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Iron
Grasdaggl
Airwin hat geschrieben:ähm darkred spricht vom aufbauspiel üer den torhüter, tommes vom torhüter als verteidiger bzw absicherung bei balllbesitz gegner :?: So wird das nichts... .


tommes hat das von sich gegeben: Es macht keinen Sinn, einen Torwart Libero bzw. Ballverteiler spielen zu lassen


Airwin
@Iron

ich hatte mich auf den etwas längeren part der ausführungen bezogen:
Nein, sie können eben nicht so gut kicken. Zudem ist bei Ballverlust keine Sicherung mehr da.
Da heute schon die Viererkette zu oft einfach ausgespielt werden kann und die Trainer mit der Fünferkette reagierten, wir es zukünftig wieder ein Spiel mit Libero geben. Das kommt.
Das ist die Fünferkette eigentlich schon.

Es macht keinen Sinn, einen Torwart Libero bzw. Ballverteiler spielen zu lassen.


darkred
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Öcher hat geschrieben:Darkred,


Ich bezog mich bei der Kritik an das technische beim TW ausschließlich an Ulle.
Die junge Generation an Torhütern können durchweg alle kicken, Nübel, Schuberth, die Mainzer Torhüter, für mich fällt da der Ulle fussballerisch ab, international finde ich, wird das noch deutlicher mit Kepa, Becker, Ederson, Donnaruma.
Klar ist das die Zukunft des Torwartspiels, das sagte auch Kobel bei seiner Vorstellung, das er hier auch eine Chance sieht, sein Spiel zu verbessern weil er selbst dort auch die Zukunft sieht, weil der Walter das noch eine Note extremer spielen will.
Durch einen gut spielenden Torwart ist es prinzipiell nichts anderes wie ein tiefer 6er der sich in die IV fallen lässt und die AV vorschieben kann nur eine Reihe weiter hinten mit der IV die breitstehen kann. Durch die Änderung der Fifa, im 16er auch den Ball annehmen zu können bestätigt sich die Entwicklung auch über das Regelwerk. So fällt dir der Joker weg den Ball im 16er an zunehmen.

Ich finde das auch einen interessanten Ansatz und der Vergleich zu Zorniger ist halt der, in 7 Sekunden muss das Tor beim Zorniger fallen, meist zwar hinten aber es ging um das Umschalten beim Zorniger.
Bei Walter geht es um das Ballbesitzspiel und das Positionsspiel, das ist schon extremst variabel, was die Spieler fordert, aber es ist von der Idee her richtig.

Wir kennen die 2. Liga und da parken die lieber den Bus vor dem 16er, wenns wie gegen 1860 läuft, spielt der Gegner ein 5-5-0, da brauchste in erster Linie Bewegung um da Lücken zukriegen.
Obs halt für Punkte reichen wird, da bin ich mir sicher, aber ich sehe auch Niederlagen wie gegen Dresden in der Hinrunde.


Gerade deinen letzten Absatz möchte ich hervorheben. Wichtiger Punkt.
Es werden viele Mannschaften sehr defensiv gegen uns agieren und dann ist eine gute Ballzirkulation besonders wichtig. Auch und insbesondere "hinten rum" und mit wiederholter Seitenverlagerung. So ziehst du des Gegners Gebilde auseinander und schaffst per schnellem Umschaltspiel wiederum mehr Möglichkeiten um in die Tiefe zu spielen.

Es wird dabei aber -wie gesagt- maßgeblich auf die Laufbereitschaft ankommen. Gepaart mit einem mgl. hohen und durchgehaltenen Konzentrationsvermögen aller Beteiligten. Ich hoffe, dass sich die damit verbundenen Laufwege und Automatismen mgl. bald einstellen, zumindest bis zu dem Grad, dass die Jungs auch unter Wettbewerbsbedingungen echtes Zutrauen in die Spielweise bekommen und gewillt sind das zu festigen und zu vertiefen. Wenn es da hingegen in den ersten paar Spielen zunehmend Nackenschläge gibt, dann wird es für Walter schwer echte Akzeptanz zu finden. Aber ich bin guter Dinge, dass es funktioniert.

