektive – oder überhaupt eine angenehme Arbeitsumgebung – bieten kann, kommt man auf keinen grünen Zweig.


Umso wichtiger ist, dass man in den kommenden 2-3 Jahren dem VfB ein Gesicht gibt.
Das macht es auch für neue Leute einfacher, eine installierte und gelebte Philosophie weiter zu tragen!

Vielleicht könnte man mal aufhören, den Aufsichtsrat mit Leuten vollzustopfen, die sich als Gönner verstehen, weil sie dem VfB als Sponsor verbunden sind. Die fühlen sich haushoch überlegen, weil sich ihre Autos, Schräubchen und Dampfstrahler auch in Kanada oder Russland gut verkaufen, und als Gegenleistung oder Zugeständnis wollen sie am Sportverein rumdoktern, obwohl das ein ganz anderes Feld ist. Und aus der Blase rekrutieren sie dann auch Präsidenten. Bitte nicht mehr wundern, dass in dieser starken Wirtschaftsregion kein guter Fußball gedeiht.


You name it.
Das war die bisherige Herangehensweise. Aber ich bin nach wie vor der Hoffnung dass man -entweder von innen heraus oder vom Daimler erzwungen- erkennt, dass es hier klare Kompetenzabgrenzungen geben muss. Und dass in den einzelnen Aufgabenbereichen auch tatsächlich Kompetenz Einzug hält. Und eben keine Pöstchenschieberei sein darf.



Aleksiander
Grasdaggl
Wenn wir das kompensieren mit z.B. einen gesunden Ginczek und einem fitten Didavi ... dann sieht alles weitaus positiver aus.


Bevor die beiden Faktoren zusammenkommen, ist der Bahnhof fertig und Berlin hat seinen neuen,
bis dahin alten Flughafen.
Nichts muss, aber alles kann.

cron