fkAS
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Airwin hat geschrieben:
Ich finde den Ansatz von Walter jedenfalls sehr spannend. Diese Einbindung des Torwarts als Backline der Defensive, als Mittel zur schnellen Seitenverlagerung ist zwar sicher nicht ungefährlich, aber es liegt auch eine große Chance drin. Vor allem die Ballbesitzquote zu erhöhen. Denn umso mehr man den Ball hat, desto geringer werden die Chancen, dass der Gegner ein Tor macht. :idea: :lol: Das ist ja der grundlegende Ansatz in Walters Fußballidee. Das kann man Harakiri nennen, ich sehe es eher als "fußballevolutionäre Ausprägung". Denn wieso den Torhüter nicht aktiv ins Feldspiel einbeziehen? Die können heute alle recht anständig kicken und es schafft, wenn man es denn gut spielt, immer wieder Überzahlmomente und mehr Lösungsmöglichkeiten.

wann war das als guardiola bei barcelona angeordnet hatte, dass die IVs beim abschlag links und rechts auf der grundlinie stehen und dass der Valdes keine langen bälle spielen darf? 2008? Aber ansonsten sehe ich das ähnlich.

Die Innovation bei Walter sind die Rochaden und das "flexible" Positionsspiel. Schräger Begriff, aber dass die Außenverteidiger Diagonalläufe ins Zentrum machen, die IV auf die 6er Position vorschieben und weiter, hab ich bislang bei keiner Mannschaft so konsequent beobachtet.
Hoch stehen, Pressing und Probleme, wenn das Pressing überspielt wird, sieht man bei vielen Mannschaften. Da schenken sich die Ansätze von Guardiola oder der Rasenballfraktion nix.

In der zweiten Liga wird wahrscheinlich das Gegenpressing nach Ballverlust die Krux sein. Dass man die Teams großartig rauslocken wird mit viel Ballbesitz in der hinteren Reihe plus Torwart, glaub ich weniger.



Es gab ja zwei Auffälligkeiten in der Vorbereitung: das ungewöhnliche Aufbauspiel, und die Versuche, den Ball ins Tor zu tragen.

Flanken und hohe Bälle sind eben kein probates Mittel, um eine tief stehende Abwehr zu überwinden, wie man gegen Union Berlin gesehen hat. Wenn man Bälle in den Sechzehner drischt, befindet sich der Ball in Tornähe, aber das ist höchstens die halbe Miete. Das ist wie ein langer Abschlag: die Chance, dass man den Ball behält, liegt bei 50/50 – beziehungsweise bei X unbekannt – die Leute sagen immer 50/50, wenn sie “weiß keiner” meinen (obwohl – ist in der Tat das selbe, oder?). Man trainiert dann auf die sogenannten zweiten Bälle, aber das sind dann eben wieder ganz normale Spielsituationen, und das verteidigende Team hat die auch trainiert. Man transportiert also nur den Ball, und das ist nix wert, wenn am anderen Ende der Gegner dran ist. Dann gibt’s auch keine gute Packing Rate.

Es sieht halt geil aus, wenn man eine Flanke auf den Kopf des Stürmers banant und es dann klingelt, aber wie oft das vorkommt, kann man zählen: nicht super oft. Die Spieler stehen dann nach dem Spiel vor dem Mikrofon und bedauern, dass sie sich nicht belohnen konnten, obwohl sie so viel vom Spiel hatten, und alle nicken – dabei waren’s 17 Flanken, die ins Nichts gingen oder vom Gegner runtergepflückt wurden.

Im Gegensatz dazu sieht’s scheiße aus, wenn man den Ball dauernd vertändelt, aber im Gegensatz zu hohen Bällen hat man Spieler mit Ball in Tornähe, wenn man durchkommt. Das sind höhenwertige Chancen. Es fehlt halt das “Ooooooooh”, wenn der Ball eineinhalb Sekunden in der Luft ist und jeder weiß, dass jetzt erstmal kurz gar nichts passiert, dann aber etwas unvorhersehbares. Das ist eine ganz andere Spannungskurve, viel mehr Hollywood. Aber weniger Happy Endings als im Kino.

Also Einleitung, dann Mittelteil, jetzt Zusammenfassung: Walters Fußball verfolgt zwei deutlich sichtbare Ansätze, der eine soll das Gegenpressing neutralisieren, der andere tief stehende Gegner – die Gemeinsamkeit ist der Ballbesitz. Das sind Antworten auf zwei Trends: den Trend zum Umschaltspiel, und den neuen alten Trend zum Hintenreinstellen. Für sich genommen garantiert das keine torreichen Spiele, aber es verlangt Mut, Schnelligkeit und Power, und das führt dann zu mehr Toren auf beiden Seiten.

Öcher
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Granadaseggl
@iron,

in der Tat habe ich da wohl dem Ulle wohl ebbes falsches im Bezug zum Zorniger unterstellt, was aber meiner prinzipiellen Aussage, Ulle kann diese Art vom TW-Spiel nicht, nicht schmälert.

"Man braucht in der IV also nicht unbedingt Techniker. " darauf war das NEIN bezogen, und technisch ist Kaminski dem Baumgartl einfach voraus, ist leider so, aber entspricht der aktuellen Lage.

Kaminski hat 23 Spiele gemacht in Liga 2 für den VfB, davon die ersten 10 Spiele unter Luhukay nicht, ehe Wolf auf ihn setzte. Kaminski spielte im Sturm, auf der 6 (mMn besser als Badstuber in Köln), LV und sonst IV.
Ihn als Ersatzspieler zusehen in der 2. Liga Saison ist genauso falsch wie meine Aussage, Ulle hätte unter Zorniger gespielt :D


Zu der Taktischen Diskussion,
fkAS hat geschrieben:In der zweiten Liga wird wahrscheinlich das Gegenpressing nach Ballverlust die Krux sein. Dass man die Teams großartig rauslocken wird mit viel Ballbesitz in der hinteren Reihe plus Torwart, glaub ich weniger.


Ich denke du unterschätzt das ein wenig, Tedesco hat genau mit diesem Spielaufbau mit Erzgebirge Aue mehr Punkte in 12 Spielen geholt als der Trainer vorher. Und wenn man sich das Spielermaterial anguckt (Tiffert als Kapitän) war das schon herausragend.
Ich finde in der Hinsicht die Konsequenz des Spielstils auch bei einem Abstoß wichtig, vorallem am Anfang. Wenn man beispielsweise im Vorsprung ist, kann sich dort ein konsequentes Kurzpassspiel effektiver auswirken als ein weiter Abschlag mit den gennanten Faktoren von NW, Unruhe, zweite Bälle, einfach unkontrollierter Spielbeginn.
@NW, sehr schöner Beitrag zum guten alten Langholz, kann man so unterschreiben :idea:

Und die Diagonalläufe finde ich auch extrem interessant, das kommt einem Stenzel als gelernter 6er doch durchaus entgegen, der Maisel meinte auch der Karazoer ist wohl der unumstrittene Stammspieler in der Raute, Gonzalez hat wohl noch nette Worte mitgekriegt vom Walter, er solle sich auf gar keinen Fall verletzten, er bräuchte ihn.
Karazoer soll den tiefen 6er machen, Ascacibar wird ähnlich wie unter Weinzierl den 8er machen, da bin ich auch gespannt ob der Walter ihn effektiver kriegt als Weinzierl und nach den Eindrücken vom Maisel ist Mangala wohl erstmal hinten dran und auf der Bank.
Damit sind schon 2 Plätze vergeben, Kaminski, Kempf werden wohl die IV bilden, im Sturm war in keinem Trainingsspiel eine doppel Ochsen Spitze zusehen, es bleibt spannend bei der Aufstellung.
always nai dahanne

fkAS
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Halbdaggl
Nice Weather hat geschrieben:Es gab ja zwei Auffälligkeiten in der Vorbereitung: das ungewöhnliche Aufbauspiel, und die Versuche, den Ball ins Tor zu tragen...

Das mit dem "Ball ins Tor tragen" war aber nur in einem Spiel extrem. Da gab's wohl verschiedene Themen oder vorgaben. Bei dieser 3:1 Niederlage war es hinter die Linie kommen und quer legen, selbst wenn man schon in guter Schussposition ist. Gegen Basel waren die langen Bälle auf die Außen auffällig, während sonst ja eher Kurzpass angesagt ist) und gegen Freiburg die Diagonalläufe und die extremen Positionswechsel im Aufbau


fkAS hat geschrieben:
Nice Weather hat geschrieben:Es gab ja zwei Auffälligkeiten in der Vorbereitung: das ungewöhnliche Aufbauspiel, und die Versuche, den Ball ins Tor zu tragen...

Das mit dem "Ball ins Tor tragen" war aber nur in einem Spiel extrem.


Die anderen Spiele habe ich nicht geguckt. Das wäre zuviel verlangt, bei aller Liebe.


Tamasi hat geschrieben:Mal sehen, was wir gegen Hannover üben. :-)


#isso #ischso – man wird noch eine Weile üben müssen.



tommes hat geschrieben:Kann schon eine richtige Waffe sein. Aber man muss es eben auch trainieren. Viele Bundesligaspieler können doch gar nicht mehr köpfen. Warum ist das so? Weil es zu wenig trainiert wird.


Klar kann’s eine Waffe sein, und auch eine Kunst – ich denke es wird (von vielen Trainern) selten trainiert, weil es einfach keine effiziente Methode ist. Beziehungsweise müsste man es häufiger trainieren als eine Stunde hier und da – ich nehme an der Ertrag steht in keinem guten Verhältnis zum Aufwand.

Das gilt schon für Spieler, die das 1:1 suchen, aber nicht so sehr für Flanke-Kopfball. Mit Ball an einem Gegenspieler vorbeizukommen ist viel wichtiger.

tommes hat geschrieben:Oder wie erklärst du dir Bundesligastürmer, die völlig freistehend mit falscher Berechnung meterweit drüber oder daneben köpfen?


Ganz einfach: ist sauschwer. Klar köpfen die oft daneben, das überrascht mich gar nicht.

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
tommes hat geschrieben:Oder wie erklärst du dir Bundesligastürmer, die völlig freistehend mit falscher Berechnung meterweit drüber oder daneben köpfen?

Fairerweise muss man hier ergänzen, dass viele das auch immer mal wieder mit dem Fuß fertigbringen.

Aber ein SpielerStürmertyp wie Horst "Manni Banane, ich Kopf" Hrubesch ist in dieser Konsequenz heute irgendwie tatsächlich nicht mehr denkbar. Bei Standards gegen Spielende sind's ja dann auch oft die höher gewachsenen Verteidiger, die zu diesem Zweck nach vorne beordert werden. Bei uns in der jüngeren Vergangenheit etwa Niedermeier, Baumgartl oder Kaminski. Und das durchaus auch immer wieder mal erfolgreich.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Frank N Furter
Es gibt auch noch einen anderen Grund, warum die Kaltz-Hrubesch-Nummer heute nicht mehr so einfach ist. Horst Hrubesch hatte als Nachwuchstrainer selbst mal darauf hingewiesen:

Der Ball ist nicht mehr derselbe.

Zu Kaltz-Hrubesch-Zeiten konnte man den Ball noch so andrehen, dass ein Großteil der Kraft sich über die Bernoulli-Gleichung in Effets verwandelte. Die heutige Generation von Bällen, verwandelt mehr der eingetragenen Kraft auf den Ball in dessen Deformation. Es entsteht ein stärkerer, zyklischer Deformations- und Reformationsprozess auf Kosten des Effets. Das führt dann zu den berühmten Flatterbällen. Natürlich gibt es immer noch die Mischung aus Effets und Flattern, aber das Verhältnis hat sich halt verändert.

Wer jetzt auf die berechtigte Idee kommt zu fragen, warum man Bernoulli braucht um eine präzise Flanke zu schlagen, hat genau die richtige Frage gestellt. Die Kreiselbewegung, auch Präzession genannt, ist eben die präziseste Art einen Gegenstand zu steuern. Wernher von Braun - Mondlandung war ja eben wieder aktuell - hat zur Stabilisierung der Raketen schnell rotierende Kreisel in die Raketenspitze eingebaut, deren Präzession Raketenflug überhaupt erst möglich machte. Auch Bowler hauen die Kugel nicht gerade in die Kegel, sondern nutzen ebenfalls eine Kreisel- bzw. Präzessionsbewegung zur Steuerung.

Trotzdem fallen ja aber noch Kopfballtore nach Flanken. Und wenn ich mich nicht ganz täusche, verdankt Deutschland einem Matz-Hummels-Kopfball den Einzug 2014 ins Endspiel.

Wenn ich also zwei, drei Kopfballgiganten in meinem Team hätte, würde ich das schon ausgiebig üben, auch weil der Fussball immer in Evolution steckt. Die Gegner müssten sich erst mal wieder auf so wuchtige Kopfballungetüme einstellen. Mit Tikitakatuka lässt sich das jedenfalls nicht verteidigen.....

Balbriggan
Granadaseggl
Frank N Furter hat geschrieben:Es gibt auch noch einen anderen Grund, warum die Kaltz-Hrubesch-Nummer heute nicht mehr so einfach ist. Horst Hrubesch hatte als Nachwuchstrainer selbst mal darauf hingewiesen:

Der Ball ist nicht mehr derselbe.

Zu Kaltz-Hrubesch-Zeiten konnte man den Ball noch so andrehen, dass ein Großteil der Kraft sich über die Bernoulli-Gleichung in Effets verwandelte. Die heutige Generation von Bällen, verwandelt mehr der eingetragenen Kraft auf den Ball in dessen Deformation. Es entsteht ein stärkerer, zyklischer Deformations- und Reformationsprozess auf Kosten des Effets. Das führt dann zu den berühmten Flatterbällen. Natürlich gibt es immer noch die Mischung aus Effets und Flattern, aber das Verhältnis hat sich halt verändert.

Wer jetzt auf die berechtigte Idee kommt zu fragen, warum man Bernoulli braucht um eine präzise Flanke zu schlagen, hat genau die richtige Frage gestellt. Die Kreiselbewegung, auch Präzession genannt, ist eben die präziseste Art einen Gegenstand zu steuern. Wernher von Braun - Mondlandung war ja eben wieder aktuell - hat zur Stabilisierung der Raketen schnell rotierende Kreisel in die Raketenspitze eingebaut, deren Präzession Raketenflug überhaupt erst möglich machte. Auch Bowler hauen die Kugel nicht gerade in die Kegel, sondern nutzen ebenfalls eine Kreisel- bzw. Präzessionsbewegung zur Steuerung.

Trotzdem fallen ja aber noch Kopfballtore nach Flanken. Und wenn ich mich nicht ganz täusche, verdankt Deutschland einem Matz-Hummels-Kopfball den Einzug 2014 ins Endspiel.

Wenn ich also zwei, drei Kopfballgiganten in meinem Team hätte, würde ich das schon ausgiebig üben, auch weil der Fussball immer in Evolution steckt. Die Gegner müssten sich erst mal wieder auf so wuchtige Kopfballungetüme einstellen. Mit Tikitakatuka lässt sich das jedenfalls nicht verteidigen.....

So, dann wäre das auch geklärt :nod:

Iron
Grasdaggl
@Kopfbälle:

Gomez hat 42 % (199) seiner Zweikämpfe in der Luft geführt. Ein Haller hatte 375 Zweikämpfe in der Luft und davon fast 55 % gewonnen. Ein Werner hatte nur 54 Zweikämpfe in der Luft, ein Volland 114 wovon er nur 34% gewinnt, Gnabry 29 Zweikämpfe in der Luft, Kruse 76 Zweikämpfe in der Luft.

Wenn man sieht wer viele Kopfbälle gewinnt, dann waren es Haller 205, Poulsen 168, Orban 134 , Weghorst 131, Sane 140 und dann Kempf 129...

Sieht schon dannach aus, dass bei uns andere Werte zählen.

Zu Kaltz-Hrubesch-Zeiten war 90% und mehr des Effets auf Bernoulli zurückzuführen. Heute nimmt der Ball mehr von der Kraft auf und wandelt sie in formverändernde Kräfte auf die Balloberfläche. Letzteres führt dann zu den berühmten Flatterbällen.


Die hatten früher einfach mehr Zeit und Raum. Der Rest ist einfach auch ne Trainingssache für das richtige timing. Kein Mensch rehnet nen Energieerhaltungssatz aus. :? ..


Tamasi
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Allmachtsbachel
tommes hat geschrieben:Ich frage mich sowieso, warum ein flexibles Positionsspiel im modernen Fußball fast nicht vorkommt und finde es sehr gut, dass Tim Walter so spielen lassen will.

Sogar die "tumben" Footballer kriegen's hin, verschiedene durchchoreographierte Spielzüge und Wege zu lernen & im Spiel umzusetzen. Ich finde es super, dass auch Fußballer mal in diese Richtung geschoben werden. Das sind Profis, die können das auch. Man muss es halt nur mal machen.

Ich hoffe sehr, dass Walter damit bei uns Erfolg hat. Und selbst wenn's zum Start eine knackige Niederlage gegen Hannover geben sollte: Bloß nicht gleich alles anzweifeln! Wenn's dann im Laufe der Hinrunde überhaupt nicht klappt, muss man's halt akzeptieren. Aber dass wir so einen anspruchsvollen Fußball versuchen, finde ich toll